EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie

EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie Impressum: http://www.tanztherapie-zentrum.de/index.php?cid=3&pid=3 Dadurch ist niemand ganz unabhängig, aber auch nicht ganz abhängig.

Die Systemische Tanztherapie als ganzheitliche Psychotherapie deckt die Choreographie des Lebens auf, um somit Bewegungen, Wahrnehmungen, Empfindungen und Verhalten so zu verändern, dass ein zu-friedenes, selbstbestimmtes Leben gestaltet werden kann. Die Bewegung und die damit verbundenen körperlichen Manifestationen und Konstruktionen der Wirklichkeit repräsentieren das gelebte Leben und die persönliche Interpretation dieses Lebenstanzes. Der Mensch befindet sich immer in einem Beziehungsgeflecht, in dem der Einzelne einen Einfluss auf das Ganze ausübt, und das Ganze das Denken und Fühlen des Einzelnen bestimmt. Denn es lassen sich immer Gestaltungsspielräume entdecken und festgefahrene Verhaltens- und Denkweisen in Bewegung setzen. Jedes Beziehungssystem ist dadurch ständig in Bewegung. Wenn diese Bewegung nicht zugelassen wird, kommt es auch zu einer Erstarrung der Entwicklung des Einzelnen. Daraus ergibt sich die enge Verknüpfung von systemischem Denken und Bewegung. Persönliches Verhalten sehen wir immer in Abhängigkeit von Familien-, Gruppen- und Gesellschaftserfahrungen, die wiederum in Abhängigkeit von den jeweiligen Gegebenheiten sind. Dies schließt auch mit ein, dass wir psychische und physische Schwierigkeiten nicht in starre Krankheitsbilder pressen und nicht von Schuldzu-weisungen sprechen, sondern über die Exploration von Unterschieden nach Lösungen für ein sinnerfülltes Leben suchen. In der Interaktion mit anderen bietet die Tanztherapie eine gute Möglichkeit, die eigenen Konstruktionen der Wirklichkeit, die eigene „Geschichtsschreibung“, mit denen der anderen zu vergleichen. Durch das systemische Denken muss sich der/die Tanztherapeut/in ständig darauf einlassen, dass alles auch ganz anders sein kann, und nur der Mut zum Querdenken den Weg zur Lösung zeigt. Somit kommen die kreativen und humorvollen Potenziale der Tanztherapie zum vollen Einsatz. Besonders die von Susanne Bender entwickelte Bewegte Familienrekonstruktion trägt diesem Ansatz Rechnung und macht auf lebendige Weise erfahrbar, wie wir unsere Lebenschoreographie gestalten, und wie wir sie aber bei Unzufriedenheit auch ändern können.

Was passiert, wenn wir uns bewegen und dabei beobachten, wie frei oder gebunden unser Bewegungsfluss ist?Rudolf Laban be...
29/09/2026

Was passiert, wenn wir uns bewegen und dabei beobachten, wie frei oder gebunden unser Bewegungsfluss ist?

Rudolf Laban beschreibt den Bewegungsfluss als eine der Antriebe (Efforts). Dabei geht es um die Qualität, mit der Bewegung fließt – zwischen freiem und gebundenem Fluss.

1. Wie viel Kontrolle brauche ich?
Gebundener Fluss kann uns zeigen, dass wir Bewegung stark kontrollieren und zurückhalten. Freier Fluss kann dagegen ein Loslassen und ein weniger kontrolliertes Geschehenlassen ermöglichen.

2. Wie gehe ich mit Gefühlen um?
Der Bewegungsfluss kann Hinweise darauf geben, wie ein Mensch mit seinen Gefühlen umgeht. Hält er sie zurück, kontrolliert und reguliert er sie? Oder lässt er sie frei fließen und nach außen Ausdruck finden?
Der Wechsel zwischen gebundenem und freiem Fluss kann uns helfen, unterschiedliche Wege des emotionalen Ausdrucks wahrzunehmen und zu erforschen.

3. Wo entsteht Handlungsspielraum?
Wenn wir unterschiedliche Bewegungsqualitäten ausprobieren, erweitern wir unser Bewegungsrepertoire. Aus einem „Ich muss festhalten“ kann ein „Ich kann auch loslassen“ werden – und umgekehrt.

In der Tanztherapie geht es dabei nicht darum, eine Bewegungsqualität zu bewerten. Vielmehr geht es um Wahrnehmen, Erforschen und Erweitern.

Denn Bewegung kann uns etwas über unser Erleben erzählen – und gleichzeitig neue Möglichkeiten eröffnen.

Wie frei fließt eine Bewegung und wie stark wird sie kontrolliert? Rudolf Laban beschreibt Fluss als einen der Bewegungs...
23/09/2026

Wie frei fließt eine Bewegung und wie stark wird sie kontrolliert?

Rudolf Laban beschreibt Fluss als einen der Bewegungsfaktoren. Dabei unterscheidet er zwischen freiem und gebundenem Fluss.

Freier Fluss
Die Bewegung kann kontinuierlich weiterfließen. sie lässt sich weniger kontrollieren und wirkt häufig spontan, ungehindert und kann nicht jederzeit gestoppt werden.

Gebundener Fluss
Die Bewegung wirkt bewusst kontrolliert und gehalten. Sie kann jederzeit angehalten oder in ihrer Ausbreitung begrenzt werden.

Fluss beschreibt dabei nicht nur, wie wir uns bewegen. Er kann auch etwas darüber erfahrbar machen, wie wir mit Kontrolle, Loslassen und Veränderung umgehen.

In der Tanztherapie kann die bewusste Wahrnehmung unterschiedlicher Bewegungsflüsse neue Erfahrungen und Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen.

Wie verändert sich deine Bewegung, wenn du sie für einen Moment völlig frei fließen lässt? Und was passiert, wenn du deine Bewegungen bewusst Kontrollierst?

Das Gummiband gibt einen Rahmen im geschlossenen System. Jedes Gruppenmitglied hat zwar einen individuellen Platz, ist a...
22/09/2026

Das Gummiband gibt einen Rahmen im geschlossenen System. Jedes Gruppenmitglied hat zwar einen individuellen Platz, ist aber dennoch von den anderen abhängig. Aktivität und Rezeptivität werden so thematisiert.

Auch für die Bindungsarbeit kann das Band hilfreich sein. Anders als die Filzseile ist es dehnbar, das heißt, in der Einzeltherapie wird so sichtbar, wie weit sich jemand von der Therapeutin entfernen möchte und kann, ohne das die Verbindung abbricht.

Dies kann ein wichtiger Übergangsprozess in der Autonomieentwicklung bedeuten. Die Klientin reguliert die Distanz, die Therapeutin bleibt als "Homebase" an einer Stelle.

Kennst du das Gummiband? Wenn ja, welche Erfahrung hast du damit gemacht?

Rudolf Laban beschäftigte sich nicht nur damit, was sich bewegt, sondern auch damit, wie eine Bewegung ausgeführt wird. ...
21/09/2026

Rudolf Laban beschäftigte sich nicht nur damit, was sich bewegt, sondern auch damit, wie eine Bewegung ausgeführt wird.

Dafür beschreibt er sogenannte Antriebe (Efforts). Sie machen unterschiedliche Bewegungsqualitäten wahrnehmbar und beschreibbar.

Vier Bewegungsfaktoren stehen dabei im Mittelpunkt:
Fluss - frei und gebunden
Raum - direkt und indirekt
Zeit - getragen und schnell
Schwerkraft - leicht und stark

Ein und dieselbe Bewegung kann dadurch ganz unterschiedlich wirken. Für die Tanztherapie bietet die Bewegungsanalyse nach Laban eine Möglichkeit, Bewegungen genauer wahrzunehmen, zu beschreiben und ihre Vielfalt zu erforschen.

Denn Bewegung ist nicht nur das, was wir tun - sondern auch die Art und Weise, wie wir es tun.

17/09/2026

Die Bewegungsanalyse nach Rudolf Laban und Judith Kestenberg ermöglicht es, Bewegung genauer wahrzunehmen und zu verstehen.

Dabei geht es nicht darum, Bewegung zu „bewerten“, sondern neugierig zu beobachten: Wie bewegt sich ein Mensch? Was zeigt sich in der Bewegung? Und welche inneren Prozesse können darin sichtbar werden?

Ein wichtiger Zugang in der Tanztherapie.

"Bewegung ist ein Ereignis, das Konsequenzen nach sich zieht" Welche Gedanken hast du zu diesem Zitat?
09/09/2026

"Bewegung ist ein Ereignis, das Konsequenzen nach sich zieht"

Welche Gedanken hast du zu diesem Zitat?

Wenn wir beginnen unseren Bewegungsradius bewusst zu erweitern, können wir neue Möglichkeiten erfahren: Neue Möglichkeit...
08/09/2026

Wenn wir beginnen unseren Bewegungsradius bewusst zu erweitern, können wir neue Möglichkeiten erfahren:

Neue Möglichkeiten entdecken:
Eine Bewegung, die vorher ungewohnt war, kann eine neue körperliche Erfahrung eröffnen. Wir erleben, dass es mehr als einen Weg gibt, uns zu bewegen.

Gewohnte Muster verlassen:
Oft bewegen wir uns auf vertrauten Bahnen. Neue Richtungen, größere Bewegungen oder ungewohnte Raumwege laden dazu ein, diese Muster wahrzunehmen und etwas Neues auszuprobieren.

Handlung erfahren:
Bewegung ist immer auch eine Form des Handelns. Wenn wir körperlich erfahren, das wir eine Richtung verändern, Raum einnehmen oder einen neuen Weg wählen können, kann das unsere Wahrnehmung von eigenen Möglichkeiten erweitern.

Mehr Bewegungsraum bedeutet nicht automatisch mehr Handlungsspielraum. Aber die Erfahrung von Bewegung kann neue Möglichkeiten eröffnen - körperlich und vielleicht auch darüber hinaus.

Was passiert, wenn du heute einmal bewusst eine Bewegung wählst, die du sonst nicht machst?

Wie weit kann ich mich bewegen, ohne meinen Standpunkt zu verlassen? Die Kinesphäre bezeichnet in der Bewegungsanalyse d...
07/09/2026

Wie weit kann ich mich bewegen, ohne meinen Standpunkt zu verlassen?

Die Kinesphäre bezeichnet in der Bewegungsanalyse den persönlichen Bewegungsraum, der einen Menschen unmittelbar umgibt. Sie reicht so weit, wie wir aus einer bestimmten Position heraus mit unseren Körperteilen den Raum erreichen können.

Wir können und innerhalb dieser Sphäre ausdehnen, zusammenziehen, drehen, strecken und verschiedene Richtungen erkunden - ohne unseren Standort zu verändern.

Spannend wird es, wenn wir wahrnehmen, wie wir diesen persönlichen Raum nutzen: Bewege ich mich eher nah an meinem Körper oder greife ich weit in den Raum? Welche Richtungen fühlen sich vertraut an? Wo wage ich mich hin - und wo ziehe ich mich eher zurück?

In der Tanztherapie kann die Erforschung der Kinesphäre dabei helfen, Körper- und Raumwahrnehmung zu erweitern und neue Bewegungsmöglichkeiten zu entdecken.

Wie groß ist deine Kinesphäre und wie füllst du sie?

Der Gymnastikstab ist immer dann hilfreich, wenn es um Themen wie Klarheit, Grenzen, Kraft, Direktheit, Stabilität und R...
02/09/2026

Der Gymnastikstab ist immer dann hilfreich, wenn es um Themen wie Klarheit, Grenzen, Kraft, Direktheit, Stabilität und Rhythmus geht.

Einsetzbar ist er nur bei Klient:innen, die genügend Selbstregulation und Raumwahrnehmung besitzen, um sich und andere nicht zu gefährden. Aus diesem Grund wird er in der Regel strukturierter eingesetzt als andere Medien.

Mit einem Stock in der Hand richten sich die meisten Menschen gleich mehr auf, sodass sich dem gebundenen Bewegungsfluss in der vertikalen gut nachspüren lässt. Durch seine Stabilität lädt er zu kraftvollen, starken und abgrenzenden Bewegungen ein, die meist einen direkten Fokus haben. Aufgrund seiner Form und seines Materials steht der Stock für Geradlinigkeit, Entschlossenheit, Kampfeslust, Halt, Stabilität, Direktheit, Klarheit und Männlichkeit. Den Stock als Verbindung zwischen zwei Menschen zu nutzen, erfordert viel Sensibilität, weil jede Veränderung sich sofort auf das Gegenüber überträgt. Die Kontaktaufnahme mit dem Stock ist direkter und beständiger als beispielsweise mit dem Tuch. Der Stock ermöglicht auch, unerwünschten Kontakt abzublocken und andere auf Abstand zu halten.

Gemeinsames Rhythmisieren mit Stöcken kann ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen und so das Ausleben innerer und kollektiver Kräfte fördern.

Kennst du dieses Medium schon? Was sind deine Erfahrungen damit?
Teile es gerne in den Kommentaren, wir freuen uns über Austausch.

Bewegung beginnt mit VerbindungDie Bartenieff Fundamentals machen grundlegende Prinzipien unserer Bewegung unmittelbar e...
01/09/2026

Bewegung beginnt mit Verbindung

Die Bartenieff Fundamentals machen grundlegende Prinzipien unserer Bewegung unmittelbar erfahrbar: Atem, Körperverbindungen, Gewichtsverlagerung, Zentrierung und das Zusammenspiel des gesamten Körpers.

Entwickelt von Irmgard Bartenieff auf Grundlage der Bewegungsarbeit Rudolf Labans, geht es dabei nicht darum, Bewegung "richtig" auszuführen.
Vielmehr lernen wir, Bewegung bewusster, verbundener und mit weniger unnötigem Kraftaufwand zu organisieren.

Wenn du die Bartenieff Fundamentals praktisch erleben möchtest, sichere dir jetzt einen Platz:

Bartenieff Fundamentals in der Tanztherapie
03.10 - 04.10.2026
mit Christel Büche
bei uns im EZETTHERA

Anmeldung über unsere Website, Link in der Bio.

Adresse

Geyerspergerstrasse 25
Munich
80689

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