🎂 80 Jahre NRW: Wozu braucht ein Land seine Gründungserzählung?
Am 23. August 1946 wurde Nordrhein-Westfalen unter britischer Besatzung aus der Taufe gehoben – die „Operation Marriage“ fügte Rheinland und Westfalen zu einem neuen Bundesland zusammen. Ein Kunstprodukt der Nachkriegszeit, das bis heute eine erstaunlich stabile Identität entwickelt hat.
Doch was hält ein Land eigentlich zusammen, dessen Gründung am Reißbrett entschieden wurde? Und welche Rolle spielen die Erzählungen, mit denen sich NRW seither selbst beschreibt – gerade jetzt, wo Kohleausstieg, Strukturwandel und neue Zuwanderung die Frage nach einer gemeinsamen Identität wieder virulent machen?
🎙️ Im WDR 3 Forum „Wilder Westen NRW? – Zum 80. Geburtstag des Bundeslandes“ wird genau danach gefragt: Woher kommen die Gründungsmythen, welche Funktion erfüllten sie damals – und was sagen sie eigentlich über das NRW von heute aus?
👉 Jetzt reinhören (Link in Bio)
Identität WDR3
Moderne im Rheinland
Das Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf forscht interdisziplinär zur Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Jahrhundert.
Mit dem Begriff der Moderne wird ein umfassender gesellschaftlicher und kultureller Umbruch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Bewegungen innerhalb der neuen Stile, wie Expressionismus, Dadaismus oder z.B. Anarchismus, fanden vornehmlich in den Städten statt - so der Forschungskonsens im 20. Inzwischen beschäftigt sich ein zunehmend umfangreicherer Forschungszweig mit den Aufbrüchen in der
10/07/2026
2014 hat Klaus Dauven auf der Scheune hinter dem Junkerhaus (Gemeindeseite Gemeinde Hürtgenwald) das monumentale Reverse–Graffiti mit dem Konterfei von B Traven umgesetzt. Seit 12 Jahre begrüßt uns nun der Schriftsteller, Anarchist und Schauspieler, wenn wir nach Simonskall kommen. Am Samstag, den 11.7.26 dreht sich im Rahmen unserer Podiumsdiskussion alles um B Traven in Simonskall und in Mexiko. Ab 16.00 Uhr diskutieren
Helga Grabbe, Honorarkonsulin der Vereinigten Mexikanischen Staaten
Jasmin Grande, HHU Düsseldorf und
Michael Brandstädter, Uniklinik RWTH Aachen
mit Michael Köhler über die Geschichte und Rezeption dieses faszinierenden Autors. Der Eintritt ist frei.
# # # # #
Herzlichen Dank an Olaf Müller für die Kuratierung der Veranstaltung
Bild 1&2: im Juli 2018
Bild 3–7: im April 2025
17/04/2026
Willkommen im Sommersemester! ☀️
Uns begleiten vier Seminare und eine Vorlesung durch das Semester, die wir Euch hier vorstellen wollen.
Der Niederrhein, der Rhein und fluviale Kartographien stehen im Fokus der Seminare im BA Germanistik .hhu mit Texten u.a. von , und natürlich den Klassikern des „Mythos Rhein“.
Im BA Transkulturelle Studien .hhu geht es um „post-deutsche Literatur“ - den Begriff hat aus dem aktuellen übernommen. Das Seminar geht auf der Basis von Texten von , , .khan, sowie dem Kollektiv der Frage nach, was post-deutsche Literatur ist und lotet die analytischen, poetologischen und literaturgeschichtlichen Möglichkeiten des Begriffs aus. Im Rahmen des Seminars dürfen wir auch eine zwischen/miete des .nrw begleiten ✌️✌️✌️.
Im Mai sind wir wieder auf Exkursion mit einer Übung vor Originalen für den BA Kunstgeschichte .hhu . Dieses Mal geht es zu den Künstler*innenkolonien nach Ahrenshoop und Solingen .colonies.
Um die „Genese einer literarischen Gegenwartsästhetik“ geht es in der Vorlesung von Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann.
Ihr wollt mehr über die Inhalte wissen? Dann schreibt Euch ein (nächste Gelegenheit im Wintersemester ), schreibt uns und kommt vorbei.
Das letzte Foto zeigt ein Modell der HHU in der aktuellen Ausstellung in der zum 25jährigen Jubiläum des Uniarchivs.
13/02/2026
Call for Paper:
Sammeln erforschen – internationale, nationale und regionale Bestandsaufnahme und Perspektivierung
Datum: 11.-13.11.2026
Ort: Haus der Universität Düsseldorf
Deadline für Vortragsvorschläge (300 Wörter und kurzer CV): 22.02.2026
Veranstalter: AG Sammlungen im Arbeitskreis zur Erforschung der „Moderne im Rheinland“ e.V.
Das Sammeln gehört zu den grundlegenden kulturellen Praktiken. In seiner historischen und begrifflichen Nähe zum Archiv bildet es bis heute einen wesentlichen Bestandteil kultureller Selbstverständigung. Sammeln ist zugleich Bewahren, Ordnen, Verdichten, Verhandeln von Bedeutung, Erinnerung und Zukunft.
Die geplante Tagung „Sammeln erforschen“ nimmt diese doppelte Bewegung – das Sammeln als kulturelle Praxis und das Sammeln als Forschungsgegenstand – zum Ausgangspunkt: Wie lässt sich das Sammeln selbst theoretisieren, historisieren und in seiner gesellschaftlichen wie epistemischen Relevanz beschreiben? Welche Ordnungsprinzipien, Motivationen und Akteurskonstellationen leiten das Sammeln? Welche kulturellen Konstrukte entstehen aus Sammlungen – und welche werden in ihnen sichtbar?
Sammeln zeigt sich dabei stets als heuristische Praxis: Es ist weder an institutionelle Obligationsstrukturen gebunden noch rein subjektiv, sondern entsteht im Spannungsfeld von individueller Motivation, kulturellem Gedächtnis und gesellschaftlichen Diskursen. Die Genese und der Habitus von Sammlungen bedürfen daher klarer Referenzpunkte, die sich – so die These des Projektes – in der Relation von Internationalität, nationalem Geltungsanspruch und regionaler Verortung bestimmen lassen. Regionen, Orte und kulturelle Topographien sind nicht nur Schauplätze, sondern strukturierende Elemente einer räumlich situierten Erinnerungskultur.
Die Tagung möchte die Erforschung des Sammelns vertiefen und lädt WissenschaflerInnen aller Disziplinen ein, Beiträge einzureichen, die sich einem der folgenden drei thematischen Cluster zuordnen lassen:
Cluster 1: Personen – Zur Prosopographie des Sammelns
Cluster 2: Sammlungsdinge – Materialität und Agency
Cluster 3: Institution/Region – Grenze und Grenzüberschreitung
Mehr Informationen unter www.morderneimrheinland.com
12/01/2026
Vortrag:
deep region, dark rhineland – Post-extraktivistische Erinnerungsarbeit der Literatur
Beinahe unbemerkt hat die Region, das Regionale wieder Präsenz in der Gegenwartsliteratur gewonnen. Sie begegnet uns vor allem dort, wo die Akteure des Literaturbetriebs sich mit der Verantwortung gegenüber der Erde auseinandersetzen und Schreibpraktiken wie nature writing oder das Schreiben in der anthropozänen Kondition reflektieren. Der Regionenbegriff ist in diesem Kontext „deep“ im Sinne von tiefenzeitlich reflektierend und „dark“ im Sinne einer Begegung mit verdrängten oder unbewussten Inhalten. Am Beispiel von Beatrix Langners Roman „Der Vorhang. Einen (beinahe) wahre Geschichte“ (2021, Matthes&Seitz) geht der Vortrag von Jasmin Grande dem Regionalen im Kontext von Erinnerung nach.
Die Reihe „Migratory Lectures“ wird von PD Dr. Franziska Koch .hhu veranstaltet und hat in diesem Jahr den Schwerpunkt „Globale Extraktionen - Transkulturelle Relationen. Kritische und künstlerische Perspektiven angesichts erschöpfter Welten“.
17/12/2025
Herzliche Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Volker Dörr im Rahmen unserer Ringvorlesung: ‚Früher war mehr Lametta‘. Loriot als teilnehmender Beobachter der Bonner Republik“.
Wann: 18.12.2025 um 18.00 Uhr im Haus der Universität!
Fast so ikonisch wie „Dinner for One“ zu Silvester gehört „Weihnachten bei Hoppenstedts“ zu dem im Titel genannten Fest. Ausgehend von diesem Fernsehsketch Loriots will der Vortrag zeigen, wie präzise dessen ethnographisch-soziologische Beobachtungen der Wirklichkeit der Bonner Republik gewesen sind. Wenigstens ansatzweise soll auch danach gefragt
werden, welche Haltung zu den beobachteten sozialen Phänomenen daran deutlich wird.
Gern weisen wir an dieser Stelle auf den Beitrag über Loriot auf unserer website www.ortederbonnerrepublik.de von Melanie Lange hin: https://ortederbonnerrepublik.de/
Bild: Loriots Sofa (Hommage in Bonn), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22147686
.hhu
17/12/2025
Wir sind noch nicht fertig mit 2025! Der Blick in den Fotofeed zeigt, dass wir über viele Ereignisse noch gar nicht berichtet haben. Wir ziehen also nicht den Vorhang für 2025, sondern bleiben online.
Überhaupt freuen wir uns erstmal auf unsere Ringvorlesung morgen im
Kommt vorbei, es geht um Loriot in der Bonner Republik:
Herzliche Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Volker Dörr .hhu im Rahmen: ‚Früher war mehr Lametta‘. Loriot als teilnehmender Beobachter der Bonner Republik“.
Wann: 18.12.2025 um 18.00 Uhr im Haus der Universität!
Fast so ikonisch wie „Dinner for One“ zu Silvester gehört „Weihnachten bei Hoppenstedts“ zu dem im Titel genannten Fest. Ausgehend von diesem Fernsehsketch Loriots will der Vortrag zeigen, wie präzise dessen ethnographisch-soziologische Beobachtungen der Wirklichkeit der Bonner Republik gewesen sind. Wenigstens ansatzweise soll auch danach gefragt werden, welche Haltung zu den beobachteten sozialen Phänomenen daran deutlich wird.
Gern weisen wir an dieser Stelle auf den Beitrag über Loriot auf unserer website www.ortederbonnerrepublik.de von Melanie Lange hin: https://ortederbonnerrepublik.de/
Bild 1: Köln - Travestie-Show im Senftöpfchen-Theaterwww.grevenarchivdigital.de | Kölnische Rundschau
Bild 2: Loriots Sofa (Hommage in Bonn), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22147686
02/12/2025
Einladung zur Ringvorlesung „Parodie, Variation, Abstraktion in der Bonner Republik“ am 4.12.25 um 18.00 Uhr ins Haus der Universität. David Brehm zum Thema „Sich einrichten, sich fremd werden. Die Wohnkultur der frühen Bundesrepublik und ihre literarische Variation“.
Anmeldung unter [email protected]
Fotomotiv: Swimming Pool im Kanzlerbungalow, Bonn, 2018
Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.
Lage
die Schule/Universität kontaktieren
Telefon
Adresse
Düsseldorf