21/08/2026
★ NASENBEINBRUCH MIT FOLGEN - TEIL 2 ★
Kurz nach dem Selbstunfall fing ich an, verzweifelt zu werden. Die Verzweiflung verliess mich erst, als der HNO-Arzt während der Endkontrolle den Verband und die Schiene von der Nase löste und mir im Spiegel zeigte, wie meine Nase sich wieder genau in der Mitte des Gesichts befand.
Nun muss alles noch ganz abschwellen, die restlichen Hämatome müssen abheilen und die Spuren der Wunden verschwinden. Dies wird noch etwas dauern.
Geblieben ist mir bis heute ein Entsetzen wegen allem, was mir aufgrund meiner Müdigkeit zugestossen ist. Ich denke, dass es Zeit braucht, bis ich alles aufgearbeitet haben werde.
Ein erster Teil der Aufarbeitung ist mittlerweile, dass die Nachbarschaft sehr schnell da war, als ich um Hilfe rufen musste. Ein anderer ist, dass die Realität der medizinischen Abläufe von der Notfall-Aufnahme im Klinikum bis zum chirurgischen Eingriff und der Endkontrolle in der HNO-Klinik mich abfing. Auch war der Taxifahrer, der mich am Unglücksabend nach Hause brachte, sehr, sehr gut zu mir. Der Arzt und die Assistentin in der HNO-Abteilung verhielten sich klar, verbindlich, informativ, sorgfältig. Danach sass ich am Bahnhof in Villingen auf einer Bank und wartete auf den Zug nach Hause. Neben mir erzählte ein Mann, dass er ebenfalls schon einen Nasenbeinbruch hatte. So fühlte ich mich in meiner Verzweiflung verstanden.
Es ist mir viel Gutes in diesen wenigen Tagen widerfahren, wofür ich sehr dankbar bin. Sobald alles durch sein wird, werde ich jedoch auch den Aufbau meiner Bewegungsabläufe bei Müdigkeit und Erschöpfung überprüfen und neu strukturieren müssen. Dies ist nach dem Ereignis unbedingt notwendig.
★ Herzliche Grüsse vom Bodensee von Anasín am 21. August 2026 ★