23/04/2026
Kinofilm âGOTTâ und der Ă€rztlich assistierte Suizid - am 09.06.2026 in Neuwied
Ăber 75% der befragten deutschen BĂŒrger:innen sind fĂŒr Selbstbestimmung am Lebensende; aber nur ca. 15% wissen laut einer Forsa-Umfrage vom Oktober 2024, dass professionelle Suizidhilfe in Deutschland erlaubt ist. Zu den 31 Veranstaltungen mit dem Film GOTT kamen im Jahr 2025 durchschnittlich ĂŒber 130 Kinobesucher pro Film.
Mit dem Kinofilm âGOTTâ von Ferdinand von Schirach wird eines der erfolgreichsten Dramen unserer Zeit gezeigt. Richard GĂ€rtner, ein 78-jĂ€hriger ehemaliger Architekt, gespielt von Matthias Habich, hat einen Wunsch: Er möchte sein Leben beenden. Aber er will dies nicht im Ausland tun, sondern legal, mit der UnterstĂŒtzung seiner HausĂ€rztin. Die Situation von Richard GĂ€rtner wird vor dem Ethikrat diskutiert. Die Debatte dreht sich nicht darum, welche Arten von Sterbehilfe fĂŒr Ărzte straffrei sind, sondern ob Ărzte den Wunsch eines lebensmĂŒden Patienten erfĂŒllen dĂŒrfen - unabhĂ€ngig davon, ob der Patient jung oder alt, gesund oder krank ist.
Dr. Keller, ein Mitglied des Ethikrates und gespielt von Ina Weisse, befragt Experten und lĂ€sst sie ihre Meinungen Ă€uĂern. Am Ende wendet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum mit der Frage: Soll Richard GĂ€rtner das tödliche Medikament erhalten, um sein Leben selbstbestimmt zu beenden?
Freitodbegleitungen sind in Deutschland legal und finden in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 wird als einzige Voraussetzung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen gefordert.
Jeder darf helfen - auch alle Ărzt:innen und professionellen Organisationen.
Die Sonderveranstaltung wird organisiert von
âą Metropol-Kino Neuwied und
âą der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Humanes Sterben, DGHS.
Sie wird unterstĂŒtzt
âą von der Volkshochschule Neuwied sowie
âą von der Kreis-Volkshochschule Neuwied.
Die Sonderveranstaltung beginnt am Di. 09.06.2026 um 17:00 Uhr im Metropol-Kino, Heddesdorfer Str. 2, 56564 Neuwied mit Informationsmaterialien der DGHS. Der Film beginnt um 17:30 Uhr. AnschlieĂend besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit RA Prof. Robert RoĂbruch, DGHS-PrĂ€sident. Inhaltlich geht es um die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland sowie um die Umsetzung des Ă€rztlich assistierten Freitods. Karten gibt es Vorverkauf oder an der Tageskasse des Kinos.
Die DGHS hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 mehr als 2300 Menschen an professionelle Freitodteams vermittelt. Diese bestehen aus einer Jurist:in und einer Ărzt:in.
Bildrechte: Constantin Film
Organisator:
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Humanes Sterben (DGHS) e.V. ist mit ĂŒber 75.000 Mitglieder die gröĂte BĂŒrgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 1980 fĂŒr das Recht auf Selbstbestimmung ĂŒber das eigene Leben ein. Die DGHS ist als gemeinnĂŒtziger Verein anerkannt.
Informationen
Reinhard Konermann per Mail: [email protected]