24/08/2026
ǫᴜᴀʟɪғɪᴢɪᴇʀᴛ ᴜɴᴅ ɪɴᴋʟᴜsɪᴠᴇ ᴋɪɴᴅᴇʀᴛᴀɢᴇsᴘғʟᴇɢᴇ
24/08/2026
20/08/2026
18/08/2026
14/08/2026
13/08/2026
#2027
12/08/2026
Das Füchschen im neuen Gewand
Ab heute verändern sich meine Beiträge ein wenig.
Ich möchte euch zukünftig noch intensiver an meiner Arbeit als Kindertagespflegeperson teilhaben lassen, unterschiedliche Themen aufgreifen und manches vielleicht auch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und vermitteln.
Dabei geht es um den Alltag in der Kindertagespflege, um die kleinen und großen Bedürfnisse von Kindern, um unterschiedliche Wahrnehmungen, Kommunikation, Essen, Übergänge, Hilfsmittel, Teilhabe und um vieles mehr.
Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei weiterhin auf meinem Herzensprojekt liegen: der inklusiven Kindertagespflege.
Ich möchte zeigen, was Inklusion im Alltag alles bedeuten kann. Mit all ihren Facetten, Herausforderungen, Möglichkeiten und den vielen wertvollen Momenten, die dazugehören.
Dabei berichte ich aus meiner persönlichen Erfahrung und aus meiner Sicht als Kindertagespflegeperson und als Mama. Ich möchte informieren, zum Nachdenken anregen, Verständnis schaffen und sichtbar machen, wie vielfältig Kinder, Familien und ihre Bedürfnisse sind.
Was dabei immer bleibt:
Meine Haltung.
Meine Werte.
Mein Blick auf jedes einzelne Kind.
Ich freue mich, wenn ihr mich und die kleinen Füchschen auch weiterhin begleitet.
08/07/2026
MEIN KÖRPER GEHÖRT MIR
Kleine Kinder sagen selten lange Sätze.
Aber sie sprechen trotzdem – jeden Tag.
Mit ihrem Körper.
Ein wegdrehen.
Ein Zurückweichen.
Ein „Nein“ ohne Worte.
Eine Hand, die etwas wegschiebt.
Ein Blick, der sagt: „Bitte nicht.“
Gerade die Allerkleinsten können oft noch nicht erklären, was sie stört.
Aber sie fühlen es.
Und sie zeigen es.
Und genau deshalb ist mir bei den kleinen Füchschen etwas ganz wichtig:
Mein Körper gehört mir.
Das beginnt nicht irgendwann „später“.
Das beginnt im Alltag.
Beim Anziehen.
Beim Wickeln.
Beim Händewaschen.
Beim Nase putzen.
Beim Trösten.
Beim Hochheben.
Ich nehme mir Zeit.
Ich kündige Dinge an.
Ich erkläre.
Ich frage: „Darf ich?“
Und ich achte darauf, wie das Kind reagiert.
Nicht, weil ein kleines Kind schon alles entscheiden können muss.
Sondern weil es spüren soll:
•Du wirst ernst genommen.
∙Du wirst respektiert.
∙Du bist sicher.
Denn wenn Kinder früh erleben, dass ihre Grenzen zählen,
wächst etwas ganz Wichtiges in ihnen:
Vertrauen.
Körpergefühl.
Und ein stabiles „Ich“.
Mein Körper gehört mir bedeutet für mich:
Ich begleite Kinder so, dass sie sich nicht ausgeliefert fühlen,
sondern gehalten.
15/06/2026
NEIN HEISST NEIN – KINDER DÜRFEN UND MÜSSEN GRENZEN SETZEN KÖNNEN
„Nein!“
Ein kleines Wort.
Und doch steckt so viel darin.
In der Kindertagespflege ist mir eines ganz besonders wichtig:
Kinder dürfen und müssen lernen, ihre Grenzen zu spüren – und sie auch auszusprechen.
Denn Grenzen sind nichts Unhöfliches.
Sie sind Orientierung.
Sie sind Selbstschutz.
Sie sind ein wichtiger Teil von Selbstbewusstsein.
Ein Kind muss sagen dürfen:
• „Stopp!“
• „Ich will das nicht.“
• „Nicht anfassen.“
• „Zu nah.“
• „Lass das.“
Und es muss erleben:
Mein Nein wird ernst genommen.
Nicht belächelt.
Nicht übergangen.
Nicht „wegdiskutiert“.
Gerade kleine Kinder können noch nicht immer erklären warum.
Sie fühlen nur: „Das ist mir zu viel.“
Und dieses Gefühl ist richtig.
Ich begleite die Kinder dabei, ihre Sprache dafür zu finden –
sanft, aber klar.
Und ich begleite auch die anderen Kinder dabei, zu lernen:
Wenn jemand Stopp sagt, dann ist Stopp.
Auch wenn ich es gerade anders möchte.
Auch wenn ich spielen will.
Auch wenn ich es „lieb meine“.
Denn das ist eine der wertvollsten Fähigkeiten überhaupt:
eigene Grenzen kennen – und Grenzen anderer achten.
Bei den kleinen Füchschen ist das kein „Extra-Thema“.
Es ist Alltag.
Ein Teil von Bindung.
Ein Teil von Vertrauen.
Ein Teil von echter Prävention.
Ein Nein schützt.
Und ein Nein verdient Respekt.
09/06/2026
GESCHAFFT – UND DAS IST WICHTIG.
In den letzten Wochen haben viele Menschen ihre Stimme erhoben.
Viele haben unterschrieben.
Viele haben geteilt.
Viele haben erklärt, warum Inklusion und Teilhabe nicht verhandelbar sind.
Und sie wurden gehört.
Der Deutsche Bundestag bestätigt:
Die Finanzprobleme der Kommunen dürfen nicht auf Kosten der Inklusion gelöst werden.
Das Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe bleibt bestehen.
Und genau das ist wichtig.
Denn Eingliederungshilfe ist weit mehr als eine finanzielle Leistung.
Sie bedeutet Unterstützung.
Sie bedeutet Teilhabe.
Sie bedeutet Zugehörigkeit.
Sie bedeutet, dass Menschen mit Behinderung ihren eigenen Weg gehen können.
Und dass sie die Unterstützung erhalten, die sie dafür brauchen.
Denn Menschenrechte dürfen nicht von Haushaltslagen abhängig sein.
Dieser Erfolg gehört nicht einzelnen Menschen.
Er gehört den über 180.000 Menschen, die ihre Stimme erhoben haben.
Er gehört den Familien.
Den Betroffenen.
Den Fachkräften.
Und allen, die sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzen.
Denn manchmal entstehen große Veränderungen nicht durch einzelne laute Stimmen.
Sondern durch viele Menschen, die gemeinsam sagen:
Teilhabe ist kein Luxus.
Inklusion ist kein Sparmodell.
Und Menschenwürde ist nicht verhandelbar.
Quelle: https://www.bundestag.de/presse/hib/ kurzmeldungen-1183710
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