Wilhelm Pieck Oberschule Apolda

Wilhelm Pieck Oberschule Apolda Die Wilhelm Pieck bzw. Nussberg-Schule Apolda ist seit Ihrem Abriß 2004 Geschichte. Inwzwischen ist leider alles bis auf die Turnhalle abgerissen.

Diese Seite soll als Erinnerung an Schüler und Lehrer dienen und kann für Klassentreffen genutzt werden. Die ehemalige Polytechnische Oberschule Wilhelm-Pieck in Apolda wurde nach der Wende zur "Schule am Nußberg" umgetauft. Diese Seite soll die Erinnerungen an alte Zeiten für ehemalige Schüler und Lehrer wahren. Diskutiert mit: Wie war es damals, bei welchem Lehrer hattet Ihr welchen Unterricht und welche guten und schlechten Dinge fallen Euch ein?

01/05/2026
Liebe Schüler,heute gibt es bei uns in der Schule etwas besonderes: 45min Videofilm DDR genialViel Spaß!
30/03/2026

Liebe Schüler,
heute gibt es bei uns in der Schule etwas besonderes: 45min Videofilm DDR genial
Viel Spaß!

Die DDR träumt in den 1970ern von der Weltspitze - mit Plattenbau und Supersportwagen. Fortschritt wird zur Staatsaufgabe, getragen von Improvisation.

05/02/2026

🗑️ SERO-Annahmestellen? Das war doch nur ein Zwangssystem, wo die armen DDR-Bürger ihren Müll für lächerliche Pfennige abgeben mussten, weil die Planwirtschaft unfähig war, genug Rohstoffe zu beschaffen!

Klar... so hört man das heute gern.

Aber mal ehrlich: SERO war verdammt clever. Sekundär-Rohstofferfassung – klingt sperrig, war aber ein System, das funktioniert hat. Seit den späten 1950er Jahren, hervorgegangen aus dem legendären Rumpelmännchen, sammelte die DDR systematisch alles, was sich wiederverwerten ließ. Und zwar richtig gründlich.

Flaschen, Gläser, Altpapier, Textilien, Metallschrott – nichts landete einfach auf dem Müll. Man brachte es zur Annahmestelle, bekam seine 0,30 Mark pro Kilo Zeitungen oder 0,05 Mark für grüne Flaschen, und das Zeug verschwand im Kreislauf. Kupferschrott brachte sogar 2,50 Mark pro Kilo. Für Kinder war das Taschengeld, für Erwachsene ein kleiner Nebenverdienst.

Die Zahlen sprechen für sich: Anfang der 1970er Jahre deckten Sekundärrohstoffe 50 Prozent des Eisenbedarfs, 40 Prozent bei Blei und Papier, 35 Prozent bei Kupfer. 1988 arbeiteten über 11.000 Menschen direkt im System, es gab etwa 17.000 Annahmestellen im ganzen Land. Und – jetzt kommt's – 97 Prozent der DDR-Bürger machten mit. Siebenundneunzig Prozent! Das war kein Zwang, das war gelebte Praxis.

Nach der Wende untersuchte die Recycling-Expertin Susanne Hartard im Auftrag des Bundesministeriums das System zwei Jahre lang. Ergebnis: ausgesprochen effizient. Selbst Klaus Töpfer, damaliger Bundesumweltminister, zeigte Sympathie. Der frühere DDR-Umweltminister Karl-Hermann Steinberg hoffte auf Erhalt. Trotzdem wurde SERO abgewickelt. Heute gibt es noch eine einzige Annahmestelle: die von Jens Fiedler in Oranienburg, der das System als Kleinbetrieb am Leben hält.

Und heute? Da trennen wir brav Gelbe Tonne, Papiertonne, Restmüll, Biotonne – und haben trotzdem keine Ahnung, wo das Zeug am Ende landet. Privatisierte Entsorgungskonzerne kassieren Gebühren, exportieren Plastikmüll nach Asien, und von Rückgeld kann niemand mehr träumen. Der Pfand auf Einwegflaschen kam erst 2003 – und wird als große Errungenschaft gefeiert.

SERO war Kreislaufwirtschaft, bevor es hip wurde. Ohne Greenwashing, ohne Instagram-Posts über Nachhaltigkeit. Einfach machen, weil Rohstoffe wertvoll waren. Jede Flasche hatte einen Wert, jede Zeitung, jeder Lumpen. Man musste nicht darüber philosophieren, ob Recycling sinnvoll ist – es war selbstverständlich.

Heute reden alle von Klimaschutz und Ressourcenschonung. Damals hat man es einfach gemacht. Mit 17.000 Annahmestellen und 97 Prozent Beteiligung. Vielleicht hätte man sich 1990 doch mal fragen sollen, ob Effizienz wirklich so schlecht ist, nur weil sie aus dem Osten kommt.

Die Bilder haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. DDR-Fahne und Wappen sind hier ein Augenzwinkern, oftmals versteckt, und kein politisches Manifest. Das verstehen alle, die damals groß geworden sind. Findest du das DDR Wappen auch im Bild?

Du willst mehr solcher Rückblicke, die wehtun, aber auch guttun?

Dann bleib hier. DDR 2.0 – wie es war, wie es hätte sein können und warum wir heute noch darüber lachen.

Na liebe Schüler, wisst ihr schon, was ihr werden wollt ? ;-)
26/01/2026

Na liebe Schüler, wisst ihr schon, was ihr werden wollt ? ;-)

Eva ist 23, Sattlerin – und die Beste ihres Fachs. Dabei wusste sie lange nicht, was sie eigentlich werden will. Ein selbstgenähtes Geschirr für ihr Pony brachte alles ins Rollen und ihr einen Ausbildungsplatz. 🐴

Drei Jahre später steht fest: Eva gehört zur Spitze. Sie hat ihre Gesellenprüfung mit Top-Noten abgeschlossen und ist bundesbeste Sattlerin. 💪

Die Schulleitung wünscht eine schöne Weihnachtszeit!
24/12/2025

Die Schulleitung wünscht eine schöne Weihnachtszeit!

18/12/2025

🔧 "Ach ja, der polytechnische Unterricht - das war ja nur Kinderarbeit und Indoktrination, nicht wahr?" 🙄

Klar… so hört man das heute gern.

Aber mal ehrlich: Während wir in der 7. Klasse schon wussten, wie man eine Drehbank bedient und technische Zeichnungen liest, diskutieren heute Abiturienten, ob sie überhaupt wissen wollen, wie ein Schraubenzieher funktioniert. Aber hey, Hauptsache, sie können perfekt googeln! 📱

Ich erinnere mich noch genau an Herrn Müller im polytechnischen Kombinat. Der stand da mit seinen ölverschmierten Händen und brachte uns bei, wie man Metallstücke exakt auf den Millimeter zurecht feilt. "Messen ist Wissen, Schätzen ist Raten", sagte er immer. Und wenn einer von uns Mist gebaut hatte, musste das ganze Kollektiv nochmal ran. Furchtbar, diese Gemeinschaftserziehung! Da lernt man ja noch, Verantwortung zu übernehmen. 🤝

Was wir damals lernten:

🔧 Drehbank bedienen - in der 7. Klasse, nicht im Maschinenbaustudium
🔩 Metallbearbeitung - Feilen, Schleifen, Gewindeschneiden
📐 Technische Zeichnungen lesen und anfertigen
⚡ Elektromotoren verstehen - nicht nur googeln, sondern anfassen
🏭 Produktionsabläufe kennenlernen - von der Planung bis zum fertigen Teil
👨‍🏫 Von Meistern lernen - die wussten wirklich, wovon sie reden
🚜 LPG-Einsatz - Traktoren reparieren, Erntemaschinen verstehen
💡 Physik praktisch erleben - nicht nur Formeln pauken

Meine Freundin Petra konnte nach der 9. Klasse schon Platinen löten, während ich in der LPG gelernt habe, warum Traktoren nicht von allein fahren. Wir wussten, woher unser Essen kommt und wie Produktion funktioniert. Schrecklich praxisbezogen, diese Bildung! Wo bleibt da die theoretische Selbstverwirklichung? 😏

Besonders schlimm war es, wenn Physik und Chemie plötzlich Sinn ergaben. Wenn du verstehst, warum der Elektromotor läuft, während du ihn zusammenbaust, macht das Lernen ja richtig Spaß. Völlig indoktriniert wurden wir, indem wir begriffen haben, wie die Welt um uns herum funktioniert. 🔬

Ganz zu schweigen von den sozialen Kompetenzen - wenn acht Leute gemeinsam eine Aufgabe lösen müssen, lernt man zwangsläufig Teamwork. Furchtbar! 💪

Und heute?

📱 Abitur ohne je einen Hammer in der Hand gehabt zu haben
💰 Teure "Learning by Doing"-Workshops für das, was früher normal war
🎓 Mit 18 keine Ahnung, was man werden will - völlig normal
🏢 Praktika als lästige Pflicht statt echte Berufsorientierung
👔 Fachkräftemangel, aber keiner weiß, welches Ende vom Schraubenschlüssel das richtige ist
📊 Über praxisorientierte Bildung reden, als wäre das eine Revolution

Die Ironie ist: Heute reden alle von "Learning by Doing" und "praxisorientierter Bildung", als wäre das eine revolutionäre Idee. Nur dass es eben teuer ist und nicht jeder Zugang dazu hat. Damals war es einfach normal, dass Bildung und Arbeit zusammengehören. 🏭

Aber Normalität aus der DDR zu übernehmen? Undenkbar! 🙅‍♂️

Klar war nicht alles gold, was glänzte. Aber dass Kinder und Jugendliche verstehen, wie Arbeit funktioniert und dass sie Teil einer Gemeinschaft sind, in der jeder gebraucht wird - war das wirklich so verkehrt? 🤔

Heute sitzen sie lieber vor TikTok und träumen vom Influencer-Dasein, während die Gesellschaft händeringend nach Leuten sucht, die wissen, welches Ende vom Schraubenschlüssel das richtige ist. 📱💸

Manchmal denke ich, ein bisschen polytechnischer Unterricht würde unserer Instagram-Generation ganz gut tun. Aber das sagt man ja nicht laut, sonst ist man nostalgisch. Dabei geht es nicht um Nostalgie - es geht um gesunden Menschenverstand. 🧠

Die Bilder haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. Die DDR-Fahne und das DDR-Wappen sind natürlich ein Running Gag – aber das verstehen natürlich alle Ossis, denn die haben ja ein wenig Verstand in die Wiege gelegt bekommen. 😉

Du willst mehr solcher Rückblicke? Dann bleib hier.

DDR 2.0 – wie es war, wie es hätte sein können und warum wir heute noch darüber reden.

13/12/2025

Heute ist Pioniergeburtstag ☝️

01/12/2025

Solche Weihnachtsteller aus Pappe waren früher weit verbreitet. Die bunten Motive und die warmen Farben gehörten einfach zur Adventszeit. Darauf lagen Plätzchen, Mandarinen oder andere Kleinigkeiten, die die Weihnachtszeit damals so besonders gemacht haben.

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