18/03/2025
Unsere Reiseroute führt uns von Luxembourg über Frankfurt und Buenos Aires nach Santa Cruz de la Sierra. Mehr als 30 Stunden sind wir unterwegs. Die Reisestrapazen sind schnell vergessen: Was für eine grandiose Begrüßung am Flughafen! Schwester Rosa Maria, Kongregation der Arenberger Dominikanerinnen, begrüßt uns am Flughafen. Als genialen Willkommengruß hat sie das junge Orchester der Musikschule aus Urubichá mitgebracht. Mit Violinen und Geigen singen und tanzen Bolivianer und Deutsche in der internationalen Flughalle.
Unser erstes Reiseziel am Samstag heißt Comarapa. Nach einem Kurzbesuch der Plaza Mayor in Santa Cruz und der Kathedrale, wo wir das Grab von Kardinal Julio Terrzas, Ehrendoktor der Trierer Fakultät besuchen, verlassen wir die Metropole. Unser Kleinbus schlängelt sich durch die grüne Berglandschaft der bolivianischen „Valles“ über den idyllischen Ort Samaipata (Quechua: Ort, um auszuruhen) bis nach Comarapa. Unser Kleinbus fährt mit Gas, zum Glück. Weit und breit findet sich in Bolivien kein Benzin. Ungezählte Auto-Schlangen stehen vor den Tankstellen, die Menschen warten stundenlang. Kein Benzin, kein Transportmöglichkeiten. Die Folgen sind fatal, die Teuerungsrate, v.a. für Lebensmittel, ist enorm.
In Comarapa sind wir bei den Dominicas del Arenberg zu Gast. Wir knüpfen hier an die langjährige „Allianz der Partnerschaft“ an und staunen über das bewährte Engagement der Schwestern im Krankenhaus und im Erziehungsbereich (KiTa, Schule). In der Pfarrkirche feiern wir die Eucharistie zum Zweiten Fastensonntag und nutzen den Tag zum Austausch mit unseren Gastgeberinnen und dem Konvent der Dominikanerbrüder aus Kolumbien, die seit einem Jahr hier leben. Eine kleine Tour mit dem roten Käfer ist trotz Benzinmangel Pflichtprogramm. Und natürlich auch: San Martin de Porres, der in Lateinamerika hochverehrte volkstümliche Heilige, lächelt uns in der Kapelle zu. In seiner Hand hält er einen Korb mit Brot, das zum Teilen einlädt.
16.03.2025