12/05/2026
Im Rahmen der Designers Circles durften wir am 05.05. an der Fakultät Design der TH Nürnberg begrüßen. Als Mitgründer des Stuttgarter CGI- und Motion-Design-Studios Float gab er spannende Einblicke in die Entstehung des Studios und seine Arbeit in der Kreativbranche.
Von den ersten gemeinsamen Projekten bis hin zur eigenen Firma mit Mitarbeitenden und internationalen Kunden erzählte er offen von seinem Weg und den Erfahrungen, die Float geprägt haben. Besonders spannend waren die Einblicke in drei verschiedene Projekte und die Abläufe dahinter.
Anhand konkreter Beispiele zeigte Martin Fütterer, wie starke Visuals Ideen erlebbar machen können – von aufwendigen Design-Explorations bis hin zu kreativen Kampagnenkonzepten wie dem „Cryptide“-Schuhprojekt. Ein experimenteller 3D-gedruckter Schuh, dessen Präsentation wie eine mysteriöse Kryptiden-Sichtung inszeniert wurde – inklusive Fußabdrücken, Fossilien und einer atmosphärischen visuellen Welt. Das Projekt schaffte es schließlich sogar bis zur Paris Fashion Week 2025.
Neben beeindruckenden Projekten ging es auch um kreative Prozesse, Teamarbeit und den Umgang mit spontanen Herausforderungen im Produktionsalltag. Gerade diese ehrlichen Einblicke machten den Vortrag besonders inspirierend und greifbar.
Vielen Dank für den spannenden Abend und die vielen authentischen Einblicke hinter die Kulissen von Studio Float!
06/05/2026
🎓 Sonja Pham
📅 Dienstag 19.05.26, 19:00 Uhr
📍 - Pirckheimerstraße 32, 90408 Nürnberg
Ein unabhängiges Printmagazin über Gestaltung? Sonja Pham, Journalistin, Übersetzerin und
kreatives Multitalent gibt im Designers’ Circle einen Einblick hinter die Kulissen des Grafikmagazins.
Von der Haltung und dem Anspruch der Redaktion an das Magazin bis hin zum hochkomplexen Redaktionsalltag mit Themenfindung, Recherche, Auswahlprozesse, Gestaltung, Papierwahl und Produktion.
Dabei entwickelt das Team ein feines Gespür für die Branche und Sonja bringt Themen mit, die
das Redaktions-Barometer zum Ausschlag bringen: Nachhaltigkeit, Materialität, KI, neue Berufsbilder
und was das für Studierende und ihren Einstieg bedeutet.
Designer‘s Circle - Gastvorträge des an der .design der . An Dienstag Abenden in wechselnden Locations.
21/04/2026
🎓Martin Fütterer
📅 Dienstag 05.05.26, 19:00 Uhr
📍 .design - Wassertorstraße 10, 90489 Nürnberg
Martin Fütterer studierte Media Production an der Hochschule Darmstadt sowie Motion Design an der Filmakademie Ludwigsburg. Heute arbeitet er als Motion Designer und Producer. Als Mitbegründer von Studio Float entwickelt er gemeinsam mit seinem Team computergenerierte Visuals für Film, Werbung und Rauminstallationen. In seinem Vortrag gibt er Einblicke in die Arbeitsweise des Studios und zeigt, wie Ideen durch unterschiedliche Ansätze Form annehmen – von ersten Konzepten bis zur finalen Animation. Neben Auftragsarbeiten spricht er über freie Projekte und das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und den Erwartungen von Auftraggebern.
Designer‘s Circle - Gastvorträge des an der .design der . An Dienstag Abenden in wechselnden Locations.
17/06/2025
Am 12. Juni fand bereits die 18. an der .design der statt. Diese, vom dritten Semester Raum- und Eventdesign selbst organisierte, Ausstellung bietet Studierenden die Möglichkeit, freie Arbeiten auszustellen, die nicht im Kontext des Studiums entstanden sein müssen. Der unterstützt diese Veranstaltung logistisch und vergibt jedes Jahr mit dem „DN-Award“ eine Auszeichnung an eine herausragende Arbeit.
Die DV-Mitglieder , .toehmerle, .de, und .stoemer bildeten dieses Jahr die Jury und zeichneten mit dem Zahnmaus-Kissenbuch von B**h Luu eine ganz besondere Arbeit aus.
Ein Kissen mit Rüschen und zahlreichen kleinen Details – aber gleichzeitig auch ein Buch. erzählt die Geschichte der Begegnung des Mädchens Nghi mit der Zahnmaus auf mehreren Seiten in einer liebevollen Kombination aus Grafikdesign und Textilkunst. Die Illustrationen wurden dabei gezeichnet und als Patchwork aus unterschiedlichen Stoffen aufgenäht.
Auf der Shortlist landen .tattoo mit dem Riso-Magazin „Glück Repolitisieren“, aus dem sechsten Semester Illustration, über das er sagt: „Wir müssen es schaffen an der TH, wieder, mehr Arbeiten zu machen, die gesellschaftlich, politisch und/oder solidarisch sind. Arbeiten, die alleine für den Konsum ausgelegt sind, bringen uns auf Dauer nicht weiter“ sowie .enghel mit seiner freien Auftragsarbeit – CG-animierte Lineup-Reels für das Mahagoni Festival 2024.
Fotos:
16/06/2025
Designtheorie hat durch den Einzug gehalten an der .design der – wie passend also, dass mit Dr. Aliena Guggenberger eine Kunsthistorikerin im Designers’ Circle zu Gast war, die im Forschungsprojekt .women.design vom .gutenberg der .mainz zur Geschichte des Grafikdesigns forscht.
Ziel von UN/SEEN ist die Sichtbarmachung historischer Grafik-Designerinnen. Denn, wie sich am Vortragsabend zeigte: Männliche Designer-Vorbilder hatten viele der Anwesenden parat, bei Designerinnen sieht es schwieriger aus – besonders, wenn man in die Zeit vor dem Bauhaus eintaucht. Die Arbeit des Forscherinnenteams von UN/SEEN taucht genau dort in die Designgeschichte ein, denn der Anteil von Designerinnen in Standardwerken ist marginal. Und, wie Dr. Aliena Guggenberger sagt: „Gesehen zu werden ist der erste Schritt um wahrgenommen zu werden“.
Dieses Ziel erreicht das Projekt durch aufwändige Recherchearbeit: Archive, Sammlungen, Gespräche mit Nachfahren. Dabei spielt der Transfer zwischen Designtheorie und -geschichte auf der Einen sowie gestalterischer und kommunikativer Praxis auf der anderen Seite eine wichtige Rolle: Ergebnisse finden über verschiedene Kanäle ihren Weg in die Öffentlichkeit – auf Instagram mit Einblicken in Forschungsprozesse, über Wiki-Workshops auf Wikipedia und auf einer eigenen Online-Plattform mit über 300 Biografien – bald auch in einer umfassenden Publikation. Ein Beispiel: Lilli Behrens – Zeichnerin und Textilkünstlerin – doch auf Wikipedia in erster Linie beschrieben als Frau des Designers Peter Behrens. UN/SEEN möchte das ändern und dazu beitragen, diese „Behrens-Gap“, wie Aliena Guggenberger sie nennt, überwinden.
Ein besonderer Dank gilt und Matthias Dachwald vom für Einführung und die Möglichkeit, den Designers’ Circle Mitten in der Ausstellung INSIDE STREETS von und .studio stattfinden zu lassen, die mit ihren Collagen und Assemblagen den künstlerischen Umgang mit grafich gestalteten Materialien zeigt.
Text:
Fotos
26/05/2025
🎓Dr. Aliena Guggenberger: UN/SEEN Women
📅 3. Juni 2025, 19:00 Uhr
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In der Geschichte des Grafik Designs fehlt es weiblichen Gestalterinnen an Sichtbarkeit. Es gibt viele Informationen über Designer, aber es ist schwer, etwas über Designerinnen zu finden. Das Forschungsprojekt UN/SEEN beschäftigt sich mit Gestalterinnen zwischen 1865 und 1919. Denn wenn wir die Geschichte des Designs neu schreiben wollen, müssen wir auch die Anfänge berücksichtigen. UN/SEEN will dazu beitragen, dass sich der Blick auf Frauen im Grafik Design heute verändert. Dafür forscht das Projekt in Archiven und macht die Leistungen der Gestalterinnen öffentlich, auf ihrer Website, auf Instagram, mit Wiki-Workshops, einem Buch und einem Symposium.
Dr. Aliena Guggenberger ist Teil des Forschungsteams am Institut Designlabor Gutenberg der Hochschule Mainz. Sie ist Kunst- und Kulturhistorikerin und forscht über Mode- und Designgeschichte um 1900. Bei ihrer Forschung interessiert sie sich besonders für die Zusammenhänge historischer und gegenwärtiger Diskurse. .women.design
Designer‘s Circle - Gastvorträge des an der .design der . An Dienstag Abenden in wechselnden Locations.
22/05/2025
Zum dritten Termin des Designers’ Circles im Sommersemester 2025 lud der ehemalige Ohm-Student Jonathan Danko Kielkowski ins Kulturgewächshaus Fürth – ein Ort, der ebenso ungewöhnlich ist wie seine Laufbahn. Eingeleitet wurde der Abend von Prof. Dr. Christoph Schaden, der daran sich erinnerte, wie Jonathan während seines Studiums mit Dokumentarfotos aus dem Wrack der Costa Concordia in seinem Büro auftauchte. Für eine Bachelorarbeit konnte er die Fotos schließlich nicht verwenden, aber Jonathan veröffentlichte kurz nach dem Studium ein Fotobuch – dessen Herausgeber: Christoph Schaden.
Doch Jonathan sprach an diesem Abend nur kurz über seine kurze Karriere als 3D-Artist und seine Tätigkeit als künstlerischer Dokumentarfotograf. Stattdessen führte er die rund 60 Besucher*innen durch das Kulturgewächshaus: Ein über 80 Jahre altes Gärtnerei-Gelände, das heute gemeinschaftlich genutzt wird – als Ort für Kultur, Kunst und nachhaltige Gartenpraxis. Dabei immer im Fokus: Improvisieren, weiterdenken, neu verwenden. Das Kulturgewächshaus lebt von Improvisation, Gemeinschaft und dem Vertrauen darin, dass es schon irgendwie wird. Dabei recycelt das Kollektiv unterschiedliche Materialien und reißt in Eigenregie schon mal ein altes Wohnhaus ab – nur um Türrahmen zu Beeten zu machen und geschnitzte Balken in die Bar einzubauen. Das stiftet Identifikation und verdeutlicht auch physisch, wie an diesem Ort alles zusammenkommt.
Der Mut, Dinge auszuprobieren, mit dem zu arbeiten, was vorhanden ist, und aus Herausforderungen Gestaltungsräume zu schaffen, ist die große Parallele zwischen dem Kulturgewächshaus und dem Designstudium. Und Jonathans Biografie zeigt eindrucksvoll, dass es viele Wege gibt, wie sich eine Design-Karriere entwickeln kann. Damit war der Ort nicht nur Kulisse, sondern selbst Teil des Programms – ganz im Sinne des Designers’ Circle, der den Studierenden ermöglichen soll, Kreativorte in Nürnberg und Umgebung kennenzulernen.
Text:
Fotos:
Designers’ Circles: Immer an Dienstagen um 19:00 Uhr an wechselnden Kreativorten. Nächster Termin: 03. Juni 2025 mit Dr. Aliena Guggenberger von .women.design im
17/05/2025
Bist du auf der Suche nach einem zentralen Coworking-Space für dein kreatives Schaffen? Im DV-Space ist wieder Platz frei!
Interesse? Melde dich bei uns über [email protected]
Mögliche Besichtigungstermine: 22.05, 04.06, 10.06 jeweils um 18:30h 🧀🐀
Keyvisual:
07/05/2025
Die Produktdesignerin und Künstlerin Babette Wiezorek war zu Gast im DESIGNVEREIN, um im Rahmen des Designers‘ Circles über ihre Arbeit mit Porzellan und keramischen Materialien zu sprechen, die sich besonders durch die Verbindung von Handwerk und digitaler Technologie auszeichnet.
Beim 3D-Druck mit Porzellan stößt sie dabei häufig auf die Herausforderung, dass viele Programme für Plastik ausgelegt sind. Daher entwickelt sie eigenen Code, um die Grenzen des Druckers zu erweitern. Durch die nodebasierte Architektur dieser Programme kann sie komplexe Algorithmen erstellen und die Schichtung der Objekte bereits während der Modellierung betrachten und anpassen.
Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist deshalb der Prozess selbst und das Arbeiten mit dem Unvorhersehbaren. Jeder Druckprozess ist anders und nicht immer exakt reproduzierbar, was dazu führt, dass die Parameter ständig wechseln und das Ergebnis oft eine Überraschung ist. Sie sieht diese Eigenheiten nicht als Fehler, sondern als „Features“. Die entstehenden Formen ähneln oft textilen Oberflächen und zeichnen sich durch filigrane, komplexe Strukturen aus.
Wie bei traditionellen Keramiktechniken, bei denen Formen oft durch das Aufeinanderlegen von Tonsträngen oder „Würsten“ aufgebaut werden, arbeitet Babette Wiezorek bei ihren 3D-gedruckten Porzellanobjekten ebenfalls mit einer Art Linienführung. Der programmierte „Fahrweg“ des 3D-Druckers legt das flüssige Porzellan Schicht für Schicht ab, wodurch sich die Form additiv aufbaut – ein Prozess, der, obwohl technologisch völlig anders, das Prinzip des Gestaltens durch das sukzessive Hinzufügen von Materiallinien oder -schichten aufgreift.
Unter ihrem Label Additive Addicted erstellt sie nicht nur Objekte für ihren Onlineshop, Galerien, Messen und Märkte, sondern bietet auch Sonderanfertigungen, Kooperationen, Wissensvermittlung im 3D-Bereich und technologisches Consulting an.
Text und Foto: . Designers‘ Circles sind immer an Dienstagen um 19:00 Uhr an wechselnden Kreativorten. Nächster Termin: 20. Mai 2025 mit im .fuerth!
06/05/2025
🎓Jonathan Danko Kielkowski:
Dokumentarfotografie & das Kulturgewächshaus
📅 20. Mai 2025, 19:00 Uhr
📍 .fuerth
Jonathan Danko Kielkowski studierte Design an der Technischen Hochschule Nürnberg und arbeitet als künstlerischer Dokumentarfotograf. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht, darunter die Bücher „Concordia“ (2016), „Unterirdisch“ (2016), „Pyramiden“ (2019) und „Concordia – Another View“ (2022). Er macht auch Auftragsarbeiten, zum Beispiel über Architektur, Industrie und Dokumentation.
Im Kulturgewächshaus Fürth spricht Kielkowski aber nicht nur über seine Fotografie, sondern auch darüber, wie sich ein altes Gewächshaus in einen kreativen Begegnungsort verwandelt. Über 80 Jahre lang war das Gelände Teil einer Gärtnerei, heute wird es gemeinschaftlich genutzt. Kielkowski berichtet von den Herausforderungen, einen Ort mit Geschichte so umzugestalten und einen Ort zu schaffen, der Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur und Gartenbau erlebbar macht.
jd-kielkowski.com
kulturgewaechshaus.de
fuerth
Designer‘s Circle - Gastvorträge des an der .design der . An Dienstag Abenden in wechselnden Locations.
26/04/2025
Tom Nikesch und Emil Hofmann haben letztes Jahr zweieinhalb Wochen in Japan verbracht und diese Zeit ausgiebig fotografisch dokumentiert.
Nun zeigen sie ihre Eindrücke dieses Landes der Gegensätze anhand von Fotografien, Texten, Andenken und vielem mehr.
Die Vernissage findet am Freitag, den 2. Mai, um 18 Uhr statt.