Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen

*** HERZLICHE EINLADUNG! ***Kaschubisches Wochenende Vorträge und Kreativ-Workshop zur Kultur der Kaschubei am 24. und 2...
20/04/2026

*** HERZLICHE EINLADUNG! ***

Kaschubisches Wochenende
Vorträge und Kreativ-Workshop zur Kultur der Kaschubei am 24. und 25. April
Westpreußisches Landesmuseum

Warendorf. Die Kaschubei: eine Region im Norden Polens mit eigener Sprache, reichen Traditionen und lebendiger Volkskultur, steht am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, im Mittelpunkt eines besonderen Veranstaltungswochenendes. Das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen lädt zu Vorträgen und einem Kreativ-Workshop ins Westpreußische Landesmuseum ein, die Einblicke in das kulturelle Erbe dieser einzigartigen Region eröffnen.

Die kaschubische Kultur ist geprägt von einem engen Zusammenspiel aus Tradition, Gemeinschaft und gelebtem Brauchtum. Religiöse Rituale, familiäre Strukturen, Handwerk und Erzähltraditionen bilden bis heute ein vielschichtiges Gefüge, das über Generationen weitergegeben wird und sich zugleich stetig weiterentwickelt.

Freitag, 24.04. – 18 Uhr (Eintritt frei)
Vortrag: Vom Feminismus zum Regionalismus – kaschubische Stickerei als Bindeglied zwischen Tradition und soziokulturellen Bindungen
Benita Grzenkowicz-Ropela (Museum für kaschubisch-pommerische Literatur und Musik in Wejherowo/Neustadt)

Der Vortrag beleuchtet die kaschubische Stickerei als kulturelle Praxis, die weit über ihre dekorative Funktion hinausgeht. Ausgehend von gemeinschaftlichen Treffen von Frauen, bei denen Handarbeit, Gesang und Austausch eng miteinander verbunden waren, entwickelte sich eine lebendige Tradition, die Identität stiftet und soziale Bindungen stärkt.

Die typischen floralen Ornamente und die charakteristische Farbgebung – häufig auf wenige, symbolisch aufgeladene Farben reduziert – verweisen auf regionale Zugehörigkeiten und überlieferte Bedeutungszusammenhänge. Zugleich wird deutlich, wie sich diese Formen im Spannungsfeld zwischen Tradition und gesellschaftlichem Wandel verändern und neu interpretieren lassen. Die Stickerei erscheint so als Bindeglied zwischen individuellen Ausdrucksformen, kollektiver Erinnerung und regionalem Selbstverständnis.

Samstag, 25.04. – 14 Uhr (Eintritt frei)
Vortrag: Kaschubische Bräuche und Rituale sowie kaschubische Sagen und Märchen
Alexandra Sielicka, Direktorin (Museum für kaschubisch-pommerische Literatur und Musik in Wejherowo/Neustadt)
Im Mittelpunkt dieses Vortrags steht die Vielfalt kaschubischer Bräuche, Rituale und Erzähltraditionen, die das kulturelle Leben bis heute prägen. Vorgestellt werden zentrale Elemente des Jahreslaufs: von Weihnachts- und Osterbräuchen über rituelle Praktiken rund um Frühling und Ernte bis hin zu Festen wie der Sommersonnenwende. Dabei wird deutlich, wie eng religiöse Vorstellungen, magische Handlungen und soziale Rituale miteinander verwoben sind.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kaschubischen Erzählkultur: Sagen und Märchen fungieren nicht nur als unterhaltende Geschichten, sondern auch als Träger von Wissen, Werten und kollektiven Erfahrungen. Sie erklären Naturphänomene, strukturieren das Verhältnis von Mensch und Umwelt und geben Einblick in ein Weltbild, in dem christliche Traditionen und ältere volkskulturelle Vorstellungen miteinander verschmelzen. So entsteht ein vielschichtiges kulturelles System, das bis heute Identität stiftet und weitergegeben wird.
Samstag, 25.04. – 16 Uhr (Teilnahmegebühr: 5 Euro)
Kreativ-Workshop: Kaschubische Gestaltung zwischen Tradition und zeitgenössischem Ethnodesign
Alicja Dampc (Museum für kaschubisch-pommerische Literatur und Musik in Wejherowo / Neustadt)

Der Kreativ-Workshop lädt dazu ein, die kaschubische Kultur nicht nur kennenzulernen, sondern selbst aktiv zu erleben und gestalterisch umzusetzen. Unter Anleitung der renommierten Künstlerin und Kulturanimateurin Alicja Dampc erhalten die Teilnehmenden Einblicke in traditionelle Techniken und entwickeln eigene Arbeiten im Spannungsfeld von überliefertem Handwerk und zeitgenössischem Ethnodesign. Zum vielfältigen Angebot gehören Stickerei, Glasmalerei sowie das Gestalten und Bemalen von Canvas-Taschen mit charakteristischen kaschubischen Mustern. Ergänzt wird der Workshop durch kalligrafische Elemente und das Anfertigen sowie Kolorieren traditioneller Papierblumen, die einst als Schmuck für sogenannte „heilige Ecken“ in ländlichen Häusern dienten.

Ein besonderes Highlight ist zudem das Bemalen von Holzfiguren, die der Künstler Wojtek Wesserling nach Motiven der kaschubischen Volkskunst – darunter Vögel und Figuren aus der Sagenwelt – gefertigt hat

Der Workshop verbindet handwerkliche Präzision mit kreativer Offenheit und bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu einer reichen Kulturtradition. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene gestalterische Wege zu erproben und sich inspirieren zu lassen!

Alicja Dampcs Arbeiten, die bei Wettbewerben mehrfach ausgezeichnet wurden, zeichnen sich durch ihre hervorragende Komposition und den konsequenten Respekt vor der traditionellen Gestaltung aus. Als vielseitige Handwerkerin häkelt und fertigt sie auch traditionelle Papierblumen, die früher in ländlichen Hütten „heilige Ecken“ schmückten. Ihre Leidenschaft für Tradition findet auch in der Musik Ausdruck – seit Jahren ist sie aktives Mitglied des Chores „Lutnia“ in Luzin. Für ihre gesamte Arbeit zum Schutz und zur Verbreitung der kaschubischen Kultur wurde sie 2025 mit dem Preis des Bürgermeisters der Gemeinde Luzino geehrt.

Mit dem Veranstaltungswochenende eröffnet das Kulturreferat einen lebendigen Zugang zu einem facettenreichen europäischen Kulturerbe und lädt dazu ein, die Kaschubei in ihren historischen, kulturellen und künstlerischen Dimensionen zu entdecken.

Fotonachweis: Joanna Mroczek / Museum für kaschubisch-pommerische Literatur und Musik in Wejherowo/Neustadt

Vergangenen Donnerstag fand unser gemeinsamer Workshop im Rahmen des deutsch-polnischen Austauschs statt. Dabei setzten ...
20/04/2026

Vergangenen Donnerstag fand unser gemeinsamer Workshop im Rahmen des deutsch-polnischen Austauschs statt. Dabei setzten sich deutsche und polnische Schüler:innen mit Stereotypen, Erfahrungen und Erwartungen der jeweiligen Nachbarländer auseinander. Neben einer Führung mit Martin Koschny, dem kommissarischen Leiter des Westpreußischen Landesmuseums, war ein besonderer Bestandteil das Spiel „QUARARO – erlebe Demokratie“, das unterschiedliche Wege demokratischer Entscheidungsfindung erfahrbar machte. Im Austausch entstanden neue Perspektiven – und viele anregende Gespräche!

HERZLICHE EINLADUNG!Literatur für Liebhaber: Johanna und Adele Schopenhauer19. April 2026, 15.00 Uhr, Westpreußisches La...
13/04/2026

HERZLICHE EINLADUNG!

Literatur für Liebhaber: Johanna und Adele Schopenhauer

19. April 2026, 15.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum – Eintritt 7,50 Euro

Marion von Hagen und Markus von Hagen

Im Rahmen der beliebten Reihe „Literatur für Liebhaber“ widmen sich Marion und Markus von Hagen diesmal zwei bemerkenswerten Schriftstellerinnen: Johanna und Adele Schopenhauer. Die Lesung rückt damit bewusst Persönlichkeiten in den Mittelpunkt, die weit mehr waren als nur Mutter und Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer.

Die in Danzig geborene Johanna Schopenhauer gehörte zu den prägenden literarischen Stimmen ihrer Zeit. In Weimar führte sie einen vielbeachteten Salon, der sich zu einem wichtigen Treffpunkt des geistigen und kulturellen Lebens entwickelte und auch von Johann Wolfgang von Goethe besucht wurde. Ihre Tochter Adele Schopenhauer trat ebenfalls als Autorin hervor und veröffentlichte Märchen, Gedichte und Romane.

Die Lesung verbindet biographische Einblicke mit ausgewählten Texten und eröffnet so einen lebendigen Zugang zu Leben und Werk beider Autorinnen. Wie bei allen Veranstaltungen der Reihe erhalten die Besucherinnen und Besucher ein begleitendes Textheft.

Die Reihe „Literatur für Liebhaber“ knüpft an die Tradition des Literatursalons an und wird von Marion und Markus von Hagen seit 2008 gestaltet. Dabei werden bekannte wie auch zu Unrecht in Vergessenheit geratene Autorinnen und Autoren vorgestellt und neu entdeckt. Häufig bilden Jubiläen den Anlass, um literarische Werke im Kontext ihrer Zeit zu präsentieren und gemeinsam zu erschließen.

Foto: Elisabeth Roesicke

13/04/2026

Deutsch-polnische Schulpartnerschaft wird in Warendorf weiter vertieft: Gegenbesuch aus Marienburg / Malbork vom 13. bis 17. April 2026

Vom 13. bis 17. April 2026 begrüßt das Mariengymnasium Warendorf Schülerinnen und Schüler der Technischen Schule aus Malbork (Marienburg) zu einem mehrtägigen Gegenbesuch. Die Begegnung ist Teil einer wachsenden deutsch-polnischen Schulpartnerschaft, die den interkulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis nachhaltig stärken soll.

Das Mariengymnasium nimmt bereits seit 2008 am Erasmus+-Programm teil und fördert damit kontinuierlich internationale Begegnungen sowie interkulturelle Kompetenzen. Auch der Aufenthalt der Warendorfer Schülerinnen und Schüler in Polen im Herbst 2025 wurde im Rahmen dieses Programms realisiert. Während ihres Besuchs erhielten die Jugendlichen vielfältige Einblicke in Geschichte, Kultur und Alltag des Nachbarlandes: Auf dem Programm standen unter anderem die Besichtigung der Marienburg, der größten Backsteinburg der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, ein gemeinsamer Kochabend mit traditionellen Pierogi sowie Exkursionen nach Danzig, an die Ostsee nach Zoppot (Sopot) und nach Frauenburg (Frombork), wo Nikolaus Kopernikus wirkte und seine kopernikanische Theorie (Heliozentrismus) entwickelte, nach der die Sonne – und nicht die Erde – das Zentrum des Sonnensystems bildet. Der Austausch mit der Partnerschule in Marienburg knüpft an diese langjährige Erfahrung an und entwickelt sie in einem neuen deutsch-polnischen Kontext weiter.

Nachdem die Warendorfer Schülerinnen und Schüler ihre Partnerschule bereits im Herbst 2025 besucht hatten, steht nun das Wiedersehen in Deutschland im Mittelpunkt. Neben dem gemeinsamen Unterricht lernen die Jugendlichen den Schulalltag, die Strukturen und das Leben ihrer Gastgeberinnen und Gastgeber aus nächster Nähe kennen. Ziel ist es, persönliche Kontakte zu vertiefen, Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten zu gewinnen und neue Freundschaften entstehen zu lassen.

Ein abwechslungsreiches Programm führt die Gruppe auch über Warendorf hinaus: Bei der Erkundung der Stadt entdecken die Gäste ihre Gastgeberregion, während ein gemeinsamer Ausflug nach Münster mit der Besichtigung zentraler Sehenswürdigkeiten weitere kulturelle Eindrücke vermittelt.

Ein besonderer Höhepunkt der Begegnung ist ein gemeinsamer Workshop am Donnerstag, den 16. April, im Westpreußischen Landesmuseum. Unter dem Titel „Deutsch-polnische Begegnungen – Stereotype, Erfahrungen, Erwartungen“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler beider Länder intensiv mit ihren Perspektiven auseinander. Der Workshop wurde vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen konzipiert und wird von diesem auch durchgeführt. In Ergänzung hierzu wird Martin Koschny, kommissarischer Leiter des Westpreußischen Landesmuseums, eine Schwerpunktführung durch das Haus geben.

Initiiert wurde die Schulpartnerschaft durch die Kulturreferentin Magdalena Oxfort gemeinsam mit Martin Koschny sowie den beteiligten Lehrkräften Sandra Benteler und Stephanie Taube (Mariengymnasium Warendorf) und Tomasz Olkowski (Technische Schule Marienburg / Malbork). Der Gegenbesuch in Warendorf wird maßgeblich aus dem Etat des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen finanziert.

Die Begegnung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie lebendige Bildungsarbeit zur deutsch-polnischen Verständigung beitragen kann: ganz konkret, persönlich und über Grenzen hinweg.

Rückblick auf einen spannenden Samstagnachmittag: Maciej Bakun aus Danzig gab im Westpreußischen Landesmuseum fasziniere...
25/03/2026

Rückblick auf einen spannenden Samstagnachmittag: Maciej Bakun aus Danzig gab im Westpreußischen Landesmuseum faszinierende Einblicke in die Geschichte der Danziger Polizei und Feuerwehr im 19. Jahrhundert. Vielen Dank an alle Besucher:innen für das große Interesse und den lebendigen Austausch!

HERZLICHE EINLADUNG!VORTRAGSREIHE: ORDNUNG, SICHERHEIT, VERANTWORTUNG: DANZIG IM 19. JAHRHUNDERT. ZWEI VORTRÄGE ZUR GESC...
09/03/2026

HERZLICHE EINLADUNG!

VORTRAGSREIHE: ORDNUNG, SICHERHEIT, VERANTWORTUNG: DANZIG IM 19. JAHRHUNDERT. ZWEI VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE DER HANSESTADT
21. März 2026, 14.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum, Eintritt 5,00 Euro
Dr. Maciej Bakun, Universität Danzig

Der Danziger Historiker Maciej Bakun widmet sich in zwei spannenden Vorträgen bislang wenig beleuchteten Aspekten der Stadtgeschichte Danzigs im 19. Jahrhundert. Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Themenfelder bürgerlicher Ordnung und öffentlicher Sicherheit: die Entwicklung der Kriminalistik sowie die Geschichte der Feuerwehr. Die beiden Vorträge von Maciej Bakun eröffnen ungewöhnliche, aber hochaktuelle Perspektiven auf die Geschichte Danzigs – und machen sichtbar, wie sehr Fragen von Ordnung, Sicherheit und öffentlicher Verantwortung in einer sich wandelnden Stadtgesellschaft verhandelt wurden.

„POLIZEISTATIONEN, BEZIRKE, GEHRÖCKE – DIE GESCHICHTE DER POLIZEI IN DANZIG IM 19. JAHRHUNDERT“

Der erste Vortrag beleuchtet die frühen Formen der Kriminalitätsbekämpfung in der einst preußischen Stadt Danzig. Zwischen wachsender Urbanisierung, sozialem Wandel und technischen Neuerungen beginnt sich im 19. Jahrhundert ein professionelleres Verständnis von Strafverfolgung herauszubilden.

Maciej Bakun gibt Einblicke in die institutionellen Strukturen der Polizei, in Methoden der Spurensicherung, Leichenschau und ersten kriminaltechnischen Ansätzen – und zeigt, wie sich in Danzig die Kriminalistik als moderne Disziplin zu entfalten begann.

„ZWISCHEN PFLICHT UND GEFAHR – DIE GESCHICHTE DER FEUERWEHR IN DANZIG IM 19. JAHRHUNDERT“

Im zweiten Vortrag widmet sich Maciej Bakun der Geschichte der städtischen Brandbekämpfung. Feuer war eine ständige Bedrohung für die dicht bebaute Hansestadt – umso wichtiger war der Aufbau eines geregelten Feuerlöschwesens. Der Vortrag zeichnet den Wandel von obrigkeitlich verordneten Bürgerpflichten hin zur Professionalisierung des Feuerwehrdienstes nach. Anhand von Quellen, Reglements und Berichten wird ein anschauliches Bild vom Alltag, den Herausforderungen und der gesellschaftlichen Bedeutung der Feuerwehr im 19. Jahrhundert vermittelt.

Dr. Maciej Bakun ist Historiker und Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft Danzig. Er promovierte an der Universität Danzig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Luftfahrtgeschichte Ostpreußens (Königsberg, Olsztyn, Malbork, Kętrzyn, Rossitten) sowie in der Untersuchung der Bombenangriffe auf Danzig und Gdingen im Zweiten Weltkrieg. Darüber hinaus widmet er sich der Stadtgeschichte Danzigs im 19. Jahrhundert, insbesondere Themen wie Forensik, Polizei- und Feuerwehrwesen. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen „Luftfahrt in Danzig 1910–1945 (2011)“, „Luftfahrt Danzig 1945–1974 (2014)“ sowie Studien zum Denkmalschutz in Danzig während des Zweiten Weltkriegs (Rocznik Gdański, 2015–2016). Weitere Veröffentlichungen beschäftigen sich mit Jagdtraditionen, der Polizei im 19. Jahrhundert sowie mit der Segelfluggeschichte.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit vermittelt er seine Forschung auch in populärwissenschaftlichen Formaten, etwa über seinen Blog maciejbakun.pl.

Vor wenigen Tagen schlossen wir unser Ausstellungs- und Bildungsprojekt „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen - Kur...
03/03/2026

Vor wenigen Tagen schlossen wir unser Ausstellungs- und Bildungsprojekt „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen - Kurt Schumacher“ ab.

Wir sind sehr dankbar für die intensiven Monate der Vorbereitung und für die Zusammenarbeit mit dem Mariengymnasium Warendorf und dem Westpreußisches Landesmuseum in Warendorf!

Vielen Dank für die gemeinsame Umsetzung dieses Projekts, bei dem wir alle über Demokratie, Zivilcourage, Mut und Haltung sprechen und reflektieren konnten!

Haltung zeigen –  Demokratie verstehen: das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen und das Mariengy...
02/03/2026

Haltung zeigen – Demokratie verstehen: das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen und das Mariengymnasium Warendorf schließen Projekt zu Hans Lucassen und Kurt Schumacher ab

Mit einem bewegenden und zugleich eindrucksvollen Zeitzeugengespräch zu Hans Lucassen fand das Bildungsprojekt „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen – Kurt Schumacher“ am Mariengymnasium Warendorf seinen Abschluss. Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein die historische Rückschau, sondern die aktive Auseinandersetzung mit demokratischen Werten, Zivilcourage und politischer Verantwortung – damals wie heute. Ausgangspunkt des Projekts war die Ausstellung im Westpreußisches Landesmuseum, die Leben und Wirken von Hans Lucassen und Kurt Schumacher in den Blick nimmt. In begleitenden Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Biografien beider Persönlichkeiten auseinander.

Dabei wurde deutlich, wie sehr der demokratische Neubeginn nach 1945 von Menschen getragen wurde, die trotz Verfolgung, Kriegserfahrung und persönlicher Einschnitte unbeirrbar an rechtsstaatlichen Prinzipien festhielten. Während Hans Lucassen insbesondere für sein Engagement und seine Haltung im lokalen Kontext steht, verkörpert Kurt Schumacher als prägende politische Persönlichkeit der frühen Bundesrepublik den überregionalen Kampf für Demokratie. Als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus überlebte Schumacher langjährige Haft und Konzentrationslager und wurde nach 1945 zu einem der profiliertesten Vertreter eines demokratischen Wiederaufbaus in Deutschland. Seine Biografie verdeutlicht in besonderer Weise, wie eng persönliche Standhaftigkeit und politisches Verantwortungsbewusstsein miteinander verbunden sein können.

In den Workshops arbeiteten die Schülerinnen und Schüler nicht nur historische Hintergründe heraus, sondern stellten auch Bezüge zur Gegenwart her: Was bedeutet „Haltung zeigen“ heute? Wo geraten demokratische Werte unter Druck? Und wie können junge Menschen Verantwortung übernehmen? Aus ihren eigenen Perspektiven entwickelten sie differenzierte Sichtweisen auf die Herausforderungen unserer Zeit.

Ein besonderer Höhepunkt war das große Zeitzeugengespräch am vergangenen Mittwoch, an dem die gesamte Jahrgangsstufe 10 teilnahm. Im Zentrum standen die familiäre Erinnerung an Hans Lucassen sowie die Frage, wie demokratische Überzeugungen über Generationen hinweg weitergegeben werden. In einer offenen Diskussionsrunde kamen die Schülerinnen und Schüler mit Hanjo Lucassen, Prosper Schücking und Thomas Rossel ins Gespräch, stellten Fragen und diskutierten über die Bedeutung von Zivilcourage und demokratischem Engagement – damals wie heute. Moderiert wurde das Gespräch von der Kulturreferentin Magdalena Oxfort und der Geschichtslehrerin Stephanie Taube, die den Austausch sensibel strukturierten und den Bogen zwischen historischer Erfahrung und aktueller gesellschaftlicher Verantwortung spannten.

Beratend begleitet wurde das Projekt vom kommissarischen Leiter des Museums, Martin Koschny, der die Kooperation unterstützte. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kulturreferat, Schule und Museum unterstreicht die Bedeutung außerschulischer Lernorte für eine lebendige und nachhaltige Demokratiebildung.

Mit dem Abschluss der Zeitzeugengespräche endet ein Projekt, das eindrücklich gezeigt hat, wie wirksam die Verbindung aus Ausstellung, Workshoparbeit und persönlicher Begegnung sein kann. Zugleich verstehen die Beteiligten das Format als Ausgangspunkt: Auch künftig sollen vergleichbare Projekte weitergedacht und realisiert werden, um junge Menschen nachhaltig für demokratische Werte zu sensibilisieren und zur aktiven Mitgestaltung zu ermutigen.

Zeitzeugengespräch im Mariengymnasium Warendorf: „Hans Lucassen und seine Haltung für Demokratie“25. Februar 2026, 14.00...
23/02/2026

Zeitzeugengespräch im Mariengymnasium Warendorf: „Hans Lucassen und seine Haltung für Demokratie“
25. Februar 2026, 14.00 Uhr, Mariengymnasium Warendorf

Am Mittwoch, 25. Februar, von 14.00 bis 15.30 Uhr findet am Mariengymnasium Warendorf ein Zeitzeugengespräch unter dem Titel „Hans Lucassen und seine Haltung für Demokratie“ statt. Das Gespräch ist speziell auf die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums ausgerichtet.

Im Mittelpunkt steht der Demokrat Hans Lucassen, dessen politisches und gesellschaftliches Engagement nach 1945 beispielhaft für den Aufbau und die Verteidigung demokratischer Werte steht. Sein Leben und Wirken zeigen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern Haltung, Verantwortungsbewusstsein und aktives Mitgestalten erfordert: damals wie heute.

In dem moderierten Gespräch berichten Thomas Rossel, Hanjo Lucassen (Sohn von Hans Lucassen) und Prosper Schücking aus persönlicher und zeitgeschichtlicher Perspektive über Hans Lucassen als Mensch und politischen Akteur. Dabei werden nicht nur historische Erfahrungen thematisiert, sondern auch Bezüge zur Gegenwart hergestellt: Welche Herausforderungen gab es für die junge Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg? Und was bedeutet demokratische Haltung für junge Menschen heute?

Das Zeitzeugengespräch ist Teil des Demokratie-Projekts „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen – Kurt Schumacher“, eines gemeinsamen Bildungsprojekts des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen und des Mariengymnasiums Warendorf. Ziel des Projekts ist es, demokratische Werte anhand konkreter Biografien erfahrbar zu machen und zur Auseinandersetzung mit Verantwortung, politischer Teilhabe und Erinnerungskultur anzuregen.

Die Veranstaltung bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Zeitgeschichte aus erster Hand zu erleben, Fragen zu stellen und sich aktiv am Gespräch über Demokratie und Zivilcourage zu beteiligen.

Fotonachweis: Archiv Familie Lucassen

HERZLICHE EINLADUNG!Zeitzeugengespräch: „Hans Lucassen und seine Haltung für Demokratie“22. Februar 2026, 14.00 Uhr, Wes...
18/02/2026

HERZLICHE EINLADUNG!

Zeitzeugengespräch: „Hans Lucassen und seine Haltung für Demokratie“
22. Februar 2026, 14.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum, Eintritt frei

Am Sonntag, 22. Februar, um 14.00 Uhr lädt das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen zu einem Zeitzeugengespräch ins Westpreußische Landesmuseum ein. Unter dem Titel „Hans Lucassen und seine Haltung für Demokratie“ steht ein Mann im Mittelpunkt, dessen politisches und gesellschaftliches Engagement beispielhaft für demokratische Haltung nach 1945 steht.

Hans Lucassen gehörte zu jener Generation, die nach den Erfahrungen von Nationalsozialismus und Krieg Verantwortung für den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft übernahm. Sein Handeln war geprägt von persönlicher Überzeugung, Zivilcourage und dem festen Glauben daran, dass Demokratie Haltung braucht – im politischen Alltag ebenso wie im menschlichen Miteinander. Sein Wirken zeigt, dass demokratische Werte nicht abstrakt sind, sondern im konkreten Handeln vor Ort Gestalt annehmen.

Im Zeitzeugengespräch berichten Thomas Rossel, Hanjo Lucassen (Sohn von Hans Lucassen) und Prosper Schücking aus unterschiedlichen Perspektiven über Hans Lucassen als Mensch, Demokrat und engagierten Bürger. Persönliche Erinnerungen verbinden sich mit Einordnungen seiner politischen Haltung und eröffnen zugleich den Blick auf die Frage, was Demokratie damals bedeutete – und was sie heute von uns verlangt.

Das Zeitzeugengespräch ist Teil des Demokratie-Projekts „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen – Kurt Schumacher“, eines gemeinsamen Bildungsprojekts des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen und des Mariengymnasiums Warendorf. Das Projekt setzt sich mit demokratischem Engagement, historischer Verantwortung und der Aktualität politischer Haltung auseinander und möchte insbesondere junge Menschen für diese Themen sensibilisieren.

Im Anschluss an die Veranstaltung sind die Besucherinnen und Besucher herzlich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Zudem besteht die Möglichkeit, mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen und die begleitende Ausstellung „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen – Kurt Schumacher“ im Westpreußischen Landesmuseum zu besichtigen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und versteht sich als Einladung, über Demokratie, Erinnerung und persönliche Verantwortung ins Gespräch zu kommen.

Fotonachweis: Archiv Familie Lucassen

DEMOKRATIE BRAUCHT HALTUNGDer 27. Januar 2026, der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus...
30/01/2026

DEMOKRATIE BRAUCHT HALTUNG

Der 27. Januar 2026, der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, bildete den Auftakt unseres Bildungsprojekts „Demokratie braucht Haltung: Hans Lucassen - Kurt Schumacher“ mit dem Mariengymnasium Warendorf.

Die Schüler:innen der Klassen 10 besuchten für einen Ausstellungsrundgang das Museum und erarbeiteten vor Ort die wichtigsten Lebensstationen sowie das Wirken für Demokratie von Hans Lucassen und Kurt Schumacher.

Kommende Woche finden die vertiefenden Workshops in der Schule statt. Wir freuen uns auf weiterführende Diskussionen, Gespräche und Gedanken darüber, wie wichtig es ist, eine Haltung für Demokratie einzunehmen und was Mut, Zivilcourage und ehrenvolles Verhalten auch in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft bedeuten!

Adresse

Klosterstraße 21
Warendorf
48231

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