10/06/2024
❤️❤️❤️ Ihr Lieben, ich brauchte etwas Zeit.... auch wenn es mir immer bewusst war, dass der Tag kommen würde, ist es trotzdem sehr traurig und gewöhnungsbedürftig eine so liebe und herzliche Person nicht mehr am Leben zu wissen. Durch ihre Verbundenheit mit der geistigen Welt und dem Wissen, dass das Leben als Seele unendlich ist, hat Ruth Maria Kubitschek immer eine grosse Ruhe und Gelassenheit gegenüber dem Lebensende ausgestrahlt. Ich bin sehr dankbar, dass sie nicht leiden musste, und sie ihren Frieden gefunden hat. Das tröstet ungemein.
Auf diesem Weg möchte ich nochmals meine Dankbarkeit aussprechen, für die unbeschreiblich schöne Zeit mit dieser wunderbaren Persönlichkeit. Ich werde ihr junggebliebenes und unkompliziertes Wesen, ihre strahlenden, blauen Augen und ihr herzliches Lachen nie vergessen!
Ich hatte Ruth, dank ihrer Nachbarin in Fruthwilen, der Julia, ein Jahr vor der Gründung der Kunstwerkstatt kennengelernt. Sie war auf der Suche nach einer Malbegleitung, um ihre Maltechniken zu erweitern. Sie war wie immer voller Wissenshunger. Dabei war sie wöchentlich bei mir in meinem Atelier in Steckborn. So haben wir uns näher kennengelernt und dabei ist eine wertschätzende Freundschaft entstanden.
Dann hatte ich die Idee mit der Kunstwerkstatt in Mammern. Sie war begeistert und wollte aktiv mitmachen. Dabei hatte sie den Wunsch, mit ihrem eigenen Atelier von ihrem Zuhause in Fruthwilen nach Mammern in die Kunstwerkstatt zu ziehen. Die Kunstwerkstatt war somit über mehrere Jahre ein wichtiger Bestandteil im Leben von Ruth. Ihr Malbereich hatte sie sehr liebevoll eingerichtet. Viele liebe Menschen durften ihr begegnen und ihren Humor, ihre unkomplizierte Art und ihre Kreativität geniessen. Sie hat immer wieder grosse Begeisterung und Dankbarkeit ausgelöst. Sie genoss die einzelnen Auftritte, ob mit Engelmalen von weit angereisten Fans, aber auch mit Schulklassen, gemeinsame Kunstausstellungen, dem Kunstweg, unseren hauseigenen Workshops z.T. auch bei ihr Zuhause oder auch auswärtigen Besuchen von Kunstausstellungen. Sie war immer mit Begeisterung dabei und liebte das unkomplizierte, familiäre Beisammensein, vor allem mit den Atelier-Mitgliedern. Wir haben sie völlig entspannt und ungeschminkt mit ihren Maloutfits erlebt. Es war so schön sie gelassen so zu sehen. Sie liebte es auch an Kursen teilzunehmen und eines der Hightlights für sie war das 'Schwamm-Malen' mit Eva Stotz, an welchen sie mehrmals teilgenommen hat.
Für mich war es wichtig, mit Ruth zusammen eine Balance zu finden, die ihr Spass macht und nicht zu viel von ihr abverlangt. Sie hat nur gemacht, wozu sie Lust hatte und ich war sehr achtsam im Umgang mit Fotos und allgemein mit der Öffentlichkeit. Das war uns beiden sehr wichtig. Es sollte familiär bleiben.
Ihr Neuanfang im Tessin kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn auch ich hatte neue Pläne ins Auge gefasst. Nach fast 8 Jahren gemeinsamer Zeit in Mammern war es Zeit Neues zu wagen.
Ich durfte sie zuletzt diesen Frühling nochmals im Tessin treffen. Es war mir nicht bewusst, dass es das letzte Mal sein sollte. Wir hatten beide fest vor, uns bald nochmals zu sehen. Bedingt durch meine Auswanderung waren unsere Treffen nicht mehr so regelmässig...
Liebe Ruth, die Zeit mit Dir wird unvergessen bleiben und Du hast für immer einen Platz in meinem Herzen ❤️. Ich bin unendlich dankbar für die gemeinsame Lebenszeit und die herzliche Freundschaft. Danke Dir für all die schönen und bereichernden Momente, die Du uns allen geschenkt hast. Mögest Du in Frieden Ruhen❤️
P.S. Wer hat mit Ruth einen schönen Moment erlebt? Magst Du ihn mit uns teilen?
An alle ehemaligen Atelier-Mitglieder: ich konnte nicht alle markieren oder erwähnen, bitte entschuldigt. Aber ihr könnt gerne Eure Erfahrungen hier teilen.