26/11/2017
Zum Abschied gibt es das bunte VerdienstkreuzElia Denninger, Leiter der Aicher-Scholl-Schule, verabschiedet sich in den Ruhestand
Bad Saulgau sz 29 Jahre lang hat Elia Denninger die Entwicklung der Aicher-Scholl-Schule in Bad Saulgau maßgeblich geprägt. In einer bewegenden Feierstunde mit zahlreichen Gästen wurde der Schulleiter am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Dabei stand vor allem eines im Vordergrund: die Würdigung seiner herausragenden Arbeit für das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum in der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Bad Saulgau.
Ob es diesen Standort für die Aicher-Scholl-Schule ohne das unermüdliche Engagement von Elia Denninger zu diesem Zeitpunkt tatsächlich gäbe, ist fraglich. „Selbstverständlich mitten drin“ zu sein war für den Sonderpädagogen zu keinem Zeitpunkt nur ein dahergesagter Slogan. Vielmehr hat er diesen Satz mit Leben gefüllt. So war es ihm ein Herzensanliegen, dass der Schulstandort der Kreisschule von Renhardsweiler nach Bad Saulgau verlegt wird. Unermüdlich hat er dieses Ziel über Jahre verfolgt – mit Erfolg. Auch dabei ging es ihm einzig um die Kinder und Jugendlichen mit ihren jeweiligen Handicaps. Sie sollten dazugehören, ganz selbstverständlich, mitten in der Stadt.
„Du hast deine Visionen und Ziele mit Beharrlichkeit verfolgt“, sagte Konrektorin Julia Kleinheinz. „Ohne dich wären wir in unserer Schulentwicklung nicht dort, wo wir heute stehen.“ Dabei benannte sie unter anderem die herausragenden Ergebnisse der Fremdevaluation.
Lob von der Landrätin
Auch Landrätin Stefanie Bürkle sparte nicht mit Worten des Lobs und der Anerkennung, thematisierte den zukunftsweisenden Schulentwicklungsprozess, die stetig wachsenden Schülerzahlen und „einen der wichtigsten Prozesse“, den Umzug der Schule nach Bad Saulgau. Die Zusammenarbeit mit Elia Denninger sei „angenehm, lösungsorientiert, zielstrebig und kritisch-konstruktiv“ gewesen. „Sie hätten sicher noch viele Ideen gehabt“, wandte sie sich an ihn. „Aber es ist richtig, jetzt loszulassen.“
Worte des Danks gab es auch von Elisabeth Gruber als Vertreterin der Stadtverwaltung, von der Elternbeiratsvorsitzenden Simone Schwarz und von Elternbeirätin Monika Steuer. Dass er nicht nur den Kindern, sondern auch den Kollegen fehlen wird, verdeutlichte etwa ein Jahresplan, der Elia Denninger motivieren soll, den Kontakt zur Schulgemeinschaft keinesfalls abzubrechen. Oder eine gelungene Präsentation, die unter anderem deutlich machte, dass es auch für ihn selbstverständlich war, „mitten drin“ zu sein.
„Danke für unsere schöne bunte Schule“, sagten die Schulsprecher Christina und Leon und überreichten Elia Danninger das „bunte Verdienstkreuz“. Der gemeinsame Sonnentanz zum Abschluss bildete das i-Tüpfelchen der Feierstunde und ließ einen tief bewegten ehemaligen Schulleiter zurück. Danach öffneten sich die Türen für den Adventsbasar, der seit vielen Jahren Anziehungspunkt für unzählige Besucher ist – und der von Elia Denninger ins Leben gerufen worden war