29/10/2025
Es macht etwas mit mir, so viel Abschied auf einmal... ich bin ja in diese dunkle Zeit des Jahres hineingeboren, mich schreckt es normalerweise nicht. Werden und vergehen sind mir schon immer sehr präsent. Dieses Jahr ist nochmal anders. Ich habe das Gefühl, ich werde kompromissloser in meinen Entscheidungen. Nicht nur mir Menschen und Dingen im Aussen sondern auch mit mir selber. Es fühlt sich manchmal schon fast kaltschnäutzig und gefühllos an, wie rigoros ich damit umgehe. Dann kommen Zweifel in mir hoch und eine uralte Angst, ich müsse doch bitte lieb und nett sein. Für andere da sein. Mich kümmern. AUF GAR KEINEN FALL EGOISTISCH SEIN... sonst, ja ansonsten würde mir schlimmes Unheil drohen... laber Rhabarber...
Diese Woche mache ich diesen Kanal zu, ich beende meine Arbeit mit Hinter den Linden. Etwas, dass ich mir so nicht vorgestellt hatte. Und es schmerzt. Und es ist richtig. Ich habe mich von einem Menschen verabschiedet, den zu verlieren mir eine unfassabare Scheissangst gemacht hat. Den ich nie gehen lassen wollte. Und auch das ist ein Schmerz, den ich kaum ertrage und auch das ist gerade die einzig richtige Entscheidung, um bei mir zu bleiben. Und ich wollte das nie. Ich werde mich aus Kreisen lösen, in denen ich mich geborgen gefühlt habe, die mir nun aber nicht mehr stimmig erscheinen.
Ich bin unendlich müde. Und ich spüre gleichzeitig, dass etwas auf mich wartet, dass mich auf eine noch ganz unbekannte Art erfüllen wird.
Wenn mich mein Leben bis hierin etwas gelehrt hat, dann, dass es darun geht, ALLES da sein zu lassen.
Also, lass' die dunkle Zeit einkehren und finde darin dein Licht. Denn es ist da. In jedem von uns.
Für die, die bleiben wollen .anamcara 🪷