29/03/2019
Zum Glück ist mein Sohn bei Deutschlands "bester" Krankenversicherung - der TK - versichert. Nach acht Wochen Klinikaufenthalt (wegen eines Lungenleidens; Zustand laut Chefarzt phasenweise "sehr kritisch"), vier davon auf der Intensivstation, kam er vor zwei Wochen endlich wieder heim, Sauerstoff und Atemunterstützung inklusive. Heute wurden wir von der TK darüber informiert, dass er diese Art von Unterstützung nicht brauche. Erstaunlich, was man alles vom Schreibtisch aus herausfinden kann, ohne den Patienten auch nur einmal gesehen zu haben.
Während die einen versuchen, so gut es ihnen möglich ist, zu helfen, überlegen andere, ob man der "Solidargemeinschaft" (Lieblingswort der TK-Telefonknechte) nicht Kosten ersparen könnte, indem man einem lungenkranken Kind die Luft abdreht - im wörtlichen Sinne. Dabei geht die Rechnung nicht einmal rein wirtschaftlich auf (außer man spekulierte darauf, dass der Patient bald "verschwindet"). Eine unzureichende Versorgung daheim hätte schon bald den nächsten Aufenthalt auf der Intensivstation zur Folge. Erschreckenderweise ist das hier kein Einzelfall, sondern laut häuslicher und klinischer Krankenpflege und Ärzten die Regel.