Napoleon Forum

Napoleon Forum Die amerikanische Unabhängigkeit, die Französische Revolution und die unmittelbar daran anschließ Wahrscheinlich stimmt von allem etwas.

Nur selten schaffen es Menschen noch zu Lebzeiten eine Legende zu werden. Napoleon Bonaparte gelang dies und er war weit über Frankreichs Grenzen bekannt, geliebt, gefürchtet und gehasst. Die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen wäre ohne seine Ägypten-Expedition nicht möglich gewesen, er brachte der Revolution ihr Ende und ordnete die Verhältnisse in Frankreich neu und unter dem Vorbild "sei

nes" Code Civil leben heute 300 Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Er ist aber auch der Mensch, der fast sein ganzes Leben Krieg führte und mit seiner maßlosen Politik Frieden in Europa unmöglich machte. In der Geschichtsbewältigung ist das Thema Napoleon Bonaparte zu Recht nicht unumstritten. Von manchen wird er als revolutionärer Weltverbesserer gesehen, von vielen als Feldherr und Kriegstreiber der Europas Erde mit Blut tränkte und Millionen Menschen unterdrückte. Allein sein Russlandfeldzug von 1812 gehört zu den größten militärischen Katastrophen der Geschichte. Unzählige Bücher wurden bereits über ihn geschrieben und die Napoleon-Forschung hat noch lange nicht ihr Ende gefunden. Das Napoleon Portal wird viele Fragen nicht beantworten können, aber gemeinsam werden wir das Thema diskutieren und für Interessierte zugänglich gestalten.

13/01/2022
18/11/2021
Arc de triomphe de l'ÉtoileThe Arc de Triomphe honours those who fought and died for France in the French Revolutionary ...
26/09/2021

Arc de triomphe de l'Étoile

The Arc de Triomphe honours those who fought and died for France in the French Revolutionary and Napoleonic Wars, with the names of all French victories and generals inscribed on its inner and outer surfaces.

It was commissioned in 1806, after the victory at Austerlitz by Emperor Napoleon at the peak of his fortunes.

In September 2021, the arc was wrapped in silvery blue fabric and red rope as a posthumous project planned by the artist Christo and Jeanne-Claude since the early 1960s finally becomes reality. (Wiki)

Église Saint-Roch de ParisAt the time of the French Revolution, the church of Saint-Roch was often at the centre of even...
26/09/2021

Église Saint-Roch de Paris

At the time of the French Revolution, the church of Saint-Roch was often at the centre of events and was the scene of many shootings which have left their mark on the façade. 13 Vendémiaire was one such occasion, this was pivotal in the rise of Napoleon.

13 Vendémiaire, 5 October 1795 in the Gregorian calendar, is the name given to a battle between the French Revolutionary troops and Royalist forces in the streets of Paris.

Young General Napoléon Bonaparte was aware of the commotion, and he arrived at the Convention around this time to find out what was happening. He was quickly ordered to join Barras' forces mustering for the defence of the Republic. Bonaparte accepted, but only on the condition that he was granted complete freedom of movement.

Bonaparte ordered Joachim Murat to ride to the plain of Sablons and to return with the 40 cannons. Murat's squadron retrieved the cannons before the Royalists arrived and Bonaparte organised their arrangement, placing them in commanding areas with effective fields of fire.

Bonaparte commanded throughout the two-hour engagement. The effect of the grapeshot and the volleys from the patriot forces caused the Royalist attack to waver. (Wiki)

Die Cantinières, die Napoleons Armeen in den Krieg begleiteten, haben einen Kultstatus in der Geschichte der Grande Armé...
17/03/2021

Die Cantinières, die Napoleons Armeen in den Krieg begleiteten, haben einen Kultstatus in der Geschichte der Grande Armée. Die Marketenderinnen und Wäscherinnen waren offiziell sanktionierte Mitglieder des Regiments, die eine wichtige Unterstützungsrolle spielten.

In einer Zeit, in der die Versorgungs- und Bezahldienste zufällig waren, waren ihre Kantinenwagen und Zelte eine wichtige Nahrungsquelle und dienten als soziale Knotenpunkte des Regiments.

Obwohl offiziell keine Kombattanten, folgten viele dieser Frauen ihren Regimentern in die Schlacht und servierten Soldaten in der Schusslinie Brandy, um dem feindlichen Feuer zu trotzen.

"Napoleon's Women Camp Followers" von Terry Crowdy ist ein aktuelles Stück Sozialgeschichte sowie ein farbenfroher neuer Leitfaden für Modellbauer und Re-Enactors. Durch sorgfältige Recherchen von beispielloser Tiefe und Genauigkeit zerstreut Terry Crowdy die ungenauen Darstellungen, unter denen Napoleons Anhängerinnen im Camp im Laufe der Jahre gelitten haben, um einen faszinierenden Blick auf diese vergessenen Heldinnen zu werfen.

Das Buch mit Illustrationen von Christa Hook (Illustrator) erscheint im März 2021 bei Osprey Publishing als Band 538 der Men-at-Arms Reihe.

„Die Geschichte einer Schlacht ist nicht anders als die Geschichte eines Balls. Einige Personen erinnern sich vielleicht...
16/03/2021

„Die Geschichte einer Schlacht ist nicht anders als die Geschichte eines Balls. Einige Personen erinnern sich vielleicht an all die kleinen Ereignisse, deren großes Ergebnis der gewonnene oder verlorene Kampf ist, aber keine Person kann sich an die Reihenfolge oder den genauen Zeitpunkt erinnern, zu dem sie aufgetreten sind, was den Unterschied hinsichtlich ihres Wertes oder ihrer Bedeutung ausmacht Bedeutung.", behauptete der Herzog von Wellington.

Tatsächlich schrieb Wellington jedoch eine Geschichte des Halbinselkrieges in Form von vier Memoranden. Diese Berichte zeigen Wellingtons Blick auf den Krieg in Spanien und Portugal.

Das Ergebnis ist die Geschichte des Halbinselkrieges, die von dem bekannten Historiker Stuart Reid mit Berichten und wichtigen Meldungen aus den anderen Jahren der Kampagne zusammengetragen wurde.

Diese Memoranden und Sendungen wurden noch nie zuvor in einer einzigen zusammenhängenden Erzählung veröffentlicht. Daher bietet Wellingtons Geschichte des Halbinselkrieges 1808-1814 eine einzigartig zugängliche Perspektive auf den Konflikt in den eigenen Worten des größten britischen Generals.

"Wellington's History of the Peninsular War: Battling Napoleon in Iberia 1808–1814" von Stuart Reid erschien 2019 bei Frontline Books.

07/03/2021

Am 7. März 1814 fand auf dem Chemin des Dames in der Picardie in Frankreich die Schlacht bei Craonne statt. Napoléon Bonaparte griff die Infanterie des russischen Korps Wintzingerode unter Fürst Woronzow an. Napoléon ließ seine Truppen unter hohen Verlusten gegen die gut gesicherten Stellungen der Russen anstürmen. Die beteiligten russischen Truppen gehörten zur „Schlesischen Armee“ der 6. Koalition, die unter dem Befehl von Feldmarschall Blücher stand. Der Plan Blüchers und seines Generalstab unter Gneisenau, mit der Kavallerie die französische Armee zu umgehen, misslang. Die „Schlesische Armee“ zog sich nach Laon zurück.

Nach den Schlachten bei Laon am 9. und 10. März und bei Arcis sur Aube am 20. und 21. März wollte Napoleon durch einen kühnen Zug auf den Rhein den Krieg wieder nach Deutschland tragen und war bis Vitry marschiert, als er hörte, dass die Verbündeten im Marsch auf Paris seien. In Gewaltmärschen eilte er zurück, erfuhr aber wenige Stunden von Paris entfernt, dass die Stadt am 30. März kapituliert hatte.

Napoleon begab sich daraufhin nach Fontainebleau, wo er auf die Nachricht, dass der Senat ihn am 1. April abgesetzt habe und die Behörden sowie die meisten Generale von ihm abgefallen seien, erst zu Gunsten seines Sohns und, als dies von den Verbündeten zurückgewiesen wurde, am 11. April für sich und seine Erben abdankte.

Trafalgar Way ist die  Bezeichnung der Route zwischen Falmouth und Whitehall, Sitz der Admiralität, im Zentrum Londons, ...
04/03/2021

Trafalgar Way ist die Bezeichnung der Route zwischen Falmouth und Whitehall, Sitz der Admiralität, im Zentrum Londons, die Leutnant John Richards Lapenotière genommen hatte, um Collingwoods Nachrichten über den Sieg bei Trafalgar und Nelsons Tod zu überbringen.

Am 26. Oktober signalisierte Collingwood, der von der beschädigten Royal Sovereign auf die Euryalus wechseln musste, dem Schoner Pickle näher zu kommen und übergab die ersten beiden Berichte über die Schlacht von Trafalgar an Lapenotière.

Vor dem Kap St. Vincent traf am 28. Oktober der Schoner Pickle auf die Sloop Nautilus, die auf dem Weg nach Lissabon war, unter dem Kommando von John Sykes. Obwohl Sykes der höherrangige Offizier war, bat ihn Lapenotière entgegen dem Protokoll überzusetzen. Die Details des zweistündigen Treffens sind nicht dokumentiert, doch es liegt nah, dass Sykes die Bedeutung des Auftrags erkannt hatte.

Durch die Vernichtung der spanisch-französischen Flotte war der Auftrag der Nautilus hinfällig geworden. Sykes entschied sich ebenfalls den Kurs in Richtung England zu setzen. Am 29. Oktober war auch Lapenotière klar, dass Sykes seinen Befehl nach Lissabon zu segeln nicht mehr nachkam und der Pickle folgte.

Lapenotière erreichte am Morgen des 4. November, nach neun Tagen auf See, gegen 11 Uhr britischen Boden. Die Linie der Semaphoren zwischen Portsmouth und Plymouth war 1805 noch nicht fertiggestellt, daher musste er den Landweg wählen. Wenige Stunden später bestieg er eine Postkutsche, während die Pickle weiter in Richtung Plymouth segelte.

Während der gut 38 Stunden dauernden Fahrt wechselte er 21 Mal die Pferde. Er erreichte am frühen Morgen des 6. Novembers 1805 die Admiralität. Der erste Seelord, Lord Barham, war gerade dabei sich zur Ruhe zu begeben

Keine 24 Stunden nachdem Pickle vor Falmouth vor Anker gegangen war, erreichte die Nautilus Plymouth. Die Nautilus war nicht nur das schnellere Schiff gewesen, Sykes hatte auf seiner Route auch besseres Wetter gehabt. Sykes traf in Plymouth auf den Vizeadmiral Young und berichtete ihm vom Ausgang der Schlacht von Trafalgar. Young hatte natürlich zu diesem Zeitpunkt keine Informationen über den Verbleib von Lapenotière oder der Pickle. So setzte er Berichte auf und steckte Sykes ebenfalls in eine Kutsche um die Admiralität zu informieren.

Sykes traf fast im gleichen Moment wie Lapenotière bei der Admiralität ein. Lapenotière übergab seine Nachrichten, während Sykes im Foyer wartete.

Es gibt verschiedene Überlegungen weshalb Lapenotière in Falmouth an Land ging und nicht durch den Kanal segelte. Möglicherweise wollte er keine Zeit aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen im Kanal verlieren? Vielleicht war es auch unbürokratischer in einem kleinen Hafen anzulegen? Lapenotière kannte den dortigen Hafenmeister Captain John Bowen und konnte auf seine Unterstützung setzen.

Überhaupt ist Collingwoods Wahl des Überbringers der wichtigen Nachrichten bedenkenswert. In der Regel war es eine besonders Auszeichnung für hochrangige Offiziere die Berichte von erfolgreichen Schlachten nach London zu bringen. Auszeichnungen, Geld und Karrierechancen warteten auf die Offiziere. Tatsächlich erhielt Lapenotière eine stattliche Prämie und wurde zum Commander befördert.

Aber warum wurde Lapenotière ausgewählt? Collingwood stand nach der Schlacht vor einer großen Verantwortung. Der aufziehende Sturm bedrohte die angeschlagene Flotte und brauchte jeden erfahrenen Offiziere auf den Schiffen.

Eine interessante Rolle in diesem Zusammenhang spielte Robert Benjamin Young (1773 - 1846). Young, der wie Nelson in die Schlachten von Kap St. Vincent und am Nil involviert war, beobachtete die Schlacht vom Deck des Kutter HMS Entreprenante (10) aus.

Obwohl es keine schriftlichen Befehle gab, hielt Young für den Rest seines Lebens daran fest, dass Nelson ihn ausdrücklich in der Nähe der Victory haben wollte, um sofort die Berichte an die Admiralität in der Heimat zu überbringen.

Der enttäuschte Robert Young segelte zwei Tage nach Lapenotière mit Kopien der Berichte nach Faro ab, um den britischen Generalkonsul in Portugal zu informieren.

Auch wenn HMS Pickle nur eine kleine Rolle in der Weltgeschichte spielte, wird heute immer noch regelmäßig die „Pickle Night“ zelebriert. Der Jahrestag der Ankunft von Collingwoods Berichten beendet die Feierlichkeiten, die am 21. Oktober mit dem „Trafalgar Day“ beginnen.

Mehr Informationen auf www.line-of-battle.de oder www.napoleon-forum.de!

Rotröcke! Für die Amerikaner erinnert das Wort an eine Besatzungsarmee, die versuchte eine Revolution gegen König und La...
04/03/2021

Rotröcke! Für die Amerikaner erinnert das Wort an eine Besatzungsarmee, die versuchte eine Revolution gegen König und Land niederzuschlagen. Seit Jahrhunderten sind diese Soldaten trotz ihrer großen Rolle bei einem der größten Ereignisse der Weltgeschichte verborgen geblieben. Diese Männer hatten mehr zu bieten als ihre roten Uniformen, aber die Personen, die die Reihen bildeten, werden in der historischen Literatur selten detailliert beschrieben, so dass unbeantwortete Fragen offen bleiben. Wer waren sie? Warum haben sie sich der Armee angeschlossen? Wohin gingen sie, als der Krieg vorbei war?

In seinem Buch erweckt Don N. Hagist diese Menschen zum Leben und beschreibt die Ausbildung, Erfahrungen und Ergebnisse der britischer Soldaten die während der Revolution gekämpft haben.

"Noble Volunteers: The British Soldiers Who Fought the American Revolution" erschien am 3. Dezember 2020 bei Westholme Publishing. Don N. Hagist ist Chefredakteur des "Journal of the American Revolution". Als Experte für die britische Armee in der amerikanischen Revolution ist er Autor zahlreicher Bücher und Artikel

Bereits im Dezember 2019 erschien "All at Sea: Naval Support for the British Army During the American Revolutionary War ...
04/03/2021

Bereits im Dezember 2019 erschien "All at Sea: Naval Support for the British Army During the American Revolutionary War (From Reason to Revolution)" von John Dillon bei Helion and Company.

Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg war ein Konflikt, den Großbritannien nicht wollte und auf den es nicht vorbereitet war. Die britische Armee in Amerika war Ende 1774 nur 3.000 Mann stark, und bis zum Beginn des Konflikts im Frühjahr 1775 kamen weitere 6.000 hinzu.

Die Royal Navy, auf welche die Briten zur Verteidigung ihrer Küsten, den Handel und Schutz weit entfernter Kolonien angewiesen war, kämpfte noch mit den Belasungen aus dem Siebenjährigen Krieg.

Im Jahr 1775 bestand das Problem der Minister, des Kriegsministeriums und der Admiralität darin, eine Armee (die auf über 90.000 Mann angewachsen war) zu verstärken, zu unterhalten und zu versorgen. Gleichzeitig sollte die amerikanische Küste blockiert werden. Das Problem wurde größer, als Frankreich 1778 in den Krieg eintrat. Mit einer 3.000-Meilen-Versorgungsleitung, die sechs bis acht Wochen für eine Passage benötigte, war der Umfang des Vorhabens enorm.

Zu oft liegt der Schwerpunkt in der Militärgeschichte auf dem Zusammenprall von Waffen, wobei die entscheidende Rolle dieses vernachlässigten Stiefkindes - die Logistik - kaum anerkannt wird. In All At Sea konzentriert sich John Dillon auf die Rolle der Marine bei der Unterstützung, Versorgung und dem Transport der britischen Armee während des Krieges in Amerika. Ohne die Marine hätte der Krieg jedoch überhaupt nicht geführt werden können.

Die Mittelmeerinsel Korsika (franz. la Corse) gehörte erst seit 1768 zu Frankreich. Sie erstreckt sich nördlich von Sard...
04/03/2021

Die Mittelmeerinsel Korsika (franz. la Corse) gehörte erst seit 1768 zu Frankreich. Sie erstreckt sich nördlich von Sardinien und wird von der Nachbarinsel nur durch die 11 Kilometer breite Straße von Bonifacio getrennt. Korsika ist von Livorno, dem nächsten italienischen Hafen, nur 84 Kilometer entfernt. Antibes, der nächste französische Hafen, ist bereits 172 Kilometer entfernt. Ganz Korsika besteht aus einer einzigen Bergmasse, der nur an der Ostseite eine schmale Ebene besitzt. Die Insel ist in vielerlei Hinsicht, aufgrund seiner geographischen Lage, seinem Klima und seinen Produkten, der Sprache und Geschichte seiner Bewohner nach, für lange Zeit Italien näher als Frankreich gewesen.

Die stolzen Korsen wollten jedoch weder von Italien noch von Frankreich aus regiert werden. 1755 wurde Pascal Páoli von den Aufständischen zum Generalkapitän der Insel ernannt. Der korsische Freiheitskampf war so erfolgreich, dass die Genuesen froh waren, dass sie 1768 Korsika an die Franzosen verkaufen konnten. Páoli führte den Kampf auch gegen die Franzosen weiter.

In diese Zeit der großen Umwälzungen wurde Napoleone Buonaparte am 15. August 1769 im korsischen Ajaccio, als Vierter der zwölf geborenen und Zweiter der acht überlebenden Kinder, geboren.

Korsika war zu dieser Zeit bereits seit 15 Monaten unter französischer Herrschaft. Seine Familie hatte an der Seite von Pasquale Páoli vergeblich versucht die Annexion zu bekämpfen und sich am Ende doch zu Frankreich bekannt. Dieser Sinneswandel und das Verhältnis zu Paoli sollte später noch Auswirkungen auf die Familie Buonaparte haben. Graf von Vaux besiegte mit 22.000 Franzosen Páoli bei Ponte Nuovo. Die von Páoli angeführte Revolution wurde niedergeschlagen und er musste nach London ins Exil gehen.

100 Tage!Elba im Februar 1815. Napoleons war seit dem 4. Mai des Vorjahres in seinem Exil. Den Verlauf der Dinge in Fran...
23/02/2021

100 Tage!

Elba im Februar 1815. Napoleons war seit dem 4. Mai des Vorjahres in seinem Exil. Den Verlauf der Dinge in Frankreich und auf dem Wiener Kongress beobachtete er, von seinen zahlreichen Agenten gut unterrichtet, mit großem Interesse. Die Koalition seiner Feinde schien zu bröckeln.

Napoleons Garde wurde ab dem 25. Februar auf mehreren gemieteten Fahrzeugen eingeschifft. Der Exilant selber bestieg einen Tag später seine Brigg L'Innocent und landete, von den Engländern unbemerkt, am Nachmittag des 1. März zwischen Antibes und Cannes im Golf von Jouan. Sein Ziel war Paris.

Vor Elf Monaten hatte er Frankreich verlassen und wurde bei der Abreise von der Bevölkerung mit Schmährufen und Steinwürfen verabschiedet. Jetzt kehrte er zurück und hoffte, dass die Stimmung zu seinem Gunsten umgeschlagen war.

Am 5. März erreichte ein Bote die Tuilerien und überbrachte Ludwig XVIII. die Depesche mit der Nachricht von Napoleons Landung in Frankreich. Noch sah er es als Bagatelle an und war sich sicher, dass die Polizei mit dem Problem fertig werden würde. Einige Stimmen waren sogar hoch erfreut, konnte man doch den Fall Bonaparte endgültig, und ohne Rücksicht auf europäische Vereinbarungen, zu einem Ende bringen.

Ney, der über 4.000 Mann verfügte, hatte Ludwig versprochen Napoleon in einem eisernen Käfig vorzuführen. Napoleon akzeptierte, dass einige seiner alten Weggefährten sich in erster Linie Frankreich verpflichtet sahen und unter den Bourbonen dienten. Ney, sich ebenfalls seinem Gelöbnis an die Bourbonen verpflichtet, erhielt eine persönliche Einladung Napoleons. Ney überlegte lange Zeit, doch am Ende reiste er nach Auxerre um sich Napoleon anzuschließen.

Der Abfall von Ney erschütterte Paris. Anstatt sich dem Kaiser entgegenzustellen, verließ Ludwig in der Nacht auf den 19. März die Hauptstadt Paris um erst nach Lille und dann nach Gent zu flüchten. Um den Bourbonen Zeit zur Flucht zu lassen, verzögerte Napoleon seine Ankunft in Paris, die erst am 20. März erfolgte. Innerhalb von 20 Tagen hatte er eine Strecke zurückgelegt, für die man sonst die doppelte Zeit brauchte. Er hatte seine eigene Prophezeiung wahr gemacht und war wie ein Adler von Dorf zu Dorf in die Hauptstadt zurückgekehrt.

Napoleon versicherte den Staaten Europas, dass er den Frieden von Paris anerkennen, die Grenzen von 1792 nicht überschreiten und zukünftig mit den Nachbarn in Frieden leben wolle. Die Alliierten waren nicht bereit, eine neue Herrschaft Napoleons anzuerkennen. Am 13. März erklärten ihn die Mächte auf dem Wiener Kongress als geächtet. Am 25. März 1815 schlossen das Vereinigte Königreich, Österreich, Russland und Preußen erneut einen Koalitionsvertrag…

Mehr Informationen auf www.napoleon-forum.de!

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