01/07/2011
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Tobias Angerer beim XCO-RUNNING, Sprung über einen Gebirgsbach
Dr. med. Florian Wenk
Georg-Thiel-Str. 2
95326 Kulmbach
www.florianwenk.com
Längst ist es nicht mehr nur im Leistungssportbereich akzeptiert, dass bei Ausdauersportarten neben
dem jeweils sportartspezifischen Training die Notwendigkeit eines allgemeinen, die Athletik fördenden
Trainings besteht. Diesem sog. Cross-Training kommt die große Bedeutung zu, die muskulären und
teils auch allgemein-ausdauernden Voraussetzungen für die Hauptsportart zu schaffen.
In Zeiten zunehmender Zeitverknappung und immer weiter steigender Leistungsdichte sehen sich
Leistungs- wie Breitensportler mit der Problematik konfrontiert, ihr Training effektiver gestalten zu
müssen. Davon ist insbesondere das Cross-Training betroffen, das angesichts der Dominanz der
hauptsächlich ausgeübten Sportart dann oftmals vernachlässigt wird.
Der XCO-Trainer bietet allen Ausdauersportlern, egal ob aus dem Leistungs- oder Breitensport, die
Möglichkeit, - zusätzlich zu den konventionellen Methoden - ein Cross-Training mit höchster Effizienz
durchzuführen. Der Einsatz des XCO-Trainers erstreckt sich sowohl auf die Prävention als auch die
Rehabilitation und sollte grundsätzlich nur nach ärztlicher Rücksprache und unter
leistungsmedizinischer Kontrolle erfolgen.
Der Schlüssel zum Aufbau einer soliden Leistungsbasis in der jeweiligen Sportart liegt in allen
Ausdauersportarten, egal ob Schwimmen, Rad-, Laufsport, Triathlon oder
Eisschnelllauf/Speedskating, neben dem sportartspezifischen Training in der Entwicklung einer
sicheren Stabilität des Stütz- und Bewegungsapparates. Die dabei aufgebauten Muskeln des
Rumpfes und der Extremitäten sind zum einen der Garant für optimale muskuläre Voraussetzungen
zum Abrufen der sportartspezifischen Leistungsfähigkeit, zum anderen für die Vermeidung von
Überlastungsschäden.
Gerade bei ausdauernder Wettkampfbelastung mit anspruchsvoller Körperposition und komplexen
Bewegungsabläufen unter maximaler Last ist die die Stabilitätsreserve des Bewegungsapparates ein
nicht hoch genug zu schätzender Sicherheitsfaktor und bietet aktiven Schutz gegen Verletzungen.
Die fließende Masse und der darauf basierende "reactive impact" des XCO-Trainers aktiviert
Agonisten und Antagonisten gleichermaßen. Dies führt zu einer umfassenden Muskelkräftigung des
Stütz- und Bewegungsapparates und beugt gleichzeitig einer, bei anderen Cross-Trainingsmethoden
skelgruppen vor. Beim XCO-Training werden bewusst
die jeweiligen muskulären Gegenspieler integriert. Dies bildet auch die Basis für eine verbesserte
Koordination.
Bewegungen in der Sagittalebene vor dem Körper stimulieren insbesondere die Mm. recti abdominis
und die Mm. quadrati lumborum. Stabilisierend kommen hierzu die autochthone Rückenmuskulatur
sowie quere Bauch- und Gesäßmuskulatur.
Eine schräge Bewegungsausführung mit dem XCO-Trainer vor dem Körper trainiert zusätzlich in
besonderem Maße die Mm. obliqui externi et interni sowie die Mm. transversi abdominis. Bei
Einbeziehen von Hüft- und Kniebewegungen besteht die Möglichkeit, zudem die großen Gesäß-, Hüftund
Oberschenkelmuskeln miteinzubeziehen.
Durch die Führung des XCO-Trainers mit den Händen bei der Durchführung dieser Übungen wird die
Schulter-Nacken-Region sowie die Schulter-, Oberarm- und Brustmuskulatur automatisch mittrainiert
und die aktive Kraft sowie stabilisierende Fähigkeit dieser Muskelgruppen im Rahmen der
Muskelverkettung gefördert.
Dies ist umso bedeutsamer, da bei den oben genannten Sportarten sowohl der aktiven Muskelkraft als
auch der Stabilisierung des Rückens und Rumpfes eine zentrale Bedeutung zukommt. Die
Kraftübertragung der oberen und unteren Extremitäten, um Vortrieb zu erzeugen, erfährt bei einem
schwachen, dem Kraftfluss ausweichenden Rumpfbereich eine deutliche Schwächung. Dies resultiert
in einem weniger effektiven Bewegungsablauf, der zudem zu einer frühzeitigen Ermüdung mit der
Gefahr der chronischen Überlastung führt.