24/02/2015
„techro“-Schüler engagiert bei ihrer Projektarbeit
Studenten der Technikerschule Roding arbeiten an Optimierungsstrategien in Betrieben
Großes Engagement zeigen zurzeit die Studenten der Fachschule für Maschinenbau in Roding. Sowohl die Vollzeit- wie auch die Teilzeitklasse befinden sich im zweiten Ausbildungsabschnitt mit dem Schwerpunkt auf maschinenbautechnischen Fächern. Neben dem Unterricht arbeiten die Studenten aber auch an ihren Projekten.
Befindet sich die Teilzeitklasse erst in der Vorbereitungsphase ihrer Projekte, so ist die Vollzeitklasse voll engagiert in den Betrieben. Ihnen stehen 100 Unterrichtsstunden zur Verfügung, um eine eigenständige Arbeit durchzuführen. Dabei können Themen aus allen Bereichen der Produktion oder der betrieblichen Organisation gestellt werden, z. B. Materialflusstechnik, Personalwesen, Produktentwicklung, Fertigungsmaschinen und Fertigungsverfahren, Arbeiten zum Qualitätsmanagement usw. Vor allem sollen Strategien entwickelt werden, um anstehende Probleme zu lösen, damit die Arbeitsergebnisse für den Betrieb nutzbar sind.
Eine Gruppe arbeitet z. B. an einem Projekt bei der Firma Lehmer in Bruck. Sie soll Pläne entwickeln, wie der Arbeitsplatz für die Fertigung von freistehenden Trägern optimiert werden kann. Hier soll eine neue Logistik gefunden werden, um den Arbeitsprozess zu verbessern.
Eine weitere Gruppe arbeitet an einer Prozessanalyse bei der Gewindefertigung in der Firma Stangl, Roding. Ein anderes Team ist bei der Firma Rädlinger Maschinenbau in Windischbergerdorf beschäftigt, die die Arbeitsabläufe von Brennschneidanlage, Fasenroboter und Abkanntpresse verbessern soll. „Es wurde innerhalb der Abteilung Brennschneiden absolut praxisbezogen eine Lösung erarbeitet und umgesetzt, die zur Verbesserung des Betriebsablaufs beiträgt“, lobt Christian Roiger, Betriebsleiter der Firma, die Studenten.
Ein besonderes Projekt gestaltet eine Gruppe bei der Firma Mühlbauer in Runding. Anhand eines realen Werkstücks soll die Prozessoptimierung bei der spanenden Fertigung erarbeitet werden, denn gerade in der spanenden Fertigung liegt großes Verbesserungspotenzial. „Bereits die Gestaltung des Arbeitsumfelds kann ein Einflussfaktor sein. Und von der Auswahl geeigneter Werkzeuge und Maschinen bis hin zu den Messmitteln müssen alle prozessrelevanten Gesichtspunkte durchleuchtet und hinterfragt werden“, so Armin Schlüter aus dieser Gruppe.
Nicht nur die Schule ist beeindruckt vom großen Engagement der Schüler bei ihren Projekten, auch die Betriebe zeigen, wie sehr sie ihre Arbeit schätzen. „Ich bin positiv überrascht über die rein fachlichen und sachlichen Ergebnisse und die erarbeiteten Verbesserungsvorschläge“, meint Georg Hausladen, Betriebsleiter der Firma Mühlbauer in Runding. „Darüber hinaus haben es die Schüler auch geschafft, mit unseren Mitarbeitern auch auf Augenhöhe zu kommunizieren und zu diskutieren. Das sind für mich wesentliche Voraussetzungen für das spätere Berufsleben.“