10/10/2026
Kennst du diesen Moment?
Du hast etwas gesagt.
Dann noch einmal.
Dann ein drittes Mal.
Und irgendwann kommt:
„Wie oft soll ich dir das eigentlich noch sagen?“
Manchmal liegt das Problem gar nicht darin, dass dein Kind grundsätzlich „nicht hört“.
Sondern darin, wie die Botschaft bei ihm ankommt.
1. Wir sagen zu viel auf einmal.
„Hör auf, schmeiß die Legos nicht durch die Gegend, ich hab dir das doch schon gesagt, gleich tritt noch jemand drauf …“
Irgendwann bleibt von der eigentlichen Grenze kaum noch etwas übrig.
Oft ist ein kurzer Satz viel klarer:
„Stopp. Die Legos bleiben in der Kiste.“
2. Wir sagen etwas aus der Küche, vom Flur oder quer durchs Zimmer.
Gerade jüngere Kinder reagieren oft besser, wenn wir hingehen, Nähe herstellen und klar sagen, was wir möchten.
Nicht zehn Meter entfernt:
„Ich hab doch gesagt, du sollst aufhören!“
Sondern hin, kurz Kontakt aufnehmen:
„Schau mal. Die Legos bleiben hier drin.“
3. Wir wiederholen immer wieder – aber es passiert nichts.
Wenn nach dem ersten, zweiten, dritten und vierten „Hör auf“ alles genauso weitergeht, lernt ein Kind möglicherweise:
Mama meint es noch nicht wirklich.
Deshalb muss eine Grenze irgendwann auch eine Handlung bekommen.
Zum Beispiel:
„Wenn du die Legos weiter wirfst, räume ich die Kiste erstmal weg.“
Und wenn es weitergeht, mache ich genau das.
Nicht wütend.
Nicht als Strafe.
Nicht um Macht zu zeigen.
Sondern weil ich die Verantwortung für meine Grenze übernehme.
Und vielleicht ist genau das der Unterschied:
Eine Grenze wird nicht dadurch klarer, dass wir sie immer lauter wiederholen.
Sie wird klarer, wenn unser Kind erlebt:
Das, was Mama oder Papa sagt, hat auch eine Bedeutung.
Mich interessiert mal ganz konkret:
Bei welchem Satz erwischst du dich zuhause am häufigsten dabei, ihn drei-, vier- oder fünfmal zu sagen? 😅
Schreib ihn ruhig genau so in die Kommentare.
Dein Uwe ❤️