Mikroskopikum

Mikroskopikum Erlebe die Mikrowelt in Geologie, Biologie und Bionik: voller unerwarteter Schönheit, spannender Ge Mikroskopie, Geologie und Biologie als Forschungserlebnis.

Themen:
Edelsteine, Fossilien, Gesteine. Leben im Waldboden, im Wassertropfen, im Moospolster. Angebote:
- Praxiskurse für Schulklassen, Seminar- und Gästegruppen (Mikro-Edelstein-Suche, Tiere im Waldboden, Jagd auf Bärtierchen & Co., Leben im Wassertropfen, Fossilien unter dem Mikroskop)
- "Steine-Wanderung" - Sammel-Fußexkursion zur Geologie und Erdgeschichte um Seifhennersdorf
- Geologie und E

rdgeschichte zum Anfassen. Unterhaltsame Einführungen an Original-Sammlungsmaterial (gut in Ergänzung zum Museumsbesuch geeignet).
- Kindergeburtstage (3-stündig., z.B. Edelsteine, Fossilien, Teich und Tümpel).

28/08/2015

Feuersteine, Blauquarze, Bergkristalle
Wandertag der neuen 5. Klasse in Seifhennersdorf

Es war, nicht nur vom Wetter her, ein schöner Tag: 23 neue Fünftklässler der Mittel-/Oberschule Seifhennersdorf, waren am Donnerstag, 27. August in Begleitung ihrer Lehrer auf Forschungswanderung rund um den Jockelberg und das Querxenland. Ob Feuersteine, die die Gletscher der Elster-Kaltzeit vor 320.000 Jahren aus dem Ostseeraum mitgebracht haben, ob die bläulichen Quarze im Rumburger Granit, ob kleine, goldene Pyrit-Würfel im Grünstein-Wegeschotter oder kleine Bergkristalle im Milchquarz-Gang - es gab viel zu finden, mitzunehmen und auf der eigens zuvor gezeichneten „Expeditionskarte“ einzutragen. Die Rucksäcke wurden schwer und schwerer, wo der Proviant weniger wurde, wurden die Steine mehr. Für Andreas Braun, der den Wandertag als Geologe begleitete, war es gar nicht so einfach, zwischen all den „Fund-Händen“, die ihm fragend hingestreckt wurden, noch Erklärungen zu liefern. Aber was an diesem Tag nicht erklärt werden konnte, das wird die „Forscher-AG“ im Rahmen des GTA-Angebots noch liefern können und auch der kommende Geographie-Unterricht. Wie schön, wenn zu dem „Sich-Kennenlernen“ auf einer gemeinsamen Wanderung noch die Begeisterung darüber kommt, was das Gebiet um Seifhennersdorf so alles an unerwarteten Fundpunkten zu bieten hat. Ein Tipp von mir an die jungen „Expeditionsteilnehmer“: Die Steine nicht einfach nur zu Hause dreckig irgendwo hin legen, sondern waschen, sich Sammlungsschächtelchen dazu basteln, Etiketten rein legen und, wo noch Fragen zu den Stücken sind, einfach direkt nochmal nachfragen. Danke, 5. Klasse, danke Lehrer-Team, danke dem Vater, der die sportliche Tour mitgewandert ist: Ihr wart eine gute Truppe!

Sandkörner, Urelbe, Bautzen; vorläufig letztes BildDer Bildtext zu diesem Foto könnte heißen: „Küssen sich zwei Sandkörn...
17/08/2015

Sandkörner, Urelbe, Bautzen; vorläufig letztes Bild
Der Bildtext zu diesem Foto könnte heißen: „Küssen sich zwei Sandkörner ... und schon sind die Kleinen da“. So - oder so ähnlich, je nach Phantasie. Wie auch immer: Wie Höhenlinien laufen die Streifen der Interferenzfarben um die Körner herum. Dort, wo die Kristallköner gleich dick sind, haben sie auch die gleiche Interferenzfarbe. Polarisationsmikroskopische Aufnahme, Vergrößerung: 100-fach. Foto © Andreas Braun.

Und weiter geht's mit den Blicken in Sandkörner hinein. Dieses Bild könnte heißen: "Der Himmel beobachtet uns ...".Es is...
15/08/2015

Und weiter geht's mit den Blicken in Sandkörner hinein. Dieses Bild könnte heißen: "Der Himmel beobachtet uns ...".
Es ist aber kein Auge aus dem Kristall-Himmel, sondern ein winziger Einschluss im Quarzkorn unter sehr starker, fast 1000-facher, Vergrößerung. Der Einschluss ist mit Flüssigkeit gefüllt, und in dieser Flüssigkeit schwimmt ein noch kleineres Gasbläschen. Beides, die Flüssigkeit und das Gas geben, seit Hunderten von Millionen Jahren im Quarz eingeschlossen, Hinweise auf die Zusammensetzung und die Temperatur der heißen Wässer tief in der Erdkruste, aus denen dieser Quarz gewachsen ist.
Sandkorn, Urelbe, bei Bautzen; Polarisationsmikroskopische Aufnahme. Foto © Andreas Braun.

Blick in ein Sandkorn, Urelbe, bei Bautzen; Bild 2:Das Geheimnis des „Milchquarzes“, der hier viele Kilometer lange Gäng...
14/08/2015

Blick in ein Sandkorn, Urelbe, bei Bautzen; Bild 2:
Das Geheimnis des „Milchquarzes“, der hier viele Kilometer lange Gänge bildet, aber auch in Sandkorngröße gefunden werden kann. Unter dem Mikroskop sind, neben den schönen Interferenzfarben, die vielen, winzigen Bläschen und Einschlüsse zu erkennen, die diesem Quarz seine „Milchigkeit“ geben. Polarisationsmikroskopische Aufnahme. Vergrößerung: 400-fach. Foto © Andreas Braun.

Sandkorn, Urelbe; Bild 1:Ein winziges Quarz-Sandkorn aus Ablagerungen der Urelbe leuchtet unter dem Polarisationsmikrosk...
13/08/2015

Sandkorn, Urelbe; Bild 1:
Ein winziges Quarz-Sandkorn aus Ablagerungen der Urelbe leuchtet unter dem Polarisationsmikroskop in psychadelischen Farbmustern: Die Farben entstehen dadurch, dass sich die Lichtwellen des polarisierten Lichts im Kristallkorn überlagern und dadurch abschwächen oder verstärken (= Interferenzfarben). Dieses kleine Sandkorn besteht aus mehreren „Unterkristallen“, ist also ein „polykristallines“ Korn.
Abgesehen von der künstlerischen Mikrofotografie kann man durch derartige Untersuchungen auch Aussagen darüber machen, woher ein Quarz-Sandkorn vermutlich stammt. Foto © Andreas Braun.

13/08/2015

Mikrofotografie, künstlerisch betrachtet

Beim Mikroskopieren mit den Kinder- und Erwachsenen-Gruppen im Mikroskopikum geht es immer um die künstlerische Ästhetik, die viele Mikroskop-Präparate zeigen, wenn man sie speziell beleuchtet. Mini-Edelsteine können wundervolle Eigenfarben zeigen, ein normales Sandkorn leuchtet in allen möglichen Interferenzfarben, ein Schmetterlingsflügel zeigt sein farbschillerndes Schuppenmuster im Großformat, Bakterien an Bodenkörnchen leuchten unter dem Fluoreszenzmikroskop vor schwarzem Hintergrund auf. Solche Bilder sind schön, und die Schönheit beeindruckt oft erst einmal mehr, als das, was man daraus lernen kann. Je nachdem, was bei den Gruppen jeweils Thema war, sammeln sich Fotos aus unseren mikrofotografischen Streifzügen durch den Mikrokosmos an. Ein paar davon will ich hier in loser Folge zeigen - mit ein paar Erklärungen, damit nicht nur „die Schönheit wirkt“. Viel Spaß beim Betrachten und Lesen :-)
Erstes Foto folgt gleich...

12/08/2015

Ein schöner Termin heute morgen: Der Verein Initiative Kinder von Tschernobyl Seifhennersdorf e.V., der den Kindern einen Erholungsaufenthalt in Deutschland ermöglicht, war mit 11 Kindern zu Gast im Mikroskopikum. Eine kleine Gruppe, die sich gut betreuen ließ. Ob Rädertierchen an Wasserlinsen-Wurzeln im Teichaquarium, Mini-Edelsteine mit böhmischem Granat im Elbesand oder Milben und Springschwänze im Waldboden-Terrarium: zu finden gab es genug. Und besonderen Spaß machte bei dem heißen Wetter das „Bärtierchen-Karussell“ (die Handzentrifuge) - denn wenn man schnell genug dreht, hat man außer dem Konzentrat im Reagenzglas auch noch den kühlenden Wind wie von einem Gebläse. Das ist wie mit dem Kaffee aus dem Becherglas im Labor - manche Dinge müssen einfach ab und zu zweckentfremdet werden, auch wissenschaftliche.

Adresse

Rumburger Straße 46a (Bulnheimscher Hof)
Seifhennersdorf
02782

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