18/07/2023
25 Jahre prägte als Chefredakteurin die Nürtinger Zeitung und hatte dabei immer das Ohr nahe an den Bürgerinnen und Bürgern. Nach 38 Jahre im Hause Senner geht sie nun in den verdienten Ruhestand, bleibt den Leserinnen und Lesern aber als freie Journalistin (Reiseseite, Reportagen) erhalten.
Gestern war alles, was Rang und Namen hatte zum Abschiednehmen in der K3N - Stadthalle Nürtingen. Der Landrat, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Stadträtinnen und Stadträte und Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Wirtschaft und Kultur gaben ihr die Ehre.
In den letzten Jahren war Anneliese Lieb für die Stadt immer eine hochintegere, vertrauensvolle und verlässliche Partnerin. Öfters habe ich morgens mit einem Schmunzeln die Zeitung gelesen mit kreativen und unkonventionellen Überschriften wie "Ein lautes Ja zum stillen Örtchen" bzgl. der öffentlichen Toilette oder - zur Eröffnung des Weindorfs 2019 - da bin ich besonders dankbar ;) "Der neue OB liebt trockenen Weißwein". Oft waren wir einer Meinung, wenn es darum ging die Stadt zu beleben und voranzubringen und wenn das auch mal nicht der Fall war, ging man fair miteinander um. Auch das ist eine zentrale Aufgabe der vierten Gewalt - zu kritisieren und Missstände aufzuzeigen. Anneliese Lieb hat aber auch immer uns ermutigt, mutige Entscheidungen zu treffen. Anstatt Skandalschlagzeilen hat sie das Gespür, im richtigen Moment auch die Stadtgesellschaft aufzumuntern. So titelte Sie nach der verpassten Landesgartenschaubewerbung ihren Kommentar mit "Den Mut nicht verlieren".
Nun gibt Anneliese Lieb den Stab an Kai Müller in gute Hände weiter und hinterlässt eine gut aufgestellte Redaktion. Während andernorts Lokalzeitungen schließen, steht Sennermedien dank des umsichtigen Hauses Kriechenbauer stabil da. Viele Städte haben keine eigene Zeitungen mehr, und auch wenn wir uns vll. manchmal über den ein oder anderen Artikel aufregen, ist das viel wert und ein großer Gewinn für die Stadtgesellschaft, den es zu erhalten gilt.
Ich wünsche Anneliese Lieb für ihren (Un)Ruhestand alles erdenklich Gute, viel Zeit und Muße für die schönen Dinge des Lebens und insbesondere beste Gesundheit!
27/06/2023
Die Bahnstadt ist nicht nur IBA-Projekt, sondern das wichtigste Nürtinger Wohnbauprojekt, bei dem eine städtische Brachfläche in ein modernes, autoreduziertes, begrüntes Quartier umgestaltet wird und gerade kein Flächenfraß im Außenbereich zu Lasten des Umweltschutzes und der Landwirtschaft betrieben wird. Es gibt jedoch noch viele Herausforderungen zB. auch das Thema Parken, das nicht angrenzende Quartiere belastet werden. Mein Brief heute in der Nürtinger Zeitung betrifft die Erschließungsplanung:
(Heute auf der Nürtinger Seite in der NtZ- Teil 1)
Liebe Nürtingerinnen und Nürtinger,
das zentrale städtische Bauvorhaben, die , steht nun endlich an der Schwelle von der Planung zur Umsetzung. In den letzten Jahren wurden große Hürden aus dem Weg geräumt: die letzten Flächen konnten von der BayWa und der Deutschen Bahn erworben werden – eine Herkulesaufgabe, die geglückt ist.
Nun müssen alle Räder ineinandergreifen, dass wir nun endlich zur Umsetzung kommen: die Konzeptvergabe des urbanen Wohnquartiers, die Mobilitätsplanung mit dem Parkkonzept, die nachhaltige Wärme- und Energieversorgung sowie die Freianlagenplanung, um einige Punkte zu nennen. Hier gab es im letzten Jahr große Fortschritte, kaum eine Gremiensitzung, ohne dass das Thema auf der Tagesordnung war und vorangetrieben wurde.
Bei der Gemeinderatssitzung am 20. Juni hat nun der Gemeinderat mit großer Mehrheit (22 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen, eine Enthaltung) der Erschließungsplanung mit der bahnparallelen Trasse (erneut) zugestimmt.
Das Thema war in den letzten Jahren immer wieder im Gremium und auch die IBA und die Architekten des Siegerentwurfs (Hosoya Schaefer) haben sehr deutlich gemacht, dass die bahnparallele Trasse Grundlage des städtebaulichen Siegerentwurfs ist und nicht zur Disposition stehen kann, ohne dass die Idee eines autoreduzierten Quartiers aufgegeben werden und man nach vielen Jahren der Planung quasi von vorne anfangen müsste. Natürlich muss man den Planungsstand immer kritisch hinterfragen, die Kosten und die Förderung im Blick behalten, Lösungen auf neue Herausforderung – wie den S-Bahnanschluss und die Hochwassersituation – finden und die Planung entsprechend anpassen. Diese hochkomplexe Aufgabe ist den Fachplanern, die den neusten Stand der Planung präsentieren, aus meiner Sicht gut gelungen. So wird die Barrierefreiheit hergestellt, die Wegebeziehungen funktionieren und auch in der Fahrradwegführung gibt es deutliche Verbesserungen. Sorgen machen mir die Kosten, die wir im Blick haben müssen.
Acht Jahre Planung nun über den Haufen zu werfen würde nicht nur bedeuten, dass Steuergelder und Arbeitszeit in erheblicher Höhe in den Sand gesetzt worden wären, sondern dass die Verwirklichung der Bahnstadt wieder in weite Ferne rücken würde.
Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings: bis zur Herstellung des Hochwasserschutzes im Tiefenbachtal ist es gesetzlich verboten, in die wenig attraktive Saubachpassage einzugreifen – dies hätte ich mir für eine verbesserte Ost-West Fahrrad- und Fußgängerverbindung gewünscht. Manchmal werden die Dinge nicht besser, sondern nur teurer, wenn Entscheidungsprozesse sich zu lange hinziehen. Das Hölderlinhaus ist hier auch ein Beispiel.
(...)
Herzlichen Grüße,
Johannes Fridrich
12/02/2023
Das Nürtinger Malbuch ist da🤩 Erhältlich beim I-Point im Rathaus, im Stadtmuseum Nürtingen oder in der Stadtbücherei und den Zweigstellen. Habe es selbst getestet - sehr gelungen mit schönen Motiven von der Stadtkirche, über den Ochsenbrunnen, die HfWU, das Wasserkraftwerk und das Rathaus und Vieles mehr. Ein schönes Geschenk für alle Nürtinger Kinder😊!
08/11/2019
Kleiner Rückblick auf unser Musical.
Mit Samariterstiftung, Nürtinger Zeitung zugunsten von Licht der Hoffnung.
Danke an alle Beteiligten! X-***ed
Flötentoni Benefizmusical | Jugendsozial Stiftung
Die "Jugendsozial Stiftung - Zeit für Menschen" trat als Veranstalter für das Benefizmusical "Flötentonis abenteuerliche Zeitreise" auf. Jung und Alt, Mensch...
18/10/2019
Heute Abend geht es los!
Das Benefiz-Musical: Flötentonis abenteuerliche Zeitreise um 18.30 Uhr in der Mörikehalle Nürtingen!
Weiterer Termin noch am Sonntag um 18.30 Uhr.
Zugunsten von Licht der Hoffnung.
Danke an die Nürtinger Zeitung