👉 Unser neues Buch ist erschienen!📖
„…die politische Seite des Geistigen“ – Beiträge zu Thomas und Heinrich Mann
Die Geschichte der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts ließe sich zu weiten Teilen als eine Geschichte der Familie Mann erzählen. Doch innerhalb dieses sich verzweigenden Familiengefüges nimmt das Verhältnis zwischen Heinrich und Thomas Mann eine Sonderstellung ein, die über das nur Biografische hinausweist: Als Doppelgestirn der Moderne haben sie das Bild des deutschen Intellektuellen im In- und Ausland geprägt wie kaum ein anderes Geschwisterpaar. Vor diesem Hintergrund nehmen die Beiträge dieses Bandes einzelne Fragestellungen zu Leben und Werk sowie zu Werk- und Personenbeziehungen in den Blick.
Literaturarchiv Saar Lor Lux Elsass
Das Literaturarchiv in der Großregion Saar-Lor-Lux-Elsass.
Das Saarbrücker Literaturarchiv sammelt Manuskripte, Briefe, Fotografien, Gegenstände und Tonträger aus dem literarischen Leben der Großregion Saar-Lor-Lux-Elsass. Mit Ausstellungen, Veröffentlichungen, Lesungen und Vorträgen werden Geschichte und Gegenwart der Literatur in der Großregion lebendig. Als wissenschaftliche Einrichtung leistet das Archiv einen Beitrag zur Erforschung der Literatur im deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzgebiet.
19/05/2026
Eine neue Podcast-Folge zu unserer Ringvorlesung ist online!
Mag. Vanessa-Nadine Sternath (Universität des Saarlandes, Ältere Deutsche Philologie/Mediävistik) spricht über die Mehrdeutigkeit von „vriuntschaft“ in Konrads von Würzburg „Trojanerkrieg“.
Zunächst lediglich eine Bezeichnung für Verwandte, unterliegt der mittelhochdeutsche Begriff „vriunt“ im Lauf des Mittelalters Bedeutungserweiterungen: Um und nach 1200 werden nicht nur Verwandte als „vriunde“ bezeichnet, sondern auch der gute Freund, der Geliebte bzw. Gatte sowie der Kriegsverwandte bzw. Vasall; zudem schält sich eine weibliche Form, „vriundinne“, für die Geliebte heraus. Der Vortrag geht der Frage nach, welche dieser Bedeutungen in Konrads von Würzburg „Trojanerkrieg“ zu finden und wie sie hinsichtlich der Kategorisierungen sex, Gender und Sexualität ausgestaltet sind.
Der Vortrag erscheint im Rahmen unserer literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung „Eines Freundes Freund zu sein“ – Über Freundschaft und Literatur.
Den Link zum Podcast findet ihr in unserem Infotext.
12/05/2026
Wer gestern nicht bei unserer Ringvorlesung vorbeischauen konnte, kann heute den Vortrag in unserem Podcast hören!
Privatdozent Dr. Hermann Gätje spricht über Liebe und Freundschaft in Coming-of-Age-Romanen von Wolfgang Herrndorf, Mona Kasten und Caroline Wahl.
Im Zentrum des Vortrages stehen die Romane „Tschick“ (2010) von Wolfgang Herrndorf, „Save me“ (2018) von Mona Kasten und „22 Bahnen“ (2023) von Caroline Wahl. In ihnen werden auf unterschiedliche Weisen Konzeptionen von Liebe und Freundschaft junger Menschen thematisiert. Vor dem Hintergrund der großen Resonanz auf diese Texte, die zudem alle erfolgreich verfilmt wurden, soll diskutiert werden, inwieweit sie kollektiv verbreitete Vorstellungen und Wünsche spiegeln und mit welchen literarischen Mitteln sie diese mit einer solchen Wirkung zum Ausdruck bringen. Die Romane bilden verschiedene Konstellationen von Freundschaft ab und versuchen zugleich, nuanciert die Abgrenzung zur Liebe zu verhandeln.
Der Vortrag erscheint im Rahmen unserer literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung „Eines Freundes Freund zu sein“ – Über Freundschaft und Literatur.
Den Link zum Podcast findet ihr in unserem Infotext.
06/05/2026
Den Ringvorlesungsvortrag aus dieser Woche gibt es jetzt auch als Podcast-Folge!
Professorin Dr. Janett Reinstädler spricht über Don Quijotes Freundschaftsvisionen und den Beginn des modernen Romans in Spanien. Sie lehrt Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Hispanistik an der Universität des Saarlandes.
„Der Freund in der Not ist ein wahrer Freund“. Dieses spanische Sprichwort gilt in besonderem Maße für das literarische Figurenpaar Don Quijote und Sancho Panza. Von Gestalt, Lebenshaltung, Bildung maximal verschieden, nähern sich beide im Laufe zahlreicher überstandener Abenteuer auf eine berührende Weise einander an und werden schließlich beste Freunde. Der Vortrag zeigt an literarischen und filmischen Beispielen, wie Miguel de Cervantes diese „Quijotisierung“ des Sancho und die „Sanchifikation“ des Quijote in mittelalterliche Vorstellungen von Freundschaft bettet und sie zugleich für die Entwicklung eines hochmodernen Erzählens nutzt.
Der Vortrag erscheint im Rahmen unserer literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung „Eines Freundes Freund zu sein“ – Über Freundschaft und Literatur.
Den Link zum Podcast findet ihr in unserem Infotext.
05/05/2026
Schonmal Dr. Mabuse, den Bösewicht, in Aktion gesehen? 👀
Wir freuen uns besonders, dass vier Filme von Fritz Lang zu „Dr. Mabuse“ im Filmhaus Saarbrücken ergänzend zu unserer Ausstellung gezeigt werden.
Diese Woche startet der erste Film!
Donnerstag, 7. Mai 2026, 20 Uhr
Dr. Mabuse, der Spieler I: Der große Spieler. Ein Bild der Zeit (1922)
Donnerstag, 21. Mai 2026, 20 Uhr
Dr. Mabuse, der Spieler II: Inferno. Ein Spiel von Menschen unserer Zeit (1922)
Donnerstag, 4. Juni 2026, 20 Uhr
Das Testament des Dr. Mabuse (1932)
Donnerstag, 18. Juni 2026, 20 Uhr
Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960)
Die Original-Filmplakate sind übrigens in unserer Ausstellung zu bewundern.
28/04/2026
Den gestrigen Vortrag zur literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung „Eines Freundes Freund zu sein“ – Über Freundschaft und Literatur könnt ihr heute schon als Podcast-Folge hören!
Dr. Claudia Schmitt lehrt Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes und spricht über ungewöhnliche Brieffreundschaften im Film.
Anhand ausgewählter Beispiele wie „Zwischen den Zeilen“ (1987), „About Schmidt“ (2002), „Mary & Max“ (2009) und „Lunchbox“ (2013) wird gezeigt, welche erzählerischen und ästhetischen Strategien Filme entwickeln, um Briefe sichtbar, hörbar und emotional wirksam zu machen. Der Vortrag geht der Frage nach, wie dem scheinbar überholten Konzept der Brieffreundschaft im Film wieder eine besondere Bedeutung zukommen kann.
Den Link zum Podcast findet ihr in unserem Infotext.
Und was ganz besonderes 🤩:
Das Filmhaus Saarbrücken zeigt sogar drei Filme, auf die der Vortrag Bezug nimmt:
* Donnerstag, 30. April, 17 Uhr: Zwischen den Zeilen (UK/USA 1987, Regie: David Hugh Jones)
* Samstag, 2. Mai, 17 Uhr: Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (Australien 2009, Regie: Adam Elliot)
* Sonntag, 3. Mai, 17 Uhr: About Schmidt (USA 2002, Regie: Alexander Payne)
Der Kinoeintritt beträgt regulär 8 Euro, ermäßigt 7 Euro.
24/04/2026
Eine neue Podcast-Folge ist online!
Am Montag startete unsere neue literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung „Eines Freundes Freund zu sein“ – Über Freundschaft und Literatur.
Frau Professorin Dr. Patricia Oster-Stierle eröffnete die Ringvorlesung mit ihrem Vortrag „Flauberts Roman Bouvard und Pécuchet. Flauberts ironische Reflexion über die Freundschaft “. Sie lehrt Französische Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes.
Die Vorträge der 15. literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung finden montags um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Sankt Johann der Landeshauptstadt Saarbrücken statt und erscheinen nach und nach als Podcast-Folge.
Den Link zum Podcast findet ihr in unserem Infotext.
21/04/2026
Einblicke in die Ausstellung „Dr. Mabuse am Bodensee – Norbert Jacques“.
Der 1880 in Luxemburg geborene Autor Norbert Jacques kam 1904 erstmals an den Bodensee und lebte dort – mit Unterbrechungen – bis zu seinem Tod 1954. Die Region diente ihm über Jahrzehnte als Rückzugsort von seinen Reisen und Aufenthalten in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Trotz seiner internationalen Prägung verstand er sich nicht als Kosmopolit, sondern sah den Bodensee als seine „Wahlheimat“, der er zahlreiche Texte widmete.
Die Ausstellung beleuchtet zentrale Aspekte seines Lebens und seine Beziehung zur Region sowie seine berühmte Figur Dr. Mabuse, die seit 1921 die Popkultur prägt.
Die Ausstellung ist kostenlos und bis zum 23. Juni 2026 in den Räumlichkeiten der Saarländlichen Universitäts- und Landesbibliothek zu sehen.
Am 12. Juni um 15:30 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung statt.
17/04/2026
Am Montag, dem 20. April 2026 startet die literaturwissenschaftliche Ringvorlesung „Eines Freundes Freund zu sein – Über Freundschaft und Literatur“.
Freundschaft ist ein zentrales literarisches Thema aller Epochen: Sie prägt Figuren, spiegelt Werte und inspiriert Dichterinnen und Dichter. Die Vorträge untersuchen historische und moderne Konzepte von Freundschaft – von der mittelalterlichen Literatur bis zur Gegenwart – aus verschiedenen Perspektiven.
Dabei geht es auch um ihre moralische, politische und existenzielle Bedeutung sowie ihre Darstellung als ästhetisches und gesellschaftliches Konzept in unterschiedlichen Gattungen.
Die 15. Saarbrücker literaturwissenschaftliche Ringvorlesung lädt dazu ein, diese Zusammenhänge gemeinsam zu erkunden. Veranstalter sind Privatdozent Dr. Hermann Gätje und Professor Dr. Sikander Singh von der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit Dr. Nils Daniel Peiler von der Abteilung für Film und Wissenschaft im Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Vorträge dauern etwa eine Stunde, anschließend besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und mit den Vorragenden ins Gespräch zu kommen.
Die Vorträge erscheinen anschließend auch in unserem Literaturarchiv-Podcast.
📅 montags um 19 Uhr
📍Festsaal des Rathauses Sankt Johann der Landeshauptstadt Saarbrücken
👀 das komplette Programm findet ihr auf unserer Webseite
17/04/2026
Einblicke in unsere Ausstellung „Dr. Mabuse am Bodensee – Norbert Jacques“.
Der 1880 in Luxemburg geborene Autor Norbert Jacques kam 1904 erstmals an den Bodensee und lebte dort – mit Unterbrechungen – bis zu seinem Tod 1954. Die Region diente ihm über Jahrzehnte als Rückzugsort von seinen Reisen und Aufenthalten in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Trotz seiner internationalen Prägung verstand er sich nicht als Kosmopolit, sondern sah den Bodensee als seine „Wahlheimat“, der er zahlreiche Texte widmete.
Die Ausstellung beleuchtet zentrale Aspekte seines Lebens und seine Beziehung zur Region sowie seine berühmte Figur Dr. Mabuse, die seit 1921 die Popkultur prägt.
Die Ausstellung ist kostenlos und bis zum 23. Juni 2026 in den Räumlichkeiten der Saarländlichen Universitäts- und Landesbibliothek zu sehen.
Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.
Lage
Kategorie
die Schule/Universität kontaktieren
Telefon
Webseite
Adresse
Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass, Universität Des Saarlandes, Campus B1 1
Saarbrücken
66123
Öffnungszeiten
| Montag | 08:00 - 21:00 |
| Dienstag | 08:00 - 21:00 |
| Mittwoch | 08:00 - 21:00 |
| Donnerstag | 08:00 - 21:00 |
| Freitag | 08:00 - 21:00 |
| Samstag | 10:00 - 18:00 |