23/09/2026
⚛️ Was passiert, wenn klassische Computer bei der Simulation komplexer Quantensysteme an ihre Grenzen stoßen? Genau hier setzt die Forschung von Jad C. Halimeh an. Der Quantenphysiker verbindet theoretische Physik mit den Möglichkeiten moderner Quantensimulatoren und schlägt damit eine Brücke zwischen Theorie, Experiment und Quantencomputing. Seit kurzem ist er Quantenphysik-Professor an der LMU München und Mitglied im Münchner Exzellenzcluster Munich Center for Quantum Science and Technology.
🔬 Gemeinsam mit seinem Team untersucht er komplexe Vielteilchensysteme und fundamentale Prozesse wie die Hadronisierung, bei der sich Quarks und Gluonen zu gebundenen Teilchen wie Protonen und Neutronen verbinden. Quantensimulatoren könnten dabei helfen, die Dynamik solcher Prozesse genauer zu verstehen – gewissermaßen durch „zeitliche Schnappschüsse“, die mit klassischen Methoden nur schwer zugänglich sind.
💻 Gleichzeitig sucht Halimehs Team gezielt nach Bereichen, in denen selbst die besten klassischen Methoden an ihre Grenzen stoßen und untersucht, was Quantencomputer dort leisten können. Dafür arbeitet die Gruppe unter anderem mit Google Quantum AI, IBM Quantum und Quantinuum zusammen.
💡 Trotz aller komplexen Mathematik spielt für Halimeh dabei ein Werkzeug eine entscheidende Rolle: “Für mich ist das Wichtigste. Ich sammle Hinweise, entwickle daraus ein Gesamtbild und versuche zu verstehen, was wirklich passiert. Erst dann suche ich nach einer möglichst einfachen mathematischen Beschreibung.”
Ein spannender Einblick in ein Forschungsfeld, in dem Grundlagenphysik und Quantentechnologie immer enger zusammenrücken. 🚀 Mehr dazu hier: https://www.lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/quantenphysik-der-brueckenbauer-e2a23d6d.html
Jad Halimeh arbeitet an der Schnittstelle zwischen Theorie und Anwendung. Der LMU-Quantenphysiker verbindet die Welt der Formeln mit technologischen Entwicklungen im Quantencomputing und versucht dabei, exotische Quantensysteme zu verstehen.