19/03/2017
Die Kreismusikschule Plön trauert um Roland Reche
Roland Reche wurde 1922 in Kreuzburg in Schlesien geboren und verstarb am 15. März in Preetz. Er war Gründungsmitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, deren Vorsitz er von 1973 bis 1993 inne hatte. 1996 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Brzeg (früher Brieg) in Polen ernannt. In Plön hat er als Stadtrat und Bürgervorsteher gewirkt, auch in Plön ist Roland Reche zum Ehrenbürger ernannt worden. Am 20.03.2000 ist Roland Reche mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet worden.
Roland Reches Bedeutung für die Kreismusikschule ist überragend. In einer Zeit, in der in Baden-Württemberg und in Bayern je 54 Musikschulen bestanden, im Raum Bremen-Hamburg-Schleswig-Holstein aber nur ganze sieben; als in Ungarn und Schweden eine Musikschule für etwa 25.000 Einwohner, in der Bundesrepublik Deutschland aber nur für 236.000 Einwohner zur Verfügung stand, gehörte Roland Reche 1974 zu den Gründungsmitgliedern vom „Verein Musikschule Kreis Plön e.V.“
Anfang 1975 begann der erste Unterricht an der neuen Musikschule. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Musikschule auf über 1200 Schüler und der Kreistag fasste im Sommer 1978 den Beschluss, die „Kreismusikschule Plön“ in eigene Trägerschaft zu übernehmen. In diesem Zusammenhang wurde 1978 der Gründungsverein zum Förderverein der Kreismusikschule. Der Vorsitzende dieses Vereins wurde für viele Jahre Roland Reche, der sich bis zuletzt immer unablässig für die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen und die Belange der Kreismusikschule eingesetzt hat.
Auch von Roland Reches Engagement in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft hat die Kreismusikschule profitiert. Er war es, der im Jahre 1990 den Kontakt zur polnischen Musikschule in Kedzierzyn-Kozle herstellte und die erste Kontaktaufnahme im April 1990 persönlich begleitete. Ein Kontakt, der bis heute lebendig geblieben ist, wie beim Besuch der polnischen Musikschule auf der diesjährigen Grünen Note wieder deutlich zu sehen sein wird.
Vielen Dank Roland Reche!