21/06/2026
Menschen kennenlernen mit Mitte 30.
Früher war das irgendwie selbstverständlich. Irgendwo waren immer Menschen & hatten Lust auf Verbindung. In der Schule, im Studium, während des Reisens, im neuen Job…
Doch irgendwie ist es nicht mehr so easy, wenn man dann älter wird oder? Plötzlich sitzt du in einem Dorf im Allgäu und denkst:
Wie macht man das eigentlich?
Klingeln und fragen, ob jemand spielen kommt? 😄
Die Frage beschäftigt mich gerade tatsächlich.
Nicht nur wegen des Umzugs. Sondern weil wir vor kurzem auch in KOMM HEIM ZU DIR genau dort eingetaucht sind.
Was passiert eigentlich, wenn jemand neu in einen Raum kommt?
Und plötzlich waren wir wieder in der Schule. Beim Schulwechsel. Beim ersten Tag in einer neuen Klasse.
Bei diesem Gefühl, irgendwo reinzukommen und noch niemanden zu kennen.
Und während wir darüber gesprochen haben, wurde mir etwas bewusst:
Viele von uns erinnern sich noch genau daran.
An das Mädchen, das sich gewünscht hätte, dass jemand rüberkommt.
An die Hand, die ausgestreckt wurde. Oder eben nicht.
An das Gefühl, dazuzugehören. Oder außen zu stehen.
Und irgendwann kam bei mir die Frage auf:
Wie viele Menschen sind eigentlich einsam? Wirklich einsam. Nicht alleine. Einsam.
In einer Welt voller Vernetzung. Mit Dating Apps. Mit Freundschafts-Apps. Mit sozialen Netzwerken.
Und gleichzeitig scheint es für viele von uns schwieriger geworden zu sein, einfach auf einen Menschen zuzugehen und zu sagen:
„Hi. Schön, dass du da bist.“
Wann genau ist das eigentlich passiert?
Wann wurde es normaler, ein Profil anzuschreiben als einen Menschen anzusprechen?
Ich habe darauf keine Antwort. Aber ich glaube, es hat etwas mit Verletzlichkeit zu tun.
Denn die Neue zu sein, ist verletzlich.
Jemanden anzusprechen, ist verletzlich.
Die Hand auszustrecken, ist verletzlich.
Und vielleicht ist genau deshalb jede ausgestreckte Hand so wertvoll.
Zu anderen. Und zu uns selbst. ♥️
Falls dir gerade jemand eingefallen ist: Sag diesem Menschen doch mal, dass du dich freust, dass es ihn gibt. Einfach ein
„Schön, dass du da bist.“
Ich glaube, wir können alle ein bisschen mehr davon gebrauchen.
🌻