11/08/2026
Zwischen 0% und 100% Wut liegt ein weites Feld an Kraft, das uns als Ressource im Leben zur Verfügung steht. Auch im Job.
Wut ist für mich heute ein guter Freund, der mich begleitet und zur Seite steht. Das war nicht immer so.
Als Kind lernte ich Wut von Erwachsenen kennen, die vor Zorn platzten – wo es für mich sicherer war, mich klein und unsichtbar zu machen. Es war eine Wut, die zerstörerisch war.
Und selbst wütend sein? Unerwünscht. Wut galt als etwas Schlechtes.
Heute weiß ich: Wut ist eine dienende Qualität, die mir zur Verfügung steht. Sie ist einer meiner besten Freunde geworden. Wir schätzen uns sehr.
Immer wenn ich Wut spüre, ist das ein Signal: Hier stimmt etwas für mich nicht. Vielleicht geht es darum, Stellung zu beziehen: „Ich sehe das anders.“ oder um meine Grenzen: „Stopp mal, das geht mir zu weit.“ Oder einfach darum, gesehen zu werden.
Wut ist eines der vier Grundgefühle. Jeder Mensch auf der Welt kennt sie, also 8,3 Milliarden Erdlinge. Wie menschlich!! Und doch gibt es leider keinen Unterricht namens „Umgang mit Wut“.
Stattdessen drücken wir die Wut gerne weg, sie wird auf 0% reduziert, führt ein Schattendasein und wir machen uns ernsthaft vor: „Nein, ich bin nie wütend. Das sind nur die anderen!“
BU****IT!
Wut ist eine Urkraft. Wir alle tragen sie in uns. Eine Wutkraft, die wenn sie verdrängt wird, sich ihren Weg bahnt… nur dann leider zerstörerisch. Und das macht uns zurecht Angst.
Wenn wir uns erlauben, Wut zu fühlen, können wir sie bewusst einsetzen – am besten genau in dem Moment, in dem sie auftaucht. Denn dort gehört sie auch hin.
MEIN TIPP
Lerne deine Wut als guten Freund kennen: Setze dich mit ihr an einen Tisch, wenn du sie spürst. Und frage sie zum Beispiel:
• Was willst du mir zeigen?
• Sollte ich irgendwo Stellung beziehen?
• Geht es um meine Grenzen?
• Habe ich mich mal wieder klein gemacht?
Dann setz‘ dich auf den Stuhl der Wut und schau‘ welche Antworten in dir zu hören sind.
Wut ist kein Feind. Sie ist wie eine liebevolle Kriegerin, die für dich einsteht. Ohne zu verletzen.
Viel Freude beim Entdecken deiner Wutkraft,
Marcel
www.marcel-leeb.de
25/07/2026
Ich zucke innerlich immer zusammen, wenn sich Freunde entschuldigen: „Tut mir leid, dass ich heule.“
Das gleiche Zusammenzucken trifft mich, wenn Kunden sich ihrer Tränen schämen.
In aller Klarheit:
• Du heulst nicht. Du heilst.
• Tränen bringen Dinge in den Fluss.
• Traurigkeit unterstützt uns, Dinge anzunehmen wie sie sind.
• Traurigkeit ist ein Zeichen für (Selbst-)Mitgefühl.
• Traurigkeit ist (d)eine Verbündete.
Und ist Dir eigentlich bewusst, dass Traurigkeit eines unserer Grundgefühle ist? Jeder Mensch kennt dieses Gefühl. Über alle Kulturen und Epochen hinweg. Willkommen im Club.
Dieses Gefühl hat eine tragende Funktion.
Traurigkeit ist eine Ressource im Coaching und in deinem Leben. Ich arbeite beruflich gerne mit ihr.
Lerne deine Traurigkeit als gute Freundin kennen: Setz‘ Dich doch einfach mit ihr an einen Tisch, dann wenn Du Dich traurig fühlst. Und vielleicht beginnst Du euer Gespräch mit den Wort: „Na, willst du mir mal wieder sagen, ich sollte etwas annehmen? Oder bist du hier wegen meinem Selbstmitgefühl. Hab‘ ich mich mal wieder selbst übersehen?“
Viel Freude beim Austausch.
Ich muss jetzt nicht dazuschreiben, dass dieses Gespräch in der Natur und vor allem an einem Bach oder Fluss für mich am besten funktioniert? Oder soll ich mein Naturmantra doch noch mal wiederholen?
Also gut: Durch den direkten Kontakt mit der Natur, kommst du in Kontakt mit deiner eigenen Natur. 😎 ☀️
Sonnige Grüße und freu‘ dich deiner Tränen, Marcel
www.marcel-leeb.de
23/07/2026
🌿 MASTERCLASS NATURCOACHING – MEISTERSCHAFT IM WEGBEGLEITEN 🌿
Du bist ausgebildeter Systemischer Coach, systemischer Berater, Trainer oder Heilpraktiker für Psychotherapie und denkst: „Brauche ich wirklich noch eine Weiterbildung?“
Ich sage: Ja! Aber nicht irgend eine, sondern diese Masterclass, dann, wenn du in und mit der Natur arbeiten willst.
WARUM?
✅ Weil du hier lernst, Natur als Resonanzraum zu nutzen, und zwar für tiefgreifende Prozesse, die indoor so nicht möglich sind.
✅ Weil du deine Haltung als Wegbegleiter vertiefst und mit dem Modell der 6 Etappen eines Veränderungsprozesses arbeitest (aus meinem Buch Naturcoaching).
✅ Weil wir draußen arbeiten: am Lagerfeuer, auf Wanderungen, am Fluss, im Wald, in der Stille der Berge… Echte Natur. Echte Transformation. Echte Begegnung mit deiner inneren Natur.
✅ Weil du am Ende dein eigenes Meisterstück entwickelst und mit einem Zertifikat als „Prozess- und Wegbegleiter in der Natur“ nach Hause gehst.
📅 Start: 26.09.2026
🔗 Mehr Infos & Anmeldung auf meiner Webseite: marcel-leeb.de
Bei dieser MASTERCLASS geht’s nicht um Theorie, sondern um Meisterschaft im Begleiten… ganz natürlich.
Ich freue mich auf deine Anmeldung zum Online Infotag am 08.08.26 von 10-11 Uhr.
Sonnige Grüße, Marcel
21/07/2026
Wow!!! Was für eine Urkraft. Nicht nur dieser wundervolle Wasserfall, unter dem man Altes abwaschen und loslassen kann. Nein, auch die aktuelle Ausbildungsgruppe zum Systemischen Coach in freier Natur. Sie hat mit ihrer ganzen Kraft und Freude eigene Begrenzungen gesprengt.
2,5 Tage haben wir gemeinsam ein Schwellenritual in der Natur vorbereitet und dabei Naturcoaching gelernt. Ganz fokussiert mit ordentlich Zug aufs Tor.
„Das Tor ins Neue“ nenne ich dieses Naturrital in meinem Buch. Der Name klingt spannend, wenn man ihn liest, aber die volle Wirkung und Tiefe dieses Rituals versteht man erst, wenn man das Tor durchschritten bzw. die Schwelle überschritten hat.
Spätestens beim Feiern des Schwellenrituals gab es für die Gruppe kein Halten mehr. Ein Zug ohne Bremsen, der all seine Urkraft lebt… mit Volldampf ab ins Neue!
Meinen herzlichen Glückwunsch an alle mutigen Heldinnen und Helden zu ihren klaren und stimmigen Entscheidungen. Einen erfüllten und erfolgreichen Weg wünsche ich.
Herzliche Grüße vom stolzen Kursleiter,
Marcel
www.marcel-leeb.de
Ausbildung zum Systemischen Coach in freier Natur
16/07/2026
🌿 Die 7 unsichtbaren Fertigkeiten, die Naturcoaching wirksam machen sind feine Kümste der Wegbegleitung. Sie öffnen Räume, in denen echte Veränderung entsteht.
Die meisten Coaches übersehen diese unsichtbare Ebene – die Kunst der Wegbegleitung. Sie wirkt wie ein filigranes Spinnennetz: kaum sichtbar, aber von erstaunlicher Tragkraft.
In meinem neuen Blogartikel erfährst du:
✅ Die 7 feinen Fertigkeiten mit Naturbeispielen bzw. Naturmetaphern untermalt
✅ Warum diese Fertigkeiten mehr tragen als Coaching-Methoden, Interventionen, Fragetechniken oder Haltung
✅ Ein Praxisbeispiel zur Kunst des Raumhaltens, angelehnt an die Kreisrituale indigener Völker.
🔗 Den vollständigen Artikel findest du auf meiner Webseite www.marcel-leeb.de
📚 Mein Buch dazu: „Naturcoaching – Das Praxis- und Methodenbuch der Wegbegleitung“
🏔️Leseprobe + kostenlose Methode zum Download ebenfalls auf marcel-leeb.de
🏔️ Direkt bestellbar beim .verlag
🏔️ Oder direkt zum Mitnehmen bei der
🏔️ Oder überall im Buchhandel
💬 Was denkst du? Welche Fertigkeit ist für dich am wichtigsten?
Ich freue mich auf deine Antwort in den Kommentaren.
Sonnige Grüße, Marcel
06/07/2026
Kommenden Montag findet wieder ein Aufstellungsabend in München statt. Es gibt noch Plätze für Stellvertreter, eigene Aufstellungen sind bereits ausgebucht.
Bei Fragen und Anmeldung gerne:
[email protected]
+49 162 26 00 319
Die nächsten Termine:
24.08.26
09.11.26
Sonnige Grüße, Marcel
www.marcel-leeb.de
02/07/2026
Ich sitze in den Karnischen Alpen. Es ist der letzte Tag meiner Hüttentour. Ich schaue über Gipfel in die Weite der Berge und ich hadere mit mir.
Ich hadere zwischen festhalten und loslassen.
Eine Woche ist das jetzt her: Die Hitzewelle nimmt gerade Fahrt auf und ich bin damit konfrontiert meine anstehende Wanderung durch Slowenien aufgrund der Hitze abzusagen, alles zu stornieren. Sechs verschiedene Unterkünfte, die teilweise schon bezahlt sind und deren Stornobedingungen zu finanziellen Einbusen führen werden.
• Soll ich das Geld wirklich „rausschmeißen“?
• Soll ich nicht einfach durchziehen, was ich mir vorgenommen habe? Ich wollte doch 2,5 Wochen zu Fuß unterwegssein. Eine Art „Pilgerreise“ zu mir selbst.
• Darf ich dem nachgeben, was mich gerade „ruft“ und von dem ich bei meiner Planung noch gar nicht wusste, dass es eine Option ist?
Ich hadere mit einem Teil, der beweisen möchte, dass er konsequent den Weg durchzieht. Die Frage ist nur, wem er das eigentlich beweisen will?
Und ich hadere mit einem Teil, der ganz fröhlich aus dem Moment heraus das Leben nehmen möchte, wie es eben ist. Ein Teil, der mit leichtem Herzen die Konsequenzen des Geldverlustes stoisch annimmt als wäre es eine Petitesse.
Und dann noch der Aspekt der völligen Selbstbestimmtheit. Ich bin im Grunde niemandem Rechenschaft schuldig, trage Verantwortung nur für mich. Bin so frei wie ein Vogel. Warum genieße ich es nicht einfach? Es ist fast schon so als würde ich mich dieser Freiheit schämen.
Und da ist es, das, um was es geht:
Der Genuss der Selbstbestimmtheit.
Es macht klick in meinen Kopf und ich entscheide mich aufzuhören. Ich höre auf mich zu schämen, frei zu sein und völlig selbstbestimmt meine Leben zu leben, auch wenn es andere nicht können.
Und dann schlage ich zu: google nach Sprachschulen in Italien am Meer, mit dem Zug erreichbar von meinem Ausgangspunkt.
Bei der zweiten Schule klappt‘s. Sie haben kommende Woche einen Platz für mich und auch ein Apartment zum Übernachten.
Heute ist Tag 4 in Trieste und ich hadere nur mit einer einzigen Sache: den Präpositionen der italienischen Sprache. Sie machen mich kirre!
Aber auch daran halte ich mich nicht fest!