18/07/2026
Aufs Feinste auf die verschiedenen Instrumente angepasst ist das Programm heute beim 1. Orgelspaziergang an der Loreley mit Markus Ziegler:
15:30 Uhr: Die Evangelische Nikodemuskirche prägt seit dem 19. Jahrhundert das Stadtbild von Sankt Goarshausen. Ihr neugotischer Vorgängerbau entstand, nachdem die mittelalterliche Stadtkirche im Jahr 1857 dem Bau der Nassauischen Rheinbahn weichen musste. Der von Eduard Zais entworfene Neubau wurde 1863 eingeweiht und zählt zu den markanten Sakralbauten des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Besonders bemerkenswert ist die1863 von Christian Friedrich Voigt erbaute Orgel, die 2006 vom auf historische Instrumente spezialisierten Orgelbauer Rainer Müller, Merxheim, restauiert und rekonstruiert wurde.
Friedrich Silcher (1789-1860): Zwei Choralbearbeitungen:
„Wie groß ist des Allmächtigen Güte“ und „Ein feste Burg ist unser Gott“
Robert Schumann (1810-1856): Skizze Nr. 1 c-Moll
Clara Schumann (1819-1896): Präludium und Fuge B-Dur
F***y Hensel (1805-1847): Präludium F-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Sonate Nr. 5 D-Dur
Andante - Andante con moto - Allegro maestoso
16:15 Uhr: Die heutige Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde in den Jahren 1923 bis 1925 nach Plänen der Brüder Hans und Christoph Rummel errichtet. Ihr Vorgängerbau befand sich unmittelbar am Rheinufer, musste jedoch dem Bau der rechtsrheinischen Eisenbahnstrecke weichen. Mit ihrem barockisierenden Baustil, den eindrucksvollen Glasfenstern von Otto Linnemann und einer Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Umkreis Lucas Cranachs des Älteren verbindet die Kirche auf besondere Weise Geschichte, Kunst und Glauben. Die Orgel wurde 1963 durch den Orgelbauer Franz Wagenbach (Limburg) erbaut.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Laudate Dominum
Samuel Scheidt (1587-1654): Magnificat Noni Toni
Sechs Verse
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Sonate F-Dur
Allegro - Largo - Allegretto
César Franck (1822-1890): Panis angelicus
Vincenzo Antonio Petrali (1830-1889): Marsch D-Dur
17:00 Uhr: gemeinsame Fährüberfahrt von Sankt Goarshausen nach Sankt Goar
17:30 Uhr: Die neugotische Pfarrkirche St. Goar und St. Elisabeth entstand zwischen 1889 und 1891 nach Plänen der Kölner Architekten Heinrich Wiethase und Eduard Endler. Der Neubau wurde maßgeblich durch eine Zuwendung aus dem persönlichen Dispositionsfonds Kaiser Wilhelms I. ermöglicht – ein eindrucksvolles Zeugnis der besonderen Wertschätzung, die dem traditionsreichen Wallfahrtsort Sankt Goar im Deutschen Kaiserreich entgegengebracht wurde. Nach einem Vorgängerinstrument von Christian Gerhardt (Boppard) aus dem Jahr 1891, wurde dieses 1959 abgebaut und 1971/1875 durch eine Orgel der Gebrüder Späth (heute: Freiburger Orgelbau) ersetzt.
Johann Caspar Ferdinand Fischer (1670-1746): Ricercar „Ave Maria klare”
Joseph Haydn (1732-1809): Siciliano C-Dur
18:30 Uhr: Die Evangelische Stiftskirche St. Goar zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kirchen am Mittelrhein. Ihre Ursprünge reichen bis in das 8. Jahrhundert zurück, als über dem Grab des heiligen Goar eine Stiftskirche errichtet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Bau zu einer eindrucksvollen gotischen Kirche mit reicher Ausstattung. Seit der Einführung der Reformation im Jahr 1528 dient sie als evangelische Pfarrkirche. Zu ihren besonderen Schätzen gehören die historischen Wandmalereien, die Grabmäler der Landgrafen von Hessen sowie die berühmte Stumm-Orgel von 1820/1842.
Johann Kuhnau (1684-1748): Präludium und Aria G-Dur
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Concerto d-Moll nach Antonio Vivaldi
Johann Sebastian Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme
Vorspiel - Intonation - Strophe 1 - Zwischenspiel - Strophe 2 - Nachspiel
Charles-Marie Widor (1844-1937): Toccata (aus der 5. Orgelsinfonie)
Und anschließend ein gemeinsamer Ausklang in der Krypta der Stiftskirche bei einem Glas Wein.