Gesellschaft für deutsche Sprache

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Die Gesellschaft für deutsche Sprache ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erfor

20/08/2026

„Mitvollziehen“ oder „mit vollziehen“ – welche Schreibweise ist richtig?

Bei Verbindungen aus „mit“ und einem Verb hängt die Schreibung von der Bedeutung ab. Bildet „mit“ als Verbpartikel mit dem Verb eine feste Verbindung, wird zusammengeschrieben. Ist „mit“ dagegen ein selbstständiges Adverb im Sinne von „auch“ oder „ebenso“, wird getrennt geschrieben.

Auch die Akzentsetzung kann bei der Unterscheidung helfen.

Bei welchen Verben bist du in Sachen Getrennt- oder Zusammenschreibung unsicher?

13/08/2026

"Hamza" ist ein männlicher Vorname arabischer Herkunft und bedeutet "Löwe". Während er in der islamischen Welt auf eine lange Tradition zurückblickt, fand er seinen Weg nach Deutschland erst in den 1980er-Jahren.

Mehr Infos zur Herkunft und Beliebtheit des Namens findet ihr auf unserer Website unter:
https://gfds.de/vorname-der-woche-hamza/

06/08/2026

„Weg“ und „weg“ haben dieselbe Form, werden aber unterschiedlich ausgesprochen. Wieso ist das so?

Beide Wörter haben dieselbe Wurzel. Im Lauf der Sprachgeschichte näherten sie sich in ihrer Form immer stärker an, während Bedeutung und Wortart verschieden blieben. Alte Schreibungen wie „Weeg“ sowie Reimpaare etwa mit „Dreck“ oder „Speck“ geben Hinweise auf die frühere Aussprache.

So setzte sich beim Substantiv „Weg“ der lange Vokal durch, beim Adverb „weg“ der kurze.

Kennst du weitere Wörter, die strukturell gleich sind, aber unterschiedlich ausgesprochen werden?

30/07/2026

Unser Vorname der Woche „Alea“ ist recht geheimnisvoll und bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, etwa: „angenehme Plauderin“. Mehr zu seiner möglichen Herkunft, seiner Beliebtheit in Deutschland und viele weitere Infos zum Vornamen Alea findet ihr auf unserer Website: https://gfds.de/vorname-der-woche-alea/

23/07/2026

Was meint man, wenn man sagt, „jemand stellt sein Licht unter den Scheffel“?
Die Redewendung drückt aus, dass eine Person ihreFähigkeiten, Leistungen oder Verdienste nicht zeigt, sondern herunterspielt. Ihr Ursprung liegt in einer Passage des Matthäus-Evangeliums: „Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, dann leuchtet sie allen im Haus.“

Ein Scheffel ist ein Hohlmaß und wurde unter anderem als Messgefäß für zum Beispiel Getreide verwendet. Über eine Lichtquelle gestellt, verdeckt er das Licht. Aus diesem Gleichnis entwickelte sich die heute gebräuchliche Redewendung.

Welche Redewendung findest du besonders rätselhaft? Schreib es in die Kommentare.

16/07/2026

A***n ist eine friesische und niederländische Form des Jungennamens Adrian, der lateinischen Ursprungs ist. Adrian, ursprünglich Hadrianus, bedeutet "der aus der Stadt Hadria", sodass auch A***n so gedeutet werden kann.

👉 Mehr Infos zu A***n findet ihr auf unserer Website: https://gfds.de/vorname-der-woche-arian/

09/07/2026

„Nächsten Montag“, „kommenden Montag“ oder „diesen Montag“ – meinen diese Ausdrücke dasselbe?

Nicht unbedingt. Solche relativen Datumsangaben hängen stark vom Bezugspunkt ab. Wer am Samstag „nächsten Montag“ sagt, kann den Montag in zwei Tagen meinen – oder den Montag der folgenden Woche. Auch „diesen Montag“ kann sich auf einen bevorstehenden oder bereits vergangenen Zeitpunkt beziehen.

Eindeutiger sind konkrete Angaben wie „morgen“, „übermorgen“, „am 13. Juli“ oder das Ergänzen der Kalenderwoche.

Gab es bei euch durch solche Formulierungen schon einmal Missverständnisse?

02/07/2026

Unseren "Vornamen der Woche" kennen alle: Isabell. Doch woher kommt der Name eigentlich und was bedeutet er? Das und mehr erfahrt ihr auf unserer Website: https://gfds.de/vorname-der-woche-isabell/

02/07/2026

Veranstaltungshinweis Online-Vortrag:

Was: Erlebte (fachliche) Mehrsprachigkeit. Beispiel: Tennis – Erprobung eines biographischen Ansatzes

Wer: Prof. Agnieszka Błażek, Poznan

Wann: Freitag, 03.07.2026, 14:00 Uhr

👉 Interesse? Dann seid kostenlos online dabei! Alle Infos unter
https://gfds.de/events/erlebte-fachliche-mehrsprachigkeit/

25/06/2026

„Armleuchter“ klingt zunächst nach einem harmlosen Gegenstand: einem Kerzenleuchter mit mehreren Armen. Im heutigen Sprachgebrauch kann das Wort aber auch als Beleidigung verwendet werden.
Die abwertende Verwendung entstand vermutlich erst im frühen 20. Jahrhundert. Wahrscheinlich hängt sie mit dem Wort „Armloch“ zusammen, das ebenfalls ursprünglich ganz wörtlich gemeint war: als Öffnung für den Arm in einem Kleidungsstück.
Der Fall „Armleuchter“ zeigt, wie sich Wörter im Gebrauch verändern können – und wie verhüllende Beleidigungen sprachlich funktionieren.
Hättest du diese Wortgeschichte erwartet? Schreib es in die Kommentare.

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