01/05/2025
Manchmal tut es gut, einfach reden zu dürfen - und gehört zu werden. Oder gemeinsam still zu sein.
„TrauerZeit“ ist ein monatliches Online-Gesprächsangebot für alle, die trauern.
Ein offener Raum. Ein offenes Ohr. Ganz ohne Druck.
Melde dich an – du bist willkommen.
Nächster Termin: Dienstag, 20. Mai 2025, 19:00 - 20:30 Uhr
Anmeldung unter: [email protected]
19/04/2025
Ostern ist das Fest der Hoffnung - und doch fällt es gerade trauernden Menschen in diesen Tagen schwer, daran zu glauben. Meine Gedanken sind bei allen, die gerade trauern, vermissen oder durch eine schwere Zeit gehen.
Ich wünsche Euch stille Momente des Trosts, liebevolle Erinnerungen und kleine (oder größere) Lichtblicke, die zeigen: Ihr seid nicht allein.
Ich bin gerne für Euch da!
🖤lichst
Eure Barbara 🫶
15/09/2024
"Wer sind Sie nochmal?"
Diese Frage schmerzt...vor allem die nahestehenden Angehörigen, wenn der oder die Demenzerkrankte sie nicht mehr erkennt. Aus eigener Betroffenheit kann ich die Verzweiflung und Trauer über den Verlauf der Erkrankung sehr gut nachvollziehen. Der geliebte Mensch, mit dem wir zumeist einen großen Teil unseres Lebens verbracht haben verändert sich. Nicht nur vom Wesen her, auch im Verhalten und in körperlichen Einschränkungen zeigt sich die Erkrankung.
Aber wie kann ich damit nun umgehen?
Je nach Stadium der Erkrankung ist es den Betroffenen häufig noch bewusst, dass etwas nicht stimmt und sie fühlen sich mit dem Verlust ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten (auch der sprachlichen) sehr überfordert. Das erzeugt Angst, Wut und manchmal auch depressive Verstimmungen. In dieser Phase ist es besonders wichtig, sich selbst und die Betroffenen neben allem organisatorischen Chaos auch auf einen Abschied vorzubereiten...Demenz (welcher Form auch immer) ist leider noch nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf verzögert werden.
Ich begleite Euch als Gerontologin und Trauerbegleiterin gerne in dieser belastenden Situation und zeige Euch, wie ein Abschied für alle Beteiligten gelingen kann. Denn es bedeutet, auch als Angehöriger zu lernen, sich ein Stück weit auf die Lebenswelt der Erkrankten einlassen zu können und das Krankheitsbild zu verstehen.
Was sind Eure Gedanken und Erfahrungen dazu? Ich freue mich auf den Austausch mit Euch...
🖤lichst
Eure Barbara
15/09/2024
Leben ist das, was passiert, während Du dabei bist, Dein Leben zu planen. Doch oft kommt es anders als wir es uns erdenken und uns wünschen.
🖤 Sei es die hochkarätige Ausbildung, die man unbedingt zu Ende bringen möchte. Und die Berufserfahrung, die man dann noch einige Jahre sammeln möchte bevor man sich an die Familienplanung macht, um dann leider festzustellen, dass der Kinderwunsch aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht (mehr) realisierbar ist.
🖤 Das ältere Ehepaar, das sich auf die gemeinsame Pension freut, die es mit Reisen verbringen möchte...doch leider verstirbt einer der beiden kurz nach Eintritt in den Ruhestand.
🖤 Die Freude auf das zweite Kind, das dem ersten das langersehnte Geschwisterchen sein soll...doch es kommt als "besonderes" pflegebedürftiges Kind auf die Welt, dessen Zukunft ungewiss ist und viele Herausforderungen für den Familienalltag mit sich bringt.
All diese Entwicklungen und viele weitere stellen unsere Lebenspläne auf den Prüfstand und erfordern unsere Flexibilität...die Flexibilität den Plan, den wir uns akribisch gemacht haben ein Stück weit oder auch ganz loszulassen und sich auf etwas Neues einzulassen.
Dabei fällt uns der Abschied von unseren Vorstellungen, Zielen und Wünschen für unser Leben verständlicher Weise schwer. Doch soll er entsprechend gewürdigt und betrauert werden dürfen. Ich begleite Euch sehr gerne dabei. 🖤
Was sind Eure Gedanken dazu? Ich freue mich über Eure Gedankengänge dazu in den Kommentaren oder per PN.
🖤lichst
Eure Barbara
15/09/2024
Ich schrieb in meinem früheren Post zum Abschied von Lebensplänen auch von Abschied im Zusammenhang mit einem "besonderen" Kind.
Aber was ist eigentlich ein "besonderes" Kind? Sind nicht all unsere Kinder besonders? 🖤 Aber sicher sind sie das...Jedes für sich ist einzigartig und ein kleines Wunder.💛
Aber es gibt auch Kinder mit besonderen (anderen) Bedürfnissen...ich nutze das negativ besetzte und defizitorientierte Wort "behindert" nicht, daher ist meine Tochter für mich "besonders".
Was ist nun in einem Leben mit einem Kind mit besonderen Bedürfnissen zu verabschieden? Das ist für sich betrachtet in jeder individuellen Situation etwas anderes:
Für die Einen ist es der Abschied von Flexibilität im Alltag, Planungssicherheit für die Zukunft und der Abschied vom Wunsch nach einem eigenständigen und selbstbestimmten Leben für unser größer werdendes Kind. Für die anderen steht je nach Diagnose tatsächlich der Abschied vom Kind an, wenn die Lebenserwartung aufgrund der zugrundeliegendenErkrankung (sehr) verkürzt ist.🖤 Vor allem in diesem Fall ist eine behutsame (Akut-)Begleitung der betroffenen Familie unbedingt vonnöten. 🖤
Aus Sicht betroffener Eltern kann ich sagen, dass der eine oder andere Abschied von den Dingen die man sich für sein Kind von Herzen wünscht sehr schwer fällt. Aber nicht nur wir Eltern müssen bestimmte ldeen und Vorstellungen verabschieden...das betrifft auch die Geschwisterkinder und das weitere Familienumfeld.
Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch auch, wieviel Positives die Familie für sich und auch Bekannte und Freunde mit der Zeit aus solch einer "besonderen" Konstellation und Situation ziehen können. 🖤💛 Nichtsdestotrotz ist die Begleitung der betroffenen Familien bei der Bewältigung dieser alltäglichen Abschiede und der damit verbundenen Trauer sehr wichtig.
Ich begleite Euch gerne in solch einer Situation.🖤
Was sind Eure Gedanken dazu? Schreibt es mir gerne in die Kommentare...
15/09/2024
"Du hörst mir einfach nicht zu!" ● "Du verstehst mich nicht!" ● "Du wurdest schon immer von den Eltern bevorteilt und ich hatte das Nachsehen!" ● "Das habe ich nie gesagt, das bildest du dir ein!"
Ein entscheidendes Ergebnis meiner Arbeit zu Kontaktabbrüchen war die Erkenntnis, dass - neben einigen anderen Faktoren - vor allem ungünstige Kommunikationsmuster dazu führten, dass es zu einem Kontaktabbruch kam.
Neben Persönlichkeitsmerkmalen, die sich in der frühen Kindheit u.a. durch Bindungs- und innerfamiliäre Kommunikationsmuster entwickeln, zählen vor allem folgende Punkte zur Entwicklung einer problembehafteten Kommunikation im späteren Erwachsenenalter:
♡ Belastete oder gar nicht existente Kommunikation in der Familie
♡ Unterschiedliche Ansichten über den angewandten Kommunikationsstil
♡ fehlende Aufrichtigkeit oder verbale Beleidigungen und Verletzungen
♡ uneindeutige/missverständliche non-verbale Kommunikation
♡ Bagatellisieren oder auch Gaslighting in Eltern-Kind-Beziehungen
♡ etc.
In der Kindheit erlernte problematische Kommunikationsmuster erschweren jeglichen Austausch in späteren sozialen Beziehungen, wenn daran nicht gearbeitet wird. Möglicherweise kennt Ihr folgendes Verhalten von Euch selbst oder Anderen:
♡ Unausgesprochene Erwartungen (werden zu enttäuschten Erwartungen).
♡ Glaubenssätze (s.o.) (werden - ob objektiv betrachtet wahr oder nicht- zur eigenen Wahrheit).
♡ Passiv-aggressive Reaktions- und Kommunikationsmuster.
Lasst uns daher heute mal bewusst unsere Kommunikation miteinander reflektieren und hinterfragen und teilt Eure Erkenntnisse gerne in den Kommentaren.
Seid Ihr mit solchen Kommunikationsmustern aufgewachsen? Habt Ihr eventuell (unbewusst) selbst solche Kommunikationsmuster übernommen? Oder habt Ihr aufgrund massiver Kommunikationsprobleme selbst schon einmal den Kontakt abgebrochen?
Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!
🖤lichst
Eure Barbara
31/08/2024
"Du hörst mir einfach nicht zu!" ● "Du verstehst mich nicht!" ● "Du wurdest schon immer von den Eltern bevorteilt und ich hatte das Nachsehen!" ● "Das habe ich nie gesagt, das bildest du dir ein!"
Ein entscheidendes Ergebnis meiner Arbeit zu Kontaktabbrüchen war die Erkenntnis, dass - neben einigen anderen Faktoren - vor allem ungünstige Kommunikationsmuster dazu führten, dass es zu einem Kontaktabbruch kam.
Neben Persönlichkeitsmerkmalen, die sich in der frühen Kindheit u.a. durch Bindungs- und innerfamiliäre Kommunikationsmuster entwickeln, zählen vor allem folgende Punkte zur Entwicklung einer problembehafteten Kommunikation im späteren Erwachsenenalter:
♡ Belastete oder gar nicht existente Kommunikation in der Familie
♡ Unterschiedliche Ansichten über den angewandten Kommunikationsstil
♡ fehlende Aufrichtigkeit oder verbale Beleidigungen und Verletzungen
♡ uneindeutige/missverständliche non-verbale Kommunikation
♡ Bagatellisieren oder auch Gaslighting in Eltern-Kind-Beziehungen
♡ etc.
In der Kindheit erlernte problematische Kommunikationsmuster erschweren jeglichen Austausch in späteren sozialen Beziehungen, wenn daran nicht gearbeitet wird. Möglicherweise kennt Ihr folgendes Verhalten von Euch selbst oder Anderen:
♡ Unausgesprochene Erwartungen (werden zu enttäuschten Erwartungen).
♡ Glaubenssätze (s.o.) (werden - ob objektiv betrachtet wahr oder nicht- zur eigenen Wahrheit).
♡ Passiv-aggressive Reaktions- und Kommunikationsmuster.
Lasst uns daher heute mal bewusst unsere Kommunikation miteinander reflektieren und hinterfragen und teilt Eure Erkenntnisse gerne in den Kommentaren.
Seid Ihr mit solchen Kommunikationsmustern aufgewachsen? Habt Ihr eventuell (unbewusst) selbst solche Kommunikationsmuster übernommen? Oder habt Ihr aufgrund massiver Kommunikationsprobleme selbst schon einmal den Kontakt abgebrochen?
Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!
🖤lichst
Eure Barbara
12/08/2024
Das Hier und Jetzt ist auch mit einem an Demenz erkrankten Angehörigen das, was zählt.
Mein Großvater litt an Alzheimer Demenz und mit ihm die Familie. Besonders meine Mutter tat sich sehr schwer, das veränderte Wesen ihres Vaters anzunehmen. Auch die Tatsache, dass er sie als seine Tochter ab einem gewissen Stadium nicht mehr erkannte traf sie schwer.
Daher und auch aus meinem Gerontologie-Studium weiß ich, wie wichtig es ist, die Angehörigen auf diesem Weg des Abschiednehmens zu begleiten. Vielen ist zu Beginn der Erkrankung gar nicht bewusst, dass damit ein Abschied einhergeht. Denn das trügerische dieser Erkrankung: Phasen des kognitiven Abbaus gehen einher mit kurzfristigen "Verbesserungen". Diese sind allerdings ein Trugschluss, denn die Erkrankung kann bislang nicht geheilt werden und die "hellen Phasen" werden im Verlauf der Erkrankung seltener.
Auch der oft veränderte Charakter (abhängig von der Demenzform, stark verändert bei frontotemporaler Demenz) stellt Partner:innen und die Angehörigen vor eine große Herausforderung. Bei meinem Großvater gab es unvermittelte Wutausbrüche, in denen er mich als Kind anschrie, was für ihn dann im nächsten Moment sofort wieder vergessen war. Das ist belastend, für alle Familienmitglieder.
Doch auch die Erkrankten selbst merken zu Beginn der Erkrankung noch, dass "etwas nicht stimmt". Sie vergessen wichtige Dinge, können sich zunehmend immer weniger zeitlich und räumlich orientieren. Das schürt große Angst und Verunsicherung. Und damit einhergehend auch Wutausbrüche, wenn sie zum x-ten Mal mit der Realität konfrontiert werden ("Das habe ich Dir jetzt schon 100mal gesagt!").
Alles in allem sind Demenzerkrankungen für alle Beteiligten sehr belastend. Und umso wichtiger ist es, die "hellen Phasen" des Erkrankten und die Zeit, in der er präsent und orientiert ist zu nutzen und gemeinsam zu genießen. Im Hier und Jetzt. Diese Momente sind so schnell vorbei. 🖤
Für mehr "Im-Hier-und-Jetzt-Leben" 🖤lichst
Eure Barbara
Übrigens: unsere Community-App bietet eine eigene Gruppe zum Austausch unter Angehörigen. Ihr findet die App unter www.traudich.community oder www.trauerohr.chat
01/08/2024
Ich freue mich sehr, dass unsere Community-App zum Austausch für Trauernde und im Trauerbereich Tätige ab heute online ist!
Zögert nicht, Euch bei Fragen an mich und Stephi von Trauerohr zu wenden.
Ich freue mich, den einen oder anderen dort wieder zu treffen! 😊
Wenn Ihr jemanden kennt, der von den Online-Gruppen profitieren könnte, gebt den Link gerne weiter. 🫶
🖤lichst
Eure Barbara
25/07/2024
Das Testen hat ein Ende...Dank unserer wunderbaren Mitglieder in der WhatsApp-Community. 🖤🫶 Vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen.
Was ich befürchtete bewahrheitete sich recht bald nach Start der WhatsApp-Community: die Funktionalität in den WhatsApp-Communitys ist für unsere Zwecke der begleiteten Trauergruppen zu sehr beschränkt und damit ungeeignet. Somit habe ich mich recht bald schon auf die Suche, nach einer besser geeigneten Plattform begeben. Und ich habe sie gefunden! 🙌
Ab dem 1. August könnt Ihr mit uns in der Community-App durchstarten, sowohl als Trauernde, sowie auch als Trauerbegleiter oder andere im Trauerbereich Tätige. Neben weiteren neuen Möglichkeiten können nun z.B. auch Veranstaltungen und Termine eingestellt werden. Auch die Datenschutz-Einstellungen können die Mitglieder nun individuell verwalten. Jeder kann selbst entscheiden, wieviel er preisgeben möchte.
Derzeit bearbeite ich im Backend noch die einzelnen Funktionalitäten und Einstellungen...und freue mich, mit Euch am 1. August durchstarten zu können! 😊🙏🖤 Dieses Angebot ist und bleibt kostenfrei.
Habt Ihr Fragen dazu? Stellt sie mir in den Kommentaren!
🖤lichst
Eure Barbara und Stephi von Trauerohr