01/07/2026
Filmreihe Osteuropa im Sommersemester 2026
"Black Red Yellow (Kara kyzyl sary)", Kyrgyzstan 2025
Termin: Donnerstag, 02. Juli 2026, 18:00 Uhr
Ort: Library-Lounge, Zentralbibliothek, Universität Passau
Gast / guest: The film will be introduced by the film scholar Gulnara Abikeyeva, a specialist on Central Asian cinema from Kazakhstan, and followed by a Q&A.
Inhalt / content: Black Red Yellow tells a love story of two people who are not allowed to marry because of traditions. It tells the story of each lover: the man unhappily married to another woman, and the woman who leaves the village for another life. And it tells the story of lives woven into the patterns of carpets.
Runtime: 93 minutes
Language: Kyrgyz with English subtitles
Director: Aktan Arym Kubat
Scriptwriters: Topchugul Shaidullayeva, Aktan Arym Kubat
Weitere Infos: www.kinokultura.com/2026/91r-karakyzylsary.shtml
In Kooperation mit Prof. Dr. Birgit Beumers im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts "Zentralasien als Film-Land: Kultur als Macht"
30/06/2026
Filmreihe Osteuropa im Sommersemester 2026
"Waves (Vlny)", Tschechien 2024
Termin: Mittwoch, 01. Juli 2026, 18:00 Uhr
Ort: Library-Lounge, Zentralbibliothek, Universität Passau
Inhalt: Der Historienstreifen „Vlny“ erzählt die Geschichte von der Niederschlagung der Reformbewegung Prager Frühling im Jahr 1968. Die Protagonisten sind dabei die damaligen Mitarbeiter des Tschechoslowakischen Rundfunks, der bei den historischen Ereignissen eine entscheidende Rolle spielte. Konkret stehen die Angestellten der Auslandsredaktion im Mittelpunkt der Handlung. Denn sie berichten selbst dann noch unabhängig über die Lage im Land, als draußen bereits die Panzer des Warschauer Paktes rollen.
Quelle: deutsch.radio.cz/drama-um-tschechoslowakischen-rundfunk-1968-vlny-soll-oscar-fuer-tschechien-8828238
Länge: 131 Minuten
Sprache: Tschechisch mit englischen Untertiteln
Drehbuch / Regie: Jiří Mádl
In Kooperation mit dem Sprachenzentrum: Dr. Kateřina Milotová, Lektorin für Tschechisch
06/05/2026
Öffentlicher Vortrag: Oberschlesische Bewegungen – Ideen einer territorialen und kulturellen Autonomie
Termin: Donnerstag, 07. Mai 2026, 18:00 Uhr
Ort: Nikolakloster (NK) 403, Universität Passau
Referent: Jerzy Gorzelik, Dr. habil., Associate Professor, Uniwersytet Śląski w Katowicach
Person: Jerzy Gorzelik ist Professor für Kunstgeschichte an der Schlesischen Universität in Kattowitz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Zusammenhang zwischen Kunst, Kunstgeschichtsschreibung, Kulturerbe und modernen Gruppenidentitäten. Er ist Vorsitzender der Bewegung für Autonomie Schlesiens, ehemaliger Abgeordneter der Regionalversammlung der Woiwodschaft Schlesien und ehemaliges Mitglied des Woiwodschaftsvorstandes.
Inhalt: Der Vortrag beleuchtet die Entstehung einer modernen oberschlesischen Identität seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich zwischen deutschem und polnischem Nationalismus positionierte. Im Fokus stehen die Entwicklungen nach dem Ersten Weltkrieg, die späteren Einschnitte unter Nationalsozialismus und Kommunismus sowie die Frage, wie sich die nach der Wende entstandene Autonomiebewegung an diese Traditionen anlehnt, welche Ziele sie verfolgt und mit welchen Mitteln sie diese zu erreichen versucht.
04/05/2026
Öffentlicher Vortrag: Sezession und EU Integration - Gegensätze oder Zwei Seiten einer Medaille?
Termin: Dienstag, 05. Mai 2026, 18:00 Uhr
Ort: Nikolakloster (NK) 403, Universität Passau
Referent: Dr. Sören Keil, Professur für Internationale Politik, Universität Passau
Person: Sören Keil ist Akademischer Rat an der Professur für Internationale Politik der Universität Passau. Vorher war er Leiter des Internationalen Forschungs- und Beratungszentrum des Instuts für Föderalismus an der Universität Fribourg in der Schweiz. Seine Forschung fokusiert sich auf Konfliktlösung, Power-sharing und Föderalismus, sowie EU Integration und EU Erweiterung.
Inhalt: Die Europäische Union ist das erfolgreichste regionale Integrationsprojekt der Welt. Dennoch hat mit Großbritannien erstmals ein Mitgliedsstaat die Union verlassen. Wie können diese Prozesse miteinander verbunden werden? Wie erklärt es sich, dass es sowohl Staaten gibt, die der EU weiter beitreten wollen (zum Beispiel im Westlichen Balkan, die Ukraine, Moldau), gleichzeitig aber auch innerhalb von Mitgliedsstaaten Sezessionstendenzen zugenommen haben, wie man in Katalonien in Spanien, oder in Flandern in Belgien deutlich sehen kann. Prozesse der Integration und Desintegration scheinen sich im europäischen Kontext zu überlappen, aber wie verhalten sie sich zueinander? Der Vortrag wird zeigen, wie diese Prozesse verstanden werden können, und warum Föderalismus als EU Integrationstheorie deutlich mehr Beachtung unter AkademikerInnen und PolitikerInnen finden sollte.