05/12/2021
Kaum noch zu ertragen!!! - mein persönlicher Standpunkt!
Heute ist der 2. Advent und internationaler Tag des Ehrenamts. Eigentlich zwei grossartige Anlässe und trotzdem treibt mich seit Wochen und Monaten einiges um!
Die Kinder und Jugendlichen sind die grössten Verlierer der Pandemie! Noch über Jahre werden wir die Auswirkungen erleben. Die Ohnmacht der Verantwortlichen bezüglich konsequenter Entscheidungen und vorausschauenden Handeln ist für mich kaum noch zu ertragen!
Hier nochmal einige Aspekte zusammengefasst, die ich bisher noch nicht in der Komplexität gehört habe:
Die Kinder betreffend:
- fehlende Stabilität
- Unsicherheit und Ängste durch unsichere
Erwachsene
- Aktueller Umgang der Erwachsenen mit dem
Konflikt (zunehmende gegenseitige Abwertung
und Radikalisierung) reduziert prosoziale
Vorbilder und Modelle für den konstruktiven
Umgang mit Konflikten und Herausforderungen
- Hohes Maß an Eigenverantwortung (Maske
tragen, Abstand halten, Hausaufgaben bzw.
Lernen insgesamt selbst organisieren)
- Für Kleinkinder fehlende Vorbilder im
Spracherwerb durch Masken
- Jugendliche Unvernunft, Abgrenzung und zur
Pubertät gehörende Provokation bzw. Reibung an
Erwachsenen ist kaum möglich, weil ständig
Vernunft eingefordert wird und der Aktionsradius
durch Kontaktbeschränkungen sehr begrenzt ist
- Wegfall von Highlights und Enttäuschung nach
Vorfreude (Exkursionen, Praktika, Feiern,...)
- Freizeitaktivitäten und Treffen in Peer-Groups
fehlen
- Kinder aus schwierigen Elternhäusern erfahren
noch weniger Förderung
- Negative Auswirkungen auf Eltern-Kind-
Beziehung durch zusätzlichen Stress
(Absonderung von einem Tag auf den anderen,
Homeschooling, etc.)
- Keine Freiräume für individuelles Lerntempo, weil
Lehrer am Abend die Ergebnisse der Aufgaben
des Tages abfordern - von Kindern, die zwischen
Schule und häuslichem Lernen pendeln
- Lehrer geben aus Quarantäne eine Menge an
Aufgaben, die nicht schaffbar ist und auch im
regulären Unterricht nicht umsetzbar wäre
- Leistungsüberprüfungen werden festgesetzt und
zum geplanten Termin durchgeführt, ohne
Rücksicht auf das seelische Wohl der Kinder zu
nehmen - täglich Tests, teilweise auch mehrere
pro Tag und zusätzlich Klausuren, um Umfang
der Leistungsüberprüfungen der
Abschlussklassen zu schaffen, auch wenn
Schulen wieder geschlossen werden würden
Gesamteindruck:
Kinder müssen funktionieren und ganz regulär Leistungen erbringen, obwohl um sie herum nichts so ist wie sonst und ihre Sorgen in der Schule zwischen Corona- und anderen Tests keinen Raum finden!
Natürlich gibt es auch Ausnahmen im Umgang damit und dafür bedanke ich mich ausdrücklich im
Namen der Kinder!!!
Jetzt endlich konsequent Entscheiden und unsere junge Generation maximal unterstützen und seelisch auffangen. Lernergebnisse sind nachrangig zu betrachten, wenn die Psyche und Seele angeschlagen ist!!!
Jetzt und keinen Tag mehr versäumen!
Daniel Kemp