30/06/2026
⚠️Schon wieder: Zahlreiche Greifvögel mit Carbofuran vergiftet! ⚠️
Sowohl in Unterfranken als auch in Oberbayern haben in den vergangenen Wochen und Monaten bislang Unbekannte mindestens sieben Vögel mit dem auch für Menschen gefährlichen Insektizid Carbofuran ☠ vergiftet.
Anfang April wurde in Eschau nahe des unterfränkischen Miltenbergs ein lebender Habicht mit einer toten Taube über die gemeinsame Plattform von LBV und der Gregor-Lousioder Umweltstiftung (GLUS)„Tatort Natur“ 🌐 gemeldet. Bei dem Ködertier handelte es sich um eine „Kamikaze-Taube“ ohne Kopf. Das Tier war mit einem auffällig pinkfarbenen Pulver in den Federn präpariert – ein klassischer Hinweis auf das seit Jahren verbotene und hochtoxische Kontaktgift Carbofuran.
Kriminelle nutzen solche Tauben als Köder, um Greifvögel anzulocken, die natürlicherweise Jagd auf andere Vögel machen und sich dann daran vergiften. Dank einer Kropfspülung konnte der Habicht gerettet werden.
Wenige Wochen später wurden uns drei weitere Vergiftungsfälle in Oberbayern gemeldet: drei Mäusebussarde im Landkreis Freising, ein Rotmilan im Landkreis Eichstätt und ein weiterer Rotmilan im Landkreis Traunstein. Im Fall der Mäusebussarde in der Nähe von Allershausen im Landkreis Freising war auffällig, dass die Kadaver an einem Ort zusammen lagen.
Im Fall des Rotmilans bei Obing im Landkreis Traunstein waren wir besonders alarmiert, weil in der Vergangenheit bereits weitere Vögel in der Gegend vergiftet worden waren. Toxikologische Untersuchungen bestätigten in fast allen Fällen eine Vergiftung mit Carbofuran. Lediglich einer der Bussarde war bereits zu stark verwest.
❗Wer einen Greifvogel vergiftet, begeht kein Kavaliersdelikt, sondern eine ernstzunehmende Straftat. Wir bringen deshalb jeden Fall zur Anzeige!❗
👉 Zusammen mit der GLUS rufen wir auch dazu auf, mögliche Vergiftungsfälle oder Giftköder an die zuständige Polizeiinspektion und online unter ➡www.tatort-natur.de zu melden. Achtet dabei vor allem an Selbstschutz⚠️. Die von den Tätern verwendeten Giftstoffe sind auch für Menschen und Haustiere hochgefährlich. Fasst nichts an, was verdächtig erscheint.