28/06/2026
Muay Thai gehört zu den beliebtesten und zugleich härtesten Kampfsportarten der Welt. Bis heute wird Muay Thai in Thailand nach alten Traditionen in zahlreichen Vereinen und Sporthallen gelehrt. Polizisten und Soldaten trainieren diese Kampfkunst regelmäßig als Teil ihrer körperlichen und militärischen Ausbildung. Darüber hinaus ist Muay Thai häufig Bestandteil von Selbstverteidigungskursen für Frauen.
Die internationale Verbreitung von Muay Thai begann nach dem Ersten Weltkrieg, als Thailand an der Seite der Entente kämpfte. Ab den 1930er-Jahren wurden internationale Wettkampfregeln eingeführt, wodurch der Sport deutlich sicherer wurde. Zuvor kam es nicht selten zu schweren Verletzungen oder sogar Todesfällen, da das Aufgeben eines Kampfes als große Schande galt.
Mit den neuen Regeln wurden Punktentscheidungen eingeführt. Würfe mit großer Amplitude, Würgegriffe, Kopfstöße, Tiefschläge sowie Angriffe auf am Boden liegende Gegner wurden verboten. Anstelle von Seilen oder Lederbändern an den Händen trugen die Kämpfer nun Boxhandschuhe, wodurch das Verletzungsrisiko erheblich sank. Wettkämpfe fanden fortan in einem von Seilen umgebenen Ring (6 × 6 Meter) statt. Ein Kampf bestand aus drei Minuten pro Runde mit einer einminütigen Pause. Außerdem wurden erstmals Gewichtsklassen eingeführt.