28/06/2020
Wem läuft bei diesem farbenfrohen Anblick nicht das Wasser im Munde zusammen?!
Der “Khao Yum Pak Dtai” oder kurz “Khao Yum” ist nicht nur optisch eine richtige Augenweide, zudem erlebt man durch diesen südthailändischen Reissalat eine wahre Geschmacksexplosion.
Durch die Zugabe der vielen rohen asiatischen Kräuter und Gemüsesorten ist er auch noch ziemlich gesund.
Gesund, optisch ansprechend und auch noch schmackhaft, geht das überhaupt fragt man sich? Wer den “Khao Yum” schon probiert hat, kennt die Antwort!
Seinen Ursprung hat dieser Salat in der malaysischen Küche und er ist vergleichbar mit dem dort bekannten Gericht “Nasi Kerabu”. Viele südthailändischen Gerichte haben ihre Wurzeln in der Küche Malaysiens. Im Süden von Thailand findet man den “Khao Yum” öfters in den Menüs und mittlerweile ist dieser schmackhafte Salat in ganz Thailand äußerst beliebt. Bei uns im Westen ist er leider “das Aschenbrödel” unter den Thai Gerichten und weitaus weniger bekannt als seine beliebten Geschwister “Khao Pad”, “Pad Thai”, "Tom Yum”, etc. Mit diesen kann er sich aber allemal messen.
Durch die Vielzahl bunter Gemüsesorten und dem mehrfarbig eingefärbten Jasminreis nennt man ihn umgangssprachlich auch “Regenbogensalat”.
Im Land des Lächelns wird hierfür nur selten Lebensmittelfarbe benutzt und meist werden pflanzliche Farbstoffe verwendet. Der Kurkuma gibt dem Reis die leuchtend gelbe Farbe, das satte Grün kommt von den Pandanblättern. Der Pandan wird in der asiatischen Küche aufgrund seines besonderen Geschmacks oft für Süßspeisen verwendet. Das frische Blatt kann zusammen mit Wasser in den Mixer gegeben werden, anschließend wird das nun grüne Wasser durch einen Filter gegossen und man kann es zum Einfärben nehmen. Die Clitoria Vernetea, eine in Asien wild wachsende Kletterpflanze mit knallig blauen Blüten gibt dem Reis ein schönes sanftes Blau. Alternativ kann man zum Färben auch frisches Blaukraut verwenden. Die Vorbereitungen für den Salat mögen etwas aufwendig sein, aber es lohnt sich allemal.
Die verschieden Zutaten des "Khao Yum" werden in kleinen separaten Schalen zusammen mit dem Reis und einem süß-säuerlichem Dressing serviert. Schon das Mischen der einzelnen Zutaten ist ein Erlebnis! Dieses Gericht ist trotz roher Gemüsezutaten und fehlendem Fleischzusatz alles andere als langweilig.
Neben dem bunten Reis sind unter anderen Gurken, Sojasprossen, Pomelo, lange Bohnen, Flügelbohnen, Kohl, Karotten, die Blätter der Kaffir Limette, Zitronengras, grüne Mango, chinesischer Broccoli, getrocknete Shrimps und Anchovis, sowie geröstete Kokosraspeln die Stars in diesem Gericht. Mit den Zutaten kann durchaus variiert werden. Es gibt sehr viele Versionen des Gerichtes und oftmals wird die ein oder andere Zutat durch etwas anderes ersetzt.
Das Gemüse bleibt wie gesagt roh und wird zusammen mit den Kräutern in feine Streifen geschnitten. “Budu Dressing” wird das leicht dickflüssige bräunliche Dressing genannt, bestehend aus Fischsauce, Wasser, Tamarinden Saft, Ingwer und Palmzucker.
Hat man erstmal alle Zutaten auf dem Teller vermischt und führt endlich den ersten großen Löffel zum Munde, explodieren einem wahrlich alle Geschmacksknospen. Wir schmecken eine angenehme Säure durch die grüne Mango, die Pomelo, das Zitronengras, die Blätter der Kaffirlimette und die Tamarinde. Eine leichte Süße entsteht durch den Palmzucker, die Kokosraspeln und die Karotten. Den salzigen “Umami” Geschmack geben die Fischsauce sowie die getrocknete Shrimps und Anchovis. Einen leicht bitteren, jedoch willkommen Geschmack haben der Kohl und die Sprossen. Kurz gesagt, dieser Salat ist schlichtweg sensationell!
Die super crunchy Textur der vielen knackigen Gemüsesorten und das vielfältige Geschmackserlebnis machen diesen erfrischenden Reissalat, als das perfekte Gericht für einen heißen Sommertag!
Das Rezept folgt....!
xoxo Sandra