Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes

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19/08/2026

Bewerbungen für den Masterstudiengang im Europäischen und Internationalen Recht am Europa-Institut

Für den LL.M.-Studiengang Europäisches und Internationales Recht am Europa-Institut können noch bis zum 30. September 2026 Bewerbungen eingereicht werden.

Der englischsprachige Masterstudiengang vermittelt vertiefte Kenntnisse im Europäischen und Internationalen Recht und bringt Studierende aus unterschiedlichen Ländern und Rechtssystemen zusammen. Das Studium bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit aktuellen rechtlichen Fragestellungen auf europäischer und internationaler Ebene auseinanderzusetzen und dabei von einem internationalen akademischen Umfeld zu profitieren.

Ausführliche Informationen zur Bewerbung und zu den Zulassungsvoraussetzungen finden Sie auf unserer Website unter www.europainstitut.de/bewerbung.

Photos from Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes's post 21/07/2026

Nachlese zur Absolventenfeier 2026

Am Freitag, dem 17. Juli 2026 fand die traditionelle Abschlussfeier der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, die seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem saarländischen Ministerium der Justiz veranstaltet wird, im Auditorium Maximum der Universität des Saarlandes statt.

Die Dekanin, Univ.-Prof. Dr. Annette Guckelberger, und die Ministerin der Justiz des Saarlandes, Petra Berg, begrüßten die Absolventinnen und Absolventen der ersten juristischen Prüfung, der zweiten juristischen Staatsprüfung sowie die Doktorinnen und Doktoren, die ihre Prüfungen im zurückliegenden Jahr erfolgreich abgeschlossen haben.

In dem spannenden und zugleich zum Nachdenken anregenden Festvortrag mit dem Titel „Demokratie und Rechtsstaat – Herausforderung für Deutschland und Europa!“ beleuchtete Frau Univ.-Prof. Dr. Christine Langenfeld, Richterin des Bundesverfassungsgerichts, die aktuellen politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen, mit denen demokratische Staaten heutzutage konfrontiert sind.

Höhepunkt der Feier war die Verleihung der Diplomurkunden und Ehrung der Absolventinnen und Absolventen der ersten juristischen Prüfung, der zweiten juristischen Staatsprüfung sowie die Überreichung der Promotionsurkunden, durchgeführt von der Dekanin Univ.-Prof. Dr. Annette Guckelberger, dem Studiendekan Univ.-Prof. Dr. Georg Borges und der Ministerin der Justiz Petra Berg. Im Anschluss daran überreichte Herr Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Martinek die Preise der Dr. Feldbausch-Stiftung an drei Doktorinnen und Doktoren für ihre herausragenden Doktorarbeiten.

Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung vom Cordula Hamacher Trio.

Bei strahlendem Sonnenschein klang die Veranstaltung im Foyer des Gebäudes B4 1 mit einem Sektempfang und Finger Food aus.

Absolventinnen und Absolventen erhalten auf Wunsch Zugang zur gesamten Bildergalerie. Bitte wenden Sie sich ggf. per E-Mail an das Dekanat unter rewi-examensfeier(at)uni-saarland.de.

17/07/2026

Ernennung zum ausländischen Mitglied der Lombardischen Akademie der Wissenschaften

In ihrer Sitzung vom 18. Juni 2026 hat die Lombardische Akademie der Wissenschaften in Mailand (Accademia di Scienze e Lettere – Istituto Lombardo) Frau Professor Dr. Dr. h.c. Tiziana Chiusi zum ausländischen Mitglied ernannt. Die Lombardische Akademie der Wissenschaften wurde 1797 von Napoléon gegründet. Einige ihrer bekanntesten Mitglieder sind der Physiker Alessandro Volta, Papst Pius XI. sowie die Nobelpreisträger Golgi, Carducci, Natta und Montale.

14/07/2026

Das Institut für Rechtsinformatik lädt ein – Interdisziplinärer Workshop "Legal Work with AI"

31. Juli 2026 | Präsenz (Campus Saarbrücken) und Online

Künstliche Intelligenz verändert die juristische Arbeitswelt grundlegend – von der Rechtsberatung über die Justiz bis hin zur juristischen Ausbildung. Der gemeinsam mit dem EDV-Gerichtstag (https://www.edvgt.de/) veranstaltete, interdisziplinäre Workshop „Legal Work with AI“, bietet ein Forum für Wissenschaft, Praxis und Studium, um aktuelle Entwicklungen, innovative Anwendungsfelder und die Herausforderungen des KI-Einsatzes im Recht zu diskutieren.

Am 31. Juli 2026 kommen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Juristinnen und Juristen sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis zusammen, um die Zukunft juristischer Arbeit im digitalen Zeitalter aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Sprecher:

Rafael Campedelli Andrade, Richter am Tribunal de Justiça de São Paulo, mit einem Vortrag über den Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz in der brasilianischen Justiz,
Prof. Dr. Georg Borges, Lehrstuhlinhaber der Universität des Saarlandes und geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtsinformatik, zum Thema „Legal Education and AI“,
Oleksandr Kolomiyets, Sinc GmbH, Legal Data Scientist bei der SINC GmbH zum Thema „Legal Work with AI between Technical Possibilities and Legal Limits“,
Tamara Marx (Ashurst Perkins Coie) mit praxisnahen Einblicken in den Einsatz von Harvey AI in der modernen Rechtsberatung,
Der Workshop richtet sich an Forschende, Studierende sowie Praktikerinnen und Praktiker gleichermaßen. Ob vor Ort, online oder im hybriden Format – die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse kennenzulernen, Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen und gemeinsam die Chancen und Herausforderungen von KI für das Recht zu diskutieren.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.rechtsinformatik.saarland/forschung/veranstaltungen/interdiscplinary-workhop-legal-work-with-ai-31-july-2026

www.rechtsinformatik.saarland

13/07/2026

Abschiedsvorlesung von Jura-Professor Julien Dubarry

Julien Dubarry, Professor für französisches Zivilrecht und angewandte Rechtsvergleichung und Co-Direktor des Centre Juridique Franco-Allemand, wird seine Tätigkeit an der Universität des Saarlandes beenden. Seine Abschiedsvorlesung findet am 17. Juli um 12 Uhr c.t. im Pierre-Voirin-Hörsaal (Gebäude B4 1, Raum 0.22) statt. Das Thema der Vorlesung lautet: „Das juristische Denken dies- und jenseits der Grenze“.

06/07/2026

Prof. Dr. Marsch in Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten ((KEF) berufen

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am 25.6.2026 beschlossen, Prof. Dr. Nikolaus Marsch mit Wirkung zum 1.1.2027 als Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zu berufen. Die KEF besteht aus 16 unabhängigen Sachverständigen, die den von den Rundfunkanstalten angemeldeten Finanzbedarf überprüfen. Ihr Beitragsvorschlag ist Grundlage für die Entscheidung der Landesregierungen und der Landesparlamente über die Festsetzung des Rundfunkbeitrags.

25/06/2026

Informationsveranstaltung zum Jura-Studium

Für alle Studieninteressierten bietet die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes in diesem Jahr eine eigene Informationsveranstaltung an. Sie richtet sich insbesondere an Abiturientinnen und Abiturienten saarländischer weiterführender Schulen, die sich über mögliche Studien- und Berufswege im juristischen Bereich informieren möchten.



Montag, 29. Juni, 14 bis 16 Uhr, in Gebäude B4 1, Hörsaal 007.

Am Montag, dem 29. Juni, stellt die Rechtswissenschaftliche Fakultät von 14 bis 16 Uhr in Gebäude B4 1, Hörsaal 007 die vielfältigen Möglichkeiten eines Studiums der Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes vor. Im Rahmen der Veranstaltung können die Interessierten unter anderem an einer Probevorlesung teilnehmen. Darüber hinaus werden die Besonderheiten des Jurastudiums an der Universität des Saarlandes erläutert: von Jura-Bachelor über vielfältige Schwerpunktbereiche, Rechtsinformatik, KI und Recht, Europarecht, Auslandsstudium bis hin zur Möglichkeit eines Studiums des Französischen Rechts.

24/06/2026

Vorstellung der Schwerpunktbereiche

in den Studiengängen Rechtswissenschaft und Wirtschaft und Recht.
Montag, 6. Juli 2026
14.00 Uhr c.t – 16 Uhr
Hörsaal 0.18

22/06/2026

Neue Jura-Professorin verbindet das Recht der Nachhaltigkeit mit Fragen des lernenden Rechtsstaats

Staaten und internationale Institutionen stehen vor der doppelten Aufgabe, Stabilität zu gewährleisten und zugleich Wandel zu ermöglichen. Wie sie das Recht als Instrument dafür einsetzen können, und wo es dabei an seine Grenzen stößt, erforscht Dr. Anne Dienelt. Sie übernimmt zum 25. Juni den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht, insbesondere für Nachhaltigkeits- und Resilienzforschung an der Universität des Saarlandes.

Am 22. Juni hat Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker die neue Professorin ernannt, die die strategischen Schwerpunkte der Universität auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und der interdisziplinären Europaforschung stärken wird.

Verlässlichkeit, Berechenbarkeit, Stabilität – das sind die Erwartungen, die Bürgerinnen und Bürger an staatliche Rechtsordnungen stellen. Und doch stoßen Staaten und internationale Institutionen heute an Grenzen, die das bestehende Recht nicht vorhergesehen hat. „Wenn Inselstaaten im Pazifik fragen, ob sie als Staat fortbestehen können, auch wenn ihr Territorium im Meer versinkt, reichen jahrhundertealte Rechtsbegriffe nicht mehr aus. Und wenn internationale Schutzversprechen, etwa für Klimaflüchtlinge, ins Leere laufen, weil Zuständigkeiten und Kategorien fehlen, zeigt sich, wie weit das Instrumentarium des Rechts hinter den Herausforderungen zurückbleibt“, sagt Anne Dienelt, neue Professorin für Öffentliches Recht und Völkerrecht mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeits- und Resilienzforschung der Universität des Saarlandes.

Die Juristin geht der Frage auf den Grund, ob und wie Staaten und internationale Institutionen das Recht so einsetzen und weiterentwickeln können, dass sie aus diesen Krisen lernen. „Und zwar ohne dabei die Grundsätze preiszugeben, die einen Rechtsstaat ausmachen: Bindung der Macht ans Recht, der Schutz der Grund- und Menschenrechte und die demokratische Legitimation“, erklärt Anne Dienelt, die vom Institut für Internationale Angelegenheiten der Universität Hamburg auf den Saarbrücker Campus wechselt. Sie wird hier zugleich die Schwerpunkte Nachhaltigkeit und Europa stärken und aufgrund ihrer Expertise in der Europaforschung und ihrer Frankreichkooperationen eng in die Arbeit des Clusters für Europaforschung (CEUS) der Universität eingebunden sein.

Im Fokus ihrer Forschung stehen die Auswirkungen des Klimawandels. „Der Klimawandel ist zentraler Gegenstand des Rechts der Nachhaltigkeit und zugleich der härteste Stresstest für den lernenden Rechtsstaat: Die Frage ist, ob Staaten und internationale Institutionen das Recht so einsetzen können, dass sie nicht nur reagieren, sondern auch vorausschauend handeln“, erklärt die Juristin.

Zwei Schwerpunkte in der Forschung zu Nachhaltigkeit und Resilienz

Vor diesem Hintergrund legt sie in ihrer Arbeit einen Schwerpunkt auf das Recht der Nachhaltigkeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Hierbei geht sie zum einen den Fragen nach, wie staatliche und internationale Akteure naturwissenschaftliche Klimaerkenntnisse in Recht übersetzen, wie wissenschaftliche Befunde zur Grundlage von Gesetzgebung, internationalen Verträgen und gerichtlichen Entscheidungen werden, und welche Transformations- und Verlustvorgänge dabei stattfinden. Zum anderen ergründet sie, welche Rolle Citizen Science, die „Bürgerwissenschaft“, in Rechtsprozessen spielen kann: „Bürgerinnen und Bürger erheben zunehmend selbst Daten, etwa zur Messung lokaler Klimaveränderungen oder zum Zustand von Ökosystemen. Hier stellt sich die Frage, welche Legitimität dieses Wissen vor Gericht und in der Gesetzgebung hat, und wie es das Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft und rechtsanwendenden Akteuren verändert“, erläutert Dienelt.

Außerdem beleuchtet sie das Thema Klimaklagen. „Zivilgesellschaftliche Akteure, Verbände und betroffene Staaten ergreifen solche strategischen Klimaklagen, um Staaten und Unternehmen zur Einhaltung ihrer Schutzpflichten zu zwingen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei in meiner Forschung dem europäischen Rechtsraum: Die Europäische Union hat mit dem Green Deal und dem dazugehörigen Gesetzgebungspaket einen Rechtsrahmen für klimabezogenes Recht geschaffen; der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entwickelt mit seiner Klimajudikatur zugleich staatliche Schutzpflichten weiter“, sagt Dienelt.

In einem zweiten großen Schwerpunkt erforscht die neue Professorin, wie Staaten und internationale Institutionen Recht einsetzen können, um resiliente und lernfähige Strukturen zu stärken. Hierbei untersucht sie, welche rechtlichen Strukturen und Instrumente den Staat dazu befähigen, aus Krisen zu lernen, sich anzupassen und vorausschauend zu handeln. „Das Recht kann Bedingungen für den Staat und die Gesellschaft schaffen, die Lernen ermöglichen und strukturieren: durch Evaluationspflichten, adaptive Regelungsansätze, institutionalisiertes Monitoring oder einklagbare Schutzpflichten. Am Beispiel des Klimawandels zeigt sich, wo bestehende Instrumente versagen, und wo Gesetzgeber, Gerichte und internationale Institutionen reformerisch tätig werden müssten“, erklärt die Juristin.

Innovative Lehre und Wissenschaftskommunikation

Neben der Forschung legt Anne Dienelt besonderen Wert auf praxisnahe Lehre und den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Besondere Aufmerksamkeit erlangte ihr Lehrprojekt zum Russland-Ukraine-Konflikt, das Rechtswissenschaft und Wissenschaftskommunikation eng verknüpft: Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine veröffentlichte Dienelt gemeinsam mit 14 Jurastudierenden unterschiedlicher Semester eine multimediale digitale Ausstellung zu völkerrechtlichen Fragen des Krieges. Aus regulären Seminararbeiten entstanden kurze, allgemeinverständliche Zusammenfassungen, ergänzt durch Illustrationen der Künstlerin Marlin Beringer. Das Projekt wurde vom Claussen-Simon-Fonds für Hochschulen gefördert und ist unter https://ruk.uhh.de/de.html zugänglich.

An der Universität des Saarlandes will Anne Dienelt praxisorientierte Lehrformate mit Saarbrücker Studierenden entwickeln, die rechtswissenschaftliche Analyse mit öffentlicher Wirksamkeit verbinden und Studierende frühzeitig in den Dialog mit Gesellschaft und Praxis einbinden.

Werdegang

Anne Dienelt hat Rechtswissenschaft in Tübingen, Aix-en-Provence und Göttingen studiert und wurde in Göttingen mit einer Arbeit zum Umweltschutz im bewaffneten Konflikt promoviert. Ihre Dissertation „Armed Conflicts and the Environment — Complementing the Laws of Armed Conflict with International Environmental Law and Human Rights Law“ erschien 2022 als Buch bei Springer. Im Rahmen ihrer Forschungsvorhaben verbrachte sie Aufenthalte an der New York University School of Law, der Universität Paris I Panthéon-Sorbonne, der Universität Lund in Schweden sowie bei der Völkerrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf.

Zuletzt war sie als Akademische Rätin auf Zeit am Institut für Internationale Angelegenheiten der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg tätig, wo sie im Rahmen ihres Habilitationsprojekts „Resilienz, Staat & Recht - Der lernende Rechtsstaat“ forscht. Dienelt war zudem assoziierte Young Academy Fellow an der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und leitet dort auch weiterhin als Sprecherin die interdisziplinäre Projektgruppe “Resilienz und Diversität in komplexen Systemen“.

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Anne Dienelt, maîtr. en droit (Aix-en-Provence):
E-Mail: [email protected]

22/06/2026

Europa spannend erleben: Europa-Institut will Schüler für die europäische Idee begeistern

Mehr als 300 Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler aus dem Saarland kommen am 23. Juni von 9 bis 13 Uhr in die Aula (A3 3) auf den Saarbrücker Campus. Das Europa-Institut, das selbst in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert, will ihnen die Politik und Geschichte Europas durch eine eindrückliche Reise durch 75 Jahre europäische Integration im Kinoformat näherbringen.

Außerdem werden die Schüler eingeladen, Europa aus neuer Perspektive zu betrachten, indem sie gedanklich in die Rolle politischer Entscheiderinnen und Entscheider schlüpfen.

Seit vielen Jahren wendet sich das Europa-Institut der Universität des Saarlandes mit seiner Sektion Rechtswissenschaft speziell an die junge Generation Europäerinnen und Europäer: Für Schülerinnen und Schüler bietet das renommierte Institut auf dem Saarbrücker Campus regelmäßig Workshops zur europäischen Integration an, lädt sie zu zahlreichen Veranstaltungen auf den Campus ein und arbeitet eng mit saarländischen Schulen zusammen. Das Europa-Institut stellt hierbei aktuelle Themen in den Mittelpunkt wie zum Beispiel Fragen des nachhaltigen Rohstoffrechts und der Rohstoffpolitik: Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis der politischen Zusammenhänge und zur politischen Bildung beizutragen.

Am 23. Juni findet in der Aula unter dem Motto „Schule meets Europe“ ein großer Schul-Europatag an der Universität des Saarlandes statt, zu dem sich über 300 Schülerinnen und Schüler angemeldet haben.

Zunächst werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine eindrucksvolle Reise durch 75 Jahre europäische Integration antreten, um anschließend in die Rolle politischer Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen zu schlüpfen. Anhand aktueller Fragen zu zentralen Zukunftsthemen der EU setzen sie sich aktiv mit politischen Interessenskonflikten auseinander: So beleuchten sie Europas Rolle in der Welt, erörtern europäische Solidarität versus nationale Eigenverantwortung, diskutieren über Klimaschutz, Demokratie und Rechtsstaat, die Erweiterung der EU, Europäische Identität und Zukunftsszenarien für die Gestaltung Europas.

Auf diese Weise soll die politische Urteilskompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt und zugleich aufgezeigt werden, wie Europa das Leben junger Menschen prägt und schützt – und welchen Beitrag sie selbst zur Zukunft Europas leisten können.

Bei der Veranstaltung arbeitet das Europa-Institut mit „Doku-Live“ und dem Journalisten Ingo Espenschied zusammen.

Professor Marc Bungenberg, Co-Direktor des Europa-Instituts, und sein Jean-Monnet-Lehrstuhl an der Fakultät Rechtswissenschaft der Universität des Saarlandes laden in Kooperation mit dem Europäischen Dokumentationszentrum Saarland zum Schul-Europatag ein. Die Staatskanzlei des Saarlandes unterstützt die Veranstaltung.

Das Europa-Institut feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen.
Das Institut begann als Ort, der die Verständigung europäischer Gesellschaften fördern sollte, und entwickelte sich zu einer international angesehenen Einrichtung. Bereits seit 1951 wurde hier ein starker EU-Schwerpunkt aufgebaut. Seit 1980 unterrichten renommierte Dozentinnen und Dozenten und Praktikerinnen und Praktiker am Europa-Institut „Europäisches und Internationales Recht“: Der Masterstudiengang zieht Studierende aus aller Welt nach Saarbrücken. Zahlreiche Alumni arbeiten heute in hochrangigen europäischen und internationalen Institutionen, viele von ihnen kehren als Lehrende zurück.

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Marc Bunbenberg:
Telefon: 0681/3022543; E-Mail: [email protected]

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