05/03/2021
Ich habe gefühlt 20 Mal hintereinander gespielt. Alle gewonnen, manche sogar "doppelt".
Wenn Menschen an einer, im Volksmund bezeichneten "Spielsucht" leiden, dann ist das nur das Verlangen nach Dopamin-Ausschüttung im Gehirn. Es ist wie ein Rausch.
Häufig lese ich, daß sich Angehörige Sorgen um den Betroffenen machen. Aber meist kommt gleich hinterher, daß der Betroffene schon zig tausend Euro verspielt hat. Wahrscheinlich haben die Angehörigen eher Angst, daß noch mehr Geld verspielt wird.
Aber der Spieler denkt nicht ans Geld. Dieses Verlangen nach Ausschüttung von Dopamin ist in etwa so, wie ein halb Verdursteter an einer Quelle. Der Trieb in ihm will daß er trinkt und trinkt und trinkt. Selbst wenn er für jedes kleine Glas 100 Euro bezahlen muß, so wird er das tun. Denn das Verlangen nach Lustbefriedigung (und "am Leben bleiben" ist die stärkste Lustbefriedigung) kennt kein Geld. Genauso wenig wie ein Tier Geld kennt.
Wenn eine Katze Lust dabei empfindet, eine teure Vase auf den Boden zu werfen, dann wird sie das tun. Sie denkt nicht an "wertvoll", "kostbar" oder "Geld" in dem Moment. Sondern nur an "Lustbefriedigung". Und so ist es mit dem Spieler.
Es gibt natürlich Präventionsmaßnahmen um so einer Abhängigkeit entgegen zu wirken. Vielleicht sogar zu verhinden. Aber die müssen auf die Person angepasst werden. Wer gerne mehr darüber erfahren will, der kann mir eine Nachricht schreiben.
Viele Grüße
euer Martin