Freie Auenwaldschule Jahnishausen

Freie Auenwaldschule Jahnishausen Dorfgrundschule in freier Trägerschaft / 5 km vor Riesa

Nur noch einmal schlafen..... dann beginnt an unserer Schule für zwölf Kinder der erste Schultag ihres Lebens. Welch ein...
16/08/2026

Nur noch einmal schlafen...
.. dann beginnt an unserer Schule für zwölf Kinder der erste Schultag ihres Lebens. Welch ein aufregendes Ereignis! Doch auch die bereits Dagewesenen sind diesmal ganz besonders gespannt. Denn nach drei Jahren in relativ konstanter Teambesetzung und Unterrichtsorganisation wandelt sich beim Übergang ins neue Schuljahr einiges bei uns.

So wurden vor den Ferien Rosa und Radhika aus dem pädagogischen Team verabschiedet. Radhika hat die Kinder dreieinhalb Jahre mit großem Engagement in der Stillarbeit unterstützt, zahlreiche Projekte geplant und den Garten-Unterricht angeleitet. Rosa stellte sich drei Jahre lang mit Herz und Verstand der großen Verantwortung der Klassen- und Schulleitung.

Nun wird der Staffelstab an zwei neue Pädagoginnen übergeben. Anni ist ein bereits bekanntes Gesicht, da sie im vergangenen Jahr schon als Schulbegleiterin bei uns gearbeitet hat. Nun übernimmt sie im Team die Leitung der Spatzen, also die Lerngruppe der Schulanfänger*innen. Cosima hat in den vergangenen Jahren an einer Schule in Berlin unterrichtet und wird als Nachfolgerin von Rosa die Schulleitung und die Lerngruppe mit den Kindern der Klassenstufen 2- 4 übernehmen.

Auf Seiten der Kinder verließen uns vor den Ferien "nur" vier Kinder. Etwas ganz Besonderes war dabei der Abschied von der ersten Schülerin, die seit Beginn des Schulbetriebes vor vier Jahren ihre gesamte Grundschulzeit bei uns verbracht hat und jetzt regulär an die weiterführende Schule wechselt. Ihre Annahme am Gymnasium war nicht nur für sie persönlich, sondern auch für unsere Schule ein höchst erfreulicher und ermutigender Erfolg!

Wer bis hierhin aufmerksam mitgelesen hat, wird bemerkt haben, dass wir bei vier Abgängen und zwölf Aufnahmen einen deutlichen Anstieg der Schüler*innenschaft verzeichnen. Da im letzten Schuljahr glücklicherweise unser zweiter Lernraum fertig saniert wurde, ist es uns möglich, die große Gruppe erstmals in zwei separate Klassen zu unterteilen. Der familiäre Charakter der Schulgemeinschaft - einer der wichtigsten Werte unseres Konzeptes - wird durch die überschaubare Größe des Gebäudes und Schulhofes sowie zahlreiche gemeinsame Projekte und Patenschaften selbstverständlich trotzdem erhalten bleiben.

Aber ihr seht: Es steht viel Neues an.

Wir sind bereit und freuen uns drauf!

Alles tanzt nach Kindernase! 😎Ist es nicht der Traum eines jeden Schulkindes, einmal komplett selbst zu bestimmen, wie d...
14/08/2026

Alles tanzt nach Kindernase! 😎

Ist es nicht der Traum eines jeden Schulkindes, einmal komplett selbst zu bestimmen, wie der Schultag aussieht? Traditionell bieten wir unseren Viertklässler*innen kurz vor ihrem Abgang genau dies an: Sie schlüpfen gemeinsam für einen Tag in die Rollen von uns Pädagoginnen, inklusive Entscheidungshoheit und "Verantwortung" 😉 Wir hingegen werden "unsichtbar" (verfolgen aber natürlich trotzdem das Geschehen und tragen weiterhin die rechtliche Verantwortung).

Man könnte nun vermuten, dass an diesen Tagen stets das große Chaos ausbricht. Aber nein, ganz im Gegenteil! Bisher haben sich all unsere Jung-Pädagog*innen dafür entschieden, den regulären Stundenplan beizubehalten und einen "ganz normalen" Schultag anzuleiten. Entsprechend der persönlichen Vorlieben gaben sie in Mathe und Deutsch sogar kleine Einführungen in neue Themenbereiche! Nur im Wochenthema wurden dann doch lieber Boote gebastelt und am nahegelegenen Bach getestet, als Theorie gepaukt😉

Für uns Pädagog*innen ist dieser Tag übrigens ein mindestens ebenso einzigartiges Erlebnis, da wir beobachten dürfen, wie die Großen in ihrer neuen Rolle abermals über sich hinaus wachsen. Höchst erstaunlich ist außerdem jedes Mal wieder die Erkenntnis, wie gut sie uns scheinbar über die Jahre studiert haben und wie adäquat dadurch häufig das Spiegelbild ist, das sie uns vorhalten!

Und was halten die anderen Kinder von ihren "neuen" Lernbegleitungen? Sie zelebrieren das Rollenspiel mit voller Inbrunst 😅 Nicht selten balancierten die Jung-Pädagog*innen durch das Ausmaß dieser Zuwendung bereits am Rande der Überforderung. Zum Glück hatten sie aber natürlich stets die "richtigen" Pädagoginnen im Rücken, die sie auf Anfrage in allen Belangen tatkräftig unterstützten.

Das Fazit einer Schülerin in diesem Jahr lautete: "Es hat riesigen Spaß gemacht! Aber es war auch unglaublich anstrengend..." Das können wir zu 100 Prozent unterstreichen!

Über 80 Jahre Altersunterschied!In den letzten Wochen vor den Ferien ist bei uns so viel passiert, dass wir mit dem Beri...
17/07/2026

Über 80 Jahre Altersunterschied!

In den letzten Wochen vor den Ferien ist bei uns so viel passiert, dass wir mit dem Berichten gar nicht hinterhergekommen sind. Das möchten wir nun in den nächsten Posts nachholen.

Los geht es mit einer Begegnung der ganz besonderen Art. Mit großer Freude durften wir nämlich Katharina bei uns begrüßen. Sie ist die Mutter von Sabine (die Lehrerin, die 2022/23 das erste Jahr der Auenwaldschule geleitet hat) und wohnt in der benachbarten Lebenstraumgemeinschaft im alten Rittergut von Jahnishausen.

Und: Katharina weilt schon ganze 9 Jahrzehnte auf unserer Erde! Ungeachtet dieser Tatsache ist sie noch immer eine passionierte Näherin und hat unsere Schule mit einer Fülle an textilen Meisterwerken beschenkt. Unter anderem waren dies ein Geburtstagskalender und eine Cazoo-Tasche, die sie speziell für unsere Bedürfnisse konzipiert und mit unglaublicher Liebe fürs Detail gefertigt hat.

Als uns dann letztens eine Riesen-Frisbee kaputt ging und vier Kinder der 1.- 3. Klasse sie im Rahmen unserer Kinderprojekte neu ummanteln wollten, durfte Katharina als Mentorin natürlich nicht fehlen. Als hätte sie nie etwas anders gemacht, begleitete sie die Kinder durch die Herausforderung und durfte am Ende mit ihnen den gemeinsamen Erfolg feiern - den Jungfernflug der neuen Frisbee.

Wie schreibt man das?! (Teil 2) Wie versprochen wird es in unserem zweiten Teil zur Rechtschreibdidaktik nun kreativ, un...
15/06/2026

Wie schreibt man das?! (Teil 2)

Wie versprochen wird es in unserem zweiten Teil zur Rechtschreibdidaktik nun kreativ, und zwar mit unserer "Wortschatztruhe"!

In der Entwicklung dieser haben wir das System des Lernens mit einer "Lernbox" auf verschiedene Weisen angepasst. Was bleibt, sind die kleinen Karteikarten, auf denen die zu lernenden Worte mit entsprechenden Markierungen, Hilfswörtern oder Hinweisen auf die entsprechenden Rechtschreibregeln (bei uns anhand der Farben, die denen in unserem Lehrgang entsprechen) vermerkt sind. Die Auswahl der Wörter setzt sich aus dem Grundwortschatz, persönlichen Fehlerschwerpunkten und Wörtern zusammen, die für die Kinder persönlich von Bedeutung sind, weil sie zum Beispiel in einer ihrer Geschichten vorkommen.

In der Regel werden die Lernwörter von den Kindern jeweils angeschaut, umgedreht, geschrieben, korrigiert und entweder ein Fach weiter oder zurück ins erste Fach gesteckt. Dieses Format gibt es bei uns auch, symbolisiert durch den Tisch. Um das Lernen abwechslungsreicher und damit attraktiver zu gestalten, haben wir uns jedoch noch weitere Aktionen ausgedacht.

Im ersten Fach schreiben die Kinder das Wort in Strichschrift. Das bedeutet, dass sie sich genau anschauen, welche der vorkommenden Buchstaben bis in die obere oder untere der drei Schreiblernzeilen reichen. Diese Aufgabe unterstützt die spätere Wiedererkennung des richtigen, bzw. Erkennung eines falschen Schriftbildes und ist bei vielen Kinder die beliebteste Aufgabe.

Nachdem die Wörter dreimal richtig am Tisch geschrieben wurden, gehen die Kinder mit ihnen auf Wanderschaft - symbolisiert durch den Turnschuh. Sie lesen die Karte zwar weiterhin am Tisch, schreiben das Wort jedoch an einem anderen Platz irgendwo im Klassenraum. Dass sie durch die Wahl eines kreativen Ortes immer wieder kurz von ihrem Wort abgelenkt sind, ist dabei gewollt. Denn so trainieren sie, sich die Schreibweise über einen kurzen Zeitraum zu merken und erneut abzurufen. Und zuletzt fördert auch die körperliche Bewegung selbst den kognitiven Lernprozess.

Beim letzten Format - symbolisiert durch die Kamera - schauen sich die Kinder die Worte nur noch einmal ganz genau an, "fotografieren" sein Schriftbild und versuchen, es sich anschließend vor dem innerem Auge vorzustellen.

Nachdem alle diese Schritte erfolgreich durchlaufen wurden, dürfen die Kinder ihr Können in einem Wort-Diktat unter Beweis stellen. Die hohe Erfolgsrate spricht dabei für sich ;-)

Aber um das Rätsel noch vollständig aufzulösen: Nein, auf der Toilette sitzen die Kinder für gewöhnlich natürlich nicht! Ihre Kreativität wurde nur durch die Präsenz der Kamera extra angespornt ;-)

Wie schreibt man das?! (Teil 1)Für die deutsche Rechtschreibung können sich nur die wenigsten Menschen intrinsisch begei...
10/06/2026

Wie schreibt man das?! (Teil 1)

Für die deutsche Rechtschreibung können sich nur die wenigsten Menschen intrinsisch begeistern. In unserer Schule machen wir regelmäßig die Erfahrung, dass die meisten Kinder beim Kennenlernen der Regeln (z. B. der vokalischen Ableitung: ein Ball - viele Bälle; statt viele Belle) noch motiviert sind, da sie diese logisch finden an sich ein Interesse daran haben, richtig zu schreiben. Wenn sie dann jedoch ihre eigenen Texte verfassen und wir ihnen die Schreibweise der meisten Wörter nur mithilfe unzähliger, willkürlich erscheinender Ausnahmeregelungen begründen können, schlägt die Stimmung verständlicherweise in Verzweiflung um.

Wie können wir dieser Herausforderung begegnen?

Zuerst einmal trennen wir - im Sinne des Erhaltes der Freude am Geschichtenschreiben - das freie Schreiben vom Richtigschreiben. Im Anschluss an den Schreibprozess fordern wir zwar eine Überarbeitung der Texte, passen die Anforderungen dabei jedoch stark an die Kompetenzen der Kinder an. So ist es für ein Kind der ersten Klasse zum Beispiel noch ok, "Hant" statt "Hand" zu schreiben, weil es gerade erst lernt, gehörte Laute in Buchstaben zu übersetzen. Sobald es die Regel der konsonantischen Ableitung (eine Hand - viele Hände) kennt, machen wir es auch auf diese Fehler aufmerksam.

Weiterhin halten wir es für wichtig, rechtschreibschwache Kinder nur einen Teil ihres Textes überarbeiten zu lassen, da gerade diese sonst sehr schnell frustriert sind und lieber gar nichts mehr schreiben. Die Fortgeschrittenen dürfen hingegen auch schon die Zeichen der wörtlichen Rede und die richtige Silbentrennung am Ende der Zeile anwenden und an ausgewählten Wörtern das Nachschlagen von Wörtern im Duden üben.

Für eine sichere Rechtschreibung braucht es jedoch noch mehr. Denn nur wer ein Wort sehr, sehr viele Male richtig geschrieben hat, erkennt gleich am Schriftbild, wenn irgendetwas "komisch aussieht". Jedes unserer Kinder besitzt daher den Rechtschreib-Lehrgang des Jandorf-Verlags, in dem sowohl die Anwendung der Regeln, als auch das Einprägen wichtiger Merkwörter systematisch erarbeitet wird. Tatsächlich ist auch dieses Buch in unseren Reihen gar nicht so unbeliebt!

Die dritte Komponente unserer Rechtschreibdidaktik lernt ihr im nächsten Teil kennen. Zum Überbrücken der Zeit schicken wir euch schonmal vier Fotos zum Rätseln mit. Macht euch bereit: Es wird kreativ!

Ein voller Erfolg!Bei strahlendem Sonnenschein begingen wir nach der dritten und letzten Vorstellung unseres Musik-Theat...
07/06/2026

Ein voller Erfolg!

Bei strahlendem Sonnenschein begingen wir nach der dritten und letzten Vorstellung unseres Musik-Theaters unseren ersten Tag der offenen Schule. Es gab Kaffe und Kuchen, Flohmarktstände und allerlei Spiele für die Kinder.

Neben den zahlreichen neuen Gesichtern haben wir uns vor allem auch über die ehemaligen Schüler*innen gefreut, die sich die Chance nicht entgehen lassen wollten, für ein paar Stunden noch einmal in ihre Vergangenheit einzutauchen. Auch für die derzeitigen Kinder war es natürlich ein besonderer Höhepunkt, von "den Großen" geschminkt zu werden oder sie vereint im Dosenwerfen zu besiegen.

Nach diesem schönen Tag stehen die Chancen gut, dass wir im nächsten Jahr gerne wieder die Türen für euch öffnen möchten :)

25/05/2026

Die letzte Chance!

Mit großem Erfolg haben wir gestern unsere musikalische Frühlingsreise im WohnKulturGut in Gostewitz präsentiert. Welch eine Freude es war, auf dieser wunderschön ausgeleuchteten Bühne und vor einem so großen Publikum zu singen und zu spielen!

Nach Premiere und Gastspiel folgt am Freitag dann nun schon die Derniere. Lasst euch diese Chance nicht entgehen!

Falls ihr bereits bei einer Vorstellung wart und es euch gefallen hat, schickt gerne eure Freunde und Verwandten vorbei. Oder kommt selbst gleich noch einmal mit, denn im Anschluss werden wir noch die Türen unserer Schule für euch öffnen und für alle Interessierten Rede und Antwort stehen.

Außerdem erwarten euch Kaffee, Kuchen und Waffeln, ein kleiner Flohmarkt und Spiele von Kindern für Kinder.

Wir freuen uns auf euch!

Für Kurzentschlossene: Kommt nach Gostewitz! Wir haben uns trotz Hitze fleißig vorbereitet und freuen uns auf einen famo...
24/05/2026

Für Kurzentschlossene: Kommt nach Gostewitz!

Wir haben uns trotz Hitze fleißig vorbereitet und freuen uns auf einen famosen Auftritt. Auf euch wartet zusätzlich der Kunst- und Handwerkermarkt auf dem fantastisch ausgestalteten Gelände des WohnKulturGutes.

Lasst euch das nicht entgehen!

um 15 Uhr
auf dem WohnKulturGut (An der Keppritz 1, 01594 Riesa OT Gostewitz)

22/05/2026

Übermorgen ist es soweit!

Mit unserer "Musikalischen Sommerreise" gehen wir auf Mini-Tournee ins Nachbardorf Gostewitz. Dort spielen wir auf einer professionellen Bühne vor dem großen Publikum des Kunst- und Handwerkermarktes.

Bist du auch dabei?

Ein Rückblick auf bald nunmehr vier Jahre einer Schulgründung, von Katrin Schanze:Von hilfreichen Verflechtungen und kle...
21/05/2026

Ein Rückblick auf bald nunmehr vier Jahre einer Schulgründung, von Katrin Schanze:

Von hilfreichen Verflechtungen und kleinen Wundern
In Jahnishausen bilden Schule und Gemeinschaft eine gute Kombi

Geschafft! Die Freie Auenwaldschule Jahnishausen hat in diesem Sommer nach vier Jahren ihren ersten „Durchlauf“ absolviert. Das Besondere: Ihre Gründung 2022 geht auf zwei Gemeinschaftsmitglieder der Lebenstraumgemeinschaft im sächsischen Jahnishausen nahe Riesa zurück. Gelungen ist Nadine und Georg tatsächlich die Wiederbelebung des alten Dorfschulgebäudes, das bereits 1970 seine Pforten schloss.
„Ohne die Gemeinschaft“, erklärt Georg, “hätten wir niemals das Eigenkapital zusammenbekommen, das wir für die Genehmigung zur Schulgründung brauchten.“ Das waren damals fast 100 000 Euro. „Und auch wenn wir zwischendurch knapp bei Kasse waren“, ergänzt er, „Privatkredite waren dankenswerterweise immer greifbar.“ Nadine erwähnt den „super Putztrupp“ von Frauen und Männern aus der Gemeinschaft, auf die einfach total Verlass war, wenn wieder ein Bauabschnitt abgeschlossen war. „Sehr hilfreich war auch, dass wir für unsere Gründungsvorbereitungen ohne
Weiteres die Gemeinschaftsräume nutzen konnten – wenn ich da an unser Elterncafé denke oder an Supervisionen.“
Selbst der unmittelbare Start vor vier Jahren wäre ohne die Gemeinschaft gar nicht möglich gewesen. Händeringend hatte der Schulverein nach einer Grundschullehrerin für die Dorfgrundschule in freier Trägerschaft Ausschau gehalten. Just zu diesem Zeitpunkt war die damals 58-jährige Sabine bei ihrer betagten Mutter in der Lebenstraumgemeinschaft zu Besuch. Eigentlich war Sabine vor Jahren schon nach Neuseeland ausgewandert. Das Unglaubliche geschah: Als ausgebildete Lehrerin entschloss sie sich kurzerhand, länger in Deutschland zu bleiben und im allerersten Jahr die Leitung der kleinen Schule in ihre Hände zu nehmen. Zum (schweren) Abschied tanzten ihr „ihre“ Kinder einen Maori-Tanz…
Die Auenwaldschule mit ihren mittlerweile 23 Schülerinnen und Schülern scheint unter einem guten Stern zu stehen: Mit Claudia zog „zufällig“ eine Waldorflehrerin in die Gemeinschaft und unterstützte die Schulgeschicke mit viel Erfahrung, Klarheit und Gelassenheit. Rosa als junge Absolventin – eigens aus der Gemeinschaft „Kooperative Gersdorf“ zugezogen – schulterte mit großem Engagement und langem Atem die vergangenen drei Schuljahre und will nun den Staffelstab weitergeben. Immer wieder gab es in diesen ersten vier Jahren natürlich auch Phasen großer Unsicherheit:
Bekommen wir im überalterten ländlichen Raum bei uns überhaupt noch genügend Kinder zusammen? Wovon finanzieren wir die nächsten Phasen unseres Ausbaus? Finden wir überhaupt Lehrerinnen und Lehrer, denen freies, intuitives Lehren und Lernen wirklich Herzenssache ist?
Und wieder gab es einen Glücksfall: Ein Paar aus Berlin zieht diesen Sommer in die Gemeinschaft ein – und Cosima ist Lehrerin und voller Vorfreude auf ihr künftiges Wirken an der kleinen Jahnishausener Schule: Auf die vielen Bewegungsangebote, die Kinderprojekte, die Lernfeste und schließlich die täglichen Morgen- und Abschlusskreise der Schülerinnen und Schüler, in denen sie sie
mit gewaltfreier Kommunikation für Kinder vertraut machen möchte.
Es scheint ein Erfolgsrezept zu sein: Eine Schule zu gründen und sie Jahr um Jahr weiterzuentwickeln, ist um Einiges leichter mit einer Gemeinschaft als Rückenstärkung als allein auf weiter Flur. Und so
tragen die vielen Älteren in der Lebenstraumgemeinschaft allein durch die Wahl ihres Lebensortes etwas bei zur Verjüngung in Sachsens ländlichem Raum.

Kathrin Schanze als Newsletter für das Global Ecovillage Network

Adresse

JahnatalStr. 3
Riesa
01594

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