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Bemerkungen

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE UND
GRAF KASPAR VON STERNBERG
Die persönliche Bekanntschaft des Altmeisters der Dichtung, Goethe, mit dem Altmeister der Naturforschung, wie der Begründer des böhmischen Nationalmuseums in Prag Graf Kaspar von Sternberg genannt wird, begann im Jahre 1822. Ihr Bestreben war es, ihr fachliches Interesse über naturwissenschaftliche Themen wie die Botanik, Mineralogie und Meteorologie und in erster Linie über geologische Probleme untereinander auszutauschen. Ab dem Jahre 1820 entwickelte sich zwischen den beiden ein sehr reger Briefwechsel der auch zur Freundschaft der beiden Männer führte. Eine seltsame Begebenheit ergab sich in diesem Zusammenhang mit Goethes Sohn August. Dieser stand zwar stets im Schatten seines berühmten Vaters, erarbeitete sich aber eine profunde Kenntnis über Mineralien und Münzen. Auch wurde er von Sternberg für seine Fossilien-Sammlung großzügig beschenkt. Vor genau 192 Jahren am 27. November 1827 unterstützte Goethe in einem Schreiben an seinen Freund eine Bitte von August, der Graf möge die Patenschaft seiner Tochter übernehmen. Auch August hatte sich diesbezüglich bereits an den Grafen gewandt. Erstaunlicherweise gibt es keine Antwort Sternbergs auf dieses Ansinnen, obwohl er sich später für Goethes Brief vom 27. November bedankte. Auch bei der Taufe war er nicht anwesend. Etwas mehr als zwei Jahre später erhielt der Graf die Nachricht vom Tod Augusts. Die digitalisierte Originalausgabe über den Briefwechsel von Goethe und von Sternberg ist beigefügt ebenso wie die Titelseite eines überarbeiteten Taschenbuchs aus dem Jahr 2013.
https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10402930_00005.html
Für einen Nachhilfeschüler darf ich folgende Frage stellen: Wir suchen Sekundärliteratur zu folgender Fragestellung: "Analysiere, wie sich Goethes Italienreise auf seine literarische Arbeit auswirkte. Im Speziellen geht es um den Egmont und die Iphigenie, Goethe hat sie unter dem Eindruck der Italienreise umgeschrieben. Für Quellenangaben wären wir sehr dankbar.
Wer reitet so spät
durch Nacht und Wind
vor seinem Löwengarten?
Es ist der Vater mit
seinem Kind,
das Kampfspiel zu erwarten.

Der Alte sprach zum Jungen:
„Nun sei bereit, mein Sohn,
denk unsrer tiefsten Lieder,
stimm an den vollsten Ton!“

Doch, mit des Geschickes Mächten
ist kein ew’ger Bund zu flechten,
denn es wallet und siedet
und brauset und zischt
hoch im Bogen spritzen Quellen
Wasserwogen,
heulend kommt der Sturm geflogen …
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?

Mein Sohn, das ist ein Edelknecht,
sanft tritt er aus der Knappen
zagendem Chor …
Was hör ich draußen vor dem Tor?
Aus dem bewegten Wasser rauscht
ein feuchtes Weib hervor.

Nun schon Wasserströme laufen.
0, du Ausgeburt der Hölle,
soll das ganze Haus ersaufen?

Doch plötzlich legt sich
die wilde Gewalt, und schwarz
aus dem weißen Schaum
und mit Erstaunen und mit Grau’n
sehen’s die Ritter und Edelfrauen.
Und horch! Jetzt sprudelt es silberhell
ganz nahe wie silbernes Rauschen
und hinein mit bedächtigem Schritt
ein Löwe tritt und knurrt:
„Sei ruhig, bleibe ruhig mein Kind,
in dürren Blättern säuselt der Wind.“..
(Aus: "Balladenzauber" von Magda Förster-Barczyk)
München:Vorlesende Autoren noch gesucht!
Für das literarische Sextett
am 21.November
(aber auch 19.12 und 16.1)
suchen wir noch Schreibende, die lesen wollen!
gerne nachricht an mich!

Das Literarische Sextett – der zeitgemäße Literatursalon
Jeden 3.mittwoch um 18 Uhr in der P....Bar, dem neuen Provisorium in der Gravelottestraße 7
Sieben (!) Autoren lesen jeweils etwa eine Viertelstunde. Alles ist unterschiedlich: die Qualität, das Geschlecht, das Alter sowieso. Es lesen schöne Männer, dürre Frauen, zickige Beamte, unterschätzte Sekretärinnen, überschätzte Journalistenschüler und geschätzte Alleinerziehende, Berufsbohemians, Fantasy-Nerds und gewitzte Wortverdreher, avantgardistische Hurz-Epigonen wie Kerkeling-Verächter. Nicht nur Agatha Christie oder Dante werden sich im Grabe umdrehen; auch die Zuhörer erfreuen sich mehr, oder auch weniger, beim Lauschen und Dösen nach dem Genuss feiner Tröpfchen, der Stimmen unserer Autoren.
Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr
Meines neues Buch über einen Autor der Goethezeit ist raus:
Hallo :)
Lese zurzeit Faust. Bin beim zweiten Akt und habe eine frage
Und zwar kommt der Text: Mephistopheles aus dem Soufleurloche auftauchend.

Was ist eine Soufleurloche?? 😰

www.goethezeitportal.de
Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Das Goethezeitportal ist eine an der Ludwig-Maximilians-Universität München gegründete multimediale Präsentationsplattform und internationales Netzwerk für den Diskurs der Kunst und Kultur der Goethezeit.

Wie gewohnt öffnen

22/11/2022

Anlässlich 275 Jahre Winckelmann in Sachsen erscheint

dieser Tage im Bertuch Verlag Weimar der Jubiläumsband

"Ich bin recht wohl hier aufgenommen worden -

Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden"
ISBN: 978-3-86397-170-0
Preis: 15,00 €

Der Reichsgraf und weimarische Premierminister H. von Bünau

sowie der Bibliothekar J. M. Francke werden ebenso vorgestellt

wie die neuere Geschichte des Schlosses Nöthnitz. Anna Amalia,

Goethe, Eckermann und Wieland sind mit von der Partie ...

Der Titel ist vorbestellbar unter

www.bertuch-verlag.com/

Über Ihr Interesse freut sich

Klaus-Werner Haupt

29/10/2022

Todestag der Alma von Goethe

Einen Monat vor ihrem 17. Geburtstag fiel Goethes Enkelin während eines Aufenthalts in Wien einer dort grassierenden Typhusepidemie zum Opfer. Am 1. Oktober 1844 wurde sie auf dem Ortsfriedhof in Währing – dem heutigen Währinger Schubertpark – beigesetzt. Im Jahre 1885 wurden ihre Gebeine nach Weimar umgebettet.

10/09/2022

Winckelmannstraße Wien, Die Klassikerstadt Weimar hat weder Winckelmannplatz noch -straße...

02/07/2022

Goethes Erlkönig gegendert - nach den Empfehlungen von „Prof.ens Dr.ens“ Lann Hornscheidt, frühere Professorin für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Berliner Humboldt-Universität.

GRIN - Schillers Genealogie 14/05/2022

Genealogie des Dichters Friedrich von Schiller (mit Leseprobe)
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Ahnentafel, Mannesstamm, Mutterstamm, Kurzbiographien. Die Adelsgeschlechter Schiller von Herdern und Schiller. Adelsgeschlecht von Lengefeld. Charlotte von Schillers erste Liebe - ein Hochstapler! Hatte Schiller ein außereheliches Kind?

https://www.grin.com/document/276767

GRIN - Schillers Genealogie Schillers Genealogie. Der Friedrich Schiller-Code - Biographien / Biographien - Fachbuch 2014 - ebook 39,99 € - GRIN

03/03/2022
Roberto Blanco fordert Exhumierung Beethovens, um dessen afrikanische Abstammung zu beweisen 30/09/2021

Es geht um 1.) Das Aussehen Beethovens. Laut Quellen sah er wie ein Spanier aus, hatte ein "Mulattengesicht" und einen "negriden Unterkiefer". 2.) Die Identität seiner "Unsterblichen Geliebten". 3.) Beethovens außereheliche Tochter.

https://www.stern.de/lifestyle/leute/roberto-blanco-fordert-exhumierung-beethovens--um-dessen-afrikanische-abstammung-zu-beweisen-30788724.html?fbclid=IwAR3Y5a6YwAtILL05c417Zfo1KYYTik9WvkKM_YwxV6_KJulPUD5SklyUxJw

Roberto Blanco fordert Exhumierung Beethovens, um dessen afrikanische Abstammung zu beweisen Ludwig van Beethovens ethnische Identität bewegt die Menschen seit Langem. Wissenschaftler fordern eine DNA-Untersuchung – und werden dabei von prominenten PoC wie Roberto Blanco oder Tyron Ricketts unterstützt.

20/09/2021

Der Friedrich-Schiller-Code
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Auf den historischen Spuren des Schädelstreits

Der Schlüssel knackt nur leicht im Schloss. Es ist am Vortag frisch geölt worden. Acht Hände in weißen Handschuhen greifen an das glänzend polierte Holz, heben den schweren Sarkophagdeckel herunter. Zum Vorschein kommt – eine rotseidene Decke. Unter ihr – die Gebeine des Dichters Friedrich von Schiller. Die Anwesenden halten den Atem an. Ehrfurcht, Neugier, Beklommenheit? Die Sarkophagöffnung in der Weimarer Fürstengruft ist der erste Schritt zur Klärung des 150-jährigen Streits um Schillers Schädel. Stets wurde seine Echtheit angezweifelt. Und seit 1913 liegen sogar zwei Schillerschädel in der Fürstengruft. Eine historische Groteske. Ein hochrangiges Wissenschaftlerteam entnimmt nun Proben aus den Friedrich Schiller zugeschriebenen Gebeinen, um die Grundfragen klären zu können: Welcher der beiden dem Dichter zugeschriebenen Schädel ist der echte? Gehören die Skelette zu den Schädeln? Und woran starb Schiller wirklich? An dem vom MDR LANDESFUNKHAUS THÜRINGEN in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar initiierten interdisziplinären Wissenschaftsprojekt wird fast zwei Jahre gearbeitet. Nötig waren umfassende genealogische Nachforschungen, mehrere Exhumierungen, morphologische, chemische und toxikologische Untersuchungen, zahlreiche DNA-Analysen, historische Porträtvergleiche und hochmoderne Gesichtsrekonstruktionen. Dabei entstand die spannende Fernseh-Dokumentation von Ute Gebhardt. Sie folgt den historischen Spuren des Schädelstreits ebenso wie den Antworten, die von Genealogen, Archäologen, Anthropologen, DNA-Experten, Chemikern und Wissenschaftlern anderer Disziplinen durch sorgfältige historische Recherchen, und Analysen gewonnen werden. Sie erhellt den Bibliotheken füllenden, anderthalb Jahrhunderte langen Streit um ein nationales Kulturerbe ebenso wie die Methoden der modernen Wissenschaft, die heute auf historische Fragestellungen Antworten geben können. (Senderinfo)

https://www.ardmediathek.de/video/der-friedrich-schiller-code/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9hYTEyMGMwNi04Yzg0LTQ4MTYtYTZhNy1lNTdkYzdiYzVlMjk/

11/09/2021

11.09.1801 – Friedrich Schillers Drama "Die Jungfrau von Orleans" wird in Leipzig uraufgeführt.
Das Stück nimmt den Stoff um die französische Heilige Johanna von Orléans auf und war zu Lebzeiten Schillers eines seiner am häufigsten gespielten Stücke. Schillers Hinwendung zu dem historischen Stoff erfolgte unter der Voraussetzung seiner poetischen Maxime, „immer nur die allgemeine Situation, die Zeit und die Personen aus der Geschichte zu nehmen und alles übrige poetisch frei zu erfinden“. Schillers Johanna ist eine fanatische Patriotin, die den ihrer Ansicht nach einzigen legitimen König Frankreichs an die Macht bringen und die Engländer aus Frankreich vertreiben will.
Die "Germania" von Friedrich August von Kaulbach (1914) wurde durch Schillers Werk inspiriert.

05/09/2021

250. Geburtstag +++
Erzherzog Carl von Österreich, Herzog von Teschen, (* 5. September 1771 in Florenz; † 30. April 1847 in Wien) aus dem Haus Habsburg-Lothringen war ein österreichischer Feldherr. Die von ihm kommandierten Truppen fügten Napoleon in der Schlacht bei Aspern am 21./22. Mai 1809 die erste Niederlage auf dem Schlachtfeld zu. Zudem war er der 54. Hochmeister des Deutschen Ordens.
Bereits unmittelbar nach dem Sieg bei Würzburg 1796 setzte eine Verherrlichung und Mythologisierung der Person des Erzherzog Karl ein. Nach der Niederlage bei Wagram wurde Karl seines Kommandos enthoben und war fortan weder militärisch noch politisch aktiv, dennoch strebte diese Verherrlichung gerade unmittelbar nach 1809 ihrem Höhepunkt zu. Noch unter dem unmittelbaren Eindruck des Sieges bei Aspern widmete Heinrich von Kleist dem Erzherzog ein Gedicht: „Unverwelklich, wie er Alciden kränzet, Jungfrau und Lorbeer, dich o Karl zu krönen, Überwinder des Unüberwindlichen!“
In der Einleitung, die Kleist für die Zeitschrift „Germania“ schrieb, manifestiert sich die Verherrlichung noch mehr: „Der kaiserliche Bruder, den er zum Herrn des Heers bestellte, hat die göttliche Kraft, das Werk an sein Ziel hinauszuführen, auf eine erhabene und rührende Art, dargetan. Das Mißgeschick, das ihn traf, trug er mit der Unbeugsamkeit des Helden, und ward, in dem entscheidenden Augenblick, da es zu siegen oder zu sterben galt, der Bezwinger des Unbezwungenen - ward es mit einer Bescheidenheit, die dem Zeitalter, in welchem wir leben, fremd ist.“

09/06/2021

Ein mit Glück und noch mehr Verstand ausgestatteter Kaufmannssohn verfasst eine Schrift über die Optik Newtons. Sie macht seinen Namen europaweit bekannt und ebnet den Weg zu den Großen jener Zeit. Mit Voltaire philosophiert Algarotti über Licht und Farben, mit dem britischen Gesandten Baron Baltimore segelt er nach Sankt Petersburg und in Rheinsberg trifft er den preußischen Kronprinzen – eine schicksalshafte Begegnung für beide Seiten. Kaum auf dem Thron, ruft Friedrich II. den charmanten Venezianer nach Berlin, ab sofort hat der seinen festen Platz an der Tafelrunde in Sanssouci. Als ein ausgezeichneter Kunstkenner berät er den König in Sachen Kunst, Musik und Architektur. Als Freigeist lässt er sich jedoch nicht vereinnahmen, sondern bereits Italien und erwirbt auch für andere Höfe Kunstwerke. So brachte er Liotards Pastell „Das Schokoladenmädchen“ nach Dresden. Mit seinem Buch zeichnet Haupt nicht nur das Bild eines überaus bemerkenswerten Mannes, sondern ein ganzes Gemälde vom Jahrhundert der Aufklärung ...

https://www.bertuch-verlag.com/544-0-Francesco-Algarotti.html

07/05/2021

Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethes "Hermann und Dorothea" in Illustrationen von Joseph von Führich

Josef Führich (1800-1876) ist heute noch bekannt für seine kirchliche Malerei. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, wurde ihm von adligen Förderern die Ausbildung an der Akademie in Prag und von 1829 bis 1831 ein Studienaufenthalt in Rom ermöglicht. Zur Zeit seines Studiums in Prag widmete er sich dem "romantischen Fach", bekannt wurde er durch seine Zeichnungen zu Tiecks "Genoveva" (1824). Des weiteren illustrierte er Bürgers Ballade "Der wilde Jäger", von Goethe das Epos "Hermann und Dorothea" und die Ballade "Erlkönig" u.a.m. In Rom schloss er sich den Nazarenern um Overbeck an und arbeitete fortan im nazarenischen Stil. 1841 wurde er zum Professor der geschichtlichen Komposition an der Akademie in Wien ernannt. 1827 erschienen seine Radierungen zu "Hermann und Dorothea" im Verlag Vieweg in Braunschweig. Im Goethezeitportal werden die 10 Tafeln von Lichtdrucken einer Ausgabe von 1921 wiedergegeben. Die Kompositionen lassen sich den romantischen Illustrationen der Zeit in Umrißstil zuordnen dessen klassizistische Vorbilder bei Flaxman u.a. zu finden sind.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/johann-wolfgang-von-goethe/hermann-und-dorothea/goethes-hermann-und-dorothea-in-illustrationen-von-joseph-von-fuehrich.html

Napoleons Erben in Bayern | Doku : Die Herzöge von Leuchtenberg 19/04/2021

Die Herzöge von Leuchtenberg waren einst die zweitwichtigste Adelsfamilie im Königreich Bayern. In "Napoleons Erben in Bayern" wird die wechselvolle Geschichte der Leuchtenbergs erzählt.

"Nicht nur S.K.H. Herzog Max Emanuel in Bayern führt durch den Filmbeitrag, sondern auch das gegenwärtige Oberhaupt der Familie S. D. Herzog Nicolaus von Leuchtenberg. "

https://www.br.de/mediathek/video/napoleons-erben-in-bayern-doku-die-herzoege-von-leuchtenberg-av:60462352c3e32a001325de29

Napoleons Erben in Bayern | Doku : Die Herzöge von Leuchtenberg Die Herzöge von Leuchtenberg waren einst die zweitwichtigste Adelsfamilie im Königreich Bayern. In "Napoleons Erben in Bayern" wird die wechselvolle Geschichte derer von Leuchtenberg erzählt.

14/04/2021

Jutta Assel und Georg Jäger: Pfingsten als religiöses Fest

Wir begreifen die folgenden Bilder und Texte mit christlichen Motiven als kulturgeschichtliche, nicht nur als religionsgeschichtliche Dokumente einer christlich geprägten Kultur. Die Seite umfasst Auszüge aus zwei Zyklen. Aus den 200 "Biblischen Bildern" von Schnorr von Carolsfeld (1794-1872) werden 9 Bilder, von der Auferstehung Jesu bis zur Ausgießung des Heiligen Geistes, mit den Bezugstexten aus der Heiligen Schrift publiziert. Aus dem Textzyklus "Das geistliche Jahr" von Droste-Hülshoff (1797-1848) werden drei Gedichte, darunter "Pfingstsonntag" und "Pfingstmontag" wiedergegeben. Es folgt ein Pfingstgedicht zur Bildung der "christlichen Gemeine" von Julius Sturm (1816-1896). Literaturhinweise zu Bilderbibeln und zu Schnorr von Carolsfeld schließen die Seite ab. ─ Schnorr von Carolsfeld war an mehreren Projekten einer Bilderbibel beteiligt, machte sie jedoch schließlich zur eigenen Sache. Bereits Mitte der 1820er Jahre verfügte er über ein Programm für die Themen und die Anzahl der Darstellungen einer nur aus Bildern bestehenden Bibel für die breiteren Kreise des Volkes. Zugrunde lag die Überzeugung, "daß das Bild eines Gegenstandes grundsätzlich eine lebendigere Anschaulichkeit und eine stärkere Einprägsamkeit besitzt" (Feldhaus). Ausgeführt sind die Darstellungen als Holzschnitte im Format 22x26 cm.

http://www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/pfingsten-folge-5.html

04/03/2021

Jutta Assel und Georg Jäger: Lustige Geschichten vom Storch und vom Osterhas'

Zu Ostern 2021 publiziert das Goethezeitportal drei "lustige Geschichten in Bildern" vom Storch und dem Osterhasen. Die 12, jeweils von einigen Versen begleiteten Bilder wurden als 30."Münchener Bilderbuch" im Verlag von Braun & Schneider publiziert. Dieser führende Verlag populärer Druckgrafik für Kinder und alle Volksschichten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwertete die überaus erfolgreichen "Münchener Bilderbogen" ein weiteres Mal für seine preiswerten Bilderbücher. Die eingängigen, leicht verständlichen, oft humorvollen und witzigen Bilder und Verse eignen sich zum gemeinsamen Beschauen und Vorlesen mit Kindern.

http://www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/ostern-2021.html

Wir scannen das 18. Jahrhundert 02/03/2021

Die 600.000 Bücher verteilen sich auf viele Einrichtungen in ganz Deutschland. Aktuell sind es etwa 20 Bibliotheken, die sich für das Gemeinschaftsprojekt VD-18 zusammengetan haben. Ziel ist es, eine virtuelle Nationalbibliographie entstehen zu lassen. Alle Werke des 18. Jahrhunderts werden in einem zentralen Verzeichnis erfasst, eine Ausgabe eines jeden Werkes wird digitalisiert. Und durch die Digitalisierung wird ein weltweiter kostenfreier Zugriff ermöglicht.

https://blog.klassik-stiftung.de/wir-scannen-das-18-jahrhundert/?fbclid=IwAR2r8WrwP8Zwvu7JYxZ5uX0hZcraccMF2TNUag-19M-nc3eK3XN8qHSA9BI

Wir scannen das 18. Jahrhundert Weimar digitalisiert seine alten Drucke für eine virtuelle Nationalbibliografie.

05/02/2021

Jutta Assel und Georg Jäger:
Illustrationen von Luise von Breitschwert zu Mörikes "Stuttgarter Hutzelmännlein"

Das Goethezeitportal veröffentlicht die 47 Scherenschnitte von Luise von Breitschwert (1833-1917) zu Mörikes "Stuttgarter Hutzelmännlein." Ihre Stärke lag im Ausschneiden von Köpfen, mit denen sie eine Silhouettengalerie schwäbischer Persönlichkeiten schuf. Die Schnitte zu Mörikes Märchen vom Hutzelmännlein blieben ihre einzige umfangreiche Illustrationsarbeit. Sie wurde von Mörike mit den folgenden Versen gewürdigt: "O eine kleine Welt voll Leben! Kenn ich sie? / Den schwachen Umriß jener Träume, wie? / So konntest Du ihn fassen, halten, schärfen? / Sie müssen leibhaft sein! nun zweifl ich selber nicht, / Da sie, bestrahlt von Deinem Licht, / Entschiedne, holde Schatten werfen." Wir stellen die Künstlerin vor, die keine akademische Ausbildung erhielt, und geben ein Beispiel ihrer 'Schwabenköpfe'. Die Scherenschnitte reproduzieren wir nach der ersten vollständigen Veröffentlichung durch den Schwäbischen Schillerverein, die von Otto Güntter (1858-1949), Direktor des Schiller Nationalmuseums, 1932 besorgt wurde. Zum Verständnis der Illustrationen fügen wir den jeweiligen Textausschnitt hinzu, auf den sie sich beziehen. Zahlreiche Scherenschnitte sind "auf einen mit der Feder gezeichneten Hintergrund aufgesetzt." Durch Vertiefungen auf der Rückseite ihres Ausschnitts arbeitete die Künstlerin zudem Einzelheiten innerhalb des Umrisses heraus (Güntter).

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/eduard-moerike/stuttgarter-hutzelmaennlein-in-scherenschnitten-von-luise-von-breitschwert.html

29/12/2020

Jutta Assel und Georg Jäger:
Moritz von Schwind: Liebeslieder der Völker. Nationalcharaktere in Bild und Wort

Zu Neujahr 2021 publiziert das Goethezeitportal 12 "Liebeslieder der Völker" in Text und Bild. Jede Nation oder jedes Volk wird auf humorvolle, karikierende oder satirische Weise durch ein Bild mit darauf bezogenen Versen charakterisiert. Die Zeichnungen für die Holzschnittserie stammen von Moritz von Schwind (1804-1871), einem führenden Künstler der Spätromantik. Sie erschienen 1848 in den "Fliegenden Blättern" (1844-1944), einem "Kompendium humoristischer Zeitkritik". "Als gleichermaßen künstlerisch wie drucktechnisch bedeutend gelten die "Fliegenden Blätter" durch die hohe Qualität ihrer Bebilderung unter Beteiligung namhafter Künstler wie Wilhelm Busch, Franz Graf von Pocci, Carl Spitzweg u.a.m. (Zitate aus der Einführung in diese Edition).
Am Beispiel von Liebe und Ehe wird der Charakter einer Nation oder eines Volkes dargestellt. Das fängt an bei körperlichen Schönheitsidealen, Sprache bzw. Dialekt und Kleidung bzw. Trachten und setzt sich fort mit der Verwendung typischer Szenen einer Kultur. Um den Volkscharakter herauszuarbeiten, wird auf das jeweilige Brauchtum und herrschende Sitten zurückgegriffen. Besonders deutlich werden Nationalcharaktere bei Vergleichen, wie sie diese Seite ermöglicht.

http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6943

20/12/2020

Jutta Assel und Georg Jäger:
Alfred Rethel: Auch ein Totentanz

Von dem Historienmaler Alfred Rethel (1818-1859) veröffentlicht das Goethezeitportal die Folge der 6 Holzschnitte "Auch ein Totentanz" sowie die Einzelblätter "Der Tod als Würger" und "Der Tod als Freund". Sie erschienen im Postkartenformat als Reihe 218 in F. A. Ackermanns Kunstverlag zusammen mit dem erklärenden Gedicht des befreundeten Malers und Dichters Robert Reinick (1805-1852). Der Zyklus ist nicht nur vom Dresdner Maiaufstand 1848 inspiriert worden, den Rethel selbst erlebte. Er hatte bereits im Winter dieses Jahres mit der Ausarbeitung der Entwürfe begonnen. Der Kämpfer für die Volksherrschaft , für die Ideale der "Freiheit, Gleichheit und des Brudersinns" ist bei ihm der Tod selbst. "Darin besteht der furchtbare Hohn. Rethels Totentanz ist durch und durch politische Tendenz, und er stellte sich damit völlig auf die Seite der Reaktion." (Eduard Fuchs) Insbesondere wandte sich Rethel, der sich einen bürgerlichen Nationalstaat erhoffte ("Herstellung eines großen edlen Deutschlands"), gegen die radikale Linke ("rote Republik, Kommunismus mit allen seinen Konsequenzen", heißt es in einem seiner Briefe).

http://www.goethezeitportal.de/wissen/enzyklopaedie/alfred-rethel/auch-ein-totentanz.html

06/12/2020

Jutta Assel und Georg Jäger:
Charlotte von Stein in Weimar und auf Schloss Kochberg

Die Seite ist Charlotte von Stein (1742-1827) gewidmet, wichtigster Bezugsperson und engster Vertrauten Goethes in den Weimarer Jahren bis zur italienischen Reise. Von seiner Liebe und ihrer emotionalen Beziehung zu ihm ─ die nur aus Goethes wechselnder Einschätzung erschlossen werden kann, da ihre Briefe nicht mehr existieren ─ zeugen seine an Umfang, Intensität und Varietät einzigartigen Briefe mit teilweise mehreren Schreiben pro Tag (ca. 1600 Schreiben aus dem ersten Weimarer Jahrzehnt von 1776 bis September 1786, nach Richter). Das Goethezeitportal zeigt das immer wieder gezeichnete und fotografierte "Haus der Frau von Stein" in Weimar mit der Dienstwohnung Ihres Gatten, des (Ober)Stallmeisters Freiherr von Stein (1735-1793) sowie ausführlich, aus verschiedenen Blickwinkeln und in Details Schloss Kochberg, Sitz der Familie Stein unweit Rudolstadt, mit den historischen Gebäuden, einschließlich des Liebhabertheaters, den Innenräumen (mit Goethe-Gedenkraum), dem Park und der landschaftlichen Umgebung, gezeichnet und mehrfarbig lithografiert um 1935 von Editha Drawert (1887-1947). Zu Fuß oder zu Pferd war Goethe oder waren durch Boten seine Briefe und Zettelchen sowie mancherlei Gaben ständig zwischen Weimar und Kochberg unterwegs. Auf diesen Wegen zeichnete Goethe häufig und wurde darin von Frau von Stein bestärkt. Vorgestellt wird auch Fritz von Stein (1772-1844), jüngster Sohn Charlottes, den Goethe zeitweilig ganz bei sich erzog und unterrichtete. Später spricht Fritz von Stein von der glücklichsten Zeit seines Lebens.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/johann-wolfgang-von-goethe/frau-von-stein-und-kochberg.html

06/12/2020

Jutta Assel und Georg Jäger:
Rätselhafte Weihnacht: Weihnachtsrätsel

Die Weihnachtsseite für 2020 bringt als Einstieg die "lustige Geschichte" vom Pelzmärtel in 4 Bildern. Sie hat ihren Schwerpunkt jedoch in Rätseln, die bei literarischen Geselligkeiten des 19. Jahrhunderts beliebt waren. Auch von Goethe bringen wir einige Beispiele. Ferner orientieren wir über die verschiedenen Arten des Rätsels und die damalige Rätselbegeisterung, konzentrieren uns aber auf die Rätsel für Kinder, die Friedrich Güll (1812-1879), der seinerzeit beliebteste Autor von Kinderliedern, gedichtet und gesammelt hat. Zwei Texte enthalten je 33 Rätsel, so das "Nußsäcklein", das 33 Nüsse (Rätsel) zu knacken gibt: "Beißt nur, daß die Schale kracht, / Doch nehmt auch den Kern in acht!" Gülls gesammelte "Neckrätsel" beschließen den Beitrag. Das bis heute zitierte und gesungene Kinderlied "Ein Männlein steht im Walde" von Hoffmann von Fallersleben geben wir in der Vertonung als Volkslied wieder. Die Rätsel werden ergänzt durch merkwürdige und rätselhafte Texte, so "Das Männlein in der Gans", ein "Weihnachts-Spaß" von Friedrich Rückert. Dies Gedicht wie auch von Güll "Wenn das Kind nicht schlafen will" aus über 100 Zweizeilern nach dem Muster "Ein Schwanz ist kein Zopf, / Ein Zopf ist kein Schwanz" weisen mit ihren Sprachspielen voraus auf die Avantgarde.
Seit 2006 bringt das Goethezeitportal jedes Jahr eine eigene Seite zu Weihnachten. Bilder und Texte bilden einen reichhaltigen Fundus an Weihnachtsmotiven. Stöbern Sie darin mit Hilfe der Links am Ende der Weihnachtsseiten.

http://www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/weihnachten-2020.html

Weimarer Klassikpflege: Der Mann ist ja völlig kahl 23/11/2020

"Der Direktor des Goethe-Nationalmuseums beauftragte das Museum für Ur- und Frühgeschichte mit der Konservierung der Gebeine, die vom 2. bis 20. November 1970 diskret und gründlich umgesetzt wurde. Erhalten blieben nur die äußere Holzschale des Sarges, Goethes Skelett und sein Lorbeerkranz. Das Totenhemd, das Kopflaken und der Bezug des Leibkissens kamen nach Berlin zur Restaurierung, von wo sie erst 1975 zurückkehrten."

"Die Metallauskleidung wurde eingeschmolzen, während man das Bettungsmaterial und die „losen Fleischreste“ verbrannte. Die finale Wiedereinbettung orientierte sich am Vorbild Schillers: Die Kombination aus reichlich Xylamon, einer Polyäthylen-Unterlage und weinrotem Perlon-Stoff hatte sich bewährt, was eine erneute Inspektion beider Särge im Jahr 1983 bestätigte. Kleinteile wie Goethes Fingernägel fanden Platz in einem geschliffenen Glaszylinder."

https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/weimarer-klassikpflege-goethe-und-schillers-kahle-ueberreste-17055984.html?printPagedArticle=true

Weimarer Klassikpflege: Der Mann ist ja völlig kahl Die Totenruhe von Goethe und Schiller ist längst vorbei. Ihre Überreste wurden oft untersucht und umgebettet. Widerspruch erregt das heute nicht mehr.

Anna Amalia - Herzogin zwischen Dichtung und Wahrheit 12/11/2020

Anna Amalia - Herzogin zwischen Dichtung und Wahrheit

Wegbereiterin der Weimarer Klassik, selbstbestimmte Regentin und charismatisches Zentrum des Weimarer Hofes. Das ist die gängige Betrachtung. Doch wie groß waren ihre Denk- und Handlungsräume?

https://www.ardmediathek.de/ard/video/mdr-dok/anna-amalia/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8zZmRmZTBhOS0wZDQ4LTRlMTItYTQ1Yy0xYzNlYjVhYzBlODc/

Anna Amalia - Herzogin zwischen Dichtung und Wahrheit Wegbereiterin der Weimarer Klassik, selbstbestimmte Regentin und charismatisches Zentrum des Weimarer Hofes. Das ist die gängige Betrachtung. Doch wie groß waren ihre Denk- und Handlungsräume?

Restaurierungswerkstatt Weimar: So wird Literatur gerettet - WELT 12/11/2020

"Sie war die wichtigste Büchersammlung ihrer Zeit, Goethe war hier 35 Jahre Chef. 2004 brannte die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, Zehntausende wertvolle Schriften wurden unwiederbringlich vernichtet. Doch jetzt geben Restauratoren mit einer genialen Idee der Klassikerstadt Weimar und der Welt einen Literaturschatz zurück."

"Sämtliche Prozessschritte sind standardisiert und für sich nicht neu, aber durch den Einsatz der Kompressionskassetten ist in Weimar ein entscheidender Schritt zu einem schonenden Restaurierungsprozess mit sehr großer Stückzahl gelungen."

https://www.welt.de/Advertorials/thueringen/article217497878/Restaurierungswerkstatt-Weimar-So-wird-Literatur-gerettet.html?fbclid=IwAR3sO6VIY0iJ62_eP0ImspSwcEI1PzlubGUmjpqVRanprwGozGMp5_1trO0

Restaurierungswerkstatt Weimar: So wird Literatur gerettet - WELT Sie war die wichtigste Büchersammlung ihrer Zeit, Goethe war hier 35 Jahre Chef. 2004 brannte die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, Zehntausende wertvolle Schriften wurden unwiederbringlich vernichtet. Doch jetzt geben Restauratoren mit einer genialen Idee der Klassikerstadt Weimar und der...

13/09/2020

Jutta Assel und Georg Jäger:
Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts. lllustriert von Hans Looschen

"Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826) von Joseph von Eichendorff gehört zu den bekanntesten und meistgelesenen Erzählungen der deutschen Romantik. Das Goethezeitportal publiziert die Illustrationen zu diesem Text von Hans Looschen, von dem wir bereits Illustrationen zu Eichendorffs Gedichten veröffentlicht haben.

Hans Looschen (1859-1923), ein Schüler der Berliner Akademie, schuf ein reiches Oeuvre: Stilleben, Landschaften, Bildnisse und figürliche Kompositionen. "Seinen Namen machte er hauptsächlich durch seine äußerst farbigen Genrebilder und StiIIleben bekannt" (Neues Grazer Tagblatt, 17. Februar 1923). Illustriert hat er Werke Goethes und Schillers, Chamissos "Schlemihl," Märchen und Sagen u.a.m. Die großenteils skizzenhaft angelegten 20 Illustrationen unterschiedlicher Größe zum "Taugenichts" zeigen zum Teil unscharfe, zerfaserte Konturen anstelle eines Bildrahmens. Oder die Rahmenlinie bricht ab und geht überraschend in ein größeres, weich konturiertes Format über. Die Kompositionen erinnern an Probeabzüge eines noch unfertigen gestichelten Holzstocks. Einige der stark verkleinerten Illustrationen haben zwar einen rechteckigen Bildrahmen, den jedoch das dargestellte Motiv sprengt. So zum Beispiel ein Fuß, der über den Rahmen der Illustration hinausragt. Wo Zitate von wenigen Worten unter dem Bild stehen, scheinen sie nicht parallel zum unteren Bildrand und auch nicht genau auf Mitte gesetzt, um eine symmetrische Anordnung von Bild und Text zu vermeiden. Genaues Sehen und Unterscheiden der Bildgründe erfordern auch zwei ungewöhnlich schmale, witzige Kompositionen.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/joseph-von-eichendorff/aus-dem-leben-eines-taugenichts-illustriert-von-hans-looschen.html

10/08/2020

Jutta Assel und Georg Jäger:
Drei illustrierte Rosenliedersträusse von Clara Braun

Im ausgehenden 19. Jahrhundert publizierte der Stuttgarter Verlag Greiner & Pfeiffer unter dem Herausgebernamen von Clara Braun eine Reihe von seinerzeit erfolgreichen modischen Lyrikanthologien. Das Goethezeitportal hat drei Anthologien ausgewählt, deren Titel Rosen in den Mittelpunkt stellen. Die geschmückten und reich illustrierten Prachtausgaben wurden mit modernsten, von uns erläuterten Techniken (Heliogravüre bzw. Photogravure, Lichtdruck, Zinkographie) hergestellt. Wie der Verlag die Frauen und insbesondere die "höheren Töchter" als Zielpublikum umwarb, zeigt ein Detail: In einer der ausgesuchten Anthologien ist das Bild einer Rose auf einem Stoffkissen auf dem vorderen Einband befestigt, einst wohl ein sog. Duftkissen mit Rosenduft, gebräuchlich sonst in der Luxuspostkarten-Industrie. Die Vorlagen für die Vollbilder stammen von dem Stuttgarter Maler Richard Ernst Kepler, der vor allem Illustrationen für Stuttgarter Firmen entwarf. Die als Herausgeberin genannte Clara Braun soll ein Pseudonym von Gottlob Maisch (1825-1908), einem Sachbuchautor sein. Infrage kommt jedoch auch Carl August Pfeiffer, zuletzt Teilhaber des Verlages Greiner & Pfeiffer, dem eine Druckerei angeschlossen war. Das Goethezeitportal bildet alle zwanzig Vollbilder mit dem ihnen zugeordneten Gedicht ab. Die Auswahl der Texte berücksichtigt einige ältere Dichter (Chamisso, Heine mit mehreren Gedichten), der Schwerpunkt liegt jedoch auf den heute als epigonal und trivial abqualifizierten Poeten des späteren 19. Jahrhunderts. Insgesamt geben die Anthologien einen Einblick in die literarische, an Frauen gerichtete Buchdruckkultur des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/anthologien-und-sammlungen/clara-braun-rosenliederstraeusse.html

Der Literat Der Apfelschuss von Heinz Erhardt 26/07/2020

Heinz Erhardt:

Der Apfelschuss
Der Landvogt Geßler sprach zum Tell:
"Du weißt, ich mache nicht viel Worte !
Hier, nimm einmal die Tüte schnell,
sind Äpfel drin von bester Sorte !
Leg einen auf des Sohnes Haupt,
versuch, ihn mit dem Pfeil zu spalten !
Gelingt es Dir, sei's Dir erlaubt,
des Apfels Hälften zu behalten !"
Der Vater tat, wie man ihm hieß,
und Leid umwölkte seine Stirne,
der Knabe aber rief: "Komm, schieß
mir schnell den Apfel von der Birne !"

Der Pfeil traf tödlich - - - einen Wurm,
der in dem Apfel wohnte ....
Erst war es still, dann brach ein Sturm
des Jubels los, der'n Schützen lohnte !
Man rief: "Ein Hoch dir, Willi Tell !
Jetzt gehn wir einen trinken, gell ?"*
* Westfälische Fassung:
Man rief: "Der Tell, der schießt ja toll !
Jetzt gehn wir einen trinken, woll ?"

https://www.youtube.com/watch?v=XsNwL1vzZ7I

Der Literat Der Apfelschuss von Heinz Erhardt Der Literat Der Apfelschuss von Heinz Erhardt

Nachruf auf Dr. Herbert Ullrich 20/07/2020

R.i.P.
Dr. Herbert Ullrich (*8. August 1932 – †12. Oktober 2019)
Schiller-Schädel-Forscher

https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/praehist/aktuelles/Nachruf-Dr_-Herbert-Ullrich.html

Nachruf auf Dr. Herbert Ullrich Mit großem Bedauern haben wir vom Ableben Dr. Herbert Ullrichs im Herbst vergangenen Jahres erfahren. Dr. Herbert Ullrich ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Prähistorische Archäologie sowie vielen Studierenden der Altertumswissenschaften als renommierter Anthropologe bek...

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