09/06/2026
Ein Jahr ist es her
Unsere Zwecke sind die Förderung der Kultur, Erziehung und Bildung sowie die Förderung der Völkerverständigung a.
Unsere Zwecke ausführlicher:
-Förderung der Bildung und Erziehung im Allgemeinen sowie Pflege der russischen Sprache im Besonderen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Bildungs- und Kulturangebotes des Bildungs- und Kulturzentrums „Logos“.
-Hilfe bei der Überwindung von Integrationsschwierigkeiten in Deutschland.
-Förderung der frühen Mehrsprachigkeit parallel zur Kindertageseinrichtungen und
09/06/2026
Ein Jahr ist es her
Herzliche Einladung und Nikolskoe – ein Hauch von Russland an der Havel, wo die Glocken nicht nur läuten.
In der Nähe des Blockhauses Nikolskoe, das schon wie ein vergessener Posten aus sibirischen Holzfällertagen anmutet, erhebt sich ein Kleinod, das nicht hierherzugehören scheint – und genau darin liegt sein Zauber. Die Peter-Paul-Kirche ragt auf, eine Vision aus rotem Backstein, byzantinisch-russischem Geist und protestantischer Strenge. Sie ist eine der vielen orthodoxen Anmutungen in Deutschland, die leise vom russischen Kultureinfluss des 19. Jahrhunderts erzählen.
Die Legende, die um ihre Entstehung weht, ist so romantisch, dass man sie fast nicht erzählen mag, aus Sorge, sie könne zu schön sein, um wahr zu sein. Charlotte, die Tochter des preußischen Königs – jene, die später als Alexandra Fjodorowna den Zaren Nikolaus I. heiratete – soll den Wunsch geäußert haben, dass Glockenmusik über die Wiesen, über die Flüsse, über das stille Wasser hinweggleiten möge.
Eines Tages, so die Überlieferung, stand der König am Ufer der Pfaueninsel, blickte wohl hinüber und deutete mit dem Finger auf die Anhöhe und sagte: "Dorthin soll die Kirche kommen, eine Glockenkirche mit russisch-orthodoxer Seele." Das liegt gleich neben das Blockhaus, das zuvor noch 1819 erbaut wurde. Der berühmte Bildhauer Schadow erhielt den Auftrag, diesen Glockenklang in Stein zu übersetzen. Es entstand eine Oase des Friedens, eine Synthese aus Wasser, Wald, steil aufragender Erde und warmen Sonnenlicht. Hier ist alles im Einklang: Die orthodoxe Theologie im Stein verkündet: der Himmel, der zur Erde niedersteigt. Ein offener Himmel für jeden. Nahe dem alten Blockhaus erhebt sich die Kirche St. Peter und Paul — ein Bauwerk zwischen Preußen und Russland, zwischen Romantik und Glaube. König Friedrich Wilhelm III. ließ sie für seine Tochter Charlotte errichten. Der Legende nach soll sie gesagt haben, dass dieser Landschaft noch etwas fehle: der Klang der Glocken.
Man hat dieses Werk bewusst als „hörbares Landschaftsbauwerk“ entworfen. Jenseits der weiten Havel können die Glockentöne den Raum umarmen, und am Abend des 18. August 1837 erklangen erstmals die berühmten Weisen, die auf der Potsdamer Garnisonkirche gespielt wurden: „Üb‘ immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab“. Das war die Musik, die der Prinzessin noch gefehlt hatte. Wald, Wasser, Himmel und Glockenklang verbinden sich hier zu etwas Seltenem: zu einer Landschaft der Erinnerung.
Theodor Fontane, der große Wanderer und Schilderer märkischer Landschaften, war von diesem Zusammenspiel aus Architektur, Landschaft und Klang tief bewegt. Er schrieb einmal über die Kirche auf Nikolskoe, dass sie nicht nur „als Bild in der Landschaft wirken sollte, sondern auch mit ihren Glocken die Stille romantisch-feierlichen Klanges unterbrechen“ müsse. Für Fontane zählte dieser Ort zu den schönsten der Gegend. Die Aussicht von hier oben, über die Bäume, das Wasser und die Uferlinie, sei von besonderem Reiz – und wer hier steht, versteht das sofort.
*Ich erinnere mich an mein ersten Vortrag über Alexandrowka, den viele von Ihnen im April besucht haben. Nun geht die Reise weiter: am kommenden Mittwoch, den 19. Mai, um 19 Uhr, im Russischen Haus in der Friedrichstraße 176 in Berlin. Ich werde die Geschichte von Alexandrowka um neue Perspektiven ergänzen, um bisher kaum beachtete Geschichten und überraschende Verbindungen. Diesmal geht es um Nikolskoe als eine Art Vorboten der späteren russischen Kolonie, um die spirituelle und architektonische Bedeutung der Alexander-Newski-Kapelle, aber auch um die dramatische und viel zu wenig bekannte Zeit Alexandrowkas während der DDR, als die Siedlung in ihrer Existenz bedroht war.*
Selbst wer beim ersten Vortrag dabei war, wird viele neue Aspekte entdecken. Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Spüren Sie mit mir dieser Atmosphäre nach – jener Atmosphäre, die Fontane schon so fesselte. Lassen Sie uns gemeinsam in eine Welt eintauchen, in der Kulturgeschichte, persönliche Schicksale und die großen politischen Umbrüche aufeinandertreffen.
🗓 19. Mai 2026
🕖 19:00 Uhr
📍 Friedrichstraße 176, Berlin
📲 Anmeldung über die Webseite des Russischen Hauses in Berlin
Herzliche Einladung!
11/05/2026
Nach dem großen Interesse am ersten Vortrag geht die Reise durch die faszinierende Geschichte der Alexandrowka weiter.
Im zweiten Teil widme ich mich erneut einem der ungewöhnlichsten Orte preußisch-russischer Kulturgeschichte – diesmal mit neuen Perspektiven, bislang wenig bekannten Geschichten und überraschenden historischen Verbindungen.
Zu Beginn werden die wichtigsten Stationen der rund 200-jährigen Geschichte der Alexandrowka noch einmal kurz nachgezeichnet, sodass auch neue Gäste problemlos in das Thema eintauchen können. Anschließend öffnet sich der Blick auf eine spannende Fortsetzung:
Im Mittelpunkt stehen diesmal unter anderem Nikolskoe als Vorbote der Alexandrowka, die einzigartige russisch-orthodoxe Alexander-Newskij-Kapelle als spirituelles und architektonisches Herz der Siedlung sowie die dramatische Geschichte der Alexandrowka in der DDR-Zeit. Nur wenige wissen heute, dass die Siedlung zeitweise von tiefgreifenden Veränderungen bedroht war – und ihre Rettung alles andere als selbstverständlich erschien.
Dabei geht es nicht nur um Architektur und historische Daten, sondern um Menschen, Erinnerungen, politische Umbrüche und die erstaunliche Frage, wie ein Ort über zwei Jahrhunderte hinweg seine besondere Atmosphäre bewahren konnte.
Der Vortrag verbindet Kulturgeschichte, persönliche Geschichten und historische Spannung zu einem Abend über Freundschaft, Erinnerung und die überraschenden Verflechtungen zwischen Preußen und Russland.
Auch Besucherinnen und Besucher des ersten Vortrags werden zahlreiche neue Aspekte entdecken.
Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.
🗓 19. Mai 2026
🕖 19:00 Uhr
📍 Friedrichstraße 176, Berlin
📲 Anmeldung über die Webseite des Russischen Hauses in Berlin
Herzliche Einladung!
🛖Vor einigen Wochen erzählte der Kulturwissenschaftler Andrej Tchernodarov in seinem Vortrag über die russische Kolonie Alexandrowka und ihre ausgiebige Geschichte
Jetzt geht es in die zweite Runde:
im zweiten Vortrag rücken die Menschen in den Vordergrund
Beleuchtet werden das Leben in der Kolonie zu DDR-Zeiten, Veränderungen nach der Wende und Geschichten, die in den Häusern bis heute nachhallen. Welche Umbrüche prägten die Einwohner? Wie hat sich der Ort im Laufe der Jahrzehnte verändert?
Tchernodarov legt einen besonderen Fokus auf die Alexander-Newski-Kirche, einem Schatz der Architektur, in dem orthodoxe Tradition und preußischer Klassizismus auf eine Art zusammentreffen, die man sonst kaum findet.
Der Abend lädt ein tiefer zu schauen: nicht nur Menschen als historische Daten aufgreifen, sondern den Erzählungen, der Kultur und dem Leben dahinter Bedeutung zu schenken
Auch wenn ihr den ersten Teil nicht gehört habt, bleibt der Abend für jeden zugänglich und spannend 💫
Vortrag ist in deutscher Sprache.
🗓️19. Mai
🕖 19:00
📲 Anmeldung auf der Webseite
05/05/2026
Zur Info
Am kommenden Sonntag, 12.04. feiert orthodoxe Kirche Ostern.
Ein gesundes Neues Jahr!
07/12/2025
05/10/2025
🎉 5 октября — Международный День Учителя! 🍎📚
(Text auf Deutsch unten 🇩🇪)
Дорогие учителя! ❤️
Образовательный центр ЛОГОС поздравляет вас с вашим профессиональным праздником!
Спасибо за ваш труд, терпение и вдохновение! 🌟
Пусть у вас всегда будут благодарные, любознательные и прилежные ученики! 👩🏫👨🏫
Если родители хотят поближе познакомиться с нашей уникальной билингвальной программой или записать ребёнка на занятия, обращайтесь к нам — мы будем рады вам рассказать больше!
📧 E-Mail: [email protected]
📞 Tel.: 0176 - 568 36 058
✨ Сейчас идёт набор учеников на все курсы.
Регулярные занятия начнутся в ноябре. Следите за нашими новостями! 🌈
🇩🇪 5. Oktober – Welttag der Lehrerinnen und Lehrer! 🍎📚
Liebe Lehrerinnen und liebe Lehrer,
das Bildungszentrum LOGOS gratuliert Ihnen herzlich zu Ihrem Ehrentag! ❤️
Vielen Dank für Ihre Geduld, Ihr Engagement und Ihre Leidenschaft für das Lehren! 🌟
Wir wünschen Ihnen viel Freude im Beruf und viele motivierte, wissbegierige Schülerinnen und Schüler! 👩🏫👨🏫
Wenn Eltern unser bilinguales Bildungsprogramm näher kennenlernen oder ihre Kinder anmelden möchten, können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.
📧 E-Mail: [email protected]
📞 Tel.: 0176 - 568 36 058
✨ Der Unterricht startet regulär im November.
Zurzeit läuft die Anmeldung für alle Kurse (Kinder von 8 bis 14 Jahren).
Bleiben Sie mit uns in Kontakt! 🌈
05/07/2025
✏️ На одном из последних уроков (Deutsch s. unten↓) в этом учебном году в школе искусств «Логос», в группе от 8 лет, под чутким, но неусыпно-художественным руководством Андрея Чернодарова, был устроен акт... нет, не саботажа — художественного хулиганства.
🎨 Тема урока звучала почти философски:
«Как бы выглядели животные герои, уставшие от учебного года и перегретые солнцем?»
☀️ Как и следовало ожидать, дети подошли к заданию вдохновлённо, свободно и с лёгкой тенью абсурда. И что характерно — ослик победил. Не в конкурсе, а в массовом сознании.
Этот ослик оказался умён, но подозрительно взлохмачен. Его утомлённое солнцем выражение морды говорит само за себя:
«Я был прилежным… но хватит. Я тянул весь год. Теперь пусть пчёлы делают своё дело.»
🐝 Пчёлы, кстати, тоже герои. Они вились вокруг почти каждого персонажа — как символ лета, труда, и слегка назойливой реальности.
Некоторые ученики, впрочем, изобразили и других зверей-героев но ослик-шатен с глазами блюзового вдохновения всех покорил.
🖌️ Скетч, как форма, здесь оказался идеальным инструментом:
Сочетание видимой спонтанности и продуманного штриха,
сдержанной цветовой акцентности, и абсолютной художественной честности.
🌻 Итог: получился не просто урок — а хроника внутреннего состояния всей группы к июлю.
📷 Вот он, главный герой. Грустный, гениальный и немного взлохмаченный. Как мы все, впрочем, к июлю.
✏️ In einer der letzten Unterrichtsstunden dieses Schuljahres — irgendwo zwischen dem finalen Pinselstrich und der stillen Sehnsucht nach Sommerferien — geschah an der Kunstschule „Logos“ ein Ereignis. Nein, kein Aufstand. Auch kein Chaos. Sondern ein wohlgeplanter, bildnerischer Akt... des ästhetischen Unfugs.
🎨 Das Thema war von geradezu philosophischer Tiefe:
„Wie würden tierische Helden aussehen, wenn sie vom Schuljahr erschöpft und von der Sonne weichgekocht wären?“
☀️ Und, wie nicht anders zu erwarten bei jungen Künstlerinnen und Künstlern ab acht Jahren, wurde die Aufgabe mit Enthusiasmus, Spontaneität und einer Prise abgründigen Humors angegangen.
Und wer wurde zum inoffiziellen Leitmotiv dieser Hitze-gebeutelten Tierwelt?
Ein Esel.
Ein kluger, aber sichtlich zerzauster Esel.
Kein Wettbewerbsgewinner — aber der König der Herzen, der Ikonograf der kollektiven Erschöpfung.
🐴 Mit einem Blick, der sagte:
„Ich war tapfer. Ich war fleißig. Ich habe alles mitgemacht. Aber jetzt… sollen sich bitte die Bienen kümmern.“
🐝 Ach ja, die Bienen!
Sie summten um fast jede Zeichnung — als emsige Metapher für den Sommer, die Arbeit… und die Realität, die immer etwas zu dicht fliegt.
Zwar tauchten in den Skizzen auch andere Kreaturen auf — ein melancholischer Waschbär, ein philosophierender Dachs, eine Giraffe mit Sonnenstich —
doch der eselige Schluffi mit bluesfarbenem Blick war der eigentliche Star.
🖌️ Die Sketchtechnik erwies sich als perfektes Werkzeug:
Ein Kunstgriff zwischen scheinbarer Zufälligkeit und sorgfältiger Linie,
zwischen dezenten Farbsignalen und radikaler Aufrichtigkeit des Ausdrucks.
🌻 Das Ergebnis war kein Unterricht.
Es war eine Dokumentation des inneren Zustands einer ganzen Zeichenklasse… im Juni.
📷 Und hier ist er: der Held.
Etwas traurig.
Ein bisschen genial.
Und herrlich zerzaust.
So wie wir alle — kurz vor den Ferien.
| Samstag | 00:00 - 17:00 |
| Sonntag | 10:00 - 17:00 |