SOLVIT Coaching

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Neue Perspektiven für Menschen, die sich im Kreis drehen. Autor von Reset im Kopf und Gespräche mit deinem Spiegel

Oft sind es nicht die Umstände, die uns festhalten, sondern die Gespräche, die wir mit uns selbst führen. Es kommt nicht darauf an, wer Du bist, sondern wer Du sein willst. Coachings in den Bereichen Life-Coaching, Business-Coaching

21/08/2026

Die Lüge vom Wissen - Die Tyrannei der Vernunft Teil 2

Eine Klientin erzählte mir neulich verzweifelt, dass sie genau weiß, wie eine gesunde Alltagsroutine für sie aussieht. Sie hat Ernährungspläne, Yoga-Abos und kennt jeden Tipp. Trotzdem endete ihr Abend wieder gestresst auf dem Sofa. Sie dachte, sie sei das Problem. Doch das Problem war die Erwartung, dass Wissen automatisch den Autopiloten umschaltet. Wenn gute Ratschläge wirkungslos bleiben, liegt es selten am fehlenden Willen, sondern daran, dass wir versuchen, ein emotionales Thema rein mit Logik zu lösen.

Habt ihr auch schon mal erlebt, dass euch euer eigenes Wissen eher blockiert und unter Druck gesetzt hat, anstatt euch zu helfen?

18/08/2026

Die Lüge vom Wissen - Die Tyrannei der Vernunft Teil 1

Manchmal wissen wir so viel über uns selbst, dass wir vor lauter Erkenntnissen gar nicht mehr ins Handeln kommen. Wir kennen unsere Trigger, unsere Schwachstellen und die theoretische Lösung. Warum ist der Schritt vom Verstehen zum Tun trotzdem der schwerste Weg der Welt? Weil unser Verstand uns vorgaukelt, dass Denken schon Arbeiten sei. Aber echte Veränderung tut weh, sie braucht Energie - Wissen dagegen ist leicht und tut niemandem weh.

Wie geht es euch damit: Beruhigt euch das bloße Verstehen eines Problems manchmal auch mehr, als es eigentlich sollte?

27/07/2026

Die dunkle Seite des Helfens
Helfen ist nicht immer hilfreich.
Teil 3 von 3

Zum Abschluss dieser kleinen Serie ein Gedanke.
Bevor ich heute helfe, frage ich mich:
Was bewirkt meine Hilfe?
Entsteht dadurch mehr Selbstvertrauen?
Oder nur mehr Abhängigkeit?
Diese Frage hat meine Sicht auf Unterstützung verändert.
Nicht jede Hilfe muss darin bestehen, etwas abzunehmen.
Manchmal besteht sie darin, einem Menschen zuzutrauen, seinen eigenen Weg zu finden.
Das ist oft schwieriger.
Aber manchmal genau das, was der andere wirklich braucht.

Wo liegt für dich die Grenze zwischen Fürsorge und Verantwortung übernehmen?

20/07/2026

Die dunkle Seite des Helfens -
Helfen ist nicht immer hilfreich.
Teil 2 von 3

Eine Klientin wollte nur das Beste für ihren Sohn.
Sie kümmerte sich.
Sie organisierte.
Sie sprang immer wieder ein.
Bis ich sie fragte:
„Woran würden Sie merken, dass Ihr Sohn Sie eines Tages nicht mehr braucht?“
Sie hatte darauf keine Antwort.
Erst später wurde ihr bewusst:
Sie hatte ihm vieles erleichtert.
Aber auch vieles abgenommen.
Das war keine böse Absicht.
Es war Fürsorge.

Und gerade deshalb war es so schwer zu erkennen.
Manchmal ist Vertrauen die größere Hilfe.
Auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anfühlt.

Ist dir so etwas schon einmal begegnet?

15/07/2026

Die dunkle Seite des Helfens
Helfen ist nicht immer hilfreich.
Teil 1 von 3

In den letzten Jahren ist mir etwas aufgefallen.
Nicht fehlende Hilfe verändert Beziehungen.
Sondern manchmal zu viel davon.
Das klingt zunächst widersprüchlich.
Schließlich möchten wir Menschen unterstützen.
Wir springen ein.
Wir lösen Probleme.
Wir nehmen Belastungen ab.
Aus guten Gründen.
Doch genau dabei kann etwas passieren, das wir gar nicht beabsichtigen. Verantwortung verschiebt sich.
Ganz langsam.

Deshalb frage ich mich heute nicht mehr nur:
„Wie kann ich helfen?“
Sondern:
„Hilft meine Hilfe dem anderen wirklich?“

Im nächsten Beitrag erzähle ich von einer Begegnung, die mir diese Frage auf eine ganz neue Weise gestellt hat.
Kann zu viel Hilfe manchmal mehr schaden als nützen?

10/07/2026

Vielleicht sind Sie nicht überfordert. Vielleicht übernehmen Sie einfach zu viel.

Beim nächsten „Ich mache das noch schnell“ halten Sie kurz inne.
Fragen Sie sich:
• Muss das wirklich ich übernehmen?
• Was passiert, wenn ich es heute nicht tue?
• Würde ich das auch von einem Menschen erwarten, den ich gernhabe?

Diese drei Fragen kosten kaum eine Minute.
Aber sie können helfen, den Autopiloten auszuschalten.
Denn oft beginnt Veränderung nicht mit einer neuen Methode.
Sondern mit einem neuen Gespräch mit sich selbst.

Mich interessiert: Welche dieser Fragen würden Sie sich häufiger stellen wollen?

06/07/2026

Die Erschöpfung der Vernünftigen
Vielleicht sind Sie nicht überfordert. Vielleicht übernehmen Sie einfach zu viel.

Eine Frau erzählte mir einmal, dass sie ständig das Gefühl hatte, allem gerecht werden zu müssen.
Im Gespräch stellte sich eine einfache Frage:
Wer erwartet das eigentlich?
Ihre Antwort kam erst nach einer langen Pause:
„Eigentlich niemand.“
Manchmal tragen wir Erwartungen mit uns herum, die längst zu unseren eigenen geworden sind.
Dann fällt es schwer, Nein zu sagen – obwohl es vielleicht gar keinen Streit geben würde.
Verantwortung ist etwas Wertvolles.
Aber sie muss nicht bedeuten, alles allein zu tragen.
Unsere Gedanken begleiten uns den ganzen Tag. Deshalb lohnt es sich, ihnen zuzuhören.

Mich interessiert: Haben Sie sich schon einmal selbst mehr Druck gemacht als andere?

01/07/2026

Oft sind nicht die lautesten Menschen erschöpft.
Sondern die Vernünftigen.
Die mitdenken.
Die helfen.
Die niemanden hängen lassen möchten.

Irgendwann wird aus einem freundlichen "Ich mache das schon" ein inneres Programm.
"Wenn ich es nicht tue, tut es keiner."
Das klingt verantwortungsvoll.
Kann aber dazu führen, dass die eigenen Grenzen immer weiter nach hinten rücken.
Vielleicht beginnt Erschöpfung nicht bei zu vielen Aufgaben.
Vielleicht beginnt sie mit einem Satz, den wir uns schon viel zu lange selbst erzählen.
Was wir uns selbst erzählen, beeinflusst oft mehr, als uns bewusst ist.

Mich interessiert: Haben Sie sich in diesen Gedanken wiedergefunden?

26/06/2026

Heute ein kleiner Gedanke, den du direkt ausprobieren kannst.

Wenn du dich das nächste Mal dabei ertappst, zu denken:
„Ich müsste eigentlich ...“
halte kurz inne.
Und stelle dir eine andere Frage:
„Wer hat eigentlich entschieden, dass das ein Problem ist?“

Oft entdecken wir dabei etwas Interessantes.
Viele Maßstäbe, nach denen wir uns bewerten, stammen gar nicht von uns selbst.
Wir haben sie irgendwann übernommen.
Von Menschen, die uns wichtig waren.
Von gesellschaftlichen Erwartungen.
Von Bildern davon, wie ein gelungenes Leben aussehen sollte.

Nicht jede Kritik an uns selbst ist deshalb automatisch berechtigt.
Manchmal lohnt es sich, zuerst den Maßstab zu prüfen, bevor man sich selbst verändert.

Gibt es einen Anspruch an dich selbst, den du heute anders betrachten würdest?

22/06/2026

Sie sprach über ihre Unsicherheiten.
Über Fehler.
Über Gewohnheiten, die sie endlich in den Griff bekommen wollte.
Das ging erstaunlich leicht.
Dann fragte ich sie:
„Was gelingt dir eigentlich gut?“
Sie dachte lange nach.
Nicht weil es keine Antwort gab.
Sondern weil diese Frage für sie ungewohnt war.

Später sagte sie:
„Vielleicht habe ich mich so lange verbessert, dass ich vergessen habe zu prüfen, ob überhaupt etwas repariert werden muss.“
Dieser Satz ist mir geblieben.

Denn viele Menschen betrachten sich selbst fast ausschließlich durch die Brille ihrer Baustellen.
Dabei übersehen sie oft, wie viel bereits funktioniert.
Vielleicht ist das kein Mangel an Selbstvertrauen.
Vielleicht ist es eine Gewohnheit geworden, immer nach dem Nächsten zu suchen, das noch besser werden könnte.

Was denkst du darüber?

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