Susanne Eisch - Potential Oriented Vocal Training

Susanne Eisch - Potential Oriented Vocal Training Stimme ist ein komplexer psycho-physiologischer Ablauf, der von jedem Menschen erlernt werden kann.

Das Potential Oriented Vocal Training steht für eine physiologisch orientierte Gesangspädagogik. Entdecken Sie das volle Potenzial Ihrer Stimme durch ein innovatives Onlineportal und Einzelunterricht. Erweitern Sie Ihr gesangspädagogisches Know-How und lassen mit dem Ausbildungskonzept des Potential Oriented Vocal Trainings zur potenzialorientieren Gesangspädagog:in ausbilden.

Joggen ist nicht gleich Joggen – zumindest nicht für deine Stimme.Singen ist Bewegung. Und die meisten Bewegungsformen w...
04/09/2026

Joggen ist nicht gleich Joggen – zumindest nicht für deine Stimme.

Singen ist Bewegung. Und die meisten Bewegungsformen wirken sich positiv auf deine Stimmfunktion aus.

Joggen ist also hilfreich für die Stimme. Noch hilfreicher wird es, wenn sich deine Arme beim Laufen mitbewegen dürfen. Bleiben die Oberarme starr am Körper, verschenkst du einen großen Teil des Effekts für deine sängerische Fitness. Sieht vielleicht nicht ganz so lässig aus – klingt aber besser. Notfalls helfen auch Nordic-Walking-Stöcke.

Trotzdem gilt, egal welchen Sport du machst: Spaß ist das Wichtigste. Es geht nicht darum, noch eine Optimierungsschraube zu finden, sondern darum, in Bewegung zu bleiben – auf eine Art, die dir gut tut.

Mehr Empfehlungen zum Thema Fitnesstraining für Sänger:innen findest du in einem Artikel auf meiner Homepage – Link in Bio.

Wenn dir echte physiologische Zusammenhänge statt Stimm-Mythen wichtiger sind als Trends, folge mir gerne für genau das – und für viel Klang statt Imitation.

Wie hältst du dich fit – und achtest du dabei schon auf deine Arme? Schreib’s mir gerne in die Kommentare.

Flexibilität, die wirklich hilft – nicht nur im Kalender, sondern auch in der Stimme.Die Opernsängerin Lisa Ziehm aus Be...
30/08/2026

Flexibilität, die wirklich hilft – nicht nur im Kalender, sondern auch in der Stimme.

Die Opernsängerin Lisa Ziehm aus Berlin hat mir kürzlich geschrieben, was ihr die Arbeit mit dem Online-Portal gerade bedeutet:

„Ich bin gerade einfach sehr froh, dass ich mir selbst einteilen kann, wann und wie ich übe – je nachdem, wie viel Energie ich gerade neben Proben und Vorstellungen habe. Keinen festen Termin ausmachen zu müssen, macht mich flexibel – gerade in einer Stadt wie Berlin ist das im Alltag sehr hilfreich. Beim Singen merke ich, dass ich eine noch feinere Körperwahrnehmung entwickelt habe und insgesamt entspannter sein kann. Die Eigenverantwortung tut mir gerade gut, und die Videos geben dabei eine hilfreiche Orientierung. Besonders hängen geblieben ist bei mir der Gedanke des „gewaltfreien Singens“ – das beschäftigt mich immer wieder.“

Genau darum geht es mir: Du entscheidest, wann Übung in deinen Alltag passt – nicht umgekehrt. Und „gewaltfreies Singen“ ist für mich mehr als ein Satz. Es ist eine Haltung: Du arbeitest mit deiner Stimme, nicht gegen sie. Danke, liebe Lisa, für deine Worte!

Wenn dich das anspricht, kommentiere mit „Guide“ – dann schicke ich dir meinen kostenlosen VocalGuide.

21/08/2026

„Warum soll ich eigentlich in der tiefen Lage singen? Ich bin Sopran! Das brauch ich doch gar nicht!“ 🧡
Eine Frage, die ein Teilnehmer unserer Ausbildungsgruppe von seiner Schülerin gestellt bekam. Wie sollte man antworten?

Mein Vorschlag: Es gibt keinen Teil deiner Stimme, den du ignorieren kannst – auch wenn du ihn nicht ständig nutzen möchtest. Brust- und Kopfstimme (oder wie wir sagen: Masse- und spannungsdominantes Register) sind kein Entweder-oder. Beide Register entstehen durch ein muskuläres antagonistisches System, das immer gemeinsam an der Stimmproduktion beteiligt ist.

In der tiefen Lage lassen sich günstige Bewegungsabläufe wie z. B. Atmungs- und Artikulationsbewegungen leichter organisieren. Dort findet ein konkretes Training des M. vocalis statt – der Antagonist, den du in der Höhe brauchst! Wenn du in der Tiefe übst, baust du die Basis für eine mühelose und strahlende Höhe. Wer nur „oben“ übt, läuft Gefahr, kompensatorische Spannungsmuster zu verfestigen. Eine gute Königin der Nacht übt ihre Tiefe für eine stabile und tragfähige Höhe.

Dieser Ausschnitt stammt aus einem Live-Meeting meiner Ausbildungsgruppe Basic im Potential Oriented Vocal Training. In regelmäßigen Onlinetreffen besprechen wir die Fragen (angehender) Gesangspädagog:innen aus ihrer alltäglichen Praxis.

Hast du auch Fragen zur Stimme oder zum Unterrichten? Dann komm zum Onlineportal des POVT! Lade dir ein Video (auch ein kostenfreies!) herunter und erhalte eine Einladung zu unserem Live-Meeting „Fragen am Freitag“. Hier werden einmal im Monat genau solche Fragen live besprochen. Link in der Bio.

Sängerin
VocalPedagogy

07/08/2026

Klingt erstmal absurd, oder? Du hebst das Knie an – und dadurch soll sich der Klang deiner Stimme verändern?

In diesem Ausschnitt siehst du live per Laryngoskopie, was bei Josua passiert, wenn er in der Einatmung ein Bein anhebt: Der Kehlkopf sinkt sichtbar tiefer, der Klang wird wärmer, dunkler, voller.

Das Spannende daran: Die Übung setzt weit entfernt von der Kehle an – und wirkt trotzdem direkt genau am und im Kehlkopf. Wie kann das sein? Das Anheben des Knies sorgt über eine relativ simple physiologische Kette, die vom M. iliopsoas über die hinteren Zwerchfellanteile und die Lunge zur Luftröhre führt, für eine tiefere Kehlkopfposition, die den Klang deutlich verändert.

Im Potential Oriented Vocal Training betrachten wir den gesamten Körper als Instrument und beeinflussen die Funktion mit einfachen oder komplexen Körperübungen. Probier es aus!

Und nein: Du muss nicht auf der Bühne stehen und ein Knie heben. Wenn du den Zusammenhang erlebt und öfters wiederholt hast, lernt dein Körper den Bewegungszusammenhang und du kannst ihn schrittweise auch im Stehen abrufen.

Die Übung Beinhebung gibt es als ausführliche, einstündige Videoanleitung kostenfrei im POVT Onlineportal. Das gesamte Video zu unserem Laryngoskopieprojekt gibt’s bei YouTube. Link in Bio.


27/07/2026

Schon eine Weile her - aber immer noch genauso aktuell: Die zweite Auflage meines Buches BE VOCAL ❤️

Ein Buch für alle, die ihre Stimme besser verstehen, bewusster einsetzen und ihr stimmliches Potential entfalten möchten - mit praktischen Übungen und physiologischem Hintergrund.

Schon reingeschaut? 😉

15/07/2026

Warum heben Opernsänger:innen (und nicht nur die!) eigentlich so oft die Arme bei hohen Tönen?

Weil es hilft! ✨

In unserem Laryngoskopieprojekt filmen wir Sänger:innen von innen und außen, während sie unterschiedliche (Körper-)Übungen ausführen. Endlich können wir die Auswirkungen „unserer“ Übungen nicht nur hören, sondern auch sichtbar machen.

Was wir sehen: Die Armhebung beim Singen ist keine komische Turnerei oder egozentrische Attitüde. Sie ist eine effiziente Stimmübung, die die Bedingungen für Klangverstärkung oberhalb der Stimmlippen signifikant verbessert.

Du willst mehr über die Physiologie dahinter wissen? Das vollständige Video findest du in meiner Bio – und natürlich auf YouTube. 🧡

03/07/2026

Bruststimme? Kopfstimme? Warum diese Begriffe uns als Sänger:innen manchmal mehr verwirren als helfen.

In meiner Ausbildungsgruppe Basic sind wir neulich tief in die Welt der Stimmregister eingetaucht — und ich liebe diese Momente, wo es richtig nerdig wird.

Die Gruppe steht noch ganz am Anfang, aber ein Teilnehmer wollte trotzdem jetzt schon mal wissen, was es eigentlich mit Brust- und Kopfstimme auf sich hat.

Wenn wir von „Bruststimme“ und „Kopfstimme“ sprechen, suggerieren diese Begriffe, dass es zwei getrennte Stimmen gibt — eine, die irgendwie in der Brust entsteht, und eine im Kopf. Und das führt zu wilden Vorstellungen… zum Beispiel, dass die Nebenhöhlen den Klang verstärken würden. (Spoiler: tun sie nicht. 🧡)

Da Sprache unser Denken formt, hat Eugen Rabine in den 80er Jahren eine neue Begrifflichkeit geprägt, die die Funktionen auf Stimmlippenebene beschreibt.

🧡 Massedominanz = dominante Aktivität des M. vocalis = trad. Bruststimme

🧡 Spannungsdominanz = dominante Aktivität des M. cricothyroideus (kurz: CT) = trad. Kopfstimme

Zentral dabei: beide Muskeln sind immer beteiligt — jeder Ton entsteht aus einem
Zusammenspiel von M. vocalis und CT. Auch „Mischstimme“ ist irreführend — eine wirklich getrennte Funktion gibt es nicht.

Selbst ein sehr hoher Ton hat Masseanteile, ein tiefer Ton braucht Spannung, um klingen zu können.

Die traditionellen Begriffe beziehen sich auf Sekundärschwingungen im Brust- und
Kopfbereich — diese sind jedoch nicht klangverstärkend. Der Resonanzraum ist für alle Töne identisch und passt sich nur leicht an. Was sich ändert, ist die Dominanz. Keine getrennten Register — nur unterschiedliche Anteile.

Das ist POVT — Potential Oriented Vocal Training. Präzise, funktionsorientiert, und mit Hintergrundwissen, das wirklich trägt.
Mehr solche Nerd-Inhalte findest du im POVT Onlineportal — Link in der Bio 🧡
Du willst tiefer einsteigen? Dann trag dich für die Ausbildung Basic vor:
🧡 www.potentialorientedvocaltraining.de


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Birkenweg 1
Minden
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