03/11/2025
Ich schärfe das Schwert,
Seine Schneide, seine Spitze,
Und stoße zu,
Immer wieder,
Mit ganzer Kraft,
Bis ich ihn treffe:
Den EINEN Punkt,
Das HIER und JETZT,
Und darin die Einheit
Von Zeit und Ewigkeit,
Von Grenze und Grenzenlosigkeit,
Von Hier und Überall,
Von jetzt und allezeit.
Dir ist das Wort
Als Schwert in die Hand gegeben.
Benutze es -
Und wisse, was du damit tust.
Das Wort tötet
Und es erweckt zum Leben.
Es zerstört
Und richtet auf.
Es setzt ein Ende
Und eröffnet eine neue Zukunft.
Nichts ist schlimmer
Und verantwortungsloser,
Als wenn du dieses Schwert
Nicht fest und entschlossen
In Deiner Hand trägst,
Wenn du nicht weißt,
Was du damit tust.
Diese Waffe
Ist zu gefährlich
für die Hand von Kindern.
Sie macht dich zum Mann.
Wer sie trägt,
Kann nicht mehr unentschieden bleiben.
Er steht im Krieg
Und entscheidet in jedem Augenblick
Zwischen Leben und Tod.
Bleib nicht im Ungefähren;
Zieh jetzt das Schwert des Wortes
Aus seiner Scheide:
ENT-SCHEIDE DICH!
Ich sage JA zum Leben
In jeder meiner Zellen
In gleich welchem
Meiner Organe.
Jede Zelle weiß um ihren Ort,
Um ihre Aufgabe
Und ihren Dienst am Ganzen.
Eine jede trägt den Ursprung,
Aus dem sie kommt
Und sich erneuert,
In sich selbst.
Ich stärke sie,
Dass sie sich behauptet
Und wappnet
Gegen die Perfidie
Des Krebses,
Dass sie sich nicht täuschen lässt
Von seinen Camuflagen,
Dass sie unbeirrbar festhält
An ihrer je eigenen
Ursprünglichkeit und Wahrheit,
An ihrem je eigenen
Auftrag und Dienst.
Und ich entbinde die Kräfte,
Die sich des Fremden und Zerstörerischen erwehren,
Und setze sie frei,
Sodass sie überall in meinem Körper
Den Sieg behalten.
EIN LEBEN
In den Zellen meines Körpers,
In den Blumen überall,
Den Vö**ln,
Den Winden und Wolken.
Wie stark ist es,
Dass es sich trotz seiner Verletzlichkeit
Überall entfaltet!
Die Freude des Lebens
Jubelt aus seinem Sieg
In der zartesten Blüte.
Das Reh, das scheu auf die Lichtung tritt,
Schützt es beim leisesten Verdacht
durch die rechtzeitige Flucht.
In seinem markerschütternden Brüllen
Verbreitet der Löwe die Furcht,
Die in ihm steckt,
Auf alles, was sich bewegt um ihn herum.
So holt er sich aus der Natur, was er braucht,
Und lagert sich zufrieden
Im Schatten des dichten Gebüschs.
Sie alle leben das EINE LEBEN,
Das auch in jeder meiner Zellen lebt;
So wie in ihnen
Entfaltet sich das LEBEN
Auch in den Zellen meines Körpers
Sieghaft und je in ihrer Art.
Da gibt es keine Verwechslung:
Eine jede von ihnen sagt JA zu sich selbst
In stiller, aber sieghafter Freude.
Ich verbünde mich mit jeder von ihnen
Und freue mich
mit ganzem Herzen
Ihrer Freude.
Du sagst:
Der Tod ist sicher;
Er ist die einzige Sicherheit,
Die wir im Leben haben.
Und so fühlst du dich geschützt
Vor allen Ungewissheiten des Lebens,
Indem du dich fixierst
Auf den Tod.
Aber - wenn der Tod so sicher ist:
Warum kümmerst du dich dann noch um ihn,
Statt ihn sich selbst zu überlassen,
Und öffnest dich stattdessen
Für das Abenteuer des Lebens?
Solange noch Zeit ist:
Warum nicht die Fülle des Lebens genießen
Im HIER und JETZT?
In jedem Augenblick, -
Auch noch im letzten, -
Ist dir das LEBEN sicher.
Kämpfe darum!
Seine durchdringende Schärfe
Erhält das Schwert des Wortes dadurch,
Dass aus ihm die Stimme der Wahrheit spricht.
Nicht die Wahrheit des Begriffs,
Sondern die Wahrheit des Lebens.
Diese Stimme kommt aus dem Herzen,
Und sie zielt darauf,
Alle Panzer zu durchbrechen
Und durchzudringen bis ins Herz.
Dort, nur dort,
Trifft sie ins HIER und JETZT des LEBENS
In seiner zeitlichen Verwundbarkeit
Und seiner ewigen
Unverwundbarkeit.
Hier verwandelt sich aller Schmerz
In unzerstörbares Glück und in Freude.
Nur wo dies geschieht,
Hat das Schwert des Wortes
Sein Ziel erreicht.
"Als sie dies hörten,
Ging es Ihnen durchs Herz,
Und sie fragten:
'Was müssen wir tun,
um das Leben zu haben?'"
Denke daran:
Alles Leid
Schreit
Nach der Freude.
Sie ist die eigentliche Wahrheit
Auch noch im Schmerz.
Durchdringe jeden Schmerz,
Bis da nichts mehr ist
Als der alles durchdringende Aufschrei der Freude!
Der Aufschrei ewiger Freude
Erschüttert die Welt.
Er tröstet alles Leid.
Dringe durch
Bis zur Freude.
Sie ist DA.
Teile jeder Zelle deines Körpers
Diese Freude mit,
Damit du lebst!
Habe keine Gemeinschaft
Mit den Kräften des Todes,
Der Auflösung
Und Zerstörung.
Zerstöre sie!
Im Wort der Wahrheit
Ist dir die Kraft dazu gegeben.
Lasse nichts davon übrig!
Dieses Schwert des Wortes
Hat Dir GOTT
An die Hand gegeben.
Das Schwert
Wird vom Vater
Weitergegeben an den Sohn.
Er lehrt ihn seinen Gebrauch
Und unterweist ihn streng,
Wozu es zu verwenden ist
Und wozu nicht.
Dass es ihm dazu gegeben ist,
Alles - und nur das - zu zerstören,
Was das Leben zerstört.
Dazu aber muss er bereit
Und jederzeit wachsam sein.
Wer das Schwert des Wortes recht gebraucht,
Reiht sich damit ein
In die Schar und die Abfolge derer,
Die je zu ihrer Zeit
das Schwert recht gebrauchen.
Er trägt die Kraft der Väter,
Er spürt ihre Kraft
In seiner Hand
Und in seinem Arm.
Ich weiß,
Dass es keiner Voraussetzungen bedarf,
Um die Wahrheit zu sagen.
Sie kann zu jeder Zeit
Und in jeder Lage
Erkannt
Und ausgesprochen werden.
Es nicht zu tun,
Heißt nichts anderes,
Als den Kräften der Zerstörung
Die Tür zu öffnen
Und sich ihnen auszuliefern.
Die Verantwortung dafür
Liegt bei dir.
Halte sie fest!
Lass sie dir in keinem Augenblick
Und unter keinen Umständen,
Von wem auch immer,
aus der Hand nehmen.
Sie ist dir
Von deinen Vätern anvertraut.
Du bist damit
nicht allein.
Rudolf Lütticken,
9. Februar 2016