06/06/2013
DFI Privatschule in allen Belangen überlegen DFI Bad Aibling – Graf-Rasso Gymnasium Fürstenfeldbruck 5:0 (2:0) Tore: 1:0 (2. Min) Schulte-Wissermann; 2:0 (7.) Schulte-Wissermann; 3:0 (27.) Ertl; 4:0 (35.) Wich; 5:0 (47.) Mertzanis Schon in der Anfangsphase des ersten Turnierspiel gegen die im Vorfeld hochgehandelte Mannschaft aus Fürstenfeldbruck, unterstrichen die DFI-Schüler ihre Favoritenrolle eindrucksvoll. Unmittelbar nachdem der Ball vom Anstoßpunkt zurückgespielt wurde gingen die DFI-Schüler ins Angriffspressing, eroberten den Ball, und spielten direkt in die Spitze zu Moritz Ertl, doch sein Gegenspieler konnte im letzten Monet ins Toraus klären. Der folgende, von Kadri Durmisi getretenen Eckball, führte dann schon zum DFI-Führungstreffer. Beim Versuch eines auf der Torlinie stehenden Verteidigers, den starken Kopfball von Linus Schulte-Wissermann für den bereits geschlagenen Torwart zu klären, traf dieser ins eigene Netz. Durch diesen frühen Gegentreffer wurden die Brucker komplett verunsichert und hatten riesengroße Probleme mit der Zuordnung ihrer Gegenspieler, die Aiblinger hingegen spielten befreit auf. Im Spiel gegen den Ball überzeugten die DFI—Schüler durch wahnsinnige Lauf- und Zweikampfbereitschaft, und nach der Eroberung ging es zumeist schnell, über 2-3 Stationen in Richtung des gegnerischen Tores. Trotzdem sollte auch dem Treffer zum 2:0, in der 7. Min., eine Durmisi-Ecke vorrausgehen. Wie schon beim Führungstreffer konnte sich, der im kompletten Spielverlauf überragende, Linus Schulte-Wissermann glänzend von seinem Gegenspieler lösen, und hämmerte den Ball aus 10 Metern unhaltbar ins Kreuzeck. Mit der scheinbar beruhigenden 2:0-Führung schlich sich der Schlendrian ins DFI-Spiel ein. Man ging nicht mehr richtig in die Zweikämpfe, verlor diese infolgedessen, und spielte schlampige Pässe. Die Mannschaft konnte sich in dieser Phase bei ihrem hervorragend mitspielenden Torwart Kiano Löhr bedanken, dass der Sieg zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr geriet. Erst nach dem Seitenwechsel gelang es den DFI-Schülern wieder das Spielgeschehen ähnlich souverän zu bestimmen wie in der Anfangsphase. Und wie schon zu Spielbeginn führte die fantastische Eckballvariante der U15 nach zwei Zeigerumdrehungen zu einem Tor, diesmal nickte Moritz Ertl die Durmisi-Ecke unbedrängt ein. Im zweiten Abschnitt überzeugten die Internatsschüler dann auch spielerisch. Je länger das Spiel dauerte, desto besser liesen sie Ball und Gegner laufen. Die Brucker waren ständig in die Defensive gedrängt und konnten sich kaum aus der permanenten Umklammerung lösen. Die logische Folge waren weitere DFI-Treffer. Nach toller Vorarbeit vom sehr auffällig spielenden Hiro Buljan traf Niclas Wich in der 34. Minute per Kopf zum 4:0. Alex Mertzanis traf kurz vor Schluss zum 5:0-Endstand. Trotz des ohnehin schon deutlichen Sieges hatte man im zweiten Durchgang zu jederzeit das Gefühl, dass die Internatsschüler noch den ein oder anderen Gang höher schalten können, so den nötig. Einzelne Spieler aus der im Kollektiv überzeugenden Mannschaft herauszuheben fällt schwer, aber die Art und Weise wie sich Linus Schulte-Wissermann und insbesondere Samuel Gassner in die „eingespielte“ U15-Vereinsmannschaft einfügten, und als Spieler des jüngeren Jahrgangs sowohl defensiv als auch offensiv Akzente setzten, war schlicht beeindruckend. DFI Bad Aibling – Werdenfels Gymnasium Garmisch Partenkirchen 8:1 (5:1) Den Gastgebern aus Garmisch-Partenkirchen gelang in ihrem ersten Turnierspiel eine faustdicke Überraschung, für viele Überraschend deklassierten auch sie die Mannschaft aus Fürstenfeldbruck mit 4:0 deutlich. Den DFI-Schülern, die das Spiel aufmerksam verfolgten, wurde schnell klar, dass der Weg ins Bezirksfinale kein Spaziergang wird. Hochkonzentriert, mit kluger Spielanlage, guter Raumaufteilung, einer tollen Mischung aus konstruktivem Kurzpassspiel, Ballzirkulation in den eigenen Reihen und starkem Flügelspiel dominierten die DFI-Schüler über die komplette Spielzeit. In der 8. Minute setzte sich der im ersten Spiel spielerisch eher unauffällige Kadri Durmisi in seiner unnachahmlichen Art und Weise auf dem rechten Flügel durch und bediente den freistehenden Moritz Ertl mustergültig, der keine Mühe hatte zum 1:0-Führungstreffer einzuschieben. In der zwölften Minute begann dann die große Zeit des enorm starken Hiro Buljan, zunächst spielte er zwei Gegenspieler schwindelig, dann versenkte er das Leder von der Kante des Fünfmeterraums kompromisslos und unhaltbar ins kurze Ecke. Das sich Marius Herzig im DFI-Tor beim direkten Gegenzug viel zu spät entschied aus dem Tor zu kommen und somit den Gastgebern den Ehrentreffer ermöglichte soll aufgrund des Spielverlaufs nur eine Randnotiz bleiben. Zurück zu jenem Schüler, der vor nicht mal drei Monaten jegliche Trainings-, Lauf- und Leistungsbereitschaft zur Gänze vermissen ließ, aber sich in den letzten Wochen so diszipliniert hat, dass er für die Mannschaft immer wichtiger wird. Nicht nur, dass Hiro Buljan die Tore von Moritz Ertl (3:1) und Kadri Durmisi (4:1), die den Ball jeweils nur noch ins Tor schieben mussten, mit Traumpässen vorbereitete, sondern auch seine Defensiv-Arbeit war exakt so wie man es von einem Spieler auf dieser Position erwartet. Noch vor der Pause, als die Partie längst entschieden war, erhöhte Olaf Stark auf 5:1. Nach dem Seitenwechsel schaltete die DFI-Elf zunächst einen Gang zurück, ohne jedoch die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Wie schon im ersten Spiel war die DFI-Elf jederzeit in der Lage das Tempo zu erhöhen, eingefordert wurde dies nach ca. 5 gespielten Minuten. In der Folgezeit zerlegten die Internatsschüler die Hausherren nach allen Regeln der Kunst, Kadri Durmisi, der starke Niclas Wich und Moritz Ertl erhöhten binnen vier Minuten auf 8:1. Unterm Strich ist dieser sehr deutliche Sieg eine Belohnung für die wirklich großartige Leistung der Mannschaft. Die Mannschaft aus Garmisch war keinesfalls Laufkundschaft, auch wenn der Verdacht bei diesem Ergebnis naheliegt. Es ist den DFI-Schülern, in Person von Niclas Wich und Linus Schulte-Wissermann, gelungen den sehr starken Spielmacher komplett aus dem Spiel zu nehmen, und den Gastgebern ihren eigenen Stil aufzuzwingen. Gepaart mit einer erstklassigen Chancenauswertung wurde das Ergebnis dann so deutlich.