02/12/2022
Sobald wir Mütter untereinander ehrlich und offen über unsere Gefühle sprechen; über unsere Herausforderungen und Struggles, merken wir: Wir sind nicht die einzigen, denen es so geht. Und sobald wir das erkennen, werden Selbstzweifel und Schuldgefühle weniger.
Denn der Ursprung all dieser Gefühle - dieses schlechte Gewissen, die Selbstzweifel und die Schuldgefühle - ist der extrem überhöhte Anspruch an uns Mütter. Der sogenannte Müttermythos. Die gesellschaftlichen Erwartungen, die jedoch KEINE Mutter vollkommen erfüllen kann - egal, wie sehr sie es versucht.
Kein Wunder also, dass wir das Gefühl haben, als Mütter nicht zu genügen oder ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir auch unsere anderen Seiten leben wollen; wenn wir die Erfüllung nicht ausschließlich im Mamasein finden.
Die ehrlichen Gespräche über unsere persönlichen Empfindungen, Erfahrungen, Herausforderungen, Wünsche, Ziele & Träume können deshalb so BEFREIEND wirken - weil sie uns zeigen: Nein, wir sind nicht die einzigen, denen es so geht.
Und wenn wir nicht die einzigen sind; wenn wir sogar VIELE sind, dann kann ja mit dem Bild der Mutter, das in unserer Gesellschaft vorherrscht, etwas nicht stimmen.
Bedeutet gleichzeitig: Dann ist ja mit uns wahrscheinlich doch alles in Ordnung. Dann gibt es eigentlich keinen Grund für Schuldgefühle oder schlechtes Gewissen.
Und diese Erkenntnis, dieses Wissen, ist der Schlüssel für eine wirklich erfüllte Mutterschaft. Eine Mutterschaft, die du so gestaltest, wie sie für DICH persönlich richtig ist. Selbstbewusst und ohne schlechtes Gewissen. Weil du es darfst. Weil es so wichtig ist. Für dich. Für deine Kinder. Für alle Frauen & Mütter. Für die Gesellschaft.