Gemeiner Flieder (syringa vulgaris).
Der gemeine Flieder bietet unseren Bienen und Insekten kaum Nahrung. Er ist nämlich kein heimisches Gewächs, das Bundesamt für Naturschutz hat ihn sogar als invasive Art eingestuft.
Für manche Schmetterlingsarten liefert er Nektar, gilt aber nicht als insektenfreundlichste Art. Wenn ihr also überlegt euch einen gemeinen Flieder in den Garten zu pflanzen, dann holt euch lieber Tier- und insektenfreundlichere, heimische Pflanzen wie zum Beispiel: Vogelbeeren, Kornelkirschen oder Schlehen.
Was man bezüglich der Kulinarik beachten muss, erfahrt ihr im nächsten Video.
Vildvuchs
Kulinarische Naturerlebnisse
Wildkräuter und Fermentation
29/12/2020
Wilde Cocktails oder Drinks zu Silvester?
Mit Douglasien- oder Fichtennadeln könnt ihr euren eigenen Gin aromatisieren. Aber auch Fichten- oder Tannensirup eignet sich als tolle Zutat für wilde Drinks und gibt den Cocktails gleich eine ganz besondere Note.
Im E-Book findet ihr ein paar Cocktailrezepte und Rezepte für die Herstellung des Sirups. Als Highlight noch ein Gastrezept vom bekannten Bartender , der ein Meister in der Verarbeitung von wilden Zutaten ist.
Ein kleiner Tipp für alle die einen Sahnezubereiter z.B. von ISI zuhause haben und den Geschmack der Nadeln schnell in den Gin oder Wodka übertragen möchten:
Nitro (Stickstoffkapseln) für den Sahnespender kaufen. Wodka und Nadeln in den Sahnezubereiter. 1 Kapsel Nitro auslösen und 1 Minute ziehen lassen. 2. Kapsel auslösen und währenddessen den Sahnebereiter 1 Minute schüttteln.
Der Druck zwingt die Flüssigkeit in die Nadeln und alle Aromastoffe gehen innerhalb dieser kurzen Zeit in den Wodka über. Taaadaaa Flash Infusion!
[EN]
Wild cocktails or drinks for New Year's Eve?
You can flavour your own gin with Douglas fir or spruce needles. Spruce or fir syrup is also a great ingredient for wild drinks and gives the cocktails a very special touch.
In the e-book you will find a few cocktail recipes and recipes for making the syrup. As a highlight, there is a guest recipe from the well-known bartender , who is a master in the processing of wild ingredients.
A little tip for all those who have a cream maker, e.g. from ISI, at home and want to quickly transfer the taste of the needles into the gin or vodka:
Buy nitro (nitro capsules) for the cream dispenser. Vodka and needles into the cream maker. Release 1 capsule of Nitro and leave to infuse for 1 minute. Release the 2nd capsule and shake the cream maker for 1 minute.
The pressure forces the liquid into the needles and all the aroma transfers into the vodka within this short time. Taaadaaa Flash Infusion
17/12/2020
Es ist soweit! Das E-Book „Essbarer Weihnachtsbaum - Wilde Waldaromen von Fichte, Tanne und Co.“ Ist fertig. Mehr als 90 Seiten gefüllt mit viel Wissen rund um unsere heimischen essbaren Nadelbäume. Ich habe euch alle wichtigen Fakten zur Bestimmung, den wertvollen Inhaltsstoffen, zur Heilkunde und zur Kulinarik zusammengefasst. Es erwarten euch mehr als 25 Rezepte und Ideen, wie ihr euern Weihnachtsbaum zu Wellnessprodukten, Geschenken und leckersten Köstlichkeiten verarbeiten könnt.
https://vildvuchs.de/
12/12/2020
Sobald man den Wald betritt, begibt man sich auf eine Sinnesreise. Man betritt eine ganz eigenen Welt. Um einen herum ragen hohe Bäume auf, die sich unendlich in den Himmel zu strecken scheinen. Auf eine Art ist es ganz still, aber wenn man genau hinhört, dann erreichen einen aus den verschiedensten Richtungen Geräusche. Es summt, es zwitschert, es raschelt und knackst. Die Hände streichen über eine raue Rinde und über weiches, feuchtes Moos. Ein tiefer Atemzug. Unzählige Gerüche. Es riecht frisch und feucht, etwas holzig und harzig, aber auch irgendwie zitronig und lebendig.
Man kann den Wald sehen, fühlen, man kann ihn hören, man kann ihn riechen und ja man kann ich auch schmecken.
Das Aroma und das Gefühl eines Waldspaziergangs zu konservieren und auf den Teller zu bringen, das funktioniert durch die kulinarische Verarbeitung von essbaren Nadelbäumen.
Eine Möglichkeit: Ein wildes Waldöl mit Fichtennadeln.
Kräuter-Öle lassen sich je nach Struktur und Wasseranteil der Kräuter auf mehrere Arten aromatisieren. Fichtennadeln haben eher einen geringeren Wasseranteil. Daher eignet sich entweder ein Heißauszug oder eine längere Kalt-Infusion. Der Heißauszug ist etwas aufwendiger, konserviert die Farbe und den Geschmack aber besser.
Die genaue Anleitung und das Rezept zu beiden Verfahren, findet ihr bald in dem E-Book: „Essbarer Weihnachtsbaum - Wilde Waldaromen von Fichte, Tanne und Co.“.
Uiuiui ich stecke in den letzten Zügen. Freue mich so unendlich, euch das E-Book bald präsentieren zu können.
08/12/2020
Wilde Waldaromen
von Tanne, Fichte und Co.
[EN in the comments]
Sie sehen nicht nur wunderschön aus, wenn sie so beleuchtet in unserem Wohnzimmer stehen, sie passen auch noch als besondere Köstlichkeiten auf unsere Teller und einmalige Geschenke unter den Baum.
Von Fichtenbutter, über Tannenoxymel bis hin zu Douglasiengin. Als Sirup, Suppe oder Senf. Die Möglichkeiten sind unendlich den Weihnachtsbaum weiter zu verarbeiten. Die Tanne beschenkt uns mit einem mandarin-artigen, die Kiefer mit einem leicht pfeffrigen, die Douglasie mit einem starkrn orangigrn und die Fichte mit einem intensic-zitronigen Aroma.
Neben den wunderbaren Aromen stecken die Nadeln auch noch voller wertvoller und heilkräftiger Inhaltsstoffe. Als hustenstillendes Oxymel, muskelentspannendes Badessalz oder ausgleichende Räuchermischung finden die Nadeln ihre Anwendung für unsere Gesundheit.
Ihr merkt, es gibt viel zu Erfahren über unsere essbaren Nadelbäume und wundervolle Rezepte und Ideen zu entdecken.
In meinem neuen E-Book habe ich euch alle wichtigen Fakten zu Bestimmung, Inhaltstoffen, Heilkunde und Kulinarik zusammengefasst und habe es mit vielen Rezepten gefüllt. Das beste dabei: Die Rezepte kann man das ganze Jahr über machen, dank der immergrünen Nadelbäume.
Bleibt gespannt. Nächste Woche wird es erscheinen. Also perfekt für alle die dann noch ein besonderes und nachhaltiges Geschenk brauchen.
28/11/2020
Stell dir vor du sitzt vor dem knisternden Feuer in einer warmen und gemütlichen Hütte mitten im schneebedeckten Wald. Draußen fallen friedlich dicke, weiße Flocken vom Himmel und lassen deine Spuren langsam verschwinden. Die Sonne geht gerade zwischen den Bäumen unter und die letzten Sonnenstrahlen brechen sich zwischen den Fichten und tauchen den ganzen Wald in eine tief rotorange Farbe. Im Hintergrund spielt leise deine Lieblingsmusik. Du schmiegst dich tiefer in deinen großen bequemen Sessel, legst die Beine hoch und nippst an deinem frisch gerührten Drink. Der Geschmack von winterlichen Gewürzen gepaart mit der balsamischen Tiefe von Fichtensirup umschmeicheln deine Zunge und erinnern dich an die wundervollen Stunden die du hier mit deinen Liebsten verbracht hast.
So oder ähnlich schmeckt es, wenn du einen Spiced rum mit frisch zubereiteten Fichtensirup und Bergamotten Bitter paarst und damit einen Rum old fashioned kreierst.
Der perfekte Drink für deinen Silvesterabend und dazu brauchst du lediglich ein paar Zweige deines Weihnachtsbaums opfern. Rezept weiter unten im Text. (Post ist vom letzten Jahr)
EN] Imagine you are sitting in front of the crackling fire in a warm and cosy cabin in the middle of the snow-covered forest. Outside, thick, white flakes peacefully fall from the sky and slowly make your tracks disappear. The sun is just setting between the trees and the last rays of the sun break between the spruce trees and bathe the whole forest in a deep reddish-orange colour. In the background your favourite music is playing softly. You nestle deeper in your big comfortable armchair, put your legs up and sip your freshly stirred drink. The taste of wintery spices paired with the balsamic depth of spruce syrup caresses your tongue and reminds you of the wonderful hours you spent here with your loved ones
1 Tsp spruce syrup
4 oz spiced rum
dash of bergamot-bitter
Combine rum, syrup, and bitters in a mixing glass with large ice cubes. Stir vigorously and strain over one large ice cube. Garnish with spruce twigs.
27/11/2020
Eat your christmas tree 1°
Immer wieder das wilde Snack-Highlight auf meinen Kräuterwanderungen und Events. Die Fichtenbutter.
Leicht zitronig, leicht waldig. Ein Geschmack den die meisten vorher noch nie auf der Zunge hatten.
Das Rezept und Infos dazu findet ihr auf meinem Blog auf meiner Homepage.
Das ist eine Idee von sooo vielen, die man mit essbaren Nadelbäumen machen kann.
Hättet ihr Lust auf ein E-Book mit Rezepten und Infos zu essbaren Nadelbäumen? Vielleicht das perfekte Weihnachtsgeschenk, dann kann der Weihnachtsbaum gleich weiterverarbeitet werden?
[EN]🇦🇺
Always the wild snack highlight on my EDUCATIONAL FORAGING WALKS and events. The spruce butter.
Lightly lemony, slightly foresty. A taste that most people have never had tasted before.
You can find the recipe and information on my blog on my homepage.
This is an idea of sooo many what you can make with edible needle trees
Would you like an e-book with recipes and information about edible conifers? Maybe the perfect Christmas present, then the Christmas tree can be processed immediately?
🎄🎄🎄🎄
25/11/2020
Nachhaltige Weihnachten
[EN in the comments]
Bevor wir nun in dem Dezember hüpfen und alle zum Weihnachtsbaum kaufen gehen, würde ich euch gern ans Herz legen, darüber nach zu denken, ob es wirklich einen Weihnachtsbaum in eurem Wohnzimmer braucht?
Leider sind die meisten Weihnachtsbäume die wir kaufen können mit vielen Pestiziden bespritzt, in Monokulturen gezüchtet, mit chemischen Nährlösungen für eine grünere Farbe aufgepeppt und legen zusätzlich weite Transportwege aus dem Ausland zurück. Diesen Cocktail an chemischen Stoffen stellen wir uns dann für ein paar Wochen in unser Wohnzimmer. Besser ist es gleich auf regionale Bäume aus Forstrevieren oder auf biologisch gezüchtete Bäume zurückzugreifen. Ein Baum aus Bioanbau ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch essentiell für die Weiterverarbeitung zu kulinarischen Köstlichkeiten. .
Bäume die in Töpfen verkauft werden überleben meistens auch nicht lange, da diese Bäume Tiefwurzler sind und nicht für Topfkulturen geeignet sind.
Die beste Lösung wäre natürlich gar keinen abgeschnittenen Baum zu kaufen, sondern sich bei einem Spaziergang in den Wald über die lebendigen Bäume zu freuen.
Könnt ihr euch Weihnachten ohne Baum vorstellen?
17/11/2020
Schwarzer Knoblauch
Als wenn das noch nicht Highlight genug gewesen wäre, gab es noch eine weitere Geschmacksbombe. Frisch getoastetes Brot mit schwarzer Knoblauchbutter. Hmmm ich sag euch das war so himmlisch.
Was bitte? Schwarzer Knoblauch?
Schwarzer Knoblauch ist normaler Knoblauch der unter kontrollierten Bedingungen (Hitze und Luftfeuchtigkeit) fermentiert wurde. Er wird schwarz, da sich Zucker und Aminosäuren in dunkle, stickstoffhaltige organische Verbindungen umwandeln. Durch die Fermentation wird der Knoblauch ganz weich und klebrig und der Geschmack wird total süßlich gepaart mit einem leichten Knoblauchgeschmack. Er schmeckt also wie eine Verbindung aus Pflaumenkompott, Balsamico und Knoblauch.
Für die Butter habe ich lediglich einige Zehen des schwarzen Knoblauch zerdrückt und mit etwas grobem Meersalz mit zimmerwarmer veganer Butter gemischt und etwas ziehen lassen. Auf knusprigen warmen Toast einfach göttlich.
Dem schwarzen Knoblauch wird eine stark antientzündliche Wirkung nachgesagt und eine viel höhere antioxidative Wirkung im Vergleich zum herkömmlichen Knoblauch und man riecht danach nicht. Also auch für ein Date mit euren Liebsten eine gute Wahl.
Den Knoblauch kann man selbst fermentierten, ich würde aber davon absehen, denn die Stromkosten die man dabei erzeugt sind es nicht wert. Heutzutage findet man den schwarzen Knoblauch in vielen Supermärkten.
Kennt ihr schwarzen Knoblauch und wenn ja was stellt ihr damit her?
15/11/2020
Wildes Pilzrisotto
Ja jetzt auch im Spätherbst lassen sich noch Pilze finden. Vor allem die Trompetenpfifferlinge sprießen gerade wie wild. Über die Jahre habe ich meine Art für ein perfekte wildes Pilzrisotto mit viel Geschmack gefunden.
Die Basis ist eine würzige Pilzbrühe. Dafür übergieße ich getrocknete Pilze mit kochendem Wasser, gebe noch etwas Gemüsbrühe hinzu und lass das ganze ein paar Stunden ziehen. Brühe abgießen und die nun eingeweichten Pilze ausdrücken.
Frische Pilze mit etwas Öl in der Pfanne scharf anbraten. Kein Salz zugeben, sonst ziehen die Pilze Wasser und sie werden nicht knusprig. Ein Löffel dunkle Misopaste und die ausgepressten Pilze hinzugeben und nochmal kurz weiterbraten.
Zwiebel, Knoblauch und Sellerie in Würfel schneiden und mit Öl im Topf anbraten. Risottoreis hinzugeben und mit anrösten. Mit einem Schluck Weißwein ablöschen und die Brühe nach und nach zugeben und unter rühren kochen bis der Reis bissfest ist. Nun entweder Parmesan und oder Creme fraiche zugeben oder für eine vegane Variante eine Creme fraiche Alternative. Pilzpulver aus getrockneten Pilzen unterrühren, die gebratenen Pilze unterheben und mit gerösteten Bucheckern und etwas wildem Grün servieren. Ein paar Tropfen Trüffelöl sind optional.
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