27/09/2021
⚠️ Policy Talk
Okay Freunde, ab heute geht es wieder los, auch wenn noch keine neue Regierung steht: Neue Chancen, neue Herausforderungen - nicht nur für die Politik, sondern für uns alle.
Ich würde mal von mir behaupten, ich übernehme Verantwortung, gestalte mein Leben, gehe nicht in die Opferrolle. Aber was das Thema Politik angeht, habe ich mich bequem in der bequemen Jammerrolle aufgehalten. Ich habe gejammert, dass mir das Vertrauen in die Politik fehlt, dass es keine Menschennahe Politik ist, dass ich mich nicht angesprochen fühle von den Politikern, dass ich es dramatisch finde, welche Spaltung (bestes Beispiel Corona) in unserer Gesellschaft herrscht, dass unser Bildungssystem eine echte Katastrophe ist, dass wir hinterherhinken in Innovation und Digitalisierung, dass Rassismus keine Ausnahme ist, dass Menschen aus der Pflege so wenig wertgeschätzt werden und welche Missstände hier herrschen, dass Klimaschutz nur ein schickes Wahlthema ist, anstatt ernster Inhalt und und und
Seit dem Soziologieunterricht hat sich Politik immer so weit weg angefühlt und ich habe mir seitdem eingeredet, dass ich mich nicht politisch engagieren kann, weil ich eben keine Ahnung davon habe.
Bis heute gibt es keine einheitliche Definition des Begriffes. Ich glaube es ist wichtig, ihn als etwas zu verstehen, was durch uns gestaltet wird, nicht nur mit unserer Wahl, sondern jeden Tag. Ja, die großen politischen Fragen müssen von der Regierung gelöst werden. Aber ich kann mich einsetzen für die Welt, die ich mir wünsche. Ich schreibe bewusst Welt, weil ich nicht mehr in Ländergrenzen denken möchte, sondern mich als Europäerin verstehen, die sich für ihre Werte des Miteinanders einsetzt.
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