Adalbert Stifter Verein

Adalbert Stifter Verein

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Kulturinstitut zur Erforschung und Vermittlung des deutschböhmischen Kulturerbes und Akteur im deutsch-tschechischen Kulturaustausch

Der Adalbert Stifter Verein ist als Kulturinstitut tätig, das die deutschsprachige Literatur Böhmens, Mährens und Sudetenschlesiens einschließlich ihrer Wechselwirkung mit der tschechischen Literatur erforscht und den deutsch-tschechischen Kulturaustausch fördert. Der Verein veranstaltet wissenschaftliche Vorträge und Kolloquien, Autorenlesungen und Künstlerbegegnungen. Er erarbeitet kulturgeschic

12/06/2026

10 Jahresfeier der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur (BTHA) in Regensburg: Das Kulturreferat für die böhmischen Länder (Wolfgang Schwarz) und die Slawistik der LMU München (Radana Dielmann, Magdalena Kolar, Kira Rettinger und Daniel Kastan) berichteten über die gemeinsame Exkursion nach Pilsen im Jahr 2025, die von der BTHA großzügig unterstützt wurde. Kooperationspartner war auch die Pädagogische Fakultät/Germanistik an der Westböhmischen Universität Pilsen.

Ein herzliches Dankeschön an die BTHA für die tolle Arbeit, es ist beeindruckend, welche Bandbreite in allen geförderten Uni-Kooperationsprojekten erreicht wurde!

Die Exkursion stand seinerzeit unter dem Motto Beispiele aus der Projektarbeit zur deutsch-tschechischen Erinnerungskultur. Sie führte u. a. in die Pilsener Synagogen, in den Meditationsgarten der Diözese und ins Patton Memorial, deutsche Spuren in Pilsen erläuterte Christoph Mauerer.

11/06/2026

In seinem Vortrag beleuchtet Filip Bláha die dramatischen Umbrüche im Prager Stadtteil Holešovice zwischen 1939 und 1945. Anhand konkreter Orte lässt er individuelle Lebensgeschichten sichtbar werden: jüdische Familien vor ihrer Deportation, deutschsprachige Bewohner zwischen Anpassung und Karriere im NS-System sowie Deutsche, die im Mai 1945 Verhaftung, Internierung und Vertreibung erlebten.

📅 Di 16. Juni 2026 um 19 Uhr
📍 Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, München
🎫 Eintritt: frei

Im Mittelpunkt stehen Biografien wie jene der Familie Popper oder der Schriftstellerinnen Olga Barényi und Olly Komenda-Soentgerath. Ihre Erfahrungen zeigen, wie politische Radikalisierung, Besatzung, Gewalt und Vergeltung im urbanen Raum aufeinandertreffen.

Mehr dazu: https://fb.me/e/79HdP56bS

Foto: Archiv Haus des Deutschen Ostens
In Kooperation mit dem Haus des Deutschen Ostens

06/06/2026

Wie erlebten Kinder das Ende des Zweiten Weltkriegs? Was konnten sie mitnehmen, und wie war der Abschied von ihrem Heimatort? Wie war ihre Ankunft im zerstörten Deutschland? Und wo fühlen sie sich heute zu Hause? Auf diese Fragen antworteten Zeitzeugen, die die Vertreibung aus der Tschechoslowakei nach 1945 als Kinder erlebt haben.

📅 Laufzeit der Ausstellung: Di 9. Juni bis So 19. Juli 2026
🕚 Öffnungszeiten: Di–So 11–16 Uhr
📍 Georgssaal des Landestormuseums, Schloßplatz 4, Furth im Wald
🎫 Eintritt: 4,50 €, ermäßigt 3,50 €

Aus zahlreichen Filmgesprächen hat der Dokumentarfilmer Jan Blažek (Post Bellum, Prag) fünf Lebensgeschichten ausgewählt und zusammen mit dem Schriftsteller Marek Toman und fünf tschechischen Comiczeichnern und -zeichnerinnen – Jakub Bachorík, Magdalena Rutová, Stanislav Setinský, Františka Loubat und Jindřich Janíček – in die Graphic Novel Odsunuté děti (Vertriebene Kinder, 2020) verwandelt. Die deutsche Übersetzung von Raija Hauck kam 2023 im Verlag Balaena heraus.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe 80 Jahre Vertreibung: Geschichte und Gegenwart.

In Kooperation: Balaena Verlag, Heimatpflege der Sudetendeutschen, SKWS Stiftung Kulturwerk Schlesien, Landestormuseum
Gefördert durch: Česko-německý fond budoucnosti/ Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds

05/06/2026

Beeinflussen die Kriegs- und Vertreibungserfahrungen vor achtzig Jahren immer noch unser Leben? Wie prägen sie die Familien und Gesellschaften auf beiden Seiten der bayerisch-tschechischen Grenze? Und welchen Umgang können und sollen wir heute mit dem Unrecht und der Gewalt wählen?

Ein Gespräch mit Václav Bernard (Bürgermeister, Neumark/Všeruby), Kathrin Freier-Maldoner (Tandem Koordinierungszentrum Regensburg), Alice Horáčková (Schriftstellerin) und Jürgen Mistol (MdL, Mitglied im Sudetendeutschen Rat). Begrüßung durch Gerhard Hopp (MdL). Moderation: Zuzana Jürgens (Adalbert Stifter Verein).

In Kooperation: Europe Direct Furth im Wald, Paměť národa, Stadt Furth im Wald
Jürgen Mistol

05/06/2026

Herzliche Einladung zur Buchvorstellung des Tagungsbandes mit den Herausgebern und Übersetzer!

📅 Mi 10. Juni 2026, 18:00 Uhr
📍 Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Den Band mit Tagungsbeiträgen zum mittelalterlichen Jakobuskult in Böhmen und Mähren und dem Jerusalem-Reisebericht von Johann Lobkowitz auf Hassenstein stellen die Herausgeber Jan Hrdina und Hartmut Kühne sowie der Übersetzer des Reise­berichts Thomas Krzenck vor.

Mehr dazu: https://fb.me/e/4G2lwDcnY
In Kooperation: Collegium Carolinum, der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft und des Lehrstuhls für die Geschichte des Mittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München

04/06/2026

Die Ausstellung zeigt, dass allgemeine historische Ereignisse in Wirklichkeit immer aus einzelnen, einzigartigen Lebensgeschichten bestehen. Acht Porträts von Menschen, die nach 1945 die Zwangsumsiedlung aus der Tschechoslowakei erlebt und in Deutschland eine neue Heimat und ein neues Leben gefunden haben.

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung!
📅 Fr 19. Juni 2026 um 17:00 Uhr
📍 Werkhalle 4, Am Lageplatz 4, Furth im Wald

Was haben sie dabei durchgemacht? Wie sind sie mit ihrem schweren Schicksal umgegangen? Welche Beziehung haben sie zu den Orten ihrer Kindheit? Die Ausstellung beweist, dass die Geschichten dieser Menschen niemals in Vergessenheit geraten werden. Denn ihre Erinnerungen wurden von Tschechen aus dem Verein Post Bellum festgehalten. In Interviews, im Dialog, über Grenzen hinweg. Um der zukünftigen Generationen willen.

Mehr dazu: https://fb.me/e/9gW383E8B

In Kooperation: Europe Direct Furth im Wald, Paměť národa, Stadt Furth im Wald

Photos from Adalbert Stifter Verein's post 26/05/2026

Wir gratulieren David Voda zum Otokar-Fischer-Preis 2026 💐✨

Am Montag, dem 18. Mai 2026, fand im Prager Goethe-Institut die feierliche Verleihung des Otokar-Fischer-Preises statt. Vor einem Saal voller Akademiker, Autoren, Verleger, Studenten und weiterer Interessierter an germanobohemistischen Themen nahm David Voda den Hauptpreis für sein Buch Pražská antroposofická moderna / Prager anthroposophische Moderne 1907–1953 entgegen, das 2024 im Verlag Arbor Vitae erschienen ist.

Die Laudatio hielt die Kunsthistorikerin Anna Habánová als Vertreterin der Jury; der Autor skizzierte in seiner Rede unter anderem das innovative Potenzial des Buches für weitere Forschungen auf dem Gebiet der Kunst-, Literatur- und Kulturgeschichte in den tschechischen Ländern und Mitteleuropa.

Weitere auf Tschechisch verfasste Publikationen erhielten eine lobende Erwähnung der Jury:

Návraty do ne/známého domova. Heimatturismus německých vysídlenců do Československa v době studené války [Rückkehr in die (un)bekannte Heimat. Heimattourismus deutscher Vertriebener in die Tschechoslowakei während des Kalten Krieges] von Sandra Kreisslová (Prag: Academia 2025), die Laudatio hielt Tomáš Glanc.

Bedekr Kafka [Kafka-Reiseführer] von Veronika Tuckerová (Prag: Revolver R***e 2024), in Vertretung von Ines Koeltzsch verlas Franziska Mayer die Laudatio, und Michael Špirit nahm das Diplom für die Autorin entgegen.

Rozhlasové hry Bohumily Grögerové a Josefa Hiršala [Hörspiele von Bohumila Grögerová und Josef Hiršal] von Pavel Novotný (Prag: Památník národního písemnictví 2025), die Laudatio hielt Alice Stašková, die dem Autor das Diplom überreichte.

Die feierliche Preisverleihung wurde von Jaromír Typlt moderiert, für die musikalische Umrahmung sorgte die Sängerin Bára Zmeková.

Photos from Adalbert Stifter Verein's post 25/05/2026

Auf dem Sudetendeutschen Tag in Brünn bzw. im Rahmen des Festivals Meeting Brno wurde der Essayband "Mein Weg zu unseren Deutschen 2", frisch erschienen auch auf tschechisch, hrsg. von Kulturreferent Wolfgang Schwarz, vorgestellt.

Jindrich Mann und Eva Lustigova sprachen offen über ihre speziellen, vielschichtigen Erfahrungen und Zugänge zu den (böhmischen) Deutschen. Veronika Smyslova und Martina Viktorie Kopecka, Direktorin bzw. Präsidentin von Meeting Brno moderierten die Veranstaltung und steuerten auch eigene, intensive Erfahrungen bei.

Herzlichen Dank an alle Organisatoren und Unterstützer!

19/05/2026

Inwiefern unterscheidet sich die „deutsche“ Architektur von den Gebäuden der tschechischen Mehrheit in Prag nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918? Warum wirkt sie konservativer als der tschechische Funktionalismus? Wo ist ihr Platz im Kontext deutscher und mitteleuropäischer Städte?

Ausgangspunkt für Lenka Kerdovás Interesse am Thema war eine persönliche Begegnung, die sie 2016 filmisch festhielt. Der Kurzfilm „Messestraße Elf“ gibt an diesem Abend den Einstieg zur architektonischen Stadterkundung.

Lenka Kerdová ist Künstlerin, Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie lebt in Wien. 2022 legte sie die zweisprachige Studie Malý Berlín ve Velké Praze / Klein-Berlin in Groß-Prag vor.

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung Keine Nacht so dunkel. Die ungewöhnliche Geschichte der Familie Wels, die vergessen werden sollte.

19/05/2026

Wie verändern sich die Sichtweisen auf die „Sudetendeutsche Frage“ über die Generationen hinweg? Und was bedeutet die symbolische „Rückkehr“ im Kontext dieser Frage heute?

Die Diskussion eröffnet einen generationenübergreifenden Dialog darüber, was unsere Haltung zur Vergangenheit prägt, was Interesse und Ängste hervorruft und welche Wege zu Verständigung und Versöhnung führen. Gemeinsam werden wir auch darüber nachdenken, ob der Generationenwechsel der Schlüssel zur Aufarbeitung der Vergangenheit ist.

Es diskutieren die Schriftstellerin und Soziologin Alena Wagnerová, die Mentorin für politische Bildung und ehemalige Direktorin von Antikomplex Terezie Stiborková sowie der Sprecher des Deutsch-tschechischen Jugendforums Filip Vlček.

Wann? Mi 20. Mai 2026, 18 Uhr
Wo? Institut Paměti národa in Brünn, Radnická 10, Brünn
Eintritt: frei

In tschechischer Sprache
Anmeldung unter: https://goout.net/cs/vyhnani-a-navraty-sudetskych-nemcu/szjloiy/

Dies ist die letzte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Wege zum Verständnis: Tschechen und Sudetendeutsche“. Im Mai dieses Jahres treffen sich Sudetendeutsche und ihre Nachkommen in Brünn zu ihrem jährlichen Treffen, dem Sudetendeutschen Tag. Nach fast 80 Jahren findet es zum ersten Mal auf dem Gebiet der Tschechischen Republik statt, ihrer ehemaligen Heimat. Wir freuen uns morgen Abend in Brünn auf Sie!

Weitere Informationen: https://fb.me/e/798GKCchL
Foto: Institut Paměti národa Brno unter Verwendung eines Bilds von Jaromír 99
In Kooperation: Paměť národa,Masarykova univerzita

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