14/09/2026
50 Jahre PFAD Bundesverband – Jubiläum einer Institution der Kinder- und Jugendhilfe
Pflege- und Adoptivkinder brauchen eine starke Lobby. Denn die Zahl der betroffenen Kinder, die eben nicht auf eine fürsorgliche, leibliche Familie bauen können, wächst kontinuierlich. Dem entgegen stehen ausgelastete Jugendämter in den Kommunen und knapper werdende Gelder für den sozialen Bereich – und damit auch für diese Kinder. Umso wichtiger ist die Arbeit des PFAD Bundesverband, dessen Mitglieder sich seit nunmehr 50 Jahren für das Wohlergehen dieser Kinder einsetzen, viele davon ehrenamtlich.
In Berlin hat der Verband heute mit einem Festakt dieses Jubiläum gefeiert. Viele engagierte Menschen haben in fünf Jahrzehnten ihren Fußabdruck über den PFAD hinterlassen, um die Bedingungen für Pflege- und Adoptivkinder gleichermaßen zu verbessern. Der Name ist Programm: Katja Mast (SPD-Abgeordnete des Bundestages und parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales) verglich aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus das Pflegeelternleben mit dem Beschreiten eines Trampel-PFADes – wenig begangen und hier und da mit Brombeersträuchern besäumt. Umso wichtiger, dass der PFAD ähnlich eines Tourguides neue Pflege- und Adoptivfamilien mitnimmt.
Der Verband ist ein wichtiger Ansprechpartner für Familien, die ein Kind aufnehmen wollen. Er schlägt Brücken zwischen dem emotionalen Wunsch und den damit verbundenen Hürden vor der Entscheidung oder dann im Alltag. Mit seinen Landesvertretungen ist der PFAD damit eine wichtige Institution im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, um der „radikalen Minderheit“, wie es Diplom-Psychologe Kay-Uwe Fock humorvoll nannte, eine Stimme zu geben.
Wir gratulieren dem PFAD und dem gesamten Vorstand rund um die Vorsitzende Ulrike Schulz von Herzen zum Jubiläum und den Verdiensten. Zudem freuen wir uns sehr, über die schon lange bestehende und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. In den nächsten Monaten wächst unsere Kooperation um ein weiteres Projekt. Wir werden hier bald davon berichten.