08/10/2026
Die größten Kostentreiber stehen meist in keinem geplanten Budget, sondern stammen meist aus ineffizienten Prozessen.
Wenn gespart werden muss, richtet sich der Blick meist auf Personal, Einkauf oder Energie.
Die größten Reserven liegen aber oft im Ablauf selbst; denn sie tauchen in keiner Kostenstelle auf und verbrauchen trotzdem jeden Tag Zeit, Motivation und Geld.
Fünf typische Kostentreiber begegnen uns dabei immer wieder - in der Fertigung ebenso wie in Verwaltung, Klinik oder IT:
1️⃣ Ineffiziente Prozesse
Doppelarbeit, unnötige Schleifen und fehlende Standards kosten Zeit und binden Kapazitäten. Eine Wertstromanalyse macht den vollständigen Weg eines Auftrags vom Eingang bis zum Abschluss sichtbar und kann damit Analysemöglichkeiten schaffen um Standards abzuleiten, die tatsächlich auch gelebt werden.
2️⃣ Hohe Fehlerquoten
Nacharbeit, Ausschuss, Reklamationen. Ansatz: Die echten Ursachen durch Daten ermitteln, statt ständig Feuer zu löschen. Genau das ist der Kern von SIX SIGMA.
3️⃣ Überlange Durchlaufzeiten
Wartezeiten machen bis zu 95 % der gesamten Durchlaufzeit aus: gearbeitet wird am Vorgang nur ein Bruchteil der Zeit. Ansatz: Engpässe finden, Fluss herstellen, Pull statt Push. Das heißt: bearbeitet wird nur, was der nächste Schritt tatsächlich braucht.
4️⃣ Ungenutztes Potenzial
Wer täglich im Prozess selbst arbeitet, kennt die Schwachstellen am besten. Ansatz: Ihre Mitarbeitenden als Problemlöser:innen einbinden und eine starke Verbesserungskultur aufbauen.
5️⃣ Fehlende Transparenz
Entscheidungen nach Bauchgefühl statt nach Fakten. Ansatz: Pro Prozess wenige, aussagekräftige Kennzahlen (KPI´s) und diese z.B. an visuellen Boards aushängen, die das ganze Team abholen. Diese mit dem Team gemeinsam aktuell halten.
Der Rahmen dafür heißt Operational Excellence (OPEX):
LEAN und SIX SIGMA werden als Werkzeuge, systematisch und dauerhaft eingesetzt, denn Unternehmen mit OPEX-Programmen senken ihre Prozesskosten durchschnittlich um 15 bis 30 %.