21/03/2022
Warnung vor DHL-Nachricht über verspätetes Paket: Dahinter steckt Betrug
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Im Hinblick auf die bevorstehende Weihnachtszeit wollen viele Kunden, die beispielsweise ihre Geschenke online bestellt haben, natürlich wissen, ob das Paket rechtzeitig ankommt. Eine Nachricht wie „Wir konnten heute ein Paket nicht zustellen. Bitte besuchen Sie...“ oder „Ihr Paket hat Verspätung. Jetzt Lieferung bestätigen...“, verleitet da durchaus zu einem Klick.
Doch ein solcher Klick kann teuer enden. Denn Betrüger haben sich ebenfalls den Paketboom wegen Black Friday und Weihnachten zunutze gemacht und diese miesen Nachrichten in Umlauf gebracht. Hinter ihnen steckt jedoch eine Fälschung mit fatalen Folgen.
Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet bereits über zahlreiche Opfer, die per SMS Informationen zu einer Lieferung und am Ende eine Rechnung im dreistelligen Bereich erhalten haben. Kunden, die aktuell etwas per DHL oder einem anderen Lieferdienst bestellt haben, sollten daher unbedingt aufpassen (mehr Warnungen* bei RUHR24).
Paket-SMS von DHL und Co.: Kunden droht Verlust in Höhe von 700 Euro
Denn wie die Verbraucherschützer angeben, dienen die betrügerischen DHL-SMS nur als Mittel zum Zweck, um persönliche Daten zu klauen und das Telefon zu übernehmen. Klicken Kunden, die möglicherweise ein Paket erwarten, auf die Nachricht, passiert folgendes: Auf dem Smartphone wird eine Schadsoftware installiert, die dann SMS im Sekundentakt verschickt.
Die Kosten für die SMS trägt dann am Ende das Opfer. Wer keine SMS-Flatrate hat, muss am Ende des Monats möglicherweise mit einer Handyrechnung in Höhe von mehreren hundert Euro rechnen. Einige Opfer, die sich an die Verbraucherzentrale gewendet haben, berichteten von Rechnungen über 700 Euro nach solch einem Smishing-Angriff.
Phishing DHL
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Betrüger machen sich Nachrichten von DHL immer wieder zunutze, um an die Daten und das Geld der Kunden zu kommen (Symbolbild).© Ole Spata, Oliver Berg/dpa; Collage: RUHR24
Wird der Betrug von den Kunden schnell bemerkt, kann es dennoch schon zu spät sein. Denn wie die Verbraucherzentrale angibt, sperren die Anbieter zwar zeitnah die betroffenen SIM-Karten. Doch alle SMS, die bis zu dem Zeitpunkt versendet wurden, müssen bezahlt werden. Da der Versand in sekundenschnelle passiert, kann es trotzdem teuer werden.
Hinter DHL-SMS steckt Betrug: Das sollten Opfer tun
Als im Frühjahr und Sommer 2021 bereits eine Flut an betrügerischen Paket-SMS im Umlauf* war, hatte das Landeskriminalamt Niedersachsen Opfern folgenden Erste-Hilfe-Trick empfohlen: Sollte man versehentlich auf den Link geklickt und dadurch die Schadsoftware auf dem Smartphone installiert haben, sollte man umgehend den Flugmodus aktivieren. Das könne helfen, um weiteren Schaden zu vermeiden.
Um die Schadsoftware wieder loszuwerden, können Kunden außerdem folgendes tun:
Das Smartphone im abgesicherten Modus neu starten. So ist es möglich, nach kürzlich installierten Programmen zu suchen. Die Schadsoftware kann dadurch gefunden und deinstalliert werden.
Für noch mehr Sicherheit sollte das Handy auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Aber Achtung: Hier droht der Verlust der kompletten Daten.
Klick auf falsche Paket-SMS kann bis zu 700 Euro kosten – Betrug nicht hinnehmen
Allerdings müssen Opfer von solchen Spam-Angriffen die durch den Betrug entstandenen Kosten nicht hinnehmen. „Wer aufgrund eines Smishing-Angriffs eine hohe Rechnung von seinem Mobilfunkanbieter erhält, sollte diese nicht einfach begleichen, sondern sich wehren“, rät Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg.
So sollten Kunden, die Opfer der Paket-Betrugsmasche geworden sind, bei ihrem Anbieter einen Einzelverbindungsnachweis anfordern. Auch Screenshots (Bildschirmfotos) sollten gesammelt werden, um den Betrug zu belegen. Damit können sie belegen, dass das Versenden der SMS automatisch im Sekundentakt erfolgte.