11/08/2026
Ich spüre meinen Körper so intensiv wie noch nie.
Ich nehme wahr, wie sich manchmal von einem Tag auf den anderen etwas verändert. Meine Energie. Meine Belastbarkeit. Mein Bedürfnis nach Nähe oder Rückzug.
Und das Verrückte ist: Es fühlt sich nicht mehr falsch an. Ich fühle mich nicht falsch.
Und ich frage mich:
Wie konnten wir jemals von einem weiblichen Körper verlangen, jeden Tag gleich zu funktionieren?
Wie viele Frauen haben gelernt, Müdigkeit wegzudrücken, Grenzen zu überschreiten und weiterzumachen?
Bis aus der Härte gegen sich selbst eine Erwartung an andere wurde:
„Ich funktioniere doch auch.“
Wann haben wir Stärke mit Härte verwechselt?
Doch dieses Thema geht noch tiefer.
Leben ist zyklisch.
Auch unsere Tiere sind es.
Ihre Energie, Belastbarkeit und Bedürfnisse verändern sich ebenfalls. Trotzdem erwarten wir oft, dass das, was gestern möglich war, heute wieder funktionieren muss.
Der Hund konnte gestern noch entspannt an diesem Hund vorbeigehen.
Das Pferd hat letzte Woche wunderbar mitgearbeitet.
Die Katze war doch sonst immer verschmust.
„Gestern ging es doch auch.“
Wie gut wir diesen Satz selbst kennen.
Vielleicht beginnt Verbindung dort, wo wir aufhören, das Heute ständig mit dem Gestern zu vergleichen.
Bei uns und bei unseren Tieren.
Was ist HEUTE da?
Was ist heute möglich?
Was braucht es heute?
Wir können unseren Alltag nicht jeden Tag nach unserem Befinden ausrichten. Aber zwischen „Ich richte alles danach“ und „Ich ignoriere meinen Körper“ liegt verdammt viel Raum.
Wir sind zyklische Wesen.
Unsere Tiere sind zyklische Wesen.
Das Leben selbst ist zyklisch.
Vielleicht beginnt Verbindung mit der Wahrnehmung dessen, wer wir – und unsere Tiere – heute sind.
Und du so?
Von Herz zu Herz,
Sonja ❤️