Safety Energetics

Safety Energetics "Uwe Trevisan - Mentaltrainer und Experte für gewaltfreie Kommunikation und Deeskalation. www.kinder-in-bedraengnis.de

Ich unterstütze Menschen dabei, ihre mentale Stärke und Konfliktlösungskompetenz zu entdecken. Safety Energetics ist eine Akademie für gewaltfreies Leben und Persönlichkeitsentwicklung. Die Akademie bietet Coaching, Seminare, Fortbildungen, Ausbildungen, Kurse für Erwachsene an. Ziel der Arbeit von Safety Energetics ist es, mit unserer Arbeit Menschen darin zu unterstützen, ihren inneren Frieden

zu finden, Konflikte gewaltfrei zu lösen und damit zu einem selbstbestimmten und angstfreien Leben zu gelangen. Safety Energetics ist empfohlener Anbieter der Deutschen Polizeigewerkschaft Kreisverband Köln und der Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz (AJS). Safety Energetics wird in der Arbeit von "Kinder in Bedrängnis" unterstützt und mit Spendengeldern gefördert.

25/08/2026

„Du nervst.“ 😢

So ein Satz ist schnell gesagt.

Vor allem dann, wenn wir müde sind, unter Druck stehen, keine Minute für uns haben und unser Nervensystem längst auf Anschlag läuft.

Und genau deshalb möchte ich Eltern damit nicht verurteilen.

Denn meistens steckt dahinter nicht:
„Mein Kind ist falsch.“

Sondern eigentlich:

„Ich bin gerade überfordert.“
„Ich brauche Ruhe.“
„Mir ist das gerade zu viel.“

Das Problem ist nur:

Ein kleines Kind kann diesen Unterschied noch nicht gut trennen.

Es hört nicht unbedingt:

„Mama ist gestresst.“

Es kann hören:

„Ich bin zu viel.“
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
„Wenn ich so bin, wie ich bin, nerve ich.“

Und wenn solche Botschaften öfter kommen, können sie sich irgendwann tief festsetzen.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl sogar aus deinem eigenen Erwachsenenleben:

Bloß nicht zu viel sein.
Bloß niemanden belasten.
Lieber zurücknehmen.
Lieber still sein.

Und genau hier kommen alte Muster ins Spiel.

Viele von uns haben selbst erlebt, dass Erwachsene ihre Gefühle an uns „abgegeben“ haben.

Und unter Stress greifen wir später oft genau auf diese Sprache zurück.

Nicht, weil wir das wollen.

Sondern weil sie uns vertraut ist.

Alte Muster zu brechen bedeutet deshalb nicht, niemals genervt zu sein.

Es bedeutet, die Verantwortung wieder dahin zu holen, wo sie hingehört:

zu mir.

Statt:

„Du nervst.“

kann ich sagen:

„Ich bin gerade gestresst.“
„Ich brauche einen Moment Ruhe.“
„Mir ist es gerade zu viel.“

Damit lernt dein Kind etwas Wichtiges:

Mamas oder Papas Gefühle gehören nicht zu mir.

Und du darfst trotzdem ehrlich sagen, wie es dir gerade geht.

Mich würde interessieren:

Welchen Satz hast du als Kind gehört, bei dem du heute merkst: Den möchte ich nicht weitergeben?

Schreib ihn gern in die Kommentare. ❤️

Dein Uwe

18/08/2026

Vielleicht geht es bei diesem alten Satz um viel mehr als nur um ein „Ich will“.

Viele von uns sind damit groß geworden, dass ein Kind nicht zu viel wollen sollte.

Sei zufrieden.
Sei bescheiden.
Widersprich nicht.
Und wenn die Erwachsenen Nein sagen, ist die Diskussion beendet.

Irgendwann kann daraus eine Botschaft werden:

„Was ich möchte, ist nicht so wichtig.“

Dabei gehört ein eigener Wille zur Entwicklung eines Kindes.

Ein Kind darf herausfinden:

Was möchte ich?
Was gefällt mir?
Was möchte ich nicht?
Was ist mir wichtig?

Und genau hier liegt für mich ein entscheidender Unterschied:

Den Willen meines Kindes ernst zu nehmen bedeutet nicht, ihm seinen Willen zu lassen.

Mein Kind darf im Spielzeugladen sagen:

„Ich will das haben.“

Und ich darf antworten:

„Ich verstehe, dass du das gerne hättest. Heute kaufen wir es trotzdem nicht.“

Der Wunsch darf da sein.
Und die Grenze auch.

Das ist etwas völlig anderes, als dem Kind zu vermitteln, dass schon sein Wunsch falsch, unverschämt oder unerwünscht ist.

Und hier begegnen uns wieder unsere alten Muster.

Denn wenn wir selbst gelernt haben, unseren Willen zurückzunehmen, kann uns das „Ich will!“ unseres Kindes heute unglaublich triggern.

Dann rutscht vielleicht plötzlich ein Satz heraus, den wir eigentlich nie weitergeben wollten.

Nicht weil wir schlechte Eltern sind.

Sondern weil uns manches so vertraut ist, dass wir es erst bemerken, wenn wir anfangen hinzuschauen.

Genau darum geht es für mich beim Durchbrechen alter Muster:

Was möchte ich aus meiner eigenen Kindheit behalten – und was soll bei meinem Kind enden?

Mich interessiert deshalb heute weniger, ob du diesen einen Spruch kennst.

Mich interessiert:

Welcher Satz aus deiner Kindheit hat dir vermittelt, dass dein eigener Wille nicht so wichtig ist?

Wenn dir einer einfällt, schreib ihn gern unten hin. ❤️

Dein Uwe

14/08/2026

Manchmal nimmst du dir morgens noch vor:

„Heute bleibe ich ruhig.“

Und dann reicht ein voller Tag, Zeitdruck, Streit, Müdigkeit – und plötzlich hörst du dich einen Satz sagen, den du eigentlich nie sagen wolltest.

Das bedeutet nicht, dass du es nicht besser weißt.

Unter Stress greifen wir besonders schnell auf alte automatische Muster zurück.

Und genau deshalb hilft es in diesem Moment oft nicht, dir noch zu sagen:

„Jetzt reiß dich zusammen.“

Probier stattdessen diese kleine Übung:

1. Stopp für einen Moment.
Sag noch nichts.

2. Spür beide Füße auf dem Boden.
Drück sie ganz leicht hinein.

3. Atme ruhig ein – und etwas länger wieder aus.
Zum Beispiel 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus.

4. Lass beim Ausatmen bewusst Schultern und Kiefer locker.

5. Frag dich nur einen Satz:
„Wie möchte ich jetzt reagieren – und nicht: Wie reagiere ich gerade automatisch?“

Das dauert vielleicht 20 Sekunden.

Aber genau diese paar Sekunden können zwischen Reaktion und Entscheidung liegen.

Du musst dabei nicht vollkommen ruhig werden.

Es reicht, wenn du ein kleines Stück aus dem Stress herauskommst, damit du wieder Zugang zu dem bekommst, was dir eigentlich wichtig ist.

Und wenn es trotzdem einmal nicht klappt?

Dann ist auch das ein Teil davon, alte Muster zu durchbrechen:

bemerken, Verantwortung übernehmen, reparieren – und beim nächsten Mal wieder neu versuchen.

💬 Was bringt dich im Familienalltag am schnellsten aus deiner Ruhe?
Zeitdruck? Lautstärke? Wenn dein Kind nicht hört? Oder etwas ganz anderes?

Schreib es gern in die Kommentare. ❤️

12/08/2026

„Wenn ihr jetzt nicht aufhört, fahren wir nach Hause.“

Diesen Satz habe ich hier auf dem Campingplatz in den letzten Tagen erstaunlich oft gehört.

Und ich finde das spannend.

Denn meistens steckt dahinter nicht Bosheit.

Sondern Überforderung.

Die Eltern sind genervt. Müde. Gestresst. Vielleicht schon zum fünften Mal an diesem Tag an ihrer Grenze.

Und genau dann greifen wir oft reflexartig auf das zurück, was wir selbst früher erlebt haben:

Druck. Drohungen. Lauter werden.

Nicht, weil wir das bewusst so machen wollen.

Sondern weil alte Muster gerade unter Stress besonders schnell auftauchen.

Das Problem ist nur:

Eine Drohung hilft dem Kind nicht automatisch zu verstehen, warum es sein Verhalten verändern soll.

Wenn es funktioniert, dann oft deshalb, weil das Kind Angst vor der Konsequenz bekommt.

Nicht, weil es wirklich verstanden hat, was gerade wichtig ist.

Und wenn es nicht funktioniert, erhöhen viele Eltern den Druck noch weiter.

Genau da entsteht dieser Kreislauf:

Stress → Drohung → keine echte Veränderung → noch mehr Stress.

Alte Muster zu brechen bedeutet für mich deshalb nicht, nie wieder genervt zu sein.

Es bedeutet, irgendwann zu merken:

„Ah. Da bin ich wieder in etwas hineingerutscht, das ich eigentlich gar nicht weitergeben möchte.“

Und genau da beginnt Veränderung.

Nicht mit Schuld.

Sondern mit Bewusstsein.

Mich würde wirklich interessieren:

Welche Drohung hast du als Kind oft gehört – und ertappst du dich heute manchmal dabei, etwas Ähnliches zu sagen?

Schreib es gern in die Kommentare. Ohne Bewertung. Einfach ehrlich. ❤️

Manchmal erschrecken wir über uns selbst.Wir hören einen Satz aus unserem Mund und denken:„Genau so wollte ich nie mit m...
02/08/2026

Manchmal erschrecken wir über uns selbst.

Wir hören einen Satz aus unserem Mund und denken:

„Genau so wollte ich nie mit meinem Kind sprechen.“

Und dann kommt oft sofort die Scham.

Aber weißt du, was ich in den letzten Jahren immer wieder erlebt habe?

Die meisten Eltern reagieren nicht so, weil sie ihre Kinder nicht lieben.

Sie reagieren so, weil ihr Nervensystem in Stressmomenten auf alte Erfahrungen zurückgreift.

Viele von uns haben als Kinder gelernt:

• stark zu sein
• zu funktionieren
• Gefühle herunterzuschlucken
• sich anzupassen
• oder laut zu werden, wenn nichts mehr ging.

Diese Muster verschwinden nicht einfach, nur weil wir Erwachsene werden.

Sie tauchen oft genau dann wieder auf, wenn wir müde, überfordert oder unter Druck sind.

Die gute Nachricht ist:

Alte Muster müssen nicht dein Leben bestimmen.

Sie können verstanden werden.
Sie können sich verändern.
Und jeder bewusste Moment ist bereits ein Schritt in eine neue Richtung.

Nicht perfekt.

Aber Schritt für Schritt.

💛 Mich würde heute interessieren:

Welcher Satz aus dem Karussell hat dich am meisten berührt?

Ich lese alle Kommentare.

Manchmal erschrecken wir über uns selbst.Wir hören einen Satz aus unserem Mund und denken:„Genau so wollte ich nie mit m...
02/08/2026

Manchmal erschrecken wir über uns selbst.

Wir hören einen Satz aus unserem Mund und denken:

„Genau so wollte ich nie mit meinem Kind sprechen.“

Und dann kommt oft sofort die Scham.

Aber weißt du, was ich in den letzten Jahren immer wieder erlebt habe?

Die meisten Eltern reagieren nicht so, weil sie ihre Kinder nicht lieben.

Sie reagieren so, weil ihr Nervensystem in Stressmomenten auf alte Erfahrungen zurückgreift.

Viele von uns haben als Kinder gelernt:

• stark zu sein
• zu funktionieren
• Gefühle herunterzuschlucken
• sich anzupassen
• oder laut zu werden, wenn nichts mehr ging.

Diese Muster verschwinden nicht einfach, nur weil wir Erwachsene werden.

Sie tauchen oft genau dann wieder auf, wenn wir müde, überfordert oder unter Druck sind.

Die gute Nachricht ist:

Alte Muster müssen nicht dein Leben bestimmen.

Sie können verstanden werden.
Sie können sich verändern.
Und jeder bewusste Moment ist bereits ein Schritt in eine neue Richtung.

Nicht perfekt.

Aber Schritt für Schritt.

💛 Mich würde heute interessieren:

Welcher Satz aus dem Karussell hat dich am meisten berührt?

Ich lese alle Kommentare.

24/07/2026

„Immer muss man dir alles fünfmal sagen.“
„Wegen dir kommen wir schon wieder zu spät.“

Solche Sätze fallen oft nicht, weil Eltern ihr Kind verletzen wollen.

Sie fallen, wenn wir gestresst sind, die Zeit drängt und plötzlich genau die Worte aus uns herauskommen, die wir selbst früher gehört haben.

Das Kind hört dann oft nicht nur:

„Ich soll mich beeilen.“

Sondern:

„Ich bin das Problem.“
„Wegen mir ist Mama oder Papa gestresst.“
„Mit mir stimmt etwas nicht.“

Genau so können alte Muster weitergegeben werden.

Nicht aus böser Absicht.
Sondern weil wir unter Druck häufig automatisch reagieren.

Alte Muster zu brechen bedeutet deshalb nicht, immer perfekt zu sein.

Es bedeutet, solche Momente zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen.

Zum Beispiel mit einem Satz wie:

„Es tut mir leid. Du bist nicht schuld daran, dass ich gestresst war. Ich hätte anders mit dir sprechen sollen.“

So lernt ein Kind etwas Wichtiges:

Beziehungen dürfen repariert werden.

Ich bin Uwe und ich beschäftige mich damit, wie wir alte Erziehungsmuster erkennen und nicht unbewusst weitergeben.

Welcher Satz ist dir schon einmal herausgerutscht, obwohl du ihn selbst nie zu deinem Kind sagen wolltest?

Hier geht es nicht ums Verurteilen, sondern ums Erkennen. ❤️

18/07/2026

Warum verletzen Sätze wie „Stell dich nicht so an“ Kinder oft mehr, als wir denken?

Viele Eltern meinen es liebevoll.

Sie wollen ihrem Kind Mut machen.
Sie möchten, dass es seine Angst überwindet.
Dass es stark wird.

Doch im Kind kommt häufig etwas ganz anderes an.

Stell dir den kleinen Jungen auf dem Ein-Meter-Brett vor.

Hinter ihm warten andere Kinder.
Alle schauen.
Er spürt den Druck.
Sein Herz schlägt schneller.
Sein Körper ist angespannt.

Sein Nervensystem befindet sich bereits im Alarmmodus.

Angst ist in diesem Moment keine Entscheidung.
Sie ist eine körperliche Reaktion.

Als dann noch der Satz kommt:

„Jetzt stell dich nicht so an. Spring endlich!“

passiert oft etwas Entscheidendes.

Das Kind lernt nicht:
„Ich bin mutig.“

Es lernt eher:

* Mit mir stimmt etwas nicht.
* Meine Angst ist falsch.
* Ich enttäusche andere.
* Ich muss funktionieren, auch wenn sich in mir alles dagegen sträubt.

Das eigentliche Problem ist deshalb nicht das Springen.

Das eigentliche Problem ist, dass das Kind beginnt, seinen eigenen Gefühlen immer weniger zu vertrauen.

Wenn sich solche Erfahrungen immer wiederholen, nehmen viele Menschen genau dieses Muster mit ins Erwachsenenleben.

Sie gehen über ihre Grenzen.
Sie sagen zu allem Ja.
Sie funktionieren.
Sie ignorieren ihre Erschöpfung.
Sie glauben, sie müssten erst Leistung bringen, bevor ihre Gefühle zählen.

Dabei brauchen Kinder etwas ganz anderes.

Nicht jemanden, der ihre Angst kleinredet.

Sondern jemanden, der sagt:

„Ich sehe, dass du gerade Angst hast. Ich bleibe bei dir. Und wenn du bereit bist, schaffst du das.“

Denn echter Mut entsteht nicht durch Druck.

Er entsteht, wenn ein Kind sich sicher fühlt.

Ich bin Uwe. Seit über 25 Jahren begleite ich Eltern, pädagogische Fachkräfte und Teams dabei, alte Erziehungsmuster zu erkennen und zu durchbrechen, damit wir das, was uns selbst verletzt hat, nicht unbewusst an die nächste Generation weitergeben.

💬 Kennst du diesen Satz noch aus deiner eigenen Kindheit? Oder gab es einen anderen, der dir bis heute im Kopf geblieben ist?

16/07/2026

„Das ist doch nicht so schlimm.“

Diesen Satz sagen wir oft nicht, weil uns die Gefühle unseres Kindes egal sind.

Ganz im Gegenteil.

Wir wollen beruhigen.
Wir wollen Mut machen.
Wir wollen dem Kind zeigen, dass die Situation vorübergeht.

Doch Kinder hören unsere Absicht nicht immer.

Ein Kind spürt zuerst nur:

„Für mich ist es gerade schlimm.“

Vielleicht ist das Knie nur leicht aufgeschürft.
Vielleicht ist das Eis nur heruntergefallen.
Vielleicht ist das Spielzeug nur kaputtgegangen.
Vielleicht hat ein anderes Kind nur einen unfreundlichen Satz gesagt.

Für uns Erwachsene wirkt das Ereignis manchmal klein.

Für das Kind kann es in diesem Moment trotzdem groß sein.

Wenn wir dann sagen:

„Das ist doch nicht so schlimm“,

nehmen wir nicht den Schmerz weg.

Wir nehmen dem Kind möglicherweise das Gefühl, mit seinem Schmerz ernst genommen zu werden.

Und genau hier entsteht ein altes Muster, das viele Erwachsene später noch kennen:

„Ich darf mich nicht so fühlen.“
„Andere haben es viel schlimmer.“
„Ich übertreibe bestimmt.“
„Ich muss alleine damit klarkommen.“

Das bedeutet nicht, dass wir jedes Gefühl dramatisieren oder aus jeder Situation ein großes Problem machen müssen.

Wir können ruhig bleiben und das Gefühl trotzdem anerkennen.

Zum Beispiel:

„Du hast dich ganz schön erschrocken.“

„Das hat gerade wehgetan.“

„Du bist traurig, weil dein Eis heruntergefallen ist.“

„Komm erst mal zu mir.“

Damit sagen wir nicht, dass die Situation unlösbar ist.

Wir sagen:

„Dein Gefühl darf gerade da sein. Und du bist damit nicht allein.“

Und genau das hilft einem Kind, sich später selbst zu beruhigen.

Nicht das Wegreden seiner Gefühle.

Sondern die Erfahrung, dass Gefühle da sein dürfen und wieder vorübergehen.

Welchen Satz hast du als Kind gehört, wenn etwas für dich schlimm war?

11/07/2026

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“

Manche Sätze klingen fast harmlos.

Vielleicht sogar so, als sollten sie Kinder stark machen.

Aber ein Kind kann daraus etwas ganz anderes lernen:

„Ich darf nicht weinen.“

„Mein Schmerz ist nicht wichtig.“

„Ich muss das aushalten.“

Das macht Kinder nicht stärker.

Es bringt ihnen eher bei, Gefühle zu verstecken und weiterzumachen, obwohl etwas weh tut.

Und manchmal werden daraus Erwachsene, die sagen:

„Ist schon okay.“

„Ich brauche keine Hilfe.“

„Andere haben es schlimmer.“

Ich kenne das selbst.

Ich dachte lange, Stärke bedeutet, alles auszuhalten und immer weiterzumachen.

Heute sehe ich das anders.

Echte Stärke bedeutet, wahrzunehmen:

„Das tut mir weh.“

„Das ist mir zu viel.“

„Ich brauche gerade jemanden.“

Die meisten Eltern sagen solche Sätze nicht, weil sie ihre Kinder verletzen wollen.

Sie sagen sie, weil sie selbst damit groß geworden sind.

So werden alte Erziehungsmuster weitergegeben – nicht aus fehlender Liebe, sondern weil sie sich irgendwann normal angefühlt haben.

Vielleicht beginnt Veränderung genau hier:

Einen alten Satz erkennen, bevor wir ihn weitergeben.

Und stattdessen sagen:

„Ich sehe, dass es dir weh tut.“

„Du darfst weinen.“

„Ich bin da.“

💛

Auf meinem Kanal geht es um alte Erziehungsmuster, die wir verstehen und nicht unbewusst weitergeben möchten.

Wenn dich diese Themen begleiten, dann folge mir gerne.

Welchen Satz über Schmerz oder Stärke hast du als Kind oft gehört?

Schreib ihn in die Kommentare. Ich lese mit.

Dein Uwe

Adresse

Kurstraße 23
Neustadt
53577

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