22/06/2026
„Die Leute wollen keinen Krieg!“
Peers aus 5 Ländern haben Mitte Juni Menschen aus aller Welt gefragt: „Wie können wir Kriege stoppen?“ Die Antworten haben uns überrascht.
Der ungewöhnlichste Ort der Welt für so eine Befragung ist sicher vor dem Schloss Neuschwanstein bei Füssen in Süddeutschland. Dort sind wir auf die Menschen zugegangen, mutig. Aber genial: Dort sind Menschen aus allen Teilen der Welt: aus China, Japan, aus den USA, Argentinien, Niederlande, Portugal usw. . 90% der Menschen haben uns gerne geantwortet, wer fragt sie sonst schon? Fast alle sagten, sie wollten raus aus der Gewaltspirale. Aber wie? Ratlos wie wir – gab es deshalb auch von den anderen Ratlosen „verrückte“ (??) Antworten: „Lasst die Präsidenten gegeneinander kämpfen“, „Wartet, bis Aliens das alles stoppen!“, „Schafft Grenzen und Länder ab!“, „Lasst die Diplomaten machen!“, „Schützt die Zivilisten!“, „Macht Kompromisse!“ Die andere Hälfte hat darauf verwiesen, was man dringend tun müsste, um Kriege zu verhindern: Mehr Bildung über andere Kulturen, mehr Reden über unsere Werte, mehr Toleranztraining, mehr Nächstenliebe, Freundlichkeit, aufpassen, wen man wählt.
Wir – die Teilnehmer:innen der Gruppe – haben gemerkt, dass wir UND die Befragten wenig / zu wenig Ideen haben, was getan werden kann, um Kriege zu stoppen. In der Gruppe sind aber erste Ideen auf den Tisch gekommen, die wir noch nicht alle verstehen: Wirtschafts-Boykott gegen aggressive Länder, Steuerfreigabe für Aufrüstung zur Verteidigung und für Waffenlieferungen, Unterstützung von Geflohenen in und aus Kriegsgebieten, Unterstützung von politischen, auch internationalen Bündnissen, moralische Unterstützung von Kämpfenden, Vorbereitung von Abwehr hybrider Kriegsführung, Entlarvung von Kriegstreibenden in Social Media usw.
Wir haben online mit Jugendlichen in der Ukraine gesprochen – die inzwischen auch vielfach nur noch aus dem Land wollen. PLI hat Gespräche mit jungen Menschen in Israel geführt. Das Ergebnis: Wir müssen mehr wissen, mehr reden, mehr denken, mehr handeln lernen. Deshalb: Wir werden in der Gruppe weiter arbeiten, Projekte machen, andere einbeziehen: coming soon.